Fieber ist also ein heilendes Symptom. Es ist Heilung an sich. Nichts, was bekämpft werden müsste, sondern unterstützt werden sollte. Christoph Wenisch, Wiener Infektiologe, bestätigte am Österreichischen Ärztetag in Grado 2014 die in der Evolution etablierte Abwehrreaktion gegen Infektionen.6 Die „Hitzeschockreaktion“ (Heat shock response) wirkt zellschützend.7 Die Immunzellen werden aktiviert.
6Diepresse.com, 27. 5. 2014, „Fiebersenkung nützt dem Kranken nichts“
7Feder und Hofmann, 1999
Fiebersenker
Fiebersenker gehören der chemischen Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) an. Zu ihnen gehören Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Paracetamol.
Bekannte Präparate sind: Thomapyrin® (Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Koffein), Mexalen® (Paracetamol), Aspirin® (Acetylsalicylsäure), Nurofen® (Ibuprofen), Nureflex® (Ibuprofen), Ratio Dolor Ibuprofen®, Grippostad® (Paracetamol, Koffein, Ascorbinsäure = VitC, Chlorphenamin), Apso Classic® (Acetylsalicylsäure), Ibumetin® (Ibuprofen), Dolomo® (Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Koffein) – in Form von Tabletten, Fiebersäften und Fieberzäpfchen.
Diese Medikamente greifen in den komplexen, immunologischen Regulationsmechanismus ein, senken die Körpertemperatur, hemmen zusätzlich Entzündungen und Schmerzen entgegen allen natürlichen körperlichen Bestrebungen. Noch dazu gaukeln sie durch die Unterdrückung von Symptomen Gesundheit vor. Menschen kehren frühzeitig an den Arbeitsplatz, Kinder in die Schule und Kindergarten oder im Allgemeinen in die Öffentlichkeit zurück. Doch im Hintergrund ist der Körper krank und arbeitet auf hohen Touren. Dass Komplikationen bei Infektionen Tür und Tor geöffnet werden, wenn Fieber unterdrückt wird, kann der Hausverstand nachvollziehen. In Studien wurde nachgewiesen, dass medikamentöse Fiebersenkung das Auftreten von Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen, Gehirnhautentzündungen (Meningitis) und Gehirnentzündungen (Enzephalitis) fördert.8 Die medikamentöse Fiebersenkung wird auch in der Schulmedizin zunehmend kritisch gesehen.
8Diepresse.com, 27. 5. 2014, „Fiebersenkung nützt dem Kranken nichts“, in experimentellen Studien zeigt sich der negative Effekt von Fiebersenkung
Fiebersenkung verlängert die Krankheit
Paracetamol hat laut Wenisch keine Wirkung bei Fieberkrämpfen, hingegen führt es zu einer verminderten Immunantwort, einer verminderten Antikörperproduktion und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Asthma und Allergien.9 Ibuprofen führt bei Sepsis zu einer erhöhten Mortalität, Indomethacin führt zu einer geringeren Durchblutung der Koronargefäße, alle nichtsteroidalen Fiebersenker zu einem erhöhten Blutdruck. Bei der gemeinsamen Einnahme von Fiebersenkern und Antibiotika steigt das Risiko, Allergien, Asthma und Neurodermitis zu entwickeln, noch einmal deutlich an.10 Bei Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft steigt das spätere Asthmarisiko der Kinder um ein Vielfaches an.11
9www.ersj.org.uk
10Parsifal Studie
11Avon Longitudinal Study of Parents and Children
Eine mögliche Nebenwirkung der chemischen Fiebersenker vom Typ der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) ist Gehirnhautentzündung (aseptische Meningitis). Wenn wir heute in den Beipacktext der NSAR schauen, werden wir feststellen, dass die Komplikation „aseptische Meningitis“ in manchen Beipackzetteln und Informationen einen anderen Namen bekommen hat, nämlich „virale Meningitis“. Hier wird mit Worten und Sprache Verwirrung hergestellt, vielleicht sogar auf eine falsche Fährte gelockt: Viren scheinen Schuld an der Meningitis zu haben.
