Alfred Wallace - Der Malaiische Archipel

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Bereits ein Jahr, bevor Charles Darwin seine Evolutionstheorie veröffentlicht, hat Alfred Russel Wallace Evolutionsmechanismen zu Papier gebracht, die verblüffende Ähnlichkeiten mit Darwins später publizierten Überlegungen aufweisen. Alfred Wallace sammelte zudem auf seinen Reisen zum Amazonas (1848-1852) und in den Malaiischen Archipel (1854-1862) unermüdlich unbekannte Arten der Flora und Fauna und stellt die Hypothese einer biogeographischen (Übergangs-)Grenze zwischen der asiatischen und australischen Tierwelt auf. Die in keinem Fall hinter Darwin zurückstehenden Gedanken und Reiseberichte Wallaces über die indonesischen Inseln werden in diesem Band in der ungekürzten Übersetzung von Adolf Bernhard Meyer von 1869 gewürdigt.
Mit 51 Original-Illustrationen und 9 Karten.

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Man darf nicht vergessen, dass die unbestrittene Herrschaft der Holländer in Java viel jüngeren Datums ist als die unsere in Indien, und dass die Regierung und die Methode des Bezuges von Einkünften mehrere Male gewechselt wurde. Die Einwohner haben so lange Zeit unter der Herrschaft der eingeborenen Fürsten gestanden, dass es nicht leicht ist, auf einmal die außerordentliche Verehrung zu verwischen, welche sie für ihre alten Herren hegen, oder die drückenden Erpressungen zu vermindern, welche die Letzteren stets gewohnt waren zu betreiben. Es gibt jedoch ein ins Gewicht fallendes Zeugnis für das Gedeihen, ja für das bestehende Glück einer Gemeinschaft, das wir hier beibringen können – das Wachstums-Verhältnis der Bevölkerung.

Man nimmt allgemein an, dass wenn die Bevölkerung eines Landes rapide zunimmt, diese nicht sehr bedrückt und schlecht regiert sein kann. Das gegenwärtige System, durch den Anbau von Kaffee und Zucker, die zu einem bestimmten Preis der Regierung verkauft werden, ein Einkommen zu erzielen, begann 1832. Gerade vorher im Jahre 1826 betrug die Bevölkerungszahl nach einem Zensus 5 500 000, während sie zu Beginn des Jahrhunderts auf 3 500 000 geschätzt wurde. 1850, als das Kultursystem achtzehn Jahre lang betrieben worden war, betrug die Bevölkerung nach einem Zensus über 9 500 000, also in vierundzwanzig Jahren ein Anwachsen von dreiundsiebzig Prozent. Bei der letzten Zählung 1865 war sie auf 14 168 416 gestiegen, ein Wachsen von fast fünfzig Prozent in fünfzehn Jahren – ein Verhältnis, nach welchem die Bevölkerung in ungefähr sechsundzwanzig Jahren sich verdoppeln würde. Da Java (mit Madura) ungefähr 38 500 geographische Quadratmeilen fasst, so macht das durchschnittlich 368 Personen auf die Quadratmeile, gerade das Doppelte von der bevölkerten und fruchtbaren Präsidentschaft Bengalen, wie es in Torntons Gazetteer of India angegeben ist, und voll ein Drittel mehr als die Bevölkerungszahl von Großbritannien und Irland nach dem letzten Zensus. Wenn, wie ich glaube, diese bedeutende Bevölkerung im Großen und Ganzen zufrieden und glücklich ist, so sollte sich die holländische Regierung wohl vorher bedenken, ehe sie plötzlich ein System aufgibt, das zu so bedeutenden Resultaten geführt hat.

