Michael Albus - Alles ist Übergang

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Was ist ein guter Tod? Die Fortschritte in der Medizin und die Hospizbewegung haben neue Aufmerksamkeit für diese Frage geweckt. Michael Albus hat über einen längeren Zeitraum das Leben auf der Palliativstation der Universitätsklinik in Mainz beobachtet. Er hat intensive Gespräche mit Sterbenden, Ärzten, Pflegern, mit der Psychologin und der Seelsorgerin geführt und einfühlsam auszuloten versucht, wie der allerletzte Abschnitt des Lebens gestaltet werden kann.

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Inmitten von Diskussion und Streit, die oft von Ideologie bestimmt sind über das, was am Ende unseres Lebens ist oder sein soll, wie weit unser kleiner Freiheitsraum reicht, um wichtige Entscheidungen zu treffen, wenn es ums Letzte geht, wollte ich dieses Buch als „Argument“ beisteuern. Als ein Feuer in der Nacht.

Michael Albus

Möge ich ein Schützer sein für die,

die keinen Schutz besitzen,

ein Führer für die Reisenden,

ein Boot, eine Brücke, ein Übergang für die,

die sich nach dem anderen Ufer sehnen.

Möge der Schmerz eines jeden Lebewesens

vollständig beseitigt sein.

Möge ich der Arzt und die Arznei sein

und auch die Pflegerin

für alle Kranken in der Welt,

bis sie völlig geheilt sind.

Möge ich, gleich dem Raum

Und den Elementen, wie etwa der Erde,

stets das Leben der ungezählten Wesen schützen.

Und bis sie nicht vom Schmerz geschieden sind,

möge ich der Lebensquell

für alle Daseinsbereiche der verschiedenen Wesen sein,

die bis zum Ende des Universums reichen.

(Gebet des buddhistischen Poeten Shantideva)*

* In: Sogyal Rinpoche, Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben, mit einem Vorwort des Dalai Lama, 20. Aufl., 1997, S. 265/266 © 2010, O. W. Barth Verlag.

Gespräche mit Sterbenden

„Wenn alles weg ist, brauche ich keine Angst mehr zu haben.“

Gespräch mit Helmut Fink und Erika Fink-Grundmann

Albus

Herr Fink, Sie wissen, dass sie bald sterben müssen. Ich will mit Ihnen und Ihrer Frau versuchen, auf das zurückzublicken, was hinter Ihnen liegt. Sie sind 75 Jahre alt. Können Sie mir erzählen, was Sie gemacht und gestaltet haben, woher Sie kommen, welche Erinnerungen Sie an Ihre Eltern haben? Wie ist Ihr Leben gelaufen?

Herr Fink

Ich bin im Jahr 1940 geboren. Mein Vater war Schneidermeister. Er ist 1943 im Zweiten Weltkrieg gefallen. Ich habe ihn faktisch nie gesehen. Einmal nur, 1943. Ich kann mich aber nur schwach daran erinnern. Ich bin dann bei meiner Mutter und meiner Großmutter aufgewachsen. Die Großmutter war schon lange Witwe, und nun meine Mutter auch. Es waren arme Verhältnisse. Trotzdem hatte ich eine behütete Kindheit. In den Jahren nach dem Ende des Krieges bin ich in die Schule gegangen. Meine Mutter wollte immer, dass ich „auf’s Büro“ gehe, dass ich „was Besseres“ werde. Insgesamt ging es mir damit ganz gut.

Albus

Sie sind in Mainz geboren?

Herr Fink

Ja, ich bin in Mainz-Bretzenheim geboren und wohne immer noch im Haus meiner Eltern. Ich habe eine Lehre als kaufmännischer Industrieangestellter gemacht. Bei der Firma Blendax. Nach einer kurzen Episode als Weinverkäufer bei der Firma Pieroth habe ich dann bei der AZ, der Mainzer Allgemeinen Zeitung, begonnen.

Albus

War das Ihr Traumberuf oder sind Sie das aus Gründen, die mit dem reinen Gelderwerb zu tun hatten, geworden?

Herr Fink

Das war mein Traumberuf. Da ich zunächst mal bei Blendax und bei Pieroth gearbeitet hatte, konnte ich es jetzt kaum fassen, diese Stelle bekommen zu haben. Da habe ich auch endlich richtig gutes Geld verdient.

Albus

Wann und wie haben Sie denn Ihre Frau kennengelernt?

Herr Fink

Ich habe ja schon eine erste Ehe hinter mir. Meine damalige Frau habe ich in der Firma, bei Blendax, kennengelernt. Mit ihr war ich über 25 Jahre verheiratet. Diese Ehe ist dann nach den 25 Jahren einfach zerbrochen. Ich war dann eben wieder alleine. Aber nur recht kurz. Und dann habe ich meine jetzige Frau Erika, die mit uns hier am Bett sitzt, kennengelernt. Mit ihr bin ich schon wieder über 23 Jahre zusammen.

Albus

Wie haben Sie, Frau Fink, Ihren Mann kennengelernt?

