Nicole Lischewski - Ein Blockhaus in der Einsamkeit

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Ab in die kanadische Wildnis: Mit dem Bau eines Blockhauses beginnen Nicole Lischewski und ihr Freund Chris ein neues Leben. Es gilt, mit Elchen und Bären gute Nachbarschaft zu halten und sich aus Garten, Wald und See weitgehend selbst zu versorgen. Die subarktischen Winter, in denen die Autorin monatelang ganz allein ist, bedeuten extreme Isolation. Im Notfall ist Hilfe für Mensch und Hund dann lediglich per Hubschrauber erreichbar und das nur bei gutem Wetter während der wenigen Stunden Helligkeit. Das Polarlicht, Bären auf Elchjagd, Tiere wie ein verletzter Rabe und auch der Eisgesang des gefrierenden Gletschersees bereichern das einfache Dasein, das sich im Laufe der Jahre immer enger und vielschichtiger mit der Natur des hohen Nordens verwoben hat.

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Ich sah ihn zweifelnd an. Wir waren noch keine zwei Jahre zusammen und Chris war ein extrovertierter, sozialer Mensch; kein Eigenbrötler wie ich. Erst in Atlin hatten wir uns kennengelernt, obwohl wir fast zeitgleich ausgewandert waren: Ich drei Tage, nachdem ich meinen Diplomabschluss als Sozialpädagogin gemacht hatte, und Chris, als er mit Ende Zwanzig eine Kanadierin geheiratet hatte. Uns gefiel die unbevölkerte Weite dieser Gegend, die legere und unkomplizierte Art der Menschen. Träumer und Idealisten, Ureinwohner, Exzentriker und gescheiterte Existenzen – aus ihnen setzt sich die Bevölkerung des Yukon und nördlichen British Columbia zum Großteil zusammen.

Chris und ich waren grundverschieden und hatten auch noch nie zusammen gewohnt. Wie sollte das gutgehen irgendwo im Wald, wo man ständig beisammen war und keinen andern Menschen zum Reden hatte? Dann fiel mir ein schlagendes Argument ein: Wir konnten uns einen Umzug in die Wildnis gar nicht leisten. Ich hatte nicht einmal genügend Geld, um mein eigenhändig gebautes Häuschen innen fertigzustellen, geschweige denn, mir mit Chris ein neues Grundstück zu kaufen.

Nicoles selbstgebautes Haus Und wie willst du das alles finanzieren spielte - фото 4

Nicoles selbstgebautes Haus

„Und wie willst du das alles finanzieren?“, spielte ich meine Trumpfkarte aus. „Sollen wir etwa jedes Mal ein Buschflugzeug chartern, wenn wir irgendwohin wollen, oder uns ein Boot und Schneemobil kaufen? Außerdem müssten wir in der Wildnis ja auch von irgendwas leben. Wie sollen wir da denn Geld verdienen?“ Als Wildfeuerwacht für die Forstbehörde würde er wohl kaum weiter arbeiten können. Und ich wäre gezwungen, mit meiner Arbeit für eine lokale Umweltschutzgruppe aufzuhören, obwohl sie mir wichtig war und Spaß machte. Das kam gar nicht in Frage.

Chris war von meinen Einwänden nicht weiter beeindruckt. Er wedelte mit der Hand, als ließen sich die Argumente leicht verscheuchen. „Ja, ach, das würden wir eben sehen müssen! Irgendwie geht das bestimmt, da bin ich mir hundertprozentig sicher.“

Mein Blick schweifte wieder zum Fenster. Er war doch so gern unter Menschen – noch ein gutes Argument. „Und unsere Freunde? Die würden wir dann nur noch alle Jubeljahre sehen.“

„Stephen würde uns sicher besuchen kommen und Heidi bestimmt auch. Würdest du nicht jemanden in der Wildnis besuchen wollen? An irgendeinem entlegenen Fluss oder See in den Bergen?“

Ja, schon. Ich sah ihn an und seufzte. Grundsätzlich war ich einem Leben im Busch nicht abgeneigt, aber es würde bedeuten, so vieles aufzugeben. Hätte er mir diese Frage nicht ein paar Jahre früher stellen können?

Den ganzen Herbst und Winter hindurch brachte ich in strategischen Momenten immer wieder meine Argumente gegen ein Leben in der Einsamkeit vor. Fast gegen meinen Willen regte sich in mir allerdings zunehmendes Interesse für Chris' Idee, je mehr wir darüber redeten. Etwas in mir verlangte seit Jahren nach einer engeren Beziehung zur Natur, in der ich eine aktiv Beteiligte sein konnte und nicht nur Zuschauerin blieb; nach Wildnis, die man täglich statt nur am Wochenende am eigenen Leib erfuhr. Wo der nächste Nachbar nicht ein Mensch war. Selbst nach acht Jahren in Kanada und hier im entlegenen Atlin fehlte mir etwas an meinen Begegnungen mit Wildtieren – ich hatte keinen wahren Bezug zu ihnen. Ich fand sie zwar beeindruckend und schön, aber ich kannte ihr alltägliches Leben, ihre Umwelt nicht von innen heraus, sondern hauptsächlich aus Büchern, Dokumentarfilmen und Statistiken sowie kurzen, zufälligen Begegnungen.

