Emile Zola - Die Erde

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Die dramatische Geschichte einer Landarbeiterfamilie kurz vor Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges: Jean Macquart, der sich als Wanderarbeiter und Tagelöhner durchschlägt, kommt in das kleine Dorf Rognes und verliebt sich dort in Françoise, die er später auch heiratet. Doch Buteau, ihr Schwager, hat auch ein Auge auf sie geworfen. Eine kompliziertes Erbangelegenheit, Eifersucht und Verlangen führen schließlich zu einem tragischen Ende…-

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„Kommt runter, es ist besser, wenn wir ihn da rausnehmen“, bemerkte Jean umsichtig.

Sie halfen ihm nicht, sie schrien noch lauter. Glücklicherweise zeigte sich endlich eine Nachbarin, die Frimat, die der Lärm herbeigelockt hatte. Das war eine lange, dürre, knochige Greisin, die seit zwei Jahren ihren gelähmten Mann pflegte und ihm das Brot verdiente, indem sie mit der Hartnäckigkeit eines Arbeitstiers selber den einzigen Arpent bestellte, den sie besaßen. Sie verlor nicht die Fassung, schien das Ereignis als natürlich anzusehen, und wie ein Mann legte sie Hand mit an. Jean packte Fliege bei den Schultern, zog ihn, bis ihn die Frimat an den Beinen fassen konnte. Dann trugen sie ihn weg, schafften ihn ins Haus.

„Wo sollen wir ihn denn hinlegen?“ fragte die Alte.

Die beiden Töchter, die hinterherkamen, waren kopflos und wußten es selber nicht. Ihr Vater bewohnte oben eine Kammer, die man vom Boden abgeteilt hatte; und es war kaum möglich, ihn hochzubringen. Unten war hinter der Küche die große Stube mit den zwei Betten, die er den Töchtern überlassen hatte. In der Küche herrschte stockfinstere Nacht, der junge Mann und die alte Frau, denen die Arme wie zerschlagen waren, warteten und wagten sich nicht weiter, weil sie Angst hatten, über ein Möbelstück zu purzeln.

„Los, es muß doch ein Entschluß gefaßt werden!“

Endlich zündete Françoise eine Kerze an. Und in diesem Augenblick kam die Bécu herein, die Frau des Feldhüters, die zweifellos durch ihren Spürsinn benachrichtigt worden war, durch jene geheime Kraft, die innerhalb einer Minute eine Neuigkeit von einem Ende eines Dorfes zum anderen trägt.

„Na, was hat er denn, der arme liebe Mann? – Ach, ich sehe schon, das Blut ist ihm im Leib geronnen ... Schnell, setzt ihn auf einen Stuhl.“

Aber die Frimat war gegenteiliger Ansicht. Setzte man denn einen Mann hin, der sich nicht aufrecht halten konnte? Das beste sei, ihn lang auf das Bett einer seiner Töchter zu legen.

Und der Wortwechsel nahm an Schärfe zu; da erschien Fanny mit Nénesse: sie hatte von der Geschichte erfahren, als sie bei Macqueron Fadennudeln kaufte, sie kam nachsehen, war erschüttert wegen ihrer Kusinen.

„Vielleicht“, erklärte sie, „muß man ihn hinsetzen, damit das Blut fließt.“

Alsdann wurde Fliege neben dem Tisch, auf dem die Kerze brannte, auf einen Stuhl gepackt. Das Kinn fiel ihm auf die Brust, seine Arme und seine Beine hingen herab. Das linke Auge hatte sich bei der Zerrung dieser Gesichtshälfte geöffnet, und aus dem verzogenen Mundwinkel pfiff es stärker. Schweigen entstand, der Tod drang ein in den feuchten Raum mit dem gestampften Lehmfußboden, den aussätzigen Wänden, dem großen schwarzen Kamin.

Verlegen wartete Jean immer noch, während die beiden Töchter und die drei Frauen müßig herumstanden und den Alten betrachteten.

„Ich werde noch den Arzt holen“, wagte der junge Mann zu sagen.

Die Bécu schüttelte den Kopf, keine der anderen antwortete: wenn das nichts auf sich haben sollte, warum dann das Geld für einen Arztbesuch ausgeben? Und wenn das das Ende war, würde dann der Arzt irgend etwas dabei machen können?

„Gut sind Wundmittel“, sagte die Frimat.

„Ich“, murmelte Fanny, „ich habe Kampferspiritus.“

„Das ist auch gut“, erklärte die Bécu.

Lise und Françoise, die beide verstört waren, hörten zu, entschieden sich für nichts; die eine wiegte Jules, ihren Kleinen, und die andere war hilflos, weil ihre Hände eine Tasse Wasser hielten, die der Vater nicht hatte trinken wollen. Und als Fanny das sah, stieß sie Nénesse an, der in Gedanken versunken dastand angesichts der Grimasse des Sterbenden.

