noch Schillers Glocke aufzusagen.
Dazu ›Der Taucher‹ (die Ballade),
kriegt man zusammen noch so grade.
Wer spät noch ritt durch Nacht und Wind,
fällt einem da auch ein geschwind.
›Der Schatzgräber‹– gleichfalls von Goethe –
mancher noch auswendig darböte.
Das ›Heideröslein‹– Goethes Hit –
gibt man den Nachkommen stets mit.
Dieses Gedicht wurde gekonnt
von Komponisten auch vertont.
So ist’s dem ›Abendlied‹ ergangen,
der Text: ›Der Mond ist aufgegangen‹,
das Adalbert Chamisso schrieb
und uns bis heut’ erhalten blieb.
Dem Poesie enthaltnen Reim
geht man nachhaltig auf den Leim.
Manches bleibt im Gedächtnis kleben
von Kindheit an ein ganzes Leben.
Drum sind Gedichte so gemacht,
dass man sie aufnimmt mit Bedacht –
dass Botschaften, die dort versteckt,
im Doppelsinn man oft entdeckt.
Beim Lesen der gereimten Worte
öffnet sich eine neue Pforte
zu einer musischen Struktur,
die sich nicht zeigt in Rhythmik nur.
Man schaut hindurch auf eine Lichtung –
auf Textinhalte in Verdichtung,
welche auf ein Verständnis zielt;
mal hintergründig – mal verspielt.
Das, was Heinz Erhardt, Eugen Roth,
verschmitzt und ernst uns Lesern bot,
kann man genießen auch am Tresen.
Wohlan – auch mal Gedichte lesen!
Menschen, die kulturelles tun,
sind von Natur aus Optimisten!
Sie schaffen mit Begeisterung –
sind allesamt Idealisten.
Die Politik ist zwar entzückt
über das, was die Szene macht.
Ums Fördern man sich meistens drückt,
denn daran wird zuletzt gedacht.
Ob bildnerisch, ob musikalisch,
ob darstellend, ob literarisch,
steh’n sie ganz unten auf den Listen
von Dingen, die sie fördern müssten.
Kulturschaffende jeder Art
schaffen – wie das Wort sagt – Kultur!
Warum nur – sei hier mal gefragt –
fördert man sie so wenig nur?
Kultur benötigt Musentempel!
Treulich zu pflegen das Gemäuer,
fehlt oft der Finanzierungsstempel,
weil’s den Politikern zu teuer.
Mit kleinstmöglichen Subventionen
glaubt man, man mache alles richtig.
Für andres gibt man Millionen! –
Hält man Kultur für nicht so wichtig?
Ich denk’, die Sichtweise ist dumm!
Gebt Dünger auf die Kultur-Keime!
Kuturschaffen ist wichtig, drum
komm ich zum Anfang dieser Reime:
Menschen, die kulturelles tun,
sind allesamt Idealisten.
Sie schaffen mit Begeisterung –
bleiben beharrlich Optimisten!
○
Es gab ja schon seit langer Zeit
um Plagiate recht viel Streit.
Das Thema – presseseits belegt –
hat mich auf- und auch angeregt.
Deswegen konnte ich’s nicht lassen,
darüber Verse zu verfassen.
Für das ›Dr.‹ vor ihrem Namen,
viele auch andrer Texte nahmen;
doch nicht vergessen darf man eben,
die Herkunftsquelle anzugeben!
Für einen echten Doktortitel
stahl mancher einfach Fremdartikel.
Merkt man es dann – sei’s auch nach Jahren –
gibt’s ein entsprechendes Verfahren,
dass man den Titel aberkennt. –
Haben die Prüfer denn gepennt,
als sie den Titel einst vergaben?
Ich denke, dass auch sie Schuld haben,
denn offenbar prüften sie schlecht
und wurden dadurch ungerecht.
Die prüfenden Kapazitäten
an diesen Universitäten
stellten – so folgre ich daraus –
sich selbst ein schlechtes Zeugnis aus.
Für so was fehlt mir das Verständnis,
drum geb’ ich folgendes zur Kenntnis:
Fürs Dichten musst’ ich nicht studieren –
hab’ keinen Titel zu verlieren.
Vergesst den Plagiatsverdacht;
die Verse hab’ ich selbst gemacht!
Geschichten verdichtet
Der Knabe und der alte Mann
Der Student und der Professor
Der dumme und doch schlaue Esel
Feuer
Spielplatz-Szenerie
Der Sternewerfer
Das Lebensabenteuer
Der Ostereier-Brauch
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
Der Balkon schräg gegenüber
Ein Gespräch im Mutterleib
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