Linda Dielemans - Im Schatten des Löwen

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Im Schatten des Löwen: краткое содержание, описание и аннотация

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28.000 Jahre ist es her. Junhi ist auf sich allein angewiesen. Das Mädchen, das die Zukunft in ihren Träumen vorausschauen kann, ist von ihrem Stamm verstoßen worden. Einmal ist ihr unverschuldet ein Fehler beim Deuten ihrer Träume unterlaufen. Nun irrt sie auf der Hochebene umher – auf der Suche nach den Mammutjägern, die nicht zurückkehrten, auf der Suche nach ihrer eigenen Bestimmung.
Inspiriert von Höhlenmalereien von vor zehntausenden von Jahren, nimmt Linda Dielemans uns mit auf eine bildgewaltige und spannungsgeladene Reise in die letzte Eiszeit.

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«Junhi, dürfen wir noch eine Geschichte hören?»

Sie schaute auf von dem Vorhang, den sie gerade flickte, und lächelte. Die Einzigen, die sich über ihr Vorhandensein freuten, waren die kleinen Kinder. Sie rutschte zur Seite, um Platz für die vier Kleinen mit ihren vom Toben und Spielen im Freien geröteten Wangen zu machen. Eines von ihnen hatte eine Speerschleuder in der Hand. Sie war nachlässig geschnitzt, und das Loch am Ende war nicht ganz sauber durchbohrt. An ihr baumelte ein grobes Seil.

«Hast du die selbst gemacht?», fragte Junhi. «Wie gut! Soll ich sie für dich verzieren? Was möchtest du darauf haben? Ein Mammut? Oder ein schnelles Pferd? Das wirst du dann sicher fangen!»

«Ein Pferd! Ja, ein Pferd!», rief der Kleine.

Junhi suchte um sich herum nach einem scharfen Stein und nahm die Speerschleuder von dem Jungen entgegen. Sie betrachtete das Stück Geweih, die Linien und Unebenheiten, die es schon von Natur aus besaß. Hier der Beginn einer Schnauze, da ein wehender Schweif, ein starrendes Auge …

«Was tust du da?»

Tiras Stimme war eisig wie der Winterwind. Die Kinder waren sofort still und starrten mit großen Augen in die Höhe. Tira sah sie nicht an. Ihr Blick war auf Junhi gerichtet.

«Du darfst nicht zeichnen», sagte sie. «Das hat Uma gesagt.»

«Es sind doch nur Verzierungen. Alle tun das. Die ganze Höhle ist voll davon!»

«Aber du darfst es nicht. Wem gehört die Speerschleuder? Gib sie mir. Ich werde es tun.»

Tira streckte die Hand aus. Ihr dünner, sehniger Arm zitterte ein wenig. Junhi hob den Kopf. Tiras Wangen waren eingefallen, und sie hatte dunkle Ringe um die Augen. Der Kopf stand nicht richtig in Bezug zu ihrem Körper, zu viel zur Seite durch die Krümmung in ihrem Rücken, zu viel nach vorn durch ihren Buckel. Wie ein verwitterter alter Baum, der durch den Wind seitwärts gewachsen war anstatt in die Höhe. Nur war Tira noch jung.

Ganz kurz zögerte Junhi. Was war eigentlich so besonders an Tira, dass die ihr sagen konnte, was sie tun durfte und was nicht? Sie war ebenso alt wie sie. Sie war doch nicht Uma! Aber schon bald verschwand dieses Gefühl. Auch Tira wusste von dem Betrug. Sie war ohnehin schon böse auf sie. Da bräuchte es nicht mehr viel, um sie beschließen zu lassen, dass es Zeit wäre, Junhi mal wieder so richtig eine zu verpassen.

«Also gut, hier. Sie gehört Tiph.»

Tira schloss die Finger um die Speerschleuder und sah auf die Kinder herab.

«Morgen ist er fertig, Tiph. Komm dann einfach zu mir.»

Tiph nickte, schaute von Tira zu Junhi und wieder zurück und beschloss dann, sich aus dem Staub zu machen. Die anderen folgten so schnell sie konnten.

Junhi seufzte, zog den Vorhang wieder auf ihren Schoß und tastete um sich her nach der Nadel. Wo war die geblieben?

«Ich war noch nicht fertig.»

Tira nahm ihren Stock in die andere Hand, wodurch sie ihr Gewicht verlagern musste. Ihr Gesicht verzerrte sich für einen so kurzen Moment, dass es fast nicht zu sehen war. Sie war gut darin, ihre Schmerzen zu verbergen. Junhi wartete ab.

«Ich will nicht, dass du nochmals mit Tukh sprichst.»

«Aha?»

Was gab Tira das Recht, ihr etwas zu verbieten? Junhi fühlte, wie ihr eine böse Wärme ins Gesicht stieg, und auch Tiras Wangen hatten plötzlich Farbe bekommen.