Als Ganzes genommen und von allen Seiten betrachtet ist Java vielleicht die schönste und interessanteste tropische Insel der Erde. Sie steht hinsichtlich ihrer Größe nicht in erster Linie, aber sie ist mehr als sechshundert Meilen lang und sechzig bis hundertundzwanzig Meilen breit, und ihr Flächenraum ist fast so groß wie der von England; zweifellos aber ist sie die fruchtbarste, die produktivste und die bevölkertste Insel der Tropen. Über ihre ganze Oberfläche hin bietet sie eine herrliche Abwechslung an Berg- und Waldansichten. Sie besitzt achtunddreißig Vulkane, von denen manche bis zu zehn- oder zwölftausend Fuß ansteigen. Einige sind in beständiger Tätigkeit und sie bieten – der eine oder der andere – fast ein jedes Phänomen dar, das durch die Tätigkeit unterirdischen Feuers hervorgebracht werden kann, regelmäßige Lavaströme ausgenommen, welche nie auf Java vorkommen. Die übermäßige Feuchtigkeit und die tropische Hitze des Klimas bekleidet diese Berge oft bis zu ihren Gipfeln mit üppigem Pflanzenwuchs, während Wälder und Plantagen ihre niedrigeren Abhänge bedecken. Die Tierwelt, hauptsächlich Vögel und Insekten, ist schön und mannigfaltig und enthält viele eigenartige Formen, die nirgendwo anders auf der Erde gefunden werden. Der Boden auf der ganzen Insel ist äußerst fruchtbar, und alle Produkte der Tropen, neben vielen der gemäßigten Zonen, können leicht gezogen werden. Java besitzt ferner eine Zivilisation, eine Geschichte und Altertümer von großem Interesse. Die Religion der Brahminen blühte dort seit einer Zeit, die sich nicht bestimmen lässt, bis ungefähr ums Jahr 1478, als die mohammedanische an ihre Stelle trat. Die frühere Religion war von einer Zivilisation begleitet gewesen, die von den Eroberern nicht vernichtet werden konnte; denn durch das Land hin verstreut, hauptsächlich im Osten, findet man in hohen Wäldern vergraben Tempel, Gräber und Statuen von großer Schönheit und bedeutendem Umfang; ferner Reste ausgedehnter Städte an Stellen, wo heute der Tiger, das Rhinozeros und der wilde Ochse ungestört ihr Wesen treiben. Eine moderne Zivilisation anderer Art breitet sich jetzt über das Land aus. Gute Straßen ziehen durch die Insel von einem Ende zum anderen; die europäischen und inländischen Herrscher arbeiten Hand in Hand; und Leben und Eigentum sind so sicher wie in den bestregierten Staaten Europas. Ich glaube daher, dass Java wohl den Anspruch erheben darf, das schönste tropische Eiland der Erde zu sein und in gleichem Maße interessant für den Reisenden, der neue und schöne Eindrücke sucht, als auch für den Naturforscher, welcher die Mannigfaltigkeit und Schönheit der tropischen Natur kennenzulernen wünscht, als endlich für den Moralisten und den Politiker, welche das Problem lösen wollen, wie die Menschen unter neuen und veränderten Bedingungen am besten regiert werden können.

Der holländische Postdampfer brachte mich von Ternate nach Surabaja, der größten Stadt und dem bedeutendsten Hafen des östlichen Teils von Java, und nachdem ich vierzehn Tage damit zu tun gehabt hatte, meine letzten Sammlungen zu verpacken und fortzuschicken, machte ich mich auf eine kurze Reise ins Innere auf. In Java zu reisen, ist eine sehr bequeme, aber sehr teure Sache; die einzige Art ist die, dass man einen Wagen mietet oder leiht und dann eine halbe Krone die Meile für Postpferde zahlt, die alle sechs Meilen regelmäßig gewechselt werden und mit einer Schnelligkeit von zehn Meilen die Stunde von einem Ende der Insel zum anderen laufen. Ochsenkarren oder Kulis werden dazu gebraucht, alles Extra-Gepäck zu transportieren. Da diese Art zu reisen meinen Mitteln nicht entsprach, so beschloss ich, nur eine kurze Tour in den Distrikt am Fuß des Berges Arjuna zu machen, wo es ausgedehnte Wälder geben sollte und wo ich einige gute Sammlungen zu machen hoffen konnte. Das Land meilenweit hinter Surabaja ist vollkommen flach und überall bebaut; es ist ein Delta oder eine angeschwemmte Ebene, die durch viele verästelte Ströme getränkt wird. Dicht um die Stadt waren die handgreiflichen Zeichen des Reichtums und einer fleißigen Bevölkerung sehr wohltuend; aber beim Weiterreisen wurden die beständig sich folgenden offenen Felder von Bambusreihen besetzt, mit hier und da weißen Gebäuden und hohen Schornsteinen von Zuckermühlen, monoton. Die Straßen laufen meilenweit in gerader Linie und sind von Reihen staubiger Tamarinden beschattet. Jede Meile steht ein kleines Wächterhaus, wo ein Polizist stationiert ist; und mittels einer hölzernen Handtrommel (Gong) können sie sich mit großer Schnelligkeit über das ganze Land in Verbindung setzen und Signale geben. Ungefähr alle sechs oder sieben Meilen kommt ein Posthaus, wo die Pferde gewechselt werden, ebenso schnell wie die der Post in der guten alten Zeit der Kutschen in England.

