Linda Dielemans - Im Schatten des Löwen

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28.000 Jahre ist es her. Junhi ist auf sich allein angewiesen. Das Mädchen, das die Zukunft in ihren Träumen vorausschauen kann, ist von ihrem Stamm verstoßen worden. Einmal ist ihr unverschuldet ein Fehler beim Deuten ihrer Träume unterlaufen. Nun irrt sie auf der Hochebene umher – auf der Suche nach den Mammutjägern, die nicht zurückkehrten, auf der Suche nach ihrer eigenen Bestimmung.
Inspiriert von Höhlenmalereien von vor zehntausenden von Jahren, nimmt Linda Dielemans uns mit auf eine bildgewaltige und spannungsgeladene Reise in die letzte Eiszeit.

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Tukh saß mit dem Rücken zu ihnen in einer runden Einbuchtung der Felswand. Es war eine seiner Lufthöhlen, wie er sie nannte: stille Orte mit glatten Wänden, wo er träumen und zeichnen konnte. Wohin er seine Schülerin mitnahm, um ihr alles beizubringen. Überall waren Linien, Punkte, Spiralen und Tiere zu sehen. Zwei schwarze Nashörner schauten sich böse an, ein rotes Mammut hob den Rüssel und ein Bär schnüffelte den Boden ab. Junhi hatte sich nie zuvor hierhergewagt, aber jetzt musste sie sich bezwingen, um die fließenden Linien nicht zu berühren und zu versuchen, ihre Wärme durch die Felsen hindurch zu spüren.

«Tukh!», rief Ren. «Junhi hat Mammuts gesehen!»

«Pst, Ren!», zischte Junhi ihm zu. «Du darfst Tukh nicht einfach so stören.»

Aber inzwischen klopfte ihr Herz immer schneller. Hier stand sie, bei Tukh, dem Träumer des Stammes. Mit ihrem Traum. Was würde er sagen?

«Was macht ihr denn hier?», klang unerwartet eine Mädchenstimme.

Junhi hatte Tira noch nicht dasitzen sehen. Das Mädchen erhob sich mühsam mithilfe eines Stocks und schaute sie böse an.

«Seht ihr nicht, dass Tukh gerade träumt? Haut ab! Er hat keine Zeit für euch.»

Sie hatte Farbspuren im Gesicht und ihre Hände waren rot.

«Es ist in Ordnung», sagte Tukh, während er sich umdrehte. Seine hellblauen Augen hielten Junhi sofort gefangen.

«Tira, begleite Ren in die Wohnhöhle.»

Tukh besah sich Junhis aufgeschürfte Hand.

«Sag, dass Junhi gestürzt ist und sich vielleicht das Bein gebrochen hat. Ich muss sie versorgen.»

«Aber …»

«Kein Aber, Tira! Ab zur Wohnhöhle. Sofort.»

Die ganze Zeit hindurch hatte Tukh Junhis Blick nicht losgelassen.

Einen Moment lang starrte Tira ungläubig von Tukh zu Junhi und wieder zurück. Dann ließ sie die Schultern hängen, und während sie sich auf ihren Stock stützte, ging sie langsam und mit unregelmäßigen Schritten zu Ren.

«Komm mit, Ren», sagte sie, und ohne sich noch umzusehen, fasste sie Ren beim Arm und führte ihn weg.

«Komm mal her», sagte Tukh zu Junhi.

Als sie bei ihm war, nahm er ihr den Speer und die Tasche ab.

«Diese Sachen brauchst du nicht. Hier.»

Er drückte ihr ein Stück Holzkohle in die Hand.

«Was genau hast du gesehen? Wer hat dir erzählt, was du sehen solltest? Schließ die Augen, denk nach und öffne sie dann wieder. Such dir eine Stelle aus. Erzähl. Und zeichne.»

Erst wagte Junhi nicht, sich zu regen. Zeichnen, sie? Was würde Uma sagen? Es war, als ob Tukh ihre Gedanken hören konnte.

«Denk nicht an Uma oder Dahs. Augen zu. Konzentriere dich. Und geh zu deinem Traum zurück.»

Als Junhi die Augen schloss, verwandelte sich das Dunkel schon bald in eine Serie von Lichtblitzen, die in der Schwärze tanzten. Wer hatte es ihr erzählt? Der Löwenmann? Er hatte ihr die Mammuts gezeigt, aber sie wäre nie zu ihm gekommen, wenn …

«Der Riesenhirsch», sagte sie, und sofort öffnete sie die Augen. Sie ließ den Blick über die Felswand schweifen. Ihr Blick fiel auf einen Felsspalt neben dem roten Mammut. Der Buckel eines Hirschrückens.

«Nur zu», ermunterte sie Tukh.

Der Fels fühlte sich nicht kalt an, wie sie erwartet hatte, sondern warm, als sie mit der Hand über die Stelle strich. Während sie die Spitze ihrer Holzkohle auf den Felsen setzte, begann sie zu sprechen.

«Ich hatte den Riesenhirsch vorher schon gesehen. Auf dem Hang über der Wohnhöhle.»

Die Felswand fraß die Holzkohle langsam auf, während sie Linien zog. Der Staub verschwand in den Poren des Steins.

«Da hatte er sein Geweih noch, breit und schwer. Heute rief er mich, und ich sah ihn wieder. Sein Geweih war weg.»