«Tukh hat geträumt, einen sehr wichtigen Traum, das weiß ich genau, aber er will mir nichts erzählen. Er spricht nur mit Uma und meinem Vater darüber. Ich kannte immer alle seine Träume!» Ihre Stimme bebte. «Und das kommt durch dich. Ich weiß nicht, was du getan hast, aber es ist deine Schuld. Wenn du noch ein Mal mit ihm sprichst, erzähle ich meinem Vater alles über dein angeblich verletztes Bein. Was dann passiert, darfst du dir selbst ausdenken.»

«Tukh hat sich diese List ausgedacht, nicht ich!»

«Als ob jemand Tukh etwas verübeln würde. Tukh ist viel wichtiger als du. Auf dich können wir verzichten. Genau wie auf deinen Vater.»

«Wie kannst du es wagen!»

Junhi sprang auf und wollte sich auf sie stürzen. Aber Tira stieß ihren Stock nach vorn, schneller als Junhi es für möglich gehalten hätte. Er landete hart in ihrem Magen, und mit einem Knurren fiel Junhi zu Boden, sich den Bauch mit beiden Armen haltend.

«Sei bloß vorsichtig mit deinem Bein», sagte Tira. «Es ist eindeutig noch nicht verheilt.»

Dann drehte sie sich um und entfernte sich. Aber sie kam kaum vorwärts und ihr Rücken wirkte krummer denn je. Junhis Wut erlosch sofort. Zurück blieb nur Leere.

Sie schaute sich um. Falls jemand gesehen hatte, was geschehen war, gab dieser sich alle Mühe, so zu tun, als wäre dem nicht so. Die meisten Stammesmitglieder waren unterwegs, und die Kleinen würden es nicht verstehen. Vorläufig war sie sicher.

Im Schatten des Löwen - изображение 4

Der Löwenmann saß auf der Klippe, seine Löwenschnauze in die Luft gereckt und seine Männerbeine über dem Rand baumelnd. Junhi drückte sich mit dem Bauch gegen die Felswand unter ihm und sah auf seine Fußsohlen. Ihre Finger griffen Halt suchend nach Rissen, ihre Zehen suchten Vorsprünge, auf denen sie stehen konnte, während der Wind versuchte, sie wegzupusten. Ihre Hände taten weh, ihre Beine zitterten. Aber sie musste klettern! Sie musste den Löwenmann fragen, ob die Mammuts echt waren, ob sie dem Riesenhirsch auch hatte folgen dürfen. Er schaute herunter, seine Miene unleserlich wie immer.

«Hatte ich recht?», schrie Junhi gegen den Wind an. «Habe ich es richtig gemacht?»

Er hörte sie schon. Er neigte den Kopf, als verstünde er nicht recht, was sie fragte. Dann schwenkte er seine Beine nach oben und stand auf.

«Nicht weggehen!», rief Junhi. «Nicht weggehen!»

Er schaute noch einmal herab und entfernte sich dann von der Klippe. Schon bald konnte Junhi ihn nicht mehr sehen.

«Nicht weggehen», flüsterte sie.

Ganz kurz schaute sie auf den Fluss unter sich. Der war klein, unten im Talboden, tiefer als sie ihn je gesehen hatte. Sie hielt sich noch etwas kräftiger fest. Ein neuer, wilder Windstoß umtoste sie, zerrte an ihren Armen und Beinen. Sie versuchte sich festzuhalten, aber ihre Finger konnten nicht mehr, ihre Füße fanden nichts als Luft. Sie schrie und fiel rückwärts ins Leere.

Im Schatten des Löwen - изображение 5

Junhi zog sich die Kapuze ihres Mantels über den Kopf und wickelte sich in das Wisentfell, das sie irgendwo aufgehoben und mitgenommen hatte. Sie schmiegte sich in einen Winkel möglichst weit vom Feuer entfernt. Uma hatte angekündigt, dass sie diesen Abend etwas zu berichten hätte. Und für Junhi war es leicht zu erraten, worum es ging.

Jetzt braucht Tira nicht mehr böse zu sein. Gleich erfährt sie von dem Mammuttraum. Alle werden es erfahren.

Uma würde von den Mammuts berichten, als ob Tukh sie gesehen hätte. Es würde sein Traum sein und nicht der von Junhi. So hatte er es sich ausgedacht, und es war das einzig Mögliche. Aber Junhi war nicht gut darin, auf Lügen zu beharren, das hatte ihr angeblich verletztes Bein sie gelehrt. Wenn jemand sie jetzt sah, würde er oder sie sofort mitbekommen, dass etwas nicht stimmte. Und daraufhin befragt würde sie zweifellos etwas sagen, das sie – oder schlimmer noch Tukh – verraten würde.

Besonders Dahs. Er wird mich heute Abend nicht sehen, dafür muss ich sorgen.

Als Uma ins Licht trat, hielt Junhi den Atem an. Die Stammesmutter schien zu funkeln. Ihre Kleidung war mit unzähligen Perlen besetzt, manche weiß, andere rot gefärbt, in einem komplizierten Muster, das Junhi noch nie gesehen hatte. Wer hatte das angefertigt? Es musste in den Schatten geschehen sein, denn diese Arbeit wäre allen aufgefallen. Das Gewand schien Uma noch größer zu machen als sie schon war.

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