Wolfgang Flür - Ich war ein Roboter

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Als Pioniere des Elektronischen Minimalismus waren Kraftwerk in den 70er und 80er Jahren Vorbild unzähliger Bands von Depeche Mode bis OMD, The Prodigy und Fat Boy Slim. Mit Stücken wie «Autobahn», «Wir sind die Roboter» oder «Das Model» haben sie die Grenzen dessen durchbrochen, was man damals im Allgemeinen als Pop bezeichnete. 1973 fanden die Kraftwerk-Gründer Florian Schneider-Esleben und Ralf Hütter in Wolfgang Flür einen perfekten Drummer, der bis 1986 bei der Gruppe blieb.
In diesem Buch, das hier in überarbeiteter und erweiterter Fassung vorliegt, berichtet er von seiner bewegten Zeit in einer der weltweit innovativsten Bands und erzählt aus seinem Leben, nachdem er von den Robotern Abschied genommen hat.

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Mit einem abgewrackten VW-Bus machten wir während der Schulferien 1966 und 1967 Tourneen an die Nordküste. Wir spielten im Ostseebad Dahme in einem Strandcafe nachmittags zum Tanztee und kürten unsere ›Miss Beathovens‹, eine androgyne Pariserin mit süßem Courrège-Haarschnitt, die immerhin schon zehn Jahre älter war als ich. Spitz wie der Eiffelturm vernaschte sie mich sofort danach - très delicat - auf ihre ganz französische Art in ihrem Zimmer, das sie als Hauswirtschafterin in einem Hotel hatte, und sie gab mir Unerfahrenen ›leçons erotique‹, dass ich heiße Ohren und was sonst noch alles bekam ...

Ich hatte meinen ersten weiblichen Fan und die kokette Mademoiselle reiste mir später sogar nach Düsseldorf hinterher, um sich bei meinen Eltern vorzustellen und um ihre Besitzansprüche an mich geltend zu machen. Mann, war mir das peinlich! Eine erwachsene Frau stand im scharfem Chanelkostümchen, Pelzkäppi und schlanksten Beinen in spitzen Lackpumps im Flur unserer Wohnung und hielt charmant selbstbewusst vor den Anwesenden um meine Hand an. Im Erdboden wäre ich am liebsten versunken. Sie wollte mich doch tatsächlich heiraten, das zuckrige Dämchen. Aber ich und heiraten? Da lachten ja die Hühner, ‘ne Krise bekam ich vor so was!

Weil keiner von uns Musikern den Führerschein hatte, musste mein älterer Bruder Gregor unseren VW-Bus fahren, den wir ›Flummi‹ tauften, weil er keinerlei funktionierende Stoßdämpfer mehr besaß und auf der Straße schlicht wie ein Gummiball hüpfte. Absolutes Highlight der Beathovens, deren Namen Rüdiger und ich übrigens während einer Chemiestunde kreiert hatten, war unser Auftritt als Vorgruppe eines Konzerts der deutschen Lords und der englischen Who mit ihrem immer noch stotternden Roger Daltrey in der Düsseldorfer Rheinhalle. Wir hatten uns für diesen Auftritt sogar extra beim exklusiven Herrenausstatter Seelbach orangefarbene Feincordjacketts gekauft und traten elegant mit weißen Hemden und schwarzen Krawatten auf. Es war uns sehr wichtig, dass das Bild der Beathovens auf keinen Fall rockerhaft wirkte. Die Who zertrümmerten damals nach jedem Konzert ihre Anlage und ihre Gitarren. Ich hatte aber bei den Proben nachmittags auf der Bühne dazugestellte leere Lautsprecherboxen und Marshall-Verstärker neben den echten entdeckt. Es war also nur ein Fake, alles nur Show.

Die Who zelebrierten einen ultralauten, anarchischen Auftritt, der mein ganzes Weltbild von Gehorchen, keine Widerworte geben und nicht Aufmucken erschütterte. Nun bekam ich selbst Mut, meine Wut rauszulassen. Unzweifelhaft hatte diese frühzeitliche englische Punkband mir dabei geholfen, dass ich mir in Zukunft nichts mehr gefallen lassen wollte. Die Who zertrümmerten an jenem Abend nur Leergehäuse und Billiginstrumente, die sie am Ende ihrer Show schnell ausgewechselt hatten. Einen Frevel an ihren teuren Verstärkern und den feinen Gitarren hätte ich damals auch nicht verstanden oder akzeptiert. Was die Who da so symbolisch zerschlugen, hatte ich aber schon verstanden und es war ein deutliches Zeichen für mich, meinen musikalischen Weg nun auch gegen den Willen meiner Eltern zu gehen. Nach dem Konzert kam der Schlagzeuger der Lords in unsere Garderobe und lobte uns: »Jungs, ihr habt ja richtig Format.« Wir waren überglücklich. Wie wichtig war uns doch ein Lob, dazu von jemandem, der uns auch beurteilen konnte.

Eine richtige Beat-Szene hatte sich in der Stadt gebildet, und die lokalen Zeitungen berichteten immer öfter über uns und die konkurrierenden Gruppen. Ich gründete bald darauf mit Freunden die wesentlich wüstere Band Fruit. Wir hatten die sanften Beathovens auflösen müssen, weil unser Gitarrist, vor seiner Einberufung zum Wehrdienst nach Kanada geflohen war. Ohne Rüdiger war der Geist aus den Beathovens raus, es war nicht mehr gut ohne ihn. Mit Fruit waren wir allerdings zur schärfsten Konkurrenz für die noch chaotischeren Harakiri Whoom geworden, deren Sänger ein noch unbekannter Schauspielersohn war, Marius Müller-Westernhagen. Auch Harakiri Whoom spielten Musik der englischen und amerikanischen Bands nach. Marius war ein vortrefflicher Imitator von Rod Stewart und Steve Marriott, und wie ich finde, hört man das auch heute noch ganz gut heraus.

