Alfred Edmund - Reisen im Sudan

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Brehms Tierleben ist auch heute noch jedem ein Begriff – dass der Begründer eines der prominentesten zoologischen Nachschlagewerke die Tiere auch in freier Wildbahn studierte, wissen hingegen nur wenige. Die Faszination für die Zoologie gab Brehms Vater, selbst ein bekannter Ornithologe, an seinen Sohn weiter. Im Jahr 1847 bricht Alfred Brehm sein Architekturstudium ab, um den Vogelkundler Baron Johann Wilhelm von Müller auf eine Forschungsreise nach Afrika zu begleiten. Während der fünfjährigen Expedition reist er von Kairo, über Karthum bis nach Kurdufan durch Savanne und Urwälder und teilt mit gefährlichen Leoparden, Elefanten, wilden Löwen und Büffelherden einen Lebensraum. Die Ausbeute dieses Abenteuers ist ein sehr lebendiger, detaillierter und bisweilen äußerst humorvoller Bericht über die faszinierende Tierwelt Afrikas und die Menschen dieser Region.

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Zunächst war es der türkischen Regierung in Khartum darum zu tun, die neu erschlossene Handelsquelle zu monopolisieren. Private Handelsunternehmen kamen unter Beaufsichtigung von Truppen und Beamten in den folgenden Jahren zu Stande. Der berüchtigte Italiener Nicola Ulivi, Brehm im ungünstigsten Angedenken, die Savoyarden Brun-Rollet und Lafarque, einige Levantiner und Syrer machten gemeinschaftliche Sache mit der Regierung. Im weiteren Verlauf jedoch setzten die europäischen Mächte durch ihre Konsuln in Khartum und Kairo die völlige Handelsfreiheit durch. Anfänglich beschränkte sich der Handel auf den Tausch von Elfenbein, das sich in großen Mengen bei den nilotischen Uferbewohnern vorfand, die die in mächtigen Herden in Sümpfen und Urwäldern hausenden Elefanten nur wegen des Fleisches jagten. Man erhandelte Elfenbeinzähne für eine Handvoll ordinärer venezianischer Glasperlen. Mit der Zeit wurde das Elfenbein seltener und der Wert der Glasperlen fiel. Angesichts der Bedürfnislosigkeit der Stämme verfielen die Händler mehr und mehr darauf, Sklaven zu kaufen, später zu rauben. Sie machten gemeinsame Sache mit einem Stamm, überfielen unter dessen Führung die Nachbarn und suchten so viele Gefangene als möglich zu machen, um sie als Sklaven verkaufen zu können. Zugleich wurde geraubt, was sich an Vieh vorfand, und die Beute mit den befreundeten Stämmen geteilt.

Manche Händler gründeten in den befreundeten Distrikten feste Niederlassungen, so genannte »Zeribas«, mit ständiger Garnison, von denen aus Züge ins Innere unternommen wurden. Es gab Händler, die Privatarmeen bis zu 500 Mann unterhielten und Raub und Tausch in großem Stil betrieben. Sie verbanden sich mit arabischen Zwischenhändlern, die den Weitertransport der Sklaven nach Khartum übernahmen. Ganze Schiffsladungen dieser »schwarzen Ware« wurden nilabwärts gesandt. Die Transportbedingungen waren primitiv, die Überlebenschancen gering. In dem Bemühen, neue Handelswege zu erschließen, entdeckte man das Land: die Zuflüsse des Nils und ihre Verzweigungen, man drang zu Land über den Bahr El Ghazal zur Wasserscheide von Nil und Kongo vor.

Den Behörden sowie den Konsularagenten in Khartum waren die Zustände natürlich bekannt. Erst nach dem Tode Mohammed-Alis und recht eigentlich erst mit der Thronbesteigung des Khediven Ismael wurde versucht, den himmelschreienden Verhältnissen ein Ende zu bereiten. Der Import von Schwarzen steigerte die Einnahmen des Fiskus, zugleich erhielt man auf die billigste Weise viele zum Militärdienst tüchtige Leute, auch Sklavinnen für den Harem, und natürlich – wie immer im Orient – waren Regierungsbeamte an den Spekulationen beteiligt.

Ein allgemeines europäisches Interesse an der Sklavenfrage erwachte erst um 1863, im gleichen Moment, als Grant und Speke von ihrer historischen Entdeckungsfahrt zu den Nilquellen zurückkehrten und das Niltal aus dem Dunkel eines fernen Erdteils in den Blick eines geographisch aufgeschlossenen Jahrhunderts trat. Zwar war in London bereits 1840 die Antisklavereigesellschaft gegründet worden, die unter ihren Führern Bowring und Madden an den Pascha in Kairo Appelle richteten, aber Englands Position in Mohammed-Alis Reich war für einen Erfolg zu schwach. Erst Baker, dessen mehrfach verlegte Bücher über den Nil Bestseller ihrer Zeit waren, gelang es, in seiner großen Expedition »Ismailia« 1869–1873, die er – Begleiter des Prinzen of Wales bei der Eröffnung des Suezkanals – mit dem Khediven Ismael aushandelte, erste Schritte zur Unterdrückung des Sklavenhandels im Südsudan zu tun. Die Schriften des Deutschen Schweinfurth, des Österreichers Pallme sowie des Engländers Cooper, The lost Continent, or Slavery and the Slave Trade in Africa , orientierten ein breiteres europäisches Publikum über den Sklavenhandel im Sudan. Charles George Gordon, der 1885 in Khartum unter den Speeren der Mahdisten starb, vermochte in seiner Amtszeit als Gouverneur des Sudan – ohne dabei immer konsequent zu sein – den Sklavenhandel immerhin auf ein gewisses Maß zu reduzieren. Ein nachhaltiger Erfolg war erst der britischen Kondominatsverwaltung zu Ende des Jahrhunderts beschieden.

