Wolfgang Flür - Ich war ein Roboter

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Als Pioniere des Elektronischen Minimalismus waren Kraftwerk in den 70er und 80er Jahren Vorbild unzähliger Bands von Depeche Mode bis OMD, The Prodigy und Fat Boy Slim. Mit Stücken wie «Autobahn», «Wir sind die Roboter» oder «Das Model» haben sie die Grenzen dessen durchbrochen, was man damals im Allgemeinen als Pop bezeichnete. 1973 fanden die Kraftwerk-Gründer Florian Schneider-Esleben und Ralf Hütter in Wolfgang Flür einen perfekten Drummer, der bis 1986 bei der Gruppe blieb.
In diesem Buch, das hier in überarbeiteter und erweiterter Fassung vorliegt, berichtet er von seiner bewegten Zeit in einer der weltweit innovativsten Bands und erzählt aus seinem Leben, nachdem er von den Robotern Abschied genommen hat.

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Dämmerlicht und zarteste Geräusche liebte ich besonders beim samstäglichen Beichtgang in unserer katholischen St.-Joseph-Kirche. Dem neugierigen Kaplan im intimen Beichtstuhl meine Sünden der Woche zu verraten, war hingegen für mich immer äußerst beschämend. Aus Wut log ich ihm deshalb oft schlüpfrigste Verfehlungen gegen den christlichen Katechismus vor, so dass ihm hinter dem aus Holz geschnitzten Gesichtsgitter die Schweißperlen auf die Stirn traten. Wir hatten die perfekte Symbiose. Er wollte ausführlichst ›diese Schmiersachen‹ gebeichtet bekommen, ich dagegen wollte eine lange Bestrafung erreichen. Zehn ›Vaterunser‹ und noch einmal zehn ›Gegrüßet seist Du, Maria‹ waren das Mindeste, was ich als Buße suchte. Dann flitzte ich zufrieden aus dem Beichtstuhl und suchte mir auf der Frauenseite eine Alte, die sich dort zum Gebet niedergelassen hatte. Ich kniete mich ganz nah neben sie in die Bank und faltete meine Händchen, kaum fähig über die Kirchenbank zu reichen. Ich schloß meine Augen und konzentrierte mich ganz auf das Geräusch ihrer flüsternden Lippen. Die Frauen beteten ganz leise ihren Rosenkranz, der aus Glasperlen aufgefädelt war. Das leise Klickern der Perlen und ihr Flüstern war es, was ich suchte. Im spätnachmittäglichen Halbdunkel der Kirchengewölbe und im Anblick des rubinroten ewigen Lichts auf dem Hochaltar und berauschender Farben der buntgläsernen Kirchenfenster hatte ich es einmal erlebt, wie eine Frau, nachdem sie ihren Mittelfinger zärtlich an der Zungenspitze beleckt hatte, so sanft das Seidenpapier ihres kleinen, goldumrandeten Gebetbuches umblätterte, dass mir das zarte Knistern der hauchdünnen Seiten eine genüßliche Gänsehaut und einen steifen Penis bereitete. Ich suchte mir immer wieder diese lustvolle Gelegenheit aus Klickern, Knistern und leisem Geflüster. Wohlige Schauer liefen mir jedesmal den jungen Rücken herunter, und ich konnte nicht genug davon bekommen. So war ich immer froh, wenn ich lange Buße tun durfte, konnte ich mich doch immer wieder dieser sündigen Lust aus zartem Hören hingeben und vor allem länger draußen bleiben.

Mit zehn entdeckte ich die weite Welt des Transistors. Mein großer Bruder hatte von der Schule ein paar Teile mitgebracht, einen Kristalldetektor, eine Diode, eine kleine Spule und ein Potenziometer, mit denen man ein funktionierendes Radio zusammenlöten konnte. Über eine simple Antenne war das Gedrähte tatsächlich fähig, Radiowellen aus dem Äther einzufangen, die man dann per Kopfhörer in die Lauscher schicken konnte. Ich glaube, wir bekamen nur Mittel- oder Langwelle herein, und die kratzte und rauschte ganz schön. Aber mit Geduld und Fingerspitzengefühl am Poti gedreht, konnte man durchaus etwas Hörbares erreichen. Das war höchst spannend. Mit solch wenigen Teilen ein eigenes kleines Radio zu bauen und richtig Töne zu hören, die von irgendwoher weit draußen kamen, das haute mich echt um, das brachte meine Fantasie zum blühen. Ich wollte nun unbedingt, wie das bei Geschwistern ja immer so ist, ein eigenes ›Spion-Radio‹ haben, wie ich es nannte. Kurz darauf, das war so um 1957, entdeckte ich dann auf dem Schulweg im Schaufenster eines Radiohändlers die Perfektion der physikalischen Hausaufgabe meines Bruders - ein modernes japanisches Transistorradio. Es hatte sogar schon einen kleinen eingebauten Lautsprecher und eine verchromte Teleskopantenne. Auf dieses Kästchen hatte ich es abgesehen wie wild. Ich weiß noch ganz genau, dass es etwas mehr als zehn Mark gekostet hat - eine Unmenge Geld für mich - und es war aus weißem Plastik mit einem gerasterten Tuningrad hinter einer im Deckel eingelassenen Lupe, auf der man die vergrößerten Frequenzzahlen der Sender ablesen konnte. An einer hübsch geflochteten Schnur hielt man das kleine Gerät in der Hand und ich konnte so schön damit angeben, wenn ich draußen herumlief. Das war modern und es schmückte mich vor meinen Freunden. Zusätzlich besaß es noch einen Ohrhöhrer, mit dem ich abends unter meiner Bettdecke, verborgen vor meinen Brüdern, die Sender durchforsten konnte. Am liebsten hörte ich die Kurzwelle. Da kamen fremde Sprachen und neue Klänge aus aller Welt herein. Dabei entdeckte ich, dass ich viel Spaß hatte an Musik unterschiedlichster Art. Im abgelegensten Winkel des großen Gartens meiner Oma hatte ich mir hinter den Stachelbeersträuchern eine Geheimecke ausgesucht, in der ich mich sonntagnachmittags stundenlang aufhielt und am Pegelrad drehte, immer auf der Suche nach einem fremden Klang. Menschliche Stimmen hatten es mir besonders angetan. Die hatten was zu melden, selbst wenn ich es inhaltlich oft nicht verstand.

