Holger Dr. phil. Wohlfahrt - Wie man glücklich wird und dabei die Welt rettet

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Wie wird der Mensch glücklich? Wie kann seine Glückssuche zu-gleich den engen Rahmen eines zerstörerischen Egoismus sprengen? Kann das individuelle Streben nach Glück vielleicht sogar dazu beitragen, einige der drängendsten Probleme der Gegenwart zu lösen?
Aus der grenzenlos erscheinenden Vielfalt an Studien und Büchern zum Thema Glück wird das Wesentliche, das Relevante und Bewährte herausgefiltert und in komprimierter Form dargestellt.
Eine unterhaltsame, spannende und lehrreiche Reise führt den Leser unter anderem zu jahrtausendealten Weisheitslehrern, verschiedensten Philosophen, Theologen und auch modernen Psychologen, Verhaltensforschern und Neurologen. Dort werden interessante Antworten aufgespürt und so präsentiert, dass sie auch im Alltag gut anwendbar sind.

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Allerdings kann das Hormon gleichzeitig Skepsis gegenüber Unbekannten und Fremden schüren.

Aus evolutionsbiologischer Sicht forciert das Oxytocin vor allem das Bestreben, die eigenen Gene durchzubringen und sich daher z.B. bei der Partnerwahl tendenziell einen vertrauten, vielleicht ähnlichen Partner zu suchen. Weiterhin sorgt die Befriedigung, die aus dem Gefühl der Bindung entsteht, dafür, dass man den eigenen Nachwuchs behutsam und zärtlich beschützt und in einem möglichst geborgenen Rahmen großzieht.

Das zweite besonders beachtenswerte Glückshormon, das Endorphin, wird interessanterweise nicht nur dann ausgeschüttet, wenn man ein freudiges Erlebnis hat, wenn einem also zum Beispiel das beschriebene Schicksalsglück wohl gesonnen ist, sondern auch wenn man Schmerzen erleidet. Endorphine können betäubend und euphorisierend zugleich wirken. Sie scheinen ein Grund zu sein, warum schwer Verletzte in den ersten Momenten nach einem Unfall oft keine Schmerzen spüren und warum gebärende Frauen trotz der unmenschlichen Schmerzen manchmal von unbeschreiblichen Glücksgefühlen überwältigt werden.

Die Lust, die Masochisten im Moment eines Schmerzes empfinden, ist somit unter anderem mit dem Endorphin erklärbar. Auch leichte Schmerzerfahrungen, wie sie etwa Extremsportler bisweilen gezielt suchen, können ein diffuses Glücksempfinden hervorrufen. Wer also beispielsweise einen Marathon läuft, spürt oft in den Momenten größter körperlicher Anstrengung plötzlich eine euphorisierende Wirkung. 2

Aber auch wer zum Beispiel ein unverhofftes Geschenk bekommt, wer zufällig einen geliebten Menschen nach langer Zeit wiedertrifft oder wer eine freudige und unerwartete Entdeckung macht, wird die Wirkung der Endorphine spüren.

Evolutionsgeschichtlich dürfte das Endorphin dazu beigetragen haben, dass wir Menschen in Extremsituationen, in Augenblicken größten Schmerzes und Momenten großer Überraschung – im Guten wie im Schlechten – nicht vollkommen erstarren, sondern durch die ausgelöste Euphorie handlungsfähig und aktiv bleiben. Die Wirkung der Endorphine unterscheidet sich jedoch von Mensch zu Mensch und von Situation zu Situation. Nicht jeder Marathonläufer erlebt das sogenannte „Runner’s High“. Und nicht jede gebärende Frau erlebt ein unmittelbares Gefühlshoch.

Das Serotonin findet sich vor allem im Darmnervensystem, im Blut, im Herzkreislaufsystem, in kleinen Mengen aber auch im Zentralnervensystem. Es hat zahlreiche Regulierungsfunktionen. So trägt es auf komplexen Wegen unter anderem zur Steuerung des Blutdrucks bei, wirkt auf den Verdauungstrakt, beeinflusst die Körpertemperatur, die Blutgerinnung, den Schlaf, den Appetit und die Lernprozesse im Gehirn.