An den Zusammenfluss, wo der Nil entsteht, auf die nördlichste Spitze der »Gezira«, »Ras el Chartum« genannt, wurde kurz nach der Eroberung des Sudan eine Truppenabteilung verlegt; um ihre leichten Strohbara- cken gruppierten sich bald Magazine und die dauerhaften Behausungen einiger Offiziere, Schreiber, Lieferanten und Kaufleute; ein Markt entstand, den die Landbevölkerung der Umgebung mit Landesprodukten versorgte, wofür sie ägyptische Waren einkaufen konnte. In wenigen Jahrzehnten war aus dem Lager und dem Dörfchen eine Stadt und zugleich ein wichtiger Handelsplatz geworden. Die fünf Provinzen des ägyptischen Sudan, in die das Land nach seiner zunächst endgültigen Eroberung und Befriedigung eingeteilt worden war, Nubien, Taka, Sennar, Fasoghl und Kordofan, erhielten in Khartum einen Mittelpunkt, an dem der Generalgouverneur seinen Sitz nahm. Das hauptstädtische Gepräge der Stadt hält sich in bescheidenem Rahmen. Khartum besteht noch zu Brehms Zeiten im Wesentlichen aus einstöckigen Lehmbauten aus ungebrannten Ziegeln mit flachem Dach. Die einst landesüblichen Strohhäuser mit ihren hohen konischen Dächern, »Tokul« genannt, dürfen wegen der Feuersgefahr nicht mehr gebaut werden.

Khartum – damals wie heute keine Schönheit – besitzt wenige größere Plätze; die Straßen sind eng und krumm, uneben und voller Staub und Unrat. Hier und da ein Garten mit Doumpalmen, schattigen Sykomoren und Tamarinden, Akazien und vereinzelten Dattelpalmen. Zahlreiche Segelbarken reihen sich am Ufer des Nils unmittelbar unter den Häusern entlang. Stattlich ragt nur der weißgetünchte Palast des Gouverneurs am Blauen Nil mit seinen hohen Mauern und Fenstern empor. Daneben der Bazar mit seinen überdeckten Gängen, die Gebäude der österreichischen Mission mit gut gehaltenen, von hohen Steinmauern umschlossenen Gärten, türkische Kaffeehäuser, die Läden der griechischen Kaufleute, endlich die Magazine der Regierung, Kasernen und ein Hospital. Stapelplatz aller orientalischen Bedürfnisse ist der Bazar. Hier begegnet man Reihen von Buden mit ägyptischen Schustern und Schneidern sowie den Händlern, welche Stoffe aller Art aus Indien, Tunis und Konstantinopel anbieten. Daneben Barbierstuben und Bäder. Der Sklavenmarkt bildet ein Kapitel für sich.

Die Bevölkerung Khartums bildete eine Palette verschiedenster Nationalitäten. Neben den eingeborenen Sudanesen finden sich Araber, Berber, Ägypter, Kopten, Griechen, Malteser, Neger aus Äquatoria, vom oberen Blauen Nil, aus den Nuba-Bergen und Darfur, Abessinier und Galla, Kurden, Türken, Perser, Maghrebiner und Arnauten, syrische und armenische Christen, algerische Juden. Die wenigen in Khartum ansässigen Europäer sind Kaufleute, Missionare, Konsuln und Spekulanten. Weder unter sich noch seitens der übrigen Bevölkerung oder der ägyptischen Behörden genießen sie einen guten Ruf. Meist sind es Menschen, welche durch alle möglichen, in undurchdringliches Dunkel gehüllten Verhältnisse hier an die äußerste Grenze der Zivilisation verschlagen sind, um ihr Glück zu machen oder ein frühes Grab zu finden.

Brehm hat die Verhältnisse, die Ungebundenheit der Sitten, aber auch Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft der kleinen europäischen Kolonie lebendig und temperamentvoll geschildert. Die totale Abgeschiedenheit der europäischen Gesellschaft in einem Land, dessen Verhältnisse Zusammenhalten gegen vielfältige äußere Elemente verlangten und dessen mörderisches Klima stündlich wie aus heiterem Himmel seine Opfer fordern konnte, bewirkten, dass trotz aller Händel, die zwischen den einzelnen herrschen und oft in nicht eben ritterlicher Weise beigelegt werden, doch ein gemeinsames Band die bunt zusammengewürfelte Gesellschaft umschließt. »Man haust hier in einer kleinen Republik in allerdings fast zu unbeschränkten sozialen Verhältnissen, meist ohne viel Beschäftigung, ohne gegenseitige geistige Anregung, unter dem demoralisierenden Druck der klimatischen Einflüsse, die alle Keime von Leidenschaft steigern, und führt eine Art von Kneipenleben, das eben durch die Umstände bedingt ist«, schreibt in diesen Jahren der österreichische Konsul.

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