„Lauf zu uns nach Hause und sag, daß man dir das Fläschchen Kampferspiritus geben soll, das links im Schrank steht ... Verstehst du? Links im Schrank ... Und geh bei Großvater Fouan vorbei, geh bei deiner Tante vorbei, bei der Großen, sag ihnen, daß es Onkel Fliege sehr schlecht geht ... Lauf, lauf schnell!“ Als der Bengel mit einem Satz verschwunden war, erörterten die Frauen den Fall weiter. Die Bécu kannte einen Herrn, den man gerettet hatte, indem man ihm drei Stunden lang die Fußsohlen kitzelte. Da der Frimat eingefallen war, daß sie noch Lindenblütentee von den beiden im letzten Winter für ihren Mann gekauften Sous-Packungen übrig hatte, ging sie ihn holen; und sie kam mit dem Beutelchen zurück. Lise machte Feuer an, nachdem sie ihr Kind Françoise gegeben hatte; da tauchte Nénesse wieder auf.

„Großvater Fouan lag schon im Bett ... Die Große hat gesagt, wenn Onkel Fliege nicht soviel getrunken hätte, würde er nicht solche Herzbeschwerden haben ...“

Aber Fanny musterte die Flasche, die er ihr aushändigte, und sie schrie ihn an:

„Dummkopf! Links hab ich dir gesagt! – Du bringst mir das Kölnischwasser.“

„Das ist auch gut“, sagte die Bécu wiederum.

Man flößte dem Alten mit Gewalt eine Tasse Lindenblütentee ein, indem man ihm den Löffel zwischen die zusammengepreßten Zähne steckte. Dann rieb man ihm den Kopf mit Kölnischwasser ein. Und es ging ihm nicht besser, das war zum Verzweifeln. Sein Gesicht war noch schwärzer geworden, man war gezwungen, ihn auf dem Sessel wieder hochzurücken, denn er sackte zusammen, er drohte, flach auf die Erde zu rutschen.

„Oh!“ murmelte Nénesse, der wieder zur Tür zurückgekehrt war. „Mir ist so, als ob es gleich regnen wird ... Der Himmel hat eine komische Farbe.“

„Ja“, sagte Jean, „ich habe gesehen, wie sich eine böse Wolke zusammenzog.“ Und gleichsam auf seinen ersten Gedanken zurückgebracht, fügte er hinzu: „Macht nichts, ich hole schon noch den Arzt, wenn man es will.“

Lise und Françoise schauten einander bange an. Schließlich faßte die zweite mit der Großzügigkeit ihres jugendlichen Alters einen Entschluß:

„Ja, ja, Korporal, fahrt nach Cloyes und holt Herrn Finet ... Man soll nicht sagen, wir hätten nicht alles getan, was unsere Schuldigkeit ist.“

Das Pferd war inmitten des Durcheinanders nicht einmal ausgespannt worden, und Jean brauchte nur in das Wägelchen zu springen. Man hörte das Klirren des Eisenzeugs, das rumpelnde Fliehen der Räder.

Da sprach die Frimat vom Pfarrer, aber die anderen sagten mit einer Handbewegung, man mache sich schon genug Mühe. Und da Nénesse sich erboten hatte, zu Fuß die drei Kilometer nach Bazoches-le-Doyen zu gehen, wurde seine Mutter ärgerlich: sie werde bestimmt nicht zulassen, daß er bei diesem gräßlichen rostroten Himmel durch so eine bedrohliche Nacht haste. Da der Alte übrigens weder was höre noch was antworte, könne man den Pfarrer ebensogut wegen eines Prellsteins behelligen.

Zehn Uhr schlug die bemalte Kuckucksuhr. Das rief Bestürzung hervor: wenn sie bedachten, daß sie seit mehr als zwei Stunden da waren, ohne was erreicht zu haben! Und nicht eine redete vom Weggehen, alle wurden festgehalten von dem Schauspiel und wollten bis zum Schluß zusehen. Ein Zehnpfundbrot lag samt einem Messer auf dem Backtrog. Zunächst schnitten sich die Töchter, die trotz ihrer Angst der Hunger peinigte, mechanisch Scheiben von dem Brot ab, die sie trocken aßen, ohne es zu wissen; dann folgten die drei Frauen ihrem Beispiel, das Brot nahm ab, ständig war eine von ihnen am Abschneiden und am Kauen. Man hatte keine weitere Kerze angezündet, man unterließ es sogar, bei der, die schon brannte, den Docht zu beschneiden; und heiter war diese düstere und kahle Küche eines armen Bauern gerade nicht mit dem Todesröcheln dieses am Tisch zusammengesackten Körpers.

Ein halbe Stunde nachdem Jean abgefahren war, kippte Fliege mit einemmal um und streckte sich auf dem Erdboden aus. Er atmete nicht mehr, er war tot.

„Was habe ich gesagt? Aber man hat ja den Arzt holen wollen!“ bemerkte die Bécu mit kreischender Stimme.

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