Heinrich Mann - Zwischen den Rassen

Здесь есть возможность читать онлайн «Heinrich Mann - Zwischen den Rassen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Zwischen den Rassen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Zwischen den Rassen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Lola stammt von einer brasilianischen Mutter und einem deutschen Vater ab, sie steht heimatlos zwischen den Rassen, gleich wie das südliche Blut der Mutter und die vom Vater ererbte Gewissenhaftigkeit Konflikte in ihr verursachen, die sie nicht auflösen kann. Mithin hieße der Roman besser «Zwischen den Temperamenten».Thomas Mann schrieb in einem Brief, dass sein Bruder Heinrich «nie so viel Hingabe gezeigt habe» und es «das gerechteste, erfahrenste, mildeste und freieste seiner Werke sei.»Null Papier Verlag

Zwischen den Rassen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Zwischen den Rassen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

»Fräu­lein Er­nes­te be­grüßt dich«, er­klär­te Pai, »und ver­spricht dir, sie wol­le dich lieb­ha­ben und dich al­les Gute leh­ren. Du musst ihr dan­ken.«

»Dan­ke«, sag­te Lola, mit An­stren­gung.

Da­rauf be­gann das Fräu­lein un­ter Lau­ten freu­di­ger Er­re­gung über­all in Lo­las Ge­sicht Küs­se zu wer­fen, die hart wa­ren und schmerz­ten. Lola be­griff nicht; sie er­schrak, und in­zwi­schen hat­te das Fräu­lein schon wie­der eine Men­ge ge­re­det, und al­les klang fra­gend. All­mäh­lich hör­te Lola, dass sie im­mer das­sel­be sag­te, und im­mer lang­sa­mer und deut­li­cher sprach sie es aus. Wie­der such­te Lola Hil­fe bei Pai, aber Pai hat­te sich in einen Stuhl ge­setzt und be­küm­mer­te sich nicht um sie. Und das Fräu­lein drang im­mer stren­ger auf sie ein, mit steil auf­ge­rich­te­tem Zei­ge­fin­ger. Lola hielt sich nicht län­ger; sie brach, und sah dem Fräu­lein da­bei im­mer starr in die Au­gen, in ent­setz­tes Schluch­zen aus. Da ge­sch­ah et­was sehr Selt­sa­mes. Die eif­ri­ge, Ge­hor­sam hei­schen­de Mie­ne des Fräu­leins fiel jäh in sich zu­sam­men und ward ganz un­si­cher und hilf­los. Das Fräu­lein war auch an­fangs nicht groß ge­we­sen; jetzt aber war es nicht mehr viel hö­her als Lola, und es tas­te­te schüch­tern, wäh­rend es den Kopf zum Bit­ten schief leg­te, nach Lo­las Hand. Dar­über er­schrak Lola noch­mals, aber nicht für sich selbst. Was hat­te das Fräu­lein? Ein ver­leg­nes Mit­leid be­rühr­te ihr Herz, und sie lä­chel­te zart. Ein we­nig hö­her noch hob sie des Fräu­leins Hand, die um ihre lag, zö­gernd – und plötz­lich leg­te sie die Lip­pen dar­auf. So­gleich aber trenn­ten sie sich, und Lola lief auf Pai zu, fiel ihm um den Hals und rief, um Pai von dem Fräu­lein und sei­ner Ver­wir­rung ab­zu­len­ken: was für ein herr­li­cher Ap­fel­baum da zum Fens­ter her­ein­grei­fe. Pai hob, da das Fräu­lein ihm et­was zu­rief, Lola hoch em­por, und sie konn­te eine Frucht bre­chen.

