Rasso Knoller - Lesereise Hongkong

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Hongkong zieht Besucher aus der ganzen Welt in seinen Bann. Rasso Knoller und Erik Lorenz spüren den vielen Gesichtern der Stadt nach – einer Metropole der Rekorde mit ihrem Meer aus Wolkenkratzern, einer Megacity, die nie zur Ruhe kommt. Die Autoren ergründen, warum Feng-Shui-Experten dafür sorgen, dass in so manchem Wohnblock ein großes «Flugloch» eingebaut ist. Sie finden heraus, welche Befindlichkeiten traditionsbewusste Ärzte mit getrockneten Geckos in Kohlsuppe kurieren. Und sie probieren kulinarische Delikatessen von Dim Sum bis Schwalbennest. Mit sicherem Blick für das Außergewöhnliche beschreiben Rasso Knoller und Erik Lorenz eine Stadt, in der Tradition und Moderne eine faszinierende Symbiose eingegangen sind.

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Abends ist die Skyline besonders schön, wenn sich die Lichter der Giganten im Wasser des Victoria Harbour spiegeln. Und als würde das allein nicht schon genügen, werden die Hochhäuser bei der »Symphony of Lights« ins beste Licht gesetzt. Eine Viertelstunde tanzen dann bunte Lichter über der Stadt, Suchscheinwerfer erhellen den Himmel und Laserbeamer versetzen die Betrachter in eine Traumweltatmosphäre. Damit auch das Ohr was zum Genießen hat, untermalt man das Ganze mit Musik. Bei so viel Show gerät so mancher Großstadtromantiker ins Schwärmen. Und weil man in Hongkong bei allem, was man tut, nach den Topplätzen strebt, freut man sich sicher, dass das eigene Lichtspektakel vom Guinness-Buch der Rekorde als »größte dauerhaft stattfindende Lichtshow der Welt« ausgezeichnet wurde. Wenn dann in all dem Lichterschein noch eine alte Dschunke durchs Wasser tuckert, wird auch der abgeklärteste Reisende zum Hongkongfan. Freilich ist die vermeintlich alte Dschunke »nur« ein Touristenschiff auf Ausflugsfahrt. Der Optik tut das aber keinen Abbruch. Und wenn die Dschunke mal nicht unterwegs ist, geben auch die alten Fähren der Star Ferry einen guten Vordergrund ab.

Tagsüber hat man in den Hochhausbüros so gar keinen Sinn für Romantik. Hongkong ist nämlich auch eine Metropole des Geldes, in der jeder dem Gott des Mammons seine Aufwartung macht. Alle großen Banken haben hier standesgemäß in die Höhe gebaut. Die HSBC beispielsweise – was ausgeschrieben Hongkong and Shanghai Banking Corporation heißt. Oder die Bank of China. Beide Bankhäuser liefern sich aber nicht nur ein Rennen um Rendite, sondern auch eines ums Prestige. Die einen ließen ihren Wolkenkratzer deshalb von Sir Norman Foster planen, die anderen von I.M. Pei. Die bekanntesten Architekten der Welt sind für Hongkong gerade gut genug.

Die Stadt wirkt wie im Rausch, immer aktiv, immer unter Strom. Pausen sind auf dem Weg zum Glück nicht erlaubt. Oder nur dann, wenn es gar nicht anders geht. Deswegen passt ein schlafender Händler zwischen den Auslagen seines Marktstands durchaus ins Bild. Dort legt nämlich kein Tunichtgut den Kopf auf die Arme, sondern einer, der schon zwölf Stunden Arbeit hinter und noch einige vor sich hat. Schlendernde Menschen, entspannte Promenierer und Tagträumer sieht man selten. »Zeit ist Geld«, dieser Spruch gilt in Hongkong noch mehr als anderswo. Das erklärt auch den scheinbaren Widerspruch, warum es in Hongkong so viele Galerien gibt, aber trotzdem keine Kunstszene: Um ein Gemälde zu malen und auch um es wertschätzen zu können, brauchte man Zeit. Die aber hat niemand. Um ein Bild zu kaufen, womöglich das eines bekannten Künstlers zu Anlagezwecken, braucht man dagegen »nur« Geld. Und davon gibt es in Hongkong genug.

Ein Leben unter dem Hongkonger Dauerstrom mag anstrengend sein für Menschen, die dort immer leben. Für Besucher oder Expats ist Hongkong ein Faszinosum – die Stadt bietet ein Leben mit dem Fuß auf dem Gaspedal.

Neben dem Neuen existiert aber auch das Alte. Immer wieder das stete Wechselspiel von Moderne und Tradition. Im Schatten der Hochhäuser verkaufen die alten Apotheken ihre traditionellen Medizinen. Die Ärzte kurieren mit Kräutern und viel Wissen über den menschlichen Körper, aber auch mit für uns abstrusen Zutaten wie Tigerkot und Mammutknochen.

Wer rauswill aus dem Hexenkessel, der hat es, und das mag überraschen, gar nicht so weit. Der Hong Kong Trail beispielsweise startet oben am Victoria Peak und bietet von da eine fünfzig Kilometer lange Anti-Stress-Kur. Der etwas weniger bekannte MacLehose Trail ist sogar doppelt so lang und führt durch die New Territories in Richtung chinesische Grenze. Auffällig ist – und das mag wieder mit der Frage der Zeit zu tun haben –, dass auf den Wanderwegen überdurchschnittlich viele Expats und Touristen unterwegs sind.

