Hans Leip - Untergang der Juno

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"Der Untergang der Juno" ist die Geschichte des alten Großseglers Juno und des Steuermanns William Mackay, der, indem er sein Kapitänspatent erringt, zugleich seine große Liebe verliert. Inspiriert wurde Leip von einem alten Band, der ihm im Britischen Museum in London in die Hände fiel, mit dem Titel: «Geschichte vom Schiffbruch der Juno an der Küste von Arracan in Ostindien und wundersame Erhaltung von vierzehn Personen auf dem Wrack ohne Lebensmittel während dreiundzwanzig Tagen, nebst deren schließlicher Rettung, von William Mackay, Leutnant des Schiffes, in einem Schreiben an seinen Vater zu London, 1798.» Die zeitlose Faszination des Meeres und all seiner Bedrohungen wird wohl in kaum einem anderen Werk Leips so konkret greifbar wie in «Der Untergang der Juno»!-

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4

Tumult im Strom

Zur rechten Zeit in Schwall und Schwarm,

Zur rechten Zeit allein gehaust,

Zur rechten Zeit ein Liebesarm,

Zur rechten Zeit die Faust!

Vom Orchester in Parishs Park erscholl jetzt der stolze Einzugsmarsch in den Palast des Paschas.

Die rot überfüllten Harburger Ewer querten nun die Buge der Transportschiffe, schwenkten regellos ein und legten sich an die runden Bäuche. Freiherr von Plato angelte mit Mühe das Stabsboot aus dem Knäuel und leitete es zur Juno. Seine beiden Schreiber turnten wie die Meerkatzen von Bord zu Bord, mit heiserem Geschrei nach den Kompanien suchend und die Quartierzettel schwingend, die am Vormittag unter Vorbehalt fertiggemacht waren. Die Fallreepe allerorts verschwanden unter hochkletternden Rotröcken. Die Feldwebel liessen in den Mitteldecks antreten. Aber bei der ungewohnten Raumenge war keine rechte Ordnung zu halten. Die Schlafstellen wurden gruppenweise zugeteilt. Es erwies sich bald, dass sie nicht reichten, oder vielmehr dass nur mit Ablösung abteilungsweise werde geschlafen werden können. Und wo sollte man mit dem Gepäck bleiben? Das Bettzeug war dürftig, Geschirr und Einrichtung spärlicher als selbst in einem Barackenlager. Man verlangte nach Verpflegung; Marsch und Wasserfahrt hatten Magen und Kehle aufgekratzt.

Jedoch die Kapitäne hatten trotz aller Vorbesprechung mit dem Reeder vergessen, Genügendes zu bereiten. Womöglich wollten sie gerade dadurch ihr Verständnis für das Geschäft des Reeders erweisen, bis auf den Kapitän der Juno, wo es schliesslich am wenigsten dringlich gewesen wäre. Da dampfte der Grogkessel auf dem Kombüsenfeuer, und Brot und Rauchfleisch waren reichlich zur Hand. Die Juno schien sich der Ehre bewusst, den Regimentsstab aufzunehmen.

Auf den beiden Hamburger Schiffen ging es auch noch an, da man sich mit der Besatzung wenigstens erst mal verständigen konnte. Bei der Unterhaltung kam allerdings nichts Erquickliches heraus, weil die Seeleute nach alter Gewohnheit die Landratten betreffs der Fahrt, des Essens und des Reisezieles gehörig durch den Kakao zogen.

Schlimmer ging es alsbald an Bord der Dänen zu, deren Kapitäne am meisten getrunken oder am wenigsten vertragen hatten und erstens nichts verstanden und zweitens sich nichts sagen lassen wollten.

Die Soldaten, da die Luken noch nicht geschlossen waren, stolperten mutwillig über die Proviantfässer und erbrachen auch einige gewaltsam, wobei aber nichts als Sauerkraut zum Vorschein kam. Es begann deswegen ein Mordsgefluche, das schnell in eine allgemeine Prügelei ausartete, erst nur zwischen Unteroffizieren und Gemeinen, die sich aber bald einigten und nun gemeinsam über die Matrosen herfielen und Kapitän und Steuerleute von Bord jagten. Der Krakeel wirkte ansteckend. Auch die Hamburger Kapitäne mussten in die Boote flüchten, ehe die Offiziere, die sich auf der Juno versammelt hatten, eingreifen konnten. Und da der Rapport des Quartiermeisters so überaus ungünstig ausfiel, zögerte Oberst Löwenstein auch tatsächlich mit einer raschen Gegenmassnahme. Man sollte höheren Orts ruhig erkennen, dass mit seinen Werbe-Regimentern nicht zu scherzen sei. Und waren es teils auch nur gepresste Söldner und Abenteurer von allen deutschen Landstrassen, teils waren es gute hessische Bauernjungen und teils wirklich respektierliche hannöversche Landeskinder.

Vielleicht wäre man über Bremen besser bedient worden denn über Hamburg, meinte der Kommandeur ärgerlich. Er verlangte nach dem Agenten.

