Alfred Edmund - Reisen im Sudan
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Der zweite Bürgerkrieg ruinierte den Süden vollends, der Verwüstung fiel fast die gesamte bescheidene Infrastruktur des Landes zum Opfer: Kirchen, Schulen, Kliniken. Die Zivilbevölkerung geriet zwischen die Fronten, eine riesige Flüchtlingsbewegung entwurzelte rund 2–3 Millionen Menschen. Krieg und Gewalt führten zu neuen Formen der im Sudan von jeher praktizierten Sklaverei: verschleppte Kinder besonders geraten in Zwangsarbeit und sexuelle Ausbeutung.
Vergleicht man die Schilderungen Brehms fast 200 Jahre zuvor, wirkt vieles erschreckend bekannt. Nach dem Tod von nahezu 2 Millionen Menschen, vorwiegend Nichtkombattanten, kommt mit dem Naivasha-Abkommen im Februar 2005 endlich der Frieden.
Das darin vorgesehene Referendum über die Zukunft des Südsudan führt 2011 in die Unabhängigkeit. Konflikte mit dem Norden wie über die territoriale Zugehörigkeit des Erdölgebiets von Abyei sind vorprogrammiert.
Noch während des Krieges im Süden bricht im entlegenen Westen, in der Provinz Darfur, ein Aufruhr aus, der weder religiös noch ethnisch bedingt erscheint. Die 6 Millionen Einwohner des an Tschad und Zentralafrika grenzenden Westdarfurs sind Muslime, die sich in ihren Lebensgewohnheiten jedoch unterscheiden: sesshaften, Ackerbau betreibenden Fur stehen Kamel- und Rindernomaden gegenüber, Viehzüchter; Stammeskonflikte um Wasser- und Weideland sind stets präsent.
Zur Unterdrückung des Aufstands bedient sich die Regierung in Khartum des Einsatzes lokaler Nomadenbanden, der sogenannten »Dschandschawid«, schweifender Kamelreiterkorps, die in brutaler Weise die Bevölkerung terrorisieren. Auch hier werden die Toten dieses Genozids auf nahezu 1 Million geschätzt, 2 Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht, in Lagern im Sudan oder im Tschad. 2007 kam es durch die Vereinten Nationen zu einer Friedensmission, die sich – aus afrikanischen Kontingenten bestehend – als nicht sonderlich effizient erwiesen hat. Ob es in Darfur zur Pazifikation oder zur Sezession kommen wird, ist schwer voraussehbar.
So bleibt der Sudan – wie auch schon zu Brehms Zeiten – im Zwielicht zwischen Rasse und Religion, zwischen Chaos und Hoffnung.
II
Als Alfred Brehm 1847 zu seiner Reise in den Sudan in Alexandrien landete, lebte Mohammed-Ali noch, der Ägypten seit 1805 beherrschte. Dem Namen nach türkischer Pascha eines Osmanischen Reichsteils, in Wahrheit absoluter Herrscher und Schöpfer des modernen Ägyptens, wurde er zum Begründer der Dynastie der Khediven und nachmaligen Könige von Ägypten, die bis zur Ausrufung der Republik am 18. Juni 1953 den Thron innehatten.
1769 geboren, aus einer albanischen Familie aus Kavala in Mazedonien stammend, kam er kaum dreißigjährig als Leutnant mit dem türkischen Kontingent nach Ägypten, das die Pforte gegen das Expeditionskorps Napoleons entsandt hatte. Wie man sich erinnert, war Bonaparte am 1. Juli 1798 in der Absicht, die englischen Handelswege im Mittelmeer und nach Indien zu unterbrechen, vor Alexandrien erschienen und hatte – wenngleich unter Verlust seiner Flotte bei Abukir – binnen eines Jahres Unter- und Oberägypten erobert und der Herrschaft der Mamelukken ein Ende bereitet.