In einer kanadischen Studie um den Mathematiker David Earn von der Mc Master University in Hamilton erwiesen sich Fiebersenker als Ursache für 5 % mehr Infektionen und tausende Tote. Daher warnen kanadische Forscher: Fiebersenkende Mittel können tödlich sein.12
12Science.orf.at, 22. 1. 2014, „Fiebersenker verstärken Grippewellen“ Studie: „Population-level effects of suppressing fever”, Davis Earn et al., publiziert am 7. 3. 2014 in Proceedings B der britischen Royal Society
Fieber aktiviert im Körper das Immunsystem und minimiert Erreger – Wissenschaftler vom University College London setzten 2010 in einer Studie Erreger Temperaturen von 40 Grad Celsius aus und erhielten eine Reduktion der Erreger um 90 %.13 Kurze Zeit später wurden im Yorkshire Hospital NHS Trust 400 Patientendaten ausgewertet. 30 % der Patienten mit Lungenentzündung, bei denen die Temperatur auf 36 Grad Celsius gesenkt wurde, verstarben innerhalb von 30 Tagen. Lag die Temperatur leicht erhöht, verstarben immer noch 18 %. Die Patienten, deren Fieber nicht gesenkt wurde und die Fieber um die 40 Grad Celsius hatten, überlebten alle.
13 www.heike-dahl.de, „Wahrheiten über Fieber und Fiebern lassen“, Artikel aktualisiert 1. 6. 2016
Der Mythos, dass hohes Fieber allein Fieberkrämpfe verursacht, ist widerlegt.14 Fieberkrämpfe treten bei 1–3 % der Kinder bis 5 Jahre auf und sind anlage- und umweltbedingt. Sie können auf eine beginnende Epilepsie hinweisen, was abgeklärt werden sollte. Emotionaler Stress, heiße Tagestemperaturen im Sommer, zu geringe Flüssigkeitszufuhr und Schlafmangel fördern Fieberkrämpfe. Fieberkrämpfe können auch Folge von Kälte während des Fiebers sein. Der Körper versucht sich warm zu zittern, so wie automatisch Zittern bei Kälte und Angst auftritt.
14Wahrheit über Fieber und Fiebern lassen, Heike Dahl
Dass Kinder Epileptiker geworden sind, weil Fieberkrämpfe nicht wirkungsvoll unterbunden wurden, ist ein falscher Umkehrschluss.
Fiebersenkende Mittel können Fieberkrämpfe prophylaktisch nicht verhindern. Halten Sie Ihr Kind bei einem Fieberkrampf liebevoll im Arm, womit Sie zusätzlich Verletzungen verhindern, die im Augenblick des Anfalls passieren könnten. Das Kind kann kurz bewusstlos sein, zuckende oder schlaffe Muskulatur zeigen, eine veränderte Atmung haben und evtl. sogar eine blaue Hautfarbe aufweisen. Die Angst der Eltern, das Kind könnte während des Anfalls sterben, wirktgegen das nötige Bewahren der Ruhe. Der Anfall dauert eine bis drei Minuten. Eine homöopathische Prophylaxe und homöopathische Behandlung haben sich als hilfreich erwiesen.
Gewaltige Wissenslücken über Fieber deckte der britische Kinderarzt Iwan Blumenthal in einer Befragung auf: Dabei greifen rund 30 % der Befragten zu Fiebersenkern, wenn sie kaum über 37 Grad Celsius erhöhte Temperatur haben, 80 % der Befragten waren der Meinung, dass unbehandeltes Fieber mit hoher Wahrscheinlichkeit zu epileptischen Anfällen und Gehirnschäden führt, 7 % dachten, dass ohne Medikamente oder ärztliche Hilfe das Fieber immer weiter steigt bis das Kind stirbt. Tierversuche zeigten, dass jene Versuchstiere die höchste Sterblichkeit hatten, bei denen das Fieber gesenkt wurde.15
15Der Standard, 13. 6. 2008, Krank durch Medizin
Zusammenfassung Fieber:
Fieber ist keine Krankheit, sondern einer der wichtigsten Selbstheilungsprozesse.
Fieber dient als Stimulans des Immunsystems.
Fiebersenken kann gefährlich sein und schwächt die Immunantwort.
Wadenwickel oder Körperwickel mit kühlen, feuchten Tüchern – getränkt in Wasser oder Fiebertee, mit anschließendem Schwitzen – sind natürliche Fiebersenker. Sie unterstützen den natürlichen Entgiftungs- und Reinigungsprozess.
Fiebersenkende Medikamente haben Nebenwirkungen und können Komplikationen fördern.
Fieber homöopathisch begleiten – wirkt sofort.
Husten
Husten bezeichnet das explosionsartige Ausstoßen von Luft, willkürlich oder aufgrund eines Hustenreizes über den Hustenreflexausgelöst. Die Funktion des Hustens besteht darin, die Atemwegevon Substanzen zu reinigen, die diese verlegen oder verengen könnten. Bei Erkältungen und in der Folge mit Entzündungen einhergehenden Zuständen – Bronchitis, Lungenentzündung – entsteht Husten, um im großen Umfang abgestorbene Zellen aus dem Atemtrakt zu entfernen. Husten ist der Heilvorgang. Dieser kann sehr wirkungsvoll mit diversen Naturheilmitteln unterstützt werden.
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