Sie kam mit ihrer Holzkohle zu dem Spalt. Der Schatten darunter war ebenso schwarz wie die Linien, die sie zeichnete. Sie hob die Hand und machte auf der anderen Seite weiter.

«Er rief mich, obwohl ich seine Stimme nicht hörte. Ich rannte ihm hinterher. Auf dieser Spitze habe ich ihn verloren. Der …»

Sollte sie von dem Löwenmann erzählen? Nein. Der Löwenmann gehörte ihr, ihr allein. Sie kannte seine Geheimnisse noch nicht. Vielleicht später.

«Da sah ich die Mammuts, auf der anderen Seite des Tals», fuhr sie fort. «Sie liefen langsam. Eine Mutterherde mit Jungen. Sie sind unterwegs.»

Ihre Hand hielt inne und Junhi musste blinzeln. Die Holzkohle war bis zu ihren Fingerspitzen aufgebraucht. Sie trat einen Schritt zurück. Dort, auf der Felswand, stand der Riesenhirsch. Den Kopf etwas erhoben, als ob er die Luft einsog, die Beine fest auf dem Boden.

«Er ist …»

«Mächtig», sagte Tukh. Er ging zu der Zeichnung und ließ die Finger über die Linien gleiten. Plötzlich drehte er sich um und legte seine Hände auf Junhis Wangen. Sein Gesicht war ganz nah bei ihrem. Seine Lippen und Zähne waren wieder rot. Es war seine Lieblingsfarbe.

«Du weißt sicher, dass es Mammuts waren?», fragte er eindringlich.

«Ja, Tukh. Ich bin mir sicher.»

«Dann gehen wir jetzt zur Wohnhöhle, um es Uma und Dahs zu erzählen. Deine Hand wurde von der Mutter geführt, das kann ich sehen. Der Hirsch hat Kraft. Die Mammuts sind echt.»

Tukh suchte Junhis Sachen zusammen.

«Erzähle niemandem, was du getan hast. Wasch dir die Hände im Fluss. Sorge dafür, dass kein Schwarz mehr zu sehen ist! Ich werde sagen, dass es mein Traum war. Zum Glück ist das mit deinem Bein halb so schlimm, obwohl: ganz in Ordnung ist es auch nicht. Ich werde es verbinden, sodass keiner dir Fragen stellt.»

«Gut.»

Junhi ging zum Flussufer und hockte sich hin, um sich die Hände in einem Eisloch zu waschen, das Tukh zuvor schon geschlagen hatte. Wie kalt das Wasser war! Ihre Finger wurden rot und dick, und ihre Haut brannte. Aber sie wusste, dass Tukh recht hatte. Wenn jemand das Schwarze sähe …

Tukh ging fort und kam mit Händen voll Moos zurück. Mit seinem steinernen Messer schnitt er Stücke von den Stricken an ihren Mänteln und Taschen ab und knotete sie zusammen.

«Gib mir dein Bein», sagte Tukh.

Junhi setzte sich und streckte ihr rechtes Bein aus. Ohne zu zögern durchschnitt er das Leder ihrer Hose.

«Tukh!», rief Junhi erschrocken.

Verstört hob er den Kopf. «Es würde nicht echt aussehen, wenn ich den Verband über deine Hose wickeln würde.»

Das Moos kribbelte und kratzte, und das zusammengeknotete Seil, das es zusammenhielt, spannte straff um ihre Wade.

«Das macht es nur leichter, so zu tun, als wärest du verletzt», sagte Tukh, als sie sich darüber beklagte.

Er half ihr auf und drückte ihr ihre Sachen in die Hände.

«Hier. Und vergiss nicht: hinken. Lehne dich auf deinen Speer. Ich werde dich stützen.»

Junhi schulterte ihre Tasche und hielt ihren Speer kräftig umfasst.

«Auf geht’s.»

3

Schon tagelang saß Junhi in der Wohnhöhle fest verurteilt zu häuslichen - фото 3

Schon tagelang saß Junhi in der Wohnhöhle fest, verurteilt zu häuslichen Tätigkeiten. Es war gar nicht so einfach, Tukhs List durchzuhalten. Sie vergaß oft, dass ihr Bein wehtun musste, und hatte schon einige Male für die Jagd bereitgestanden. Manchmal hinkte sie gedankenlos mit dem falschen Bein und konnte nur hoffen, dass es niemandem aufgefallen war.

Inzwischen beratschlagten Tukh, Uma und Dahs hinten in der Wohnhöhle. Der Träumer, die Stammesmutter und der Jäger, die Anführer des Stammes. Junhi wusste, dass Dahs sie beobachtete. Sie sah es, sie fühlte es. Er durchschaute, dass etwas nicht in Ordnung war. Aber er schwieg. Und der Einzige, von dem sie gewollt hätte, dass er nach ihr schauen und etwas zu ihr sagen würde, tat es nicht. Tukh ignorierte sie so vollkommen, dass es einfach auffallen musste, und auch Ren gab sich alle Mühe, sie zu meiden. Letzteres war vielleicht auch gut. Ren wusste, was geschehen war. Er wusste, dass sie nicht verletzt war und dass Tukh und sie Uma belogen hatten. Junhi hatte keine Ahnung, ob sie Ren noch gerade in die Augen blicken konnte. Wenn Uma und Dahs ihn nur nicht befragten, und wenn er dann nur nichts sagte!

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