Am 24. August 1799 kehrt Napoleon nach Frankreich zurück. Zwei Jahre später kapitulieren die Reste seiner Armee. In den Kämpfen mit den Franzosen wusste sich Mohammed-Ali in jeder Hinsicht hervorzutun, bis ihm der türkische Gouverneur das Kommando über das albanische Korps übertrug. In den nun folgenden Auseinandersetzungen zwischen Türken und Mamelukken um die Herrschaft über Ägypten versteht es Mohammed-Ali, sich durch geschicktes Lavieren in der Mitte zwischen den Parteien zu halten und in der Stille die Vernichtung beider zu betreiben. Es waren die ersten Schritte einer militärischen und staatsmännischen Karriere, die für Ägypten eine neue Ära bedeutete und die die europäischen Mächte in ihrer Orientpolitik für ein halbes Jahrhundert vor weitreichende Probleme stellen sollte. Die orientalische Frage und die Rolle Ägyptens sind das Werk seines Einsatzes und seiner Ambitionen. Binnen weniger Jahre gelingt es Mohammed-Ali, in den Wirrnissen Ägyptens nach dem Abzug der Franzosen die Macht zu erringen. Anstelle des vertriebenen türkischen Gouverneurs zum Pascha ausgerufen und von der Pforte bestätigt, nimmt er 1805 von der Zitadelle in Kairo Besitz. Als die Engländer Alexandrien und Rosette besetzen – die Napoleonischen Kriege in Europa dauern an –, einigt sich Mohammed-Ali mit den Mamelukken und schlägt die englischen Truppen. Seit 1807 ist Ägypten frei von fremder Besetzung; dank Mohammed-Ali bleibt es auch für weitere 75 Jahre von ausländischen Invasionen verschont, bis 1882 Franzosen und Engländer – zur Schuldenverwaltung – das Land erneut in Besitz nehmen, auf längere Zeit bleiben und Ägypten letztlich erst nach der Suez-Expedition von 1956 endgültig räumen. Anschließend entledigt sich Mohammed-Ali der Mamelukken, indem er die Beïs nach Kairo einlädt und sie, 480 an der Zahl, am 1. März 1811 auf der Zitadelle von seinen Albanesen umbringen lässt. Im gleichen Jahr bekriegt er im Auftrag der Pforte die Wahhabiten in Arabien. Bis 1816 dauert der Feldzug. Einen erneuten Aufstand schlägt sein Sohn Ibrahim-Pascha, ein Feldherrntalent ersten Ranges, 1819 nieder. Das Rote Meer wird von der Seeräuberei gesäubert; Mekka und Medina, die heiligen Stätten des Islam, geraten – formell bei der Pforte bleibend – zusehends in den ägyptischen Einflussbereich.
Nun beginnen Mohammed-Alis militärische Reformen. Seine zügellosen Albanesen beschäftigt er auf dem Feldzug in den Sudan, der noch näher zu schildern ist, und bildet in Ägypten aus Fellachen, Nubiern und Sudanesen nach französischem Vorbild eine Armee, die 1823–1827 im griechischen Unabhängigkeitskrieg Gelegenheit findet, ihre Tüchtigkeit zu beweisen. Sein Hauptaugenmerk gilt der Ausrüstung einer schlagkräftigen Flotte, die teils in Europa gekauft, teils auf den neuen, von ihm ins Leben gerufenen Werften in Alexandrien gebaut wird. 1823 schlägt sie im Verein mit türkischen Kräften den Aufstand der Griechen auf Kreta nieder und besetzt die Inseln der Ägäis. Als seine Landungstruppen, in denen bereits sudanesische Kontingente kämpfen, auf dem Peloponnes die Griechen zu besiegen drohen, greifen die europäischen Großmächte ein. In der Seeschlacht von Navarino, im Oktober 1827, vernichten die Geschwader der französischenglisch-russischen Tripelallianz die vereinigte türkisch-ägyptische Flotte, und Mohammed-Alis Truppen müssen Griechenland räumen.
Trotz der Niederlage stellte Ägypten um 1830 eine Macht dar, mit der die europäischen Mächte zu rechnen hatten und die sich für das Osmanische Reich als lebensbedrohend erweisen sollte. Das Interesse Mohammed-Alis ist in diesen Jahren darauf gerichtet, sich von der Oberherrlichkeit der Pforte freizumachen und seiner Dynastie die Erblichkeit der Herrschaft über Ägypten zu sichern. Mit 61 Jahren musste es ihm darum zu tun sein, seine faktische Unabhängigkeit auch völkerrechtlich anerkannt zu sehen.
