Martina Simonis - Stillerthal

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Wer ist die schwer verletzte junge Frau, die der Waldbauer Matthis am Rande der Matthisalm findet? Auf welchem Weg kam sie in die abgelegene Gebirgsregion und wer ist der Vater ihres ungeborenen Kindes? Ohne zu ahnen, auf welche Verstrickungen er sich einlässt, nimmt Matthis die Fremde bei sich auf und gewährt Lele und ihrer in der Abgeschiedenheit des Bergbauernhofes geborenen Tochter Aeolin Unterschlupf. Als er einwilligt, auch das ausgesetzte Kind mit dem auffälligen Amulett um den Hals bei sich aufzunehmen, setzt er ein Geschehen in Gang, das Stillerthal in den Mittelpunkt einer viel älteren Erzählung vom Ursprung Aldan-Aymurins und der Allianz der drei Völker rückt. Eine dramatische Auseinandersetzung um Unterdrückung und Aufbegehren, Mut und Aufopferung beginnt.
Die neue Fantasy-Reihe «Das Lied Aymurins» entführt den Leser in die archaische Welt der Menschen, Feh und Pukh, eine Welt voller Geheimnisse, in der vieles nicht so ist, wie es scheint.

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Jetzt stand er auf, tauchte zwei Tücher in den Wassereimer, der auf Küchentisch stand, und wrang sie aus.

«Komm her, damit du was lernst.»

Er gab Vince die Tücher in die Hand.

«Hier, das kannst du machen. Wickel die Tücher fest um die Unterschenkel. Achte darauf, dass das Wasser nicht zu kalt ist, gib im Zweifel etwas warmes Wasser vom Topf dazu. Das Tuch wird schnell warm, dann hilft es nicht mehr. Deswegen musst du es regelmäßig erneuern. Und achte darauf, dass das Bettzeug nicht nass wird. Leg immer ein Stück Fell unter. Und wechsle auch das Fell regelmäßig. Dort drüben auf dem Stuhl liegen zwei Kuhfelle bereit, die kannst du nehmen.»

Vince hob die Bettdecke und machte sich daran, die Tücher um die Beine der Kranken zu wickeln. Beim ersten Kontakt zuckte er zusammen.

«Sie ist so heiß!»

Matthis nickte und flößte der Fremden weiter kleine Löffelchen Sud in den Mund.

«Aber du machst sie wieder gesund, nicht?»

Matthis sagte nichts.

«Du bist der beste Heiler, den ich kenne», versuchte Vince sich und seinem Lehrvater Mut zu machen. «Besser als Marvis! ‹Einläufe mit leicht gesalzenem Honigwasser bei Durchfall, Molke mit einem Sud aus Tammil gegen Entzündungen und Wurmbefall, Birkenknospentee zur Fiebersenkung, Wundbehandlung mit Birkenrinde›», zitierte er stolz. «Ich habe mir alles gemerkt!»

Matthis legte Becher und Löffel beiseite und wandte sich Vince zu. Eindringlich blickte er ihm in die Augen.

«Vince, du musst mir etwas versprechen, das sehr wichtig ist. Lebenswichtig.»

Vince nickte eingeschüchtert.

«Ich bin kein Heiler, Vince. Ich DARF kein Heiler sein! Ich bin Matthis, der Kuhbader, mehr nicht. Das Wissen um das, was wir hier tun, darf nie den Matthishof verlassen. Nie! Du wirst darüber kein Wort zu niemandem sagen, auch nicht zu deinem Vater. Versprichst du mir das?»

Vince starrte ihn an.

«Ich verspreche es!», flüsterte er.

Matthis legte seine kräftige rechte Bauernhand auf seine Brust.

«Auf dein schlagendes Herz?»

Vince tat es ihm nach. Seine Bubenhand mit dem zerrissenen Hemdsärmel legte sich auf die magere Brust.

«Auf mein schlagendes Herz!», schwor er andächtig.

Matthis nickte.

«Gut. Dann wäre das geklärt.»

Er wandte sich wieder der Kranken zu.

Vince beobachtete, wie er Löffel um Löffel in den kleinen Spalt zwischen den ausgetrockneten Lippen flößte.

«Aber du machst sie wieder gesund?»

Matthis antwortete nicht gleich.

«Wir können heil machen, was zum Leben bestimmt ist. Wir sind machtlos, wenn dem Tod die Herrschaft gebührt», sagte er dann, mehr zu sich selbst als zu Vince.

Nachdenklich wischte Matthis der Fremden mit einem feuchten Tuch die Schweißperlen von der glühenden Stirn.

«Und ich weiß noch nicht, was Aoum für sie vorgesehen hat.»

Danach wurde nicht mehr gesprochen. In Stille verstrichen die Stunden, die nur von dem regelmäßigen Wechsel der Wadenwickel, der Zubereitung von frischem Tee und dem Beträufeln der Lippen unterbrochen wurden. Einzig der wütend an die Fensterscheiben klopfende Eisregen erinnerte daran, dass es eine Welt jenseits der Stille gab. Als das letzte fahle Abendlicht verloschen war und der Schwärze der Nacht Platz gemacht hatte, stand Matthis auf und legte Vince die Hand auf den Arm.