Bekannt ist das Serotonin jedoch meist nur in seiner Funktion als „Glückshormon“. Allerdings wäre die Bezeichnung „Zufriedenheitshormon“ treffender. Schließlich dämpft das Serotonin unangenehme Gefühlszustände wie Angst, Traurigkeit, Hunger oder auch Aggression. Stattdessen befördert es Gefühle von Gelassenheit und innerer Ruhe. Ein Mangel an Serotonin kann unmittelbar zu Angststörungen oder depressiven Verstimmungen führen.

Indem es für eine Form von grundlegender Zufriedenheit sorgt, hilft es dabei, den menschlichen Geist zu beruhigen. Evolutionstechnisch war dies hilfreich, um Phasen der Regeneration, der konzentrierten Ruhe (die für Lernprozesse notwendig waren und sind) und der Verdauung zuzulassen.

Das Dopamin ist wohl das wirkmächtigste aller Glückshormone. Der Psychiater Daniel Z. Lieberman von der George Washington University geht so weit, zu behaupten: „Dopamin hängt inzwischen mit dem wichtigsten Teil unseres Wesens zusammen. Es hat von unseren Seelen Besitz ergriffen.“ Das Hormon überflutet uns vor allem dann, wenn wir etwas Gutes erwarten. Es ist der Grund, weswegen wir bereit sind, Mühen auf uns zu nehmen. Das Dopamin kann auch als Hormon des Antriebs und der Vorfreude bezeichnet werden. Der Hirnforscher Gerhard Roth von der Universität Bremen meint daher, dass Dopamin „kein Glücksstoff an sich“ ist. Er meint vielmehr: „Es verspricht uns das Glück.“ Es speist die Erwartung, dass wir uns bald wohl fühlen werden. Trifft der erwartete oder erhoffte Wohlfühlmoment ein, lässt sich im Hirn interessanterweise jedoch keine nennenswert erhöhte Menge an Dopamin mehr messen. Es ist somit gewissermaßen die Voraussetzung jeglichen Glücksstrebens. Das Dopamin ist der Treibstoff, der bereits die antike Glücks-Lehre des Aristoteles (384-322 v.Chr.) antrieb. Aristoteles ging davon aus, dass alles, was der Mensch tut, einem höheren Ziel dient. Für einen Menschen der Gegenwart könnte das Glücksstreben im aristotelischen Sinne etwa so aussehen: Man geht in die Schule und lernt, um gute Noten zu bekommen. Gute Noten ermöglichen dann eine gute Berufsausbildung. Ein guter Beruf ermöglicht ein hohes Einkommen. Ein hohes Einkommen ermöglicht die Erfüllung individueller Wünsche. Die Erfüllung individueller Wünsche scheint ein gutes Leben zu ermöglichen. Ein gutes Leben macht schlussendlich glücklich. Und so treibt das Dopamin uns durch alle möglichen Anstrengungen, Mühen und Ärgernisse hindurch, einer vermeintlich goldenen Zukunft entgegen.

Dabei ist vollkommen gleichgültig, wie der Glücksbegriff am Ende der aristotelischen Handlungskette definiert wird. Der Philosoph Immanuel Kant (1724-1804) wollte den von Aristoteles ans Ende der Kette gesetzten Begriff beispielsweise abschaffen und durch den der Pflicht ersetzen. Der Mensch solle demnach aus Pflichtgefühl Gutes tun und nicht nach Glück streben. Doch auch wer sich höchsten Prinzipien wie etwa einer strengen Pflichterfüllung verschreibt, wird dies tun, weil ihm die positive Erwartung des Dopamins ein gutes Gefühl für den Moment der Umsetzung seiner Ideale verspricht.

Auch wer für sich entscheidet, dass Erfüllung in persönlichem Leid (etwa einer