Alle drei gin­gen nun in den Gar­ten. Lola fühl­te sich ir­gend­wie be­glückt; und ehe je­mand es sich ver­sah, saß sie dro­ben im Ap­fel­baum. Pai schalt, aber sie hör­te, dass es Spaß sei; das Fräu­lein lach­te von Her­zen, und aus al­len Ecken des Gar­tens lie­fen Mäd­chen her­bei, sich die klei­ne Wil­de an­zu­se­hen. Sie tanz­ten um den Baum, schri­en und streck­ten die Hän­de aus. Pai sag­te hin­auf, das Fräu­lein er­lau­be, dass Lola zur Fei­er ih­rer An­kunft den Mäd­chen Äp­fel pflücke. Lola warf sie ih­nen zu; sie klet­ter­te von Ast zu Ast, such­te sich mit erns­ter Mie­ne eine aus und warf ihr die Frucht in die Schür­ze. Als sie her­un­ter­stieg, um­ring­ten die Grö­ße­ren sie und lieb­kos­ten sie. Aber eine Glo­cke läu­te­te, und alle eil­ten ins Haus. Pai und Lola folg­ten dem Fräu­lein zu ei­ner Lau­be, wo ein Früh­stück be­reit­stand.

Lola be­kam zum Es­sen ein hal­b­es Gläs­chen Wein; dann nahm Pai sie auf sein Knie, küss­te sie und sag­te: »Nun lauf um­her.«

Trotz­dem be­hielt er sie im Arm und sah sie an. Sie ent­schlüpf­te.

»Ei­nen Kuss noch, klei­ne Toch­ter«, rief Pai ihr nach.

»Gleich!«

Und sie sprang hin­ter ei­nem Schmet­ter­ling her. Ihr war lus­tig zu Sinn, sie dach­te: »Sol­che großen Klat­schro­sen! … Ich muss se­hen, was dort in der Mau­er für ein dunkles, dunkles Loch ist … Pai ist gut, auch das Fräu­lein ist gut … Eine Ei­dech­se, husch … Ob die Mäd­chen nicht wie­der­kom­men? … Der schö­ne Tag!«

»Pai!« jauchz­te sie.

»Er kann mich nicht hö­ren, so groß ist der Gar­ten. Wo ist denn die Lau­be ge­blie­ben? Ah, um die­se He­cken muss ich her­um … Nun aber: Pai!« Und sie lief.

Plötz­lich hielt sie an: vor der Lau­be stand das Fräu­lein al­lein.

»Pai?«

Lola kam lang­sam nä­her. Ihre Au­gen durch­forsch­ten die Lau­be, über­flo­gen den Gar­ten und haf­te­ten, ver­za­gend, am Blick des Fräu­leins. Was sag­te er? Doch nicht das? Er konn­te nicht! Lola nahm sich zu­sam­men und frag­te:

»Wo ist Pai, Fräu­lein?«

Das Fräu­lein sag­te et­was, wie­der mehr­mals das­sel­be, aber gar nicht lang­sam und deut­lich wie vor­hin, und doch ver­stand Lola. Sie warf, halt­los jam­mernd, die Arme in die Höhe.

»Er woll­te noch einen Kuss von mir! Wie kann er fort sein, wenn ich ihm doch noch den Kuss ge­ben soll!«

Sie tau­mel­te ein­mal um sich selbst und schlug, un­si­che­ren Laufs, den Weg zum Hau­se ein. Mit­ten dar­auf blieb sie ste­hen, ließ die Arme fal­len, senk­te den Kopf, und die rin­nen­den Trä­nen wu­schen ihr von den Lip­pen den Kuss, den sie nicht hat­te ge­ben dür­fen.

III

Lola war al­lein.

Sie wein­te auf ei­ner Bank, zu­sam­men­ge­krümmt, lan­ge und wild. Das Fräu­lein stand an­fangs da­bei und flüs­ter­te hier und da ein Trost­wort, das fra­gend klang, als wis­se sie es selbst nicht ge­nau. Dann mach­te sie ei­ni­ge Schrit­te, sah sich war­tend um, ver­schwand im Hau­se. Bald kam sie wie­der und rief sehr mun­ter, ob Lola die­sen schö­nen Pfir­sich möge. Als aber das Kind zor­nig den Kopf schüt­tel­te und wil­der schluchz­te, zog das Fräu­lein sich so rasch zu­rück, als flö­he sie.