«Das reicht, Vince, das reicht. Hol dir was zu Essen aus der Kammer, du weißt, wo alles ist. Schau auch noch einmal nach den Kühen. Gib den Trächtigen ein wenig Korn, sie brauchen jetzt eine Zusatzration. Und dann leg dich ins Bett. Ich komme hier allein zurecht.»

«Aber …»

«Kein Aber, geh jetzt.»

Vince tat, wie ihm geheißen. Nachdem er die Kühe versorgt und sich ein dickes Stück Käse und eine große Scheibe Brot gegönnt hatte, huschte er zu seinem Bett und ließ sich müde auf die Heumatratze fallen. Der über den Alkoven gebeugte Matthis war das Letzte, was er sah, dann glitt er in einen tiefen, traumlosen Schlaf.

Die nächsten Tage brachten keine Veränderung. Die Zeit war eine träge Schnecke geworden. Vince war froh, wenn er der dumpfen Wärme der Stube entfliehen konnte, um sich um die Kühe und die Hühner zu kümmern. Derweil pflegte Matthis die Fiebernde. Machte beharrlich Einläufe und Wadenwickel, wechselte Windeln, träufelte Tee zwischen die aufgesprungenen Lippen.

картинка 5

Fahles Licht, das sich zu einem Raum verdichtete. Objekte, die ihr bekannt vorkamen. Widerstrebend öffnete sich die Tür zu dem Ort, in dem die Sprache wohnte, und ließ die dazu passenden Wörter frei. Tisch. Bank. Stuhl. Feuerstelle. Fenster.

Durch das Fenster sickerte helles Mittagslicht, Staub tanzte in der Luft. Frieden. Aber etwas störte. Es dauerte einen Moment, bis sie merkte was. Zwei Männerstimmen unterhielten sich in der für ihre Augen unsichtbaren Welt jenseits der behütenden Mauern. Die eine Stimme war laut und bestimmend, die andere ruhig und bedächtig.

«Brauchst du was?», fragte die bedächtige Stimme.

«Nein.» Kurzes Zögern, dann kam fast beleidigt die Feststellung: «Du warst nicht beim Lauschan.»

«Nein», sagte die bedächtige Stimme.

«Wir haben uns gefragt, ob dir klar ist, was es bedeutet, dass du in den Kreis der Lauschan-Mahadan aufgenommen wurdest.»

«Ja.»

«Ob du weißt, dass das Amt normalerweise vom Vater auf den Sohn übergeht. Dass normalerweise gilt: wo kein Vater, da kein Amt!»

«Ich weiß es, Lundis. Und ich bin dem Rat dankbar, dass ich aufgenommen wurde. Aber ich habe eine kranke trächtige Kuh im Stall. Ich konnte nicht weg.»

«Oh.» Hörbare Irritation. «Na dann hoffe ich mal, dass sie bald gesund wird. Du stehst jetzt in der Pflicht!»

«Ich komme, sobald es geht.»

«Gut. Ach ja, und bring mir das nächste Mal etwas von deiner Eutersalbe mit. Eine meiner Kühe mault mal wieder, wenn sie gemolken wird. Also, haday, Matthis, wir zählen auf dich beim nächsten Lauschan!»

«Haday Lundis.»

Eilige Fußschritte entfernten sich, müde Fußschritte tappten ins Haus zurück. Ein Mann trat in ihr Blickfeld. Ihr Herz setzte einen Moment aus, als sie die dunkle Haut sah. Etwas in ihr sagte Gefahr. Der Mann hob den Kopf, ihre Blicke begegneten sich. Er blieb stehen und lächelte.

«Hayda!»

Bedächtig trat er an ihr Bett, beugte sich vor und sprach in langsamen, beruhigenden Worten.

«Hab keine Angst, ich tue dir nichts. Ich habe dich gefunden und in mein Haus getragen. Hier droht dir keine Gefahr.»

Der Mann hatte schwarzes Haar, einen kurzen Bart und einen ruhigen, vertrauenerweckenden Blick. Sie entspannte sich. Mühsam bewegte sie die Lippen, suchte nach dem richtigen Wort für die eine Frage, die irgendwie wichtig erschien.

«Wo?»

«Du bist in Fehrin. In Stillerthal. Mein Name ist Matthis und das hier ist der Matthishof.»

Sie schlug kurz die Augen nieder, um anzudeuten, dass sie verstanden hatte. Dann glitt sie in den alten Dämmerzustand zurück.

So blieb es. Wann immer sie aus schwerem Schlaf erwachte, sah sie das Zimmer, die Dinge, das Licht, das durchs Fenster fiel. Doch jedes Erwachen brachte neue Bilder. Sie sah den mit grauen Steinplatten ausgelegten Boden, das raue Holz der Wände, die mit Moos ausgestopften Fugen. Sie sah den Ausguss neben der sauber gemauerten Kochstelle und den rußgeschwärzten Kamin. Und immer wieder den Mann, der kam, beruhigend sprach und Suppe oder Tee brachte. Sie bemerkte die schwarznarbigen Punkte in seinem Gesicht, die feinen Falten rund um die Augen, die schwieligen Hände, denen man ansah, dass sie schon viel gearbeitet hatten. Manchmal kam ein Knabe. Schüchtern träufelte er ihr Tee oder Suppe in den halb geöffneten Mund.

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