Alfred Edmund - Reisen im Sudan

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Brehms Tierleben ist auch heute noch jedem ein Begriff – dass der Begründer eines der prominentesten zoologischen Nachschlagewerke die Tiere auch in freier Wildbahn studierte, wissen hingegen nur wenige. Die Faszination für die Zoologie gab Brehms Vater, selbst ein bekannter Ornithologe, an seinen Sohn weiter. Im Jahr 1847 bricht Alfred Brehm sein Architekturstudium ab, um den Vogelkundler Baron Johann Wilhelm von Müller auf eine Forschungsreise nach Afrika zu begleiten. Während der fünfjährigen Expedition reist er von Kairo, über Karthum bis nach Kurdufan durch Savanne und Urwälder und teilt mit gefährlichen Leoparden, Elefanten, wilden Löwen und Büffelherden einen Lebensraum. Die Ausbeute dieses Abenteuers ist ein sehr lebendiger, detaillierter und bisweilen äußerst humorvoller Bericht über die faszinierende Tierwelt Afrikas und die Menschen dieser Region.

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Als Brehm sechs Jahre nach diesen Ereignissen das Ägypten Mohammed-Alis bereiste, war dieser ein nahezu achtzigjähriger Greis. Die Unterwerfung unter die Souveränität des Sultans und damit das zumindest partielle Scheitern seiner Pläne hatten ihn erschöpft, gegen Ende seines Lebens verließ ihn die geistige Schaffenskraft, so dass 1848 die Belehnung Ibrahims mit der Regierung erforderlich wurde, nachdem schon seit 1844 in den letzten Jahren seiner Herrschaft sein Sohn an den Staatsgeschäften teilgenommen hatte. Am 2. August 1849 starb Mohammed-Ali, ihm folgte sein Enkel Abbas I.

Die Leistung Mohammed-Alis für Ägypten kann heute nicht hoch genug veranschlagt werden. Wenn in unserer Zeit Ägypten zur Vormacht der arabischen Staatenwelt wurde, so beruhen die Fundamente hierfür nicht zuletzt auf den von ihm geschaffenen Strukturen. Fürst Pückler, der zu seinen Bewunderern gehört und von dem wir eine der lebhaftesten Schilderungen Ägyptens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts besitzen, schreibt von ihm:

»Die unbestreitbaren spezielleren Verdienste Mohammed-Alis, wie sie als Fakta vor aller Augen stehen, sind Folgende: Er hat mit bewunderungswürdigem Organisationstalent in einem der verwahrlosesten und verwildertsten Ländern der Welt Ordnung und Sicherheit, die ersten Bedürfnisse eines zivilisierten Staates, herzustellen gewusst. Er hat in der Ausübung der Justiz und in der Verwaltung innerhalb seines Gebiets mehr Gerechtigkeit und feste Norm eingeführt, als in irgendeinem anderen orientalischen Staate noch existiert. Er hat den Fanatismus gebändigt, eine größere Toleranz in religiösen Dingen geübt, als in manchen christlichen Staaten stattfindet, und die Christen in seinen Ländern nicht nur beschützt, sondern selbst in einer Art bevorzugt, die fast zur Härte für die Muselmänner wurde. Er hat den Handel mit Europa nicht nur belebt, er hat ihn größtenteils neu geschaffen und durch die großartigsten Anlagen aller Art den in Ägypten gänzlich untergegangenen Sinn für Industrie wohltätig wiedererweckt. Er hat für die Bildung der künftigen Generation ein Erziehungs- und Schulwesen gegründet, von dem man vor ihm im Orient seit Jahrhunderten gar keinen Begriff mehr hatte, und ungeheure Summen diesem edlen Zwecke geopfert. Er hat mehr gebaut und mehr gemeinnützige Anstalten ins Leben gerufen als irgendein Beherrscher Ägyptens seit Saladins Zeiten.«

In der Tat hat Mohammed-Ali nahezu ein halbes Jahrhundert methodisch daran gearbeitet, aus Ägypten ein modernes Land zu machen. Seine Landwirtschaftsreformen beruhten auf der Einführung von Bewässerungssystemen und dem Anbau neuer Kulturen, die Exportzwecken dienen sollten. Als er zu Gunsten der Baumwolle im Delta die permanente Bewässerung einführte, tat er den ersten Schritt zu einem Umschwung, auf den sich seither die Wirtschaft des Landes gründet. Er grub Kanäle, errichtete 1836 den berühmten Barrage du Nil, der die Fellachen, die bisher allein auf die Flut angewiesen waren, das ganze Jahr hindurch für ihre Saaten mit Wasser versorgte. Die einmalige Wasserversorgung während der Überschwemmungszeit wurde durch das System dauernder Bewässerung mittels zahlreicher Kanäle und Wasserläufe ersetzt. Im Gefolge kam der verstärkte Anbau von Getreiden und Hülsenfrüchten, Baumwolle, die 1821 aus Indien eingeführt wurde, Indigo, Zuckerrohr und Ölfrüchten.