Einmal war ich erkältet und musste mit hohem Fieber im Bett bleiben, während mein Zwillingsbruder ohne mich zur Schule ging. Im Kinderzimmer hörte ich in unserem großen Radio Marke Saba in der Fieberhitze Aram Khatchaturians ›Säbeltanz‹ aus dem Monolautsprecher. In meiner blühenden Fantasie sah ich die Derwische auf ihren Pferden durch die Puszta wirbeln und mit den Säbeln rasseln. Die Komposition hatte etwas gerührt in mir, das meiner Seele nah war. Was ich spürte, wollte ich immer wieder spüren. Eine Schallplatte musste auf mein heftiges Drängen hin besorgt werden, und von da an nervte ich meine Geschwister mit dem ständigen Abspielen des ungestüm dramatischen Epos auf unserem Phillips-Plattenkoffer, den mein älterer Bruder im Kinderzimmer zum Hören seiner Schlagerplatten benutzte.

Khatchaturians Komposition gefiel mir viel besser als der nachgeäffte Rock‘n‘Roll des Schlagersängers Peter Kraus, den mein Bruder gerne hörte. Gregor hatte schon früh ein Telefunken-Tonbandgerät. Mit diesem TK 17 haben wir bald unsere eigenen Hörspiele inszeniert und mit Geräuschen ausgeschmückt. Alles was sich mit dem Mikrofon aufnehmen ließ, sammelten wir ein, und wir erzählten selbst erfundene Geschichten mit verstellter Stimme. Mein Interesse an Klängen wuchs ständig. Ich wollte bald ein Instrument spielen. Eine Trompete sollte es anfangs sein, weil die so laut war. Dann wollte ich ein Klavier haben, später wiederum eine Gitarre. Aber bei meinen konservativen Eltern fand ich zunächst kein Gehör für derlei Zeitvertreib. Außerdem verdiente mein Vater damals nicht so viel Geld, als dass er mir meine ständig wechselnden Instrumentenwünsche ohne Weiteres hätte erfüllen können.

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VOM BEATNIK ZUM MOD

Düsseldorf, April 1958 +++ Meine Familie zog vom Deutschen Eck in der grünen Rheinlandpfalz in die gläserne Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen, und als ich vier Jahre später getrennt vom Zwillingsbruder auf einer der Realschulen Düsseldorfs war, unterstützte unsere blonde Englischlehrerin die Musizierlust ihrer Jungs mit Begeisterung und Weitsicht. Wir mochten die attraktive Menzen, die uns pubertierenden Bengels so gern ihre scharfe Figur präsentierte. Dazu setzte sie sich beim Abfragen der Vokabeln vor der ganzen Klasse auf das Lehrerpult und schlug ihre wohlgeformten Beine übereinander. Ihr enger Kostümrock rutschte dabei oft gefährlich hoch und ich nahm das reibende Geräusch ihrer Nylonstrümpfe wahr, das mir eine wohltuende Gänsehaut bereitete. Durch den erotischen Einfluss unserer hübschen Lehrerin waren wir alle sehr gut in Englisch, denn wir liebten ihren ungezwungenen Unterricht. Die Menzen gewann uns dafür, eine Band zu gründen, um die Lieder zu begleiten, die wir in ihren Stunden manchmal zusammen sangen. Korrekte englische Aussprache sollte dabei geübt werden. Gospels wie, ›Swing Low, Sweet Chariot‹ oder ›My Bonny Is Over The Ocean‹ waren beliebte Übungen. Mein Banknachbar Rüdiger spielte dabei eine Klampfe, unser Klassensprecher Hans-Peter rasselte mit Vaters Rumbakugeln, der hübsche Jürgen spielte Banjo und ich meine Mundharmonika, der wir hinten ein Mikrofon angeklebt hatten und sie damit über den Plattenspielereingang unseres Radios verstärkten. Wir hatten unsere erste Combo gegründet - die Bellows. Im Radio spielte gleichzeitig der erste Beatlessong ›Love me Do‹.

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