Wonach ich suchte, war ein ganzheitlicheres Naturverständnis, das sich nicht in den Details der Photosynthese verlor. In den Mythen der Taku River Tlingit, der Ureinwohner dieser wilden Gegend, lagen andere, Jahrtausende alte Weisheiten verborgen: Der Rabe, der die Sonne brachte; der Bär, dessen Seele der des Menschen am ähnlichsten ist; Gletscher, die lebendig waren. Aber konnte man heutzutage überhaupt noch erahnen, was es damit auf sich hatte und wie man als Mensch mit der Umwelt verwoben ist?

Der Atlin Mountain liegt dem Dorf gegenüber Wie wäre es überlegte ich mit - фото 5

Der Atlin Mountain liegt dem Dorf gegenüber

Wie wäre es, überlegte ich mit zunehmender Begeisterung, wenn man sich dem zyklischen Rhythmus der Jahreszeiten überließ? Könnten wir über die Jahre hinweg mit der Wildnis verwachsen, nachdem das Blockhaus gebaut und uns die Umgebung vertraut geworden war, sodass wir nicht mehr nur an der Oberfläche unserer menschenleeren Nachbarschaft kratzten? Denn es war kein Kurzzeitabenteuer, das Chris im Sinn hatte. Sondern die Wildnis als Lebensweg.

Mein Herz raste, als ich meinen Entschluss schließlich in Worte fasste. „Okay. Lass uns nach einem Stück Land suchen.“

Die Suche nach dem Paradies

Hier wollen wir leben Die Suche nach dem Paradies Tagish Lake im Sommer - фото 6

Hier wollen wir leben

Die Suche nach dem Paradies

Tagish Lake, im Sommer 2004.

Ein Regenschauer tüpfelte die graublaue Wasseroberfläche und löschte die Berge am Südende des Tagish Lake aus, als wären die spitz gezackten Gipfel nur eine Illusion gewesen. Eng schmiegt sich der See, der zu den Quellgewässern des Yukon River gehört, an die Ausläufer des Küstengebirges: Keine sechzig Kilometer hinter den Bergen liegt schon das Salzwasser des Nordpazifiks.

In dunklen Schleiern löste sich der Regen aus den Wolken und wehte auf uns zu. Selbst das Motorengebrumm der Rubber Ducky , unseres antiquierten Schlauchboots, klang jetzt gedämpft. Meine drei Hunde hatten sich philosophisch auf unserer Campingausrüstung zusammengerollt, mit der das kleine Boot randvoll bepackt war – sie fanden die Suche nach einer neuen Heimat nur in den Momenten interessant, wo es an Land ging.

„Können wir nicht näher ans Ufer da hinten ran?“, fragte ich und zerrte die Ärmel meiner Regenjacke über die Hände hinunter. Die Inseln, zwischen denen Chris das Zodiac-Schlauchboot hindurchsteuerte, waren definitiv zu winzig für ein permanentes Zuhause. Ein Robinson-Dasein wäre zwar romantisch, aber wenn man für jeden Spaziergang erst das Boot ins Wasser lassen müsste? Mein Blick tastete die Steilfelsen des Seeufers ab – auch nicht ideal, irgendwo da oben zu bauen. Dann müsste man jedes Mal bergsteigen, wenn man Wasser vom See hochholte. Ich schaute wieder auf die Landkarte, deren Plastikschutzhülle mit Regentropfen gesprenkelt war, und seufzte.

Suche nach dem Paradies am Tagish Lake Neben einer geschützten Bucht wollten - фото 7

Suche nach dem Paradies am Tagish Lake

Neben einer geschützten Bucht wollten wir außerdem einen Platz, der eine schöne Aussicht und auch im Winter genügend Sonnenschein bot, und der in einem leicht zu durchwandernden Mischwald gelegen war, denn Pfade oder Straßen gab es hier nirgendwo. Erstaunlich, wie selten ein Ort, der uns gefiel, diese vier Kriterien erfüllte: Vom Yukon Territory aus waren wir nun fast 80 Kilometer weit den See hinuntergefahren und hatten bisher bloß zwei Plätze gefunden, die wir als potenzielle Grundstücke in Betracht zogen. Wir wussten nicht, ob es uns gelingen würde, ein Stück Land vom Staat zu pachten oder kaufen – die Erfolgsaussichten waren gering. Aber einen Antrag auf öffentliches Land zu stellen war unsere einzige Chance, denn von Privatleuten zu kaufende Wildnisgrundstücke waren unerschwinglich.

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