Die Glo­cke läu­te­te wie­der, und Lola ließ sich fort­füh­ren, weil das Fräu­lein ihr sag­te, nun wür­den die Mäd­chen kom­men und sie wei­nen se­hen. Das Fräu­lein öff­ne­te die Tür zu ih­rem ei­ge­nen Zim­mer: da sprang kläf­fend ein klei­ner wei­ßer Spitz auf Lola zu, und Lola, die da­heim vor Groß­pais rie­si­gen Hun­den kei­ne Furcht ge­habt hat­te, wich mit ei­nem Auf­schrei zu­rück.

»Ami!« rief das Fräu­lein und re­de­te, zu ihm nie­der­ge­beugt, ernst­haft auf den Spitz ein. Es half nicht; das Kind und das Tier hat­ten sich ge­gen­sei­tig er­schreckt, und der Hund muss­te hin­aus – wo er win­sel­te.

Nun kram­te das Fräu­lein in ei­nem Schrank, zog ein großes bun­tes Buch her­vor und hielt es Lola ent­ge­gen. Sie woll­te Lola auf einen Sche­mel set­zen. Lola glitt da­mit aus, griff um sich und warf ein Glas Was­ser über die Hand­ar­beit, ne­ben der es ge­stan­den hat­te. Das Fräu­lein strich ihr die Wan­ge und lä­chel­te. Dann schlug sie das bun­te Buch bei der ers­ten Sei­te auf – es war ein Affe dar­auf, ein Ast und noch meh­re­re Din­ge – und wie­der­hol­te, auf den Af­fen zei­gend, ein Wort: im­mer nur das eine. Zu­erst be­ach­te­te Lola es nicht; dann merk­te sie wohl, dass sie es nach­spre­chen sol­le, aber sie schwieg; und die­se Ra­che für al­les, was mit ihr ge­sch­ah, tat ihr wohl. Trotz­dem rich­te­te das Fräu­lein sei­nen Fin­ger jetzt auf den Ast und sag­te dazu ein an­de­res Wort, vie­le Male. Sie führ­te Lola auch zu ei­nem wei­ßen Turm, der in ei­ner Ecke des Zim­mers rag­te, und zu dem Schirm, der da­vor­stand; dar­auf wa­ren aus bun­ten Per­len eine Dame und ein Kind und zu bei­der Fü­ßen ein Tier, das Lola nicht kann­te. Es schi­en ihr sanft, zärt­lich, zum Zer­bre­chen fein, und sei­ne großen Au­gen glit­zer­ten, als sei­en sie voll Trä­nen. Mit­leid durch­schau­er­te Lola, mit dem Tier, mit sich selbst – und da stam­mel­te sie das Wort nach, das das Fräu­lein ihr schon längst vor­sag­te: »Reh«, und wein­te, lei­se und ohne Trotz.

Wie die Trä­nen ge­stillt wa­ren, nahm das Fräu­lein sie mit zum Es­sen, an eine lan­ge Ta­fel, wo vie­le Mäd­chen schwatz­ten und klap­per­ten. Lola aß nichts, aus Trau­rig­keit; sie saß be­täubt da, er­schrak, wenn ihr Name ge­nannt ward, und dach­te, weh und wund: »Was wollt ihr alle? Was tue ich hier? Wa­rum hat Pai mich nicht mit­ge­nom­men?« Nach Tisch ward sie in den Gar­ten ge­bracht, aber sie schüt­tel­te den Kopf und ging dem Fräu­lein nach, bis sie wie­der im Zim­mer und bei dem Reh war; denn das war hier ihr ein­zi­ger Freund. »Reh, Reh«, flüs­ter­te sie ihm zu. Das Fräu­lein küss­te sie lei­se auf die Lo­cken und ließ sie mit ih­rem Ka­me­ra­den al­lein. Als Lola spä­ter zu Bett ge­legt wer­den soll­te, hat­te sie sich schon in Schlaf ge­weint.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Zwischen den Rassen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Zwischen den Rassen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Zwischen den Rassen»

Обсуждение, отзывы о книге «Zwischen den Rassen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x