Erst mit den Spirits of Sound, meiner letzten Amateurband, begann Ende der 60er Jahre eine Ära, in der wir eigene Songs entwickelten. Mit dabei waren der begnadete Gitarrist Michael Rother und der Sänger Wolfgang Riechmann, ein charismatischer und humorvoller Musiker, der später Opfer eines Mordanschlags wurde, tragischerweise kurz bevor sein wunderbares Debütalbum Riechmann Wunderbar auf Sky Records veröffentlicht wurde. Es war die Zeit der Hippies und der Twiggy-Mode, und wir spielten als Spirits auf der legendären ›Teenage-Fair‹, einer Jugendveranstaltung der Düsseldorfer Messe, neben englischen Stars wie Steve Marriot, Eric Burdon, den Small Faces und Humble Pie mit Peter Frampton. Der berühmte deutsche Filmregisseur Kurt Hoffmann entdeckte uns dort auf dem Gelände und verpflichtete uns zur Mitwirkung bei seinem wohl unnötigsten und erfolglosesten Film, Ein Tag ist schöner als der andere, mit der Schauspielerin Vivi Bach.

Trommeln war mein ganzes Leben geworden, und ich verprügelte mein Schlagzeug nun ebenso schlimm wie Keith Moon von den Who. Je wütender ich war, desto besser spielte ich Schlagzeug, und bei Liebeskummer, den ich in jenem Alter nur all zu oft hatte, schlug ich meine ganze Traurigkeit in die teuren Felle. Oft ging ich nach nächtelangen Sessions in viel zu engen Clubs und nach viel zu vielen Zigaretten klatschnass durchschwitzt und mit blutenden Händen nach Hause. Ich war so dünn damals, hatte kaum Substanz und nahm regelmäßig in solchen Nächten noch Kilos ab. Es war eine extrem ungesunde, aber kameradschaftliche Zeit, die ich danach nicht mehr so haben sollte. Meine Musikerfreunde ersetzten mir die Familie, von der ich mich zunehmend unverstanden fühlte und immer mehr absonderte. Meinen Eigensinn konnte man dort nicht als etwas Wertvolles und Förderungswürdiges erkennen. Ich entwickelte mich zum Rebellen und setzte gnadenlos und oft jähzornig meine Ziele durch, sehr zum Leidwesen meiner Eltern, die mich Quergeist immer weniger erziehen konnten. Ich war anstrengend und unbequem geworden, lehnte einfach alles ab, was mit ihren Werten und ihren bürgerlichen Bindungen zu tun hatte. Ich wollte nicht ihre Zeiten einhalten, konnte schon gar nicht ihre übertriebene Ordnung nachvollziehen, musste unbedingt alles anders machen und ständig provozieren. Ein Beatnik war ich mit all meiner jugendlichen Kraft, und ich wollte das auch zeigen. Also lief ich mit schwarzem Rollkragenpullover, schwarzer Slop-Hose und dunkler Sonnenbrille herum, obendrein mit immer länger werdenden Haaren. So gefiel ich mir. So fühlte mich verbunden mit den Musikern der englischen Pop-Szene. So gefiel ich aber gar nicht mehr meiner Mutter, die in der Öffentlichkeit immer mehr Abstand zu mir hielt, weil ich ihr einfach zu peinlich geworden war.

Mit 21 Jahren ging es nicht mehr weiter mit unserem Zusammenleben in der eng gewordenen Brüderbude. Noch immer hatten wir nur ein einziges Zimmer für uns und natürlich keinerlei Privatsphäre. Die einstmals geliebte Gemeinschaft erdrückte mich und ich beschloss, auszuziehen. An einem Sonntag im Frühjahr 1968 um sechs Uhr morgens hatte ich mich mit meinen Freunden verabredet. Sie warteten pünktlich unten auf der Straße mit unserem VW-Bully, während ich mich leise anzog und meine wenigen Habseligkeiten zusammenpackte. Meine beiden Brüder schliefen noch und ich versuchte, niemand zu wecken. In der Diele kam mir allerdings meine Mutter im Morgenmantel entgegen und erkundigte sich aufgeregt flüsternd, wo ich so früh am Sonntag hinwolle. Sie hatte ein mütterliches Gespür für die Situation und ahnte eine schmerzliche Veränderung für die Familie. Als ich ihr sagte, dass ich gehen würde, fing sie an zu weinen und wollte mich daran hindern, die Wohnungstür zu öffnen. Es wurde laut zwischen uns. Meine Brüder waren aufgewacht und verstanden nicht so recht, was los war. Mein Vater blieb bequem in seinem Bett. Und stumm. Er wollte von meinem Fortgang nichts wissen. Er nahm mich sowieso nicht wahr. Zuletzt hatte ich ihm nur noch Zettelchen hingelegt, wenn ich ihm etwas mitzuteilen hatte. Mit Tränen in den Augen schob ich meine geliebte Mutter hart beiseite und tat, was ich tun musste - meinen eigenen Weg gehen.

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