Geld regiert zwar die Welt, aber eben nicht nur. Bei den Protesten von 2014 haben viele Hongkonger ihre politische Ader entdeckt, haben dafür gekämpft, die zarte Pflanze der Freiheit am Leben zu halten.

»Ein Land, zwei Systeme.« Mit diesem Versprechen hat China 1997 Hongkong übernommen. Weitere fünfzig Jahre sollte der Kapitalismus fortbestehen, und für 2017 hat Peking den Hongkongchinesen sogar freie Wahlen zugesichert. Etwas, das umso mehr zählt, da unter britischer Herrschaft nie gewählt wurde. Gehalten haben die Chinesen ihr Versprechen nur zum Teil – es wird zwar frei gewählt, auf den Stimmzettel kommt aber nur, wen Peking zuvor abgesegnet hat. Dagegen haben die Studenten rebelliert. Friedlich und tapfer haben sie sich gegen den übermächtigen Gegner gestemmt. Wahrscheinlich von Anfang an wissend, dass es für sie keinen Sieg geben kann.

Rasso Knoller

Ein Flugloch für den Drachen

Hongkong ist die Feng-Shui-Hauptstadt der Welt

Platz ist in Hongkong ein teures Gut. Deswegen wundere ich mich, warum in dem Wohnhochhaus an der Repulse Bay auf halber Höhe ein riesiges »Loch« in dem Gebäudekörper gelassen wurde. Hier hat der Bauherr auf die Einnahme aus der Vermietung oder dem Verkauf von bestimmt fünfzig Wohnungen verzichtet. »Das hat der Feng-Shui-Meister empfohlen«, erklärt mir ein älterer Herr, der mir unten an der Strandpromenade zufällig begegnet. Er sagt, dass durch das Loch der Drache, der auf dem Berg hinter dem Wolkenkratzer wohnt, zum Trinken und Baden hinunter zum Strand fliegen kann. Der Alte klingt nicht, als machte er Witze, der freie Flugweg des Drachen liegt ihm tatsächlich am Herzen. Wie für die meisten Hongkonger ist auch für ihn Feng Shui nicht irgendein Aberglaube, sondern der Weg zu einem glücklichen und erfolgreichen Leben.

Dass die Drachen zufrieden sind, ist umso wichtiger, als sie als Boten des Glücks gelten, mit denen man es sich auf keinen Fall verderben will. Deswegen ist das Wohnhaus an der Repulse Bay auch nur eines von vielen mit einem solchen Flugloch. Wer mit offenen Augen durch die ehemalige britische Kronkolonie geht, wird Dutzende Hochhäuser mit »Loch« entdecken. Die Bauherren waren hier besonders weitsichtig, verzichteten sie doch auf kurzfristigen finanziellen Gewinn durch ein paar zusätzliche Wohnungen oder mehr Bürofläche und tauschten ihn für lang währendes Glück für ihr Bauwerk ein. Selbst wer nicht an Feng Shui glaubt, beachtet zumeist seine Regeln. So kann man Wohnungen oder Häuser einfach teurer verkaufen. Grundregeln wie die, dem Drachen freien Flug zu gewähren, kennt jeder – die Feinheiten wissen aber nur die Spezialisten. Und deswegen befragt man auch Feng-Shui-Meister, bevor man die Maurer bestellt. Sie geben dann Ratschläge, wie das Haus aussehen muss, damit seine Bewohner mit der Umgebung in Harmonie leben können. »Die Geister der Luft und des Wassers sollen im Einklang mit dem Menschen leben«, sagt der alte Herr und hat damit gleichzeitig schon die Wortbedeutung von Feng Shui übersetzt.

Auch wer eine Megamall oder ein Bankhochhaus plant, befragt vorher einen Feng-Shui-Experten. Und deren Empfehlung wird dann ohne Wenn und Aber umgesetzt. Das musste auch Stararchitekt Sir Norman Foster erfahren, der sich beim Bau der HSBC-Bank erst einmal gegen die Ratschläge des Feng-Shui-Meisters aufgelehnt hatte. Der hatte nämlich dringend empfohlen, die Rolltreppen im Gebäude nicht nebeneinander einzubauen, sondern in einem bestimmten, für die Harmonie des Gebäudes besonders günstigen Winkel. Foster fühlte sich – als einer der bekanntesten Architekten weltweit – an die Vorgaben nicht gebunden und baute, wie er es für richtig hielt. Sehr zum Zorn des Feng-Shui-Meisters und seiner Auftraggeber. Die ordneten umgehend aufwendige Umbauarbeiten an – die Rolltreppen wurden schließlich versetzt, und zwar dorthin, wo sie der Feng-Shui-Meister von Anfang an hatte haben wollen. Auch den Eingangsbereich der Bank baute man so, wie es der Feng-Shui-Meister angeordnet hatte. Einem Strand sollte die Lobby nachempfunden sein. Warum? Ganz klar, weil das Wasser an den Strand spült, und analog Geld in die Kassen der Bank gespült wird.

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