Ich blieb in Modjo-karta, einer kleinen Stadt ungefähr vierzig Meilen südlich von Surabaja und der nächste Ort an der Hauptstraße des Distriktes, den ich zu besuchen beabsichtigte. Ich hatte ein Einführungsschreiben an Herrn Ball, einen Engländer, der schon seit Langem in Java wohnte und mit einer Holländerin verheiratet war, und dieser lud mich freundlichst ein, bei ihm zu bleiben, bis ich einen passenden Aufenthalt gefunden hätte. Hier lebt sowohl ein holländischer Assistentresident als auch ein Regent oder inländischer javanischer Fürst. Die Stadt ist nett und hatte einen hübschen offenen Platz wie einen Dorfanger, auf welchem ein prächtiger Feigenbaum stand (verwandt mit der indischen Banane, aber höher), unter dessen Schatten eine Art von Markt beständig abgehalten wird und wo die Einwohner zusammenkommen, um zu faulenzen und zu plaudern. Den Tag nach meiner Ankunft fuhr ich mit Herrn Ball nach einem Dorf namens Modjo-agong, wo er ein Haus mit Nebengebäuden aufführte zum Tabakhandel, der hier nach einem ähnlichen System des Bebauens durch Eingeborene und des Vorausverkaufs betrieben wird, wie der Indigohandel in Britisch-Indien. Auf dem Wege hielten wir bei einem Bruchstück der Ruinen der alten Stadt Modjopahit an, anscheinend den aus zwei hohen Backsteinmauern bestehenden Seiten eines Torweges. Die äußerste Vollendung und Schönheit der Backsteinarbeit setzte mich in Erstaunen. Die Backsteine sind außerordentlich fein und hart mit scharfen Kanten und geraden Oberflächen. Sie sind mit großer Genauigkeit aufeinandergelegt, ohne dass man Mörtel oder Zement entdeckt, und doch so fest zusammengehalten, dass die Stellen, wo sie zusammenstoßen, schwer zu finden sind, und manchmal fließen die zwei Oberflächen ganz unmerklich ineinander. Eine so bewundernswerte Backsteinarbeit habe ich weder vorher noch nachher je gesehen. Es war keine Skulptur daran, aber eine Menge kühner Vorsprünge und ein schön gearbeitetes Gesims. Spuren von Gebäuden kommen meilenweit nach jeder Richtung hin vor, und fast jede Straße und jeder Fußweg hat eine Grundlage von Backsteinen – die gepflasterten Straßen der alten Stadt. In dem Haus des Waidono oder Distrikt-Häuptlings in Modjo-agong sah ich eine schöne Figur in Basrelief aus einem Lavablock, die unter der Erde nahe dem Dorf gefunden worden war. Auf meinen Wunsch etwas Ähnliches zu haben, bat Herr C. den Häuptling darum, und zu meiner Verwunderung gab er es mir sofort. Es stellte die Hindu-Gottheit Durga dar, auf Java Lora Jonggrang (die erhabene Jungfrau) genannt. Sie hat acht Arme und steht auf dem Rücken eines knienden Ochsen. Ihre niedrigste rechte Hand hält den Schwanz des Ochsen, während die korrespondierende linke in das Haar eines Gefangenen fasst, Dewth Mahikusor, die Personifikation des Lasters, der versucht hat, ihren Ochsen zu erschlagen. Er hat einen Strick um seinen Leib und liegt um Gnade bittend zu ihren Füßen. Die anderen Hände der Gottheit halten rechts einen Doppelhaken oder kleinen Anker, ein breites gerades Schwert und eine Schlinge von dickem Tau; links einen Gürtel oder ein Armband von großen Perlen oder Muscheln, einen ungespannten Bogen und eine Standarte oder Kriegsfahne. Diese Göttin war eine besonders beliebte bei den alten Javanern, und man findet ihr Bild oft in den Tempelräumen des östlichen Teils der Insel.

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