Der Pascha ist Schöpfer der ägyptischen Industrien und Ölmühlen. Papier- und Glasfabriken entstanden, Arsenale, die Werft von Alexandria. Er gründete Schulen, errichtete die erste Druckerei, reformierte das Gesundheitswesen und schuf nach europäischem Vorbild eine moderne, schlagkräftige Armee. Um sein Programm verwirklichen zu können, musste er Fremde ins Land rufen. Albaner, Türken, Armenier, Griechen, eine Handvoll Europäer. Über seine Erfahrungen mit europäischen Experten befragt, gab Mohammed-Ali Pückler gegenüber, der ihm vorwarf, sich fortwährend von Abenteurern, Scharlatanen und unwissenden Projektemachern täuschen und betrügen zu lassen, die auch in unsere Zeit der Entwicklungshilfe passende Antwort: »Ich weiß«, sagte er, »dass unter fünfzig Menschen, die aus Europa kommen, um mir ihre Dienste anzubieten, neunundvierzig nur unechten Edelsteinen gleichen. Ohne sie zu erproben, kann ich aber den einen echten Brillanten, der vielleicht darunter sein mag, nicht herausfinden. Ich kaufe sie also vorläufig alle, und habe ich dann den rechten entdeckt, so ersetzt er mir oft allein den erlittenen Verlust hundertfältig.«

Seine europäischen Instruktoren, Techniker, Archäologen, Wissenschaftler, Ärzte, sind vornehmlich Franzosen. Die Namen Clot Beys, Cérisys, Bersons, Sèves oder derjenigen, die mit ihnen ins Land kamen, begegnen in Brehms Schilderung immer wieder. Der Einfluss Frankreichs war außerordentlich. Der Pascha erwies den Franzosen eine exzeptionelle Zuneigung. Er misstraute den Engländern gründlich und vermied auch späterhin möglichst jeden Kontakt mit ihnen und vergaß niemals ihre wiederholte Einmischung in das Schicksal Ägyptens.

Denkt man an Zeiten und Milieu, aus denen der kleine türkische Offizier einst hervorgegangen war, so sind sein Interesse und seine Sympathien für Frankreich bemerkenswert. Frankreich errang in Ägypten eine solide Position. Seine Offiziere organisierten die Armee, seine Techniker beherrschten den Wirtschaftsaufbau, seine Erzieher hatten Schulen gegründet, die von 10.000 Schülern besucht und deren fähigste Absolventen nach Frankreich zum Studium gesandt wurden. Selbst die Anhänger der Lehre St. Simons nahm Ägypten bereitwillig auf. Das Frankreich Louis Philippes versuchte in diesen Jahren, Ägypten zu einem Eckpfeiler seiner Mittelmeerpolitik zu machen, und wenngleich die Regierung Thiers 1840 letztlich außenpolitisch doch zurückweichen und Mohammed-Ali fallenlassen musste, so haben sich doch französischer Einfluss und Geist, Denkens- und Lebensart in Ägypten bis auf den heutigen Tag erhalten.

Mohammed-Ali, so hat man gesagt, schöpfte seine Auffassung von der Mission des Herrschers aus der Theorie der Staatsräson Machiavellis. Er hat sich in der Tat den Principe ins Türkische übersetzen und vorlesen lassen, aber man sollte dabei nicht übersehen, dass er ein orientalischer Herrscher eigenen Formats war. Er verkörperte ein zentralistisches Herrschaftssystem mit allen Vorzügen und Schwächen, wie es dem Orient von jeher unter großen Herrschern eignet. Detailkenntnis und kluges Ermessen, aber auch Ungeduld und Willkür bestimmen viele seiner Entscheidungen, es kann nicht überraschen, dass die Leistungsfähigkeit seiner Untertanen darunter litt, dass trotz hoher Steuern der Staatshaushalt ein zunehmend bedenkliches Defizit aufwies.

Einige dieser Faktoren waren für die Eroberung des Sudan, diesen letzten Ausläufer osmanischer Expansion, bestimmend. Wenngleich in der großen Szenerie nur ein Nebenschauplatz, bewirkt diese einzige nichteuropäische koloniale Eroberung in Afrika, dass der Sudan ins Licht der modernen Geschichte tritt.

Die Erinnerung daran war, als Brehm den Sudan betritt, noch frisch, die erlittenen Schrecknisse und Gräuel in der Bevölkerung noch unvergessen. Brehm selbst ist den Ereignissen auf Schritt und Tritt begegnet.

Man hat viel über die Motive zur Eroberung des Sudan gerätselt. Sie sind komplexer Natur. Allem voran steht das enorme Macht- und Geldbedürfnis des Paschas. Als Privatmann war er sparsam, sein persönlicher Aufwand konnte sich mit dem seines Nachfolgers, des Khediven Ismael, nicht messen, seine Verwaltung war vernünftig, aber sein Ehrgeiz, sein politisches Engagement verleiteten ihn zu hohen Ausgaben. 1811 hatte er 20.000 Mann unter Waffen, später waren es 100.000, eine hohe Belastung für ein Land wie Ägypten. Neben dem Problem, die albanischen und türkischen Truppen nach Beendigung des Wahhabiten-Feldzuges zu beschäftigen, hat sicherlich auch das Motiv, den Mamelukken, die sich seit 1811 in Dongola festgesetzt und einige der nördlichen Scheikïe-Stämme unterworfen hatten, endgültig den Garaus zu machen, eine Rolle gespielt. Möglicherweise besaß Mohammed-Ali die Vision von der Einheit des Niltals, eine politische Idee, die vornehmlich in der arabischen Literatur des 20. Jahrhunderts hervorgehoben wird. Der Nil wurde ein ägyptischer Fluss vom Delta bis zu den geheimnisumwitterten Bergen Zentralafrikas, in denen man seinen Ursprung vermutete.

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