Frau Fink

Rein zufällig. Wir haben uns vorher nie gesehen, haben nur telefoniert miteinander. Es war ein rein geschäftlicher Kontakt. Aber wir haben uns sympathisch gefunden. Zu der Zeit habe ich bei der Glashütte in Budenheim gearbeitet. Helmut hat dann gemeint, wir könnten doch mal mit einander etwas trinken gehen. Das haben wir dann gemacht. Und jetzt sind wir zusammen.

Albus

Wie ging das weiter? Haben Sie geheiratet?

Frau Fink

Nein, nein. Wir haben erst vor zwei Jahren geheiratet. Wir hatten vorher nie das Bedürfnis nach einer Heirat. Wir haben zwar ein paar Mal darüber gesprochen. Ich war ja auch verheiratet und habe von meinem Mann Rente gehabt. Das war ein schönes Nebeneinkommen. Nachdem Helmuts Krankheit ausgebrochen war, war ich schon davon angetan, seine Frau zu werden. Ich wollte als „Frau Fink“ weiterleben.

Albus

Haben Sie in der langen Zeit auch Kinder bekommen?

Frau Fink (lacht)

Nein! Er hatte drei und ich hatte zwei. Und wir sind heute noch alle in enger und bester Verbindung miteinander.

Herr Fink

Die haben mich auch alle hier schon besucht. Die sind voll integriert.

Albus

Das heißt also nicht: „Meine Kinder, deine Kinder“, sondern „unsere Kinder“?

Frau Fink

Ja! Wenn seine Tochter da ist, dann ist das meine Tochter, und wenn meine Tochter da ist, dann ist das seine Tochter.

Albus

Gehen wir nochmal einen kleinen Schritt zurück. Zu der Zeit vor Ihrem Eintritt in den „Traumberuf“ bei der AZ.

Herr Fink

In der Zeitung habe eine Anzeige gelesen: „Statistiker gesucht“. Ich hatte von Statistik zwar keine Ahnung, habe mich aber immer unwahrscheinlich für Zahlen und Statistiken interessiert … (Hat Mühe weiterzusprechen)

Frau Fink

Ich glaube vierzig Jahre hast du dann dort gearbeitet …

Herr Fink

Über vierzig Jahre! Mit 22 bin ich eingetreten und mit 63 ausgetreten. Ich war bei der Rhein-Main-Presse immer im Büro. Zuerst war ich Sachbearbeiter in der Anzeigenberechnung. Das war viele Jahre so, und die Arbeit hat mir große Freude gemacht. Der Anzeigenchef war glücklich und sehr zufrieden mit mir. Dann wurde das EDV-System eingeführt. Da war ich „dran“, weil ich der geeignete Mann war. (Muss trinken, weil ihm die Stimme versagt) …

Albus

Sie erzählen ja jetzt von dem, was man als „Lebensstrecke“ bezeichnen kann. Da treibt man alles Mögliche und es treibt einen alles Mögliche um. Schon in der Jugendzeit, in der man Beziehungen knüpft und manches andere versucht. Aber im Blick auf die Lebensstrecke frage ich, was außer dem Beruf oder der Familie für Sie besonders wichtig war, was Sie innerlich und äußerlich beschäftigt, umgetrieben, in Bewegung gebracht und gehalten hat.

Herr Fink

Als ich Erika kennengelernt habe, sind wir viel gereist. Das hing schon damit zusammen, dass Erikas Tochter in Mexiko war.

Frau Fink

Vorher waren wir auch oft in Paris, weil Helmuts Tochter in Paris lebte.

Herr Fink

Wir haben auch Reisen mit den Enkeln unternommen. Sechs Enkel haben wir und einen Urenkel.

Albus

Noch einmal: Was hat Sie in den Jahren besonders interessiert? Wie haben Sie miteinander gelebt?

Herr Fink

Wichtig war für mich die Welt der Pflanzen. Ich bin ein Pflanzenforscher – in Anführungszeichen. Es gibt im Mainz einen Verein, der heißt „Cyperus“ – das ist ein Pflanzennamen. Der Verein interessiert sich für Aquarien, Terrarien und Naturgärten. Im Verein habe ich oft über Pflanzen referiert.

Frau Fink

Anfangs war er ja Aquarianer. Dadurch ist er in den Verein gekommen. Aber dann hat er für die Aquaristik weniger Interesse gehabt und hat sich auf die Pflanzen- und Gartenseite verlegt, hat am Aufbau eines historischen Gartens in Mainz-Kastel mitgearbeitet. Dabei ging es um die Rekonstruktion eines Gartens aus der Zeit Karls des Großen. Das war einer der wenigen Gärten, die es dazu in Deutschland gibt, ein historischer Garten, in dem Pflanzen aus der Zeit Karls des Großen wachsen. Wir sind herumgereist und haben auch in Aachen den Garten angeschaut. Stolz sind wir darauf, dass wir mehr Pflanzen in unserem Mainzer Garten haben als die Aachener. Der lateinische Name heißt: capitulare de villis , nach Karl dem Großen.

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