Der Transportagent aber war ganz entgegen eigenem Wunsche von den Hamburgern mit an Bord genommen worden und geriet dort einem Sergeanten in die Finger, der jene denkwürdige Fahrt nach Ostindien vor fünfzehn Jahren mitgemacht hatte und erst vor vieren zurückgekehrt war. Er glaubte, den Herrn von damals wiederzuerkennen, der sie zum Satan schlecht bedient hatte. Er raunzte, zwei Jahre hätten sie gebraucht, um hinzukommen, und er habe schuld, auch am Unglück der Brillant, und von sieben Offizieren seien vier verreckt, und auch sein guter Hauptmann von Plato, Vetter des Quartiermeisters, die Gemeinen ungerechnet, und ob er nun wieder Schindluder mit braven Kerlen treiben wolle!

Da half kein Gezeter, man warf den armen Agenten mit Hohngebrüll über die Reling, dem Kapitänsboot nach, das ihn wieder auffischte.

Nun wurde die Sache ernst. Oben in Parishens wundervollem Park gab es verstörte Gesichter. „Mein Lord, mein Lord!“ rang der grosse Handelsherr die Hände. „Nie wieder Menschenfracht! Pökelfleisch ist dankbarer!“

Er suchte Sir Popham, um jedes böse Gewissen von sich abzuwälzen. Er hatte alles getan, was der Kalkulation nach angebracht war. Er war schon einmal mit einem westindischen Geschäft hineingefallen, hatte viel Geld in ein paar niedliche Briggs gesteckt, hatte sie tatsächlich mit Pökelfleisch befrachtet, und alles war wohlbehalten in Tobago angekommen, nur dass Herr Millar, der Superkargo, mit dem prächtigen Erlös nach Amerika verduftete und die Schiffchen auf Ballast nach Hause schickte. Solche Zwischenfälle sollten einen redlichen Menschen wohl vorsichtig stimmen.

„Mein teuerster Popham!“ jammerte er vor der Tür eines diskreten Ortes, wohin, wie er annahm, der englische Bevollmächtigte sich zurückgezogen habe. „Warum haben Sie keine Fregatten, keine Linienschiffe oder wenigstens ein paar Kanonenboote mitgebracht, um unsere Ladung in Räson zu halten? Alles geht über Top und Takel und kapseis!“

Aber Käptn Popham war schon fortgegangen.

5

Im Namen des Königs

Ein Name tut’s an sich noch nicht,

Es muss auch was dahinter stecken.

O, gib uns, Herr, das rechte Licht,

Dass wir vor Namen nicht erschrecken!

Sir Popham hatte seine kurze Tobakspfeife angezündet und war bei der allgemeinen Aufregung ruhig zum Strand hinabgestiegen. Er winkte den vier Kapitänen, die gerade in missmutiger Debatte beschlossen hatten, hinaufzugehen und bei Herrn Parish abzuheuern. Zu ihrem eigenen Erstaunen gehorchten sie der entschiedenen Geste des vierschrötigen Engländers und folgten ihm allesamt in eines der Boote, und auch der triefende Transportagent, giftgeschwollen, schrill anklagend, wollte mit, wurde aber mit einem beredten Zucken von Sir Pophams Daumen abgewiesen, und auch bei den Steuerleuten, die sich über die anderen Boote machten, hatte er kein Glück.

„Zur Juno!“ sagte Popham kurz, ohne den Brösel aus dem Munde zu nehmen. Und nach einer kurzen, wortlosen, in sich verbissenen Rangelei der vier Kapitäne um das Ruder, in welcher einer der Dänen, ein sechs Fuss hoher Bulle Sieger blieb, wriggten sie los. Sir Popham stand aufrecht und gleichmütig paffend im Stern des Bootes. Es war sonderbar genug, dass, während sie sich der Juno näherten, mehr und mehr das Gejohle auf den Schiffen verstummte. Eine plötzliche, ängstliche Spannung trat ein, und ehe es ganz still wurde — und es wurde ganz still —, hörte man bis an den Strand hin den weinerlichen Tonfall eines Rekruten, der sagte: „Twee Johr? Un ick dach, ick wer Wihnachten wedder bi Muddern!“

Ein vielstimmig meckerndes Gelächter folgte darauf, das aber jäh vor sich selber erschrak. Man hörte auf einmal nichts mehr als das knarrende Janken des wriggenden Riemenschaftes in der Heckkimme von Sir Pophams Boot.

Sir Popham stieg an Deck der Juno. Die Kapitäne blieben erwartungsvoll unten.

Die Offiziere des Regimentes Löwenstein waren im Halbkreis um die Schanzluke angetreten. Es herrschte ein tödliches Schweigen, von dem schwer zu sagen war: Barg es Verlegenheit oder Aufruhr in sich?

Sir Popham nahm geruhig die Pfeife aus den dünnen Lippen, legte die Rechte nicht zu schnell, nicht zu langsam an seinen schmalen Admiralitätshut und sagte mit einer messerscharfen Stimme: „Im Namen des Königs, ich begrüsse Sie, meine Herren!“

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