Nur zu gut war ihm der enge Spielraum dieses Terrains bewusst, wollte er sich nicht die dünne türkische Oberschicht Ägyptens in ihrer nach wie vor bestehenden Loyalität gegenüber dem Sultan entfremden. Nach der Niederlage der Pforte hielt er den Zeitpunkt für gekommen, seine Ziele zu verwirklichen. Seine Ambitionen waren zu weit gediehen, als dass er sie nicht auch gegen den Willen seines Souveräns durchzusetzen entschlossen war. Zuvörderst erstrebte er die Angliederung Syriens an Ägypten. Zu Beginn des Jahres 1832 rückte Ibrahim in Syrien ein und stand nach Jahresfrist als Sieger mitten in Kleinasien. Er schlug die Türken bei Homs, bezwang die anatolischen Pässe, errang einen weiteren Sieg bei Konya; der Weg nach Konstantinopel stand offen. Angesichts der kritischen Lage der Pforte und der daraus resultierenden Gefährdung des internationalen Gleichgewichts intervenierten die europäischen Mächte, und im Frieden von Konya gelang es der Pforte, günstige Bedingungen zu erreichen. Zwar wurde der Anschluss Syriens an Ägypten vollzogen, aber der weitere Siegeszug Mohammed-Alis blieb blockiert. Der Jubel, der in Syrien den neuen Statthalter Ibrahim-Pascha begrüßte, verflog rasch; das ägyptische Regime mit seinen rigorosen Steuereintreibungen und zahllosen Zwangsrekrutierungen für die Armee empfand man bald als stärkere Unterdrückung denn die vorausgegangene Türkenherrschaft. Als ebenso kurzfristig sollte sich mehr als ein Jahrhundert später der analoge Enthusiasmus Syriens beim Anschluss an Nassers Ägypten erweisen. Die Unzufriedenheit in Syrien wuchs, Aufstände mehrten sich, Sultan Mahmoud II. setzte seine Armee gegen Ibrahim in Marsch. Bei Nisib, westlich vom Euphrat, wurden die türkischen Truppen am 24. Juni 1839 von Ibrahim-Pascha wiederum vernichtend geschlagen. Jedoch abermals intervenierten die europäischen Mächte. Konnte man dulden, dass die Landenge von Suez in die Hände eines jungen und soliden Staates geriet? War es nicht vorteilhafter, den Weg nach Indien, an den Persischen Golf und nach Südostasien in der Obhut des schwachen Osmanischen Reiches zu wissen? Darüber hinaus musste die Auflösung der osmanischen Türkei alle Interessengegensätze der Mächte aufleben lassen, seine Erneuerung unter Mohammed-Ali erschien noch weniger wünschenswert. So sprach alles dafür, den Sultan in Konstantinopel zu stützen. Unter den religiösen Gemeinschaften im Libanon wurden Waffen verteilt; Christen und Drusen revoltierten. Ein englisch-österreichisches Landungskorps eroberte Beirut und schlug Ibrahims Truppen im Libanon. Die englische Flotte vor Alexandria erzwang die endliche Unterwerfung Mohammed-Alis. Am 1. Juli 1841 erging der Investiturfirman der Pforte, der für seine Familie die Erblichkeit der Herrschaft über Ägypten nach Maßgabe des in der Türkei geltenden Thronfolgegesetzes zugestand, den der Pforte zu zahlenden jährlichen Tribut auf 80.000 Beutel (rund sechseinhalb Millionen Goldmark) festsetzte, die Räumung Syriens und aller anderen eroberten Gebiete sowie die Rückgabe der übergelaufenen türkischen Flotte vorsah und dem Vizekönig das Recht zum Abschluss nichtpolitischer Verträge und die Ernennung der Beamten sowie der Offiziere seines auf nominale Stärke beschränkten Heeres zugestand.
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