Wolfgang Flür - Ich war ein Roboter

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Als Pioniere des Elektronischen Minimalismus waren Kraftwerk in den 70er und 80er Jahren Vorbild unzähliger Bands von Depeche Mode bis OMD, The Prodigy und Fat Boy Slim. Mit Stücken wie «Autobahn», «Wir sind die Roboter» oder «Das Model» haben sie die Grenzen dessen durchbrochen, was man damals im Allgemeinen als Pop bezeichnete. 1973 fanden die Kraftwerk-Gründer Florian Schneider-Esleben und Ralf Hütter in Wolfgang Flür einen perfekten Drummer, der bis 1986 bei der Gruppe blieb.
In diesem Buch, das hier in überarbeiteter und erweiterter Fassung vorliegt, berichtet er von seiner bewegten Zeit in einer der weltweit innovativsten Bands und erzählt aus seinem Leben, nachdem er von den Robotern Abschied genommen hat.

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Und noch etwas Aufregendes geschah 1962: An einem milden Märzabend hörte ich zum ersten Mal den sensationellen neuen Stereoton. Es war die revolutionäre Erfindung genialer Toningenieure, welche das zukunftsweisende Medium in jenem Jahr auf der Berliner Funkmesse der Welt präsentierten. Gregor, mein älterer Bruder, war durch seine Messdienertätigkeit in unserer St. Rochus Pfarrei mit dem jugendnahen Pfarrer befreundet, und dieser hatte bald den ersten Stereo-Kofferplattenspieler von Dual gekauft, auf dem er uns Jungs im Versammlungszimmer des Pfarrhauses die ›Nussknackersuite‹ von Peter Iljitsch Tschaikowsky und Bedrich Smetanas ›Die Moldau‹ vorspielte. Mann, war das ein ergreifendes Erlebnis! Kann sich heute kaum noch einer vorstellen, wie wir früher immer Mono gehört haben. Und nun konnte man im Panorama zwischen zwei in reichlich Entfernung von einander aufgestellten Lautsprecherboxen richtig orten, wo die einzelnen Instrumente im Orchester platziert waren. Die musikalisch-technische Demonstration war ein Hochgenuss für uns Jugendliche und sie beeindruckte mich so nachhaltig, dass ich den Erfindern auf meinem Time Pie-Album sogar einen Song widmete - ›Stereomatic‹.

Meine Eltern hatten in Düsseldorf-Lohhausen einen Schrebergarten. Einmal kam ich auf dem Weg von dem Gelände am Vereinshaus der Gartenanlage vorbei, da probte dort, gut sichtbar hinter einer großen Glasscheibe, eine elektrisierende Gitarrenband. Es waren schon erwachsene Musiker, die professionelle Klangverstärker und ein komplettes Schlagzeug hatten. Songs von den Spotniks wurden gespielt und von anderen damals aktuellen Gitarrenbands. Das klang so perfekt, so knackig elektrisch, und der Gitarrist spielte sein Instrument mit einem tollen Echoeffekt im Stereo-Panorama. Völlig fertig machte mich das, wie eingeübt und modern die klangen.

Als ich im Keller unserer Schule den Proberaum einer Skiffle-Band mit einem Schlagzeug entdeckte, war es endgültig um mich geschehen. Die Trommeln hatten solch einen tollen Knall, dass ich augenblicklich Schlagzeuger werden wollte. Es dauerte aber noch eine Weile, bis mein strenger Vater meinem Zwillingsbruder und mir erlaubte, während der Schulferien in der gegenüberliegenden Altbierbrauerei Dietrich zu arbeiten, um ein wenig Geld zu verdienen. Als Sechzehnjähriger konnte ich so 1963 mein erstes kleines Schlagzeug kaufen und mit Freunden aus meiner Schule die Beathovens gründen – Rüdiger Kornblum/Rhythmusgitarre, Detlev Henschek/Sologitarre, Heinz Peitzker/Bass und ich selbst am Schlagzeug. So gut es ging, kopierten wir die Beatles und andere Gruppen aus England, die wir zu jener Zeit ständig im Radio hörten. Wir machten es zum samstäglichen Ritual, uns bei Rüdiger zu Hause zu treffen und nachmittags um vier Uhr die britische Top-Twenty-Hitparade bei 1604 Megaherz auf dem Mittelwellenband von Radio Luxemburg, unserem absoluten Lieblingssender, zu analysieren.

Im November 1965 ging ich jedoch einmal fremd. An einem trostlosen Samstagnachmittag hörte ich gelangweilt mit mir selbst, bei uns zu Hause ausgerechnet im englischen Besatzersender BFBS im Wohnzimmer unserer selten freien Wohnung einen Song der topneuen Gruppe The Who, während ich mir voller achtzehnjähriger Leibeslust genüsslich einen runterrieb, um dem grauen Tag noch etwas fröhliches abzuringen. Da stotterte doch tatsächlich einer seinen Text im Radio und versuchte sich immer wieder an den Worten ›my ge-ge-ge-generation‹. Aufgewühlt von der Fremdartigkeit des Songs und stöhnend vor Lust, spritzte ich im wertvollsten Zimmer meiner Eltern mit befreiender Wohltat mein Sperma bogenweise über das edle Rokkokosofa, auf dem ich mit heruntergelassener Hose saß, nicht ahnend, dass der Song die bedeutendste Teenagerhymne aller Zeiten werden würde. Nicht zu fassen war für mich, dass man jetzt auch schon Stotterer in die Plattenstudios ließ und ihre Sprachübungen in den Äther sendete. Die revolutionäre Band war vollkommen neu für mich und warf alles über den Haufen, was ich bis dahin für gute Popmusik gehalten hatte. Wir waren doch sehr geprägt vom Schöngesang der Beatles mit ihren frühen Simpeltexten. Hier aber brüllte eine Gruppe ihren ganzen jugendlichen Zorn und ihre Frustration auf die Bürgerlichen heraus, die so gar kein Verständnis für spermaverklebte Polster ihrer Repräsentationsmöbel hatten. Ich hatte noch meinen zuckenden Liebling in der Hand, als mich während des süßen Leerlaufens Genugtuung überfiel angesichts des frisch besudelten Stoffes. Am liebsten hätte ich noch viel mehr der dekorativen Einrichtung im Schönzimmer meiner Eltern verdorben, dessen Pflege und Instandhaltung sie mehr Energie und finanziellen Aufwand widmeten als der Talentförderung von uns Kindern. Ich hatte jedoch nichts mehr im ›Tank‹ und außerdem befürchtete ich die Entdeckung meiner Frevelstat. Der Rest des Nachmittags ging deshalb auch weniger lustvoll mit dem Abwaschen, Bürsten und Trocknen des edlen Damaststoffes drauf. Die wuchtige Musikalität der Who indes tat mir gut, und gerade das revoltierende Ende von ›My Generation‹ war wie eine Offenbarung für mich, der ich selbst so viel Wut auf meinen Vater in mir hatte, von dem ich nie hörte, dass er mich liebt, der nicht zu mir hielt, der mir hinterhältig meine erste große Liebe zerstören wollte und von dem ich immer nur zu hören bekam »aus dir wird ja doch nichts«, wenn es zu Hause um meine in seinen Augen nutzlose Musik ging. Die Who sprachen krass meine Sprache in der freien Übersetzung ihres Songs:

MEINE GENERATION

Menschen, versuchen uns zu unterdrücken

rede über meine Generation ...

nur, weil wir zurechtkommen und uns mucken

rede über meine Generation ...

Sachen, die sie machen, schrecklich kalt

rede über meine Generation ...

hoffentlich sterb‹ ich, bevor ich alt

rede über meine Generation ...

Das ist meine Generation

Das ist meine Generation, Baby

Warum verzieht Ihr euch nicht alle?

rede über meine Generation ...

und versucht nichts, kriegt nichts auf die Schnalle

rede über meine Generation ...

’nen großen Aufstand draus machen - nicht meine Option

rede über meine Generation ...

ich rede nur über meiner Generation

meine Generation

rede über meine Generation ...

meine Generation

das ist meine Generation, Baby

Rüdiger, unser Gitarrist, besorgte uns immer die interessantesten Songs als Single-Schallplatte aus einem Plattenladen an der oberen Königsallee, wo er in der Nähe seine Ausbildung als Bankkaufmann machte. Dann übten wir diese Lieder in einem kleinen Beat-Keller des Hauses eines unserer Klassenkameraden in der Kapellstrasse ein. Dort war unser Reich. Dort probten wir, dort träumten wir, dort rauchten wir Zigaretten wie die Irren. In kurzer Zeit entwickelten sich The Beathovens zu einer der besten Coverbands in Düsseldorf und Umgebung. Wir spielten auf wüsten Schulfeten, in dubiosen Clubs und auf Privatfesten. Alles, was wir dabei verdienten, steckten wir akribisch in unsere Anlage, die wir auf Teilzahlung beim Düsseldorfer Musikhaus Jörgensen gekauft hatten.

Zu einer festen Einrichtung wurden unsere samstäglichen Heimspiele im ›Youth Club‹ der englischen Rheinarmee. Der Club war die beliebteste Adresse der Düsseldorfer Jugend, die sich an den Wochenenden austoben wollte. Mitten im Nordpark lag das flache Gebäude der Militärbesatzer, direkt neben ihrem eigenen Globe-Kino und Warenhaus auf britischem Territorium. Die Kinder der Engländer und der Düsseldorfer hatten hier einen Treffpunkt, wo sie sich bei Musik und Tanz kennen lernen und vergnügen konnten. Wir Beathovens avancierten schnell zur beliebten Hausband, da wir immer aktuellste Beat-Musik spielten. Zum Abkühlen und Knutschen konnten die Paare zwischen den Tänzen direkt nach draußen in den Park laufen. Während der warmen Sommernächte war gegenseitiges Befummeln und Petting in den buschigen Grünanlagen sehr angesagt, allerdings störten patroullierende MPs oft die Pärchen mit ihren starken Taschenlampen und jagten die Aufgeschreckten aus den Sträuchern. Da ich immer trommeln musste, konnte ich leider nicht mitmachen, hätte mich aber auch gerne mit meiner damaligen Freundin in die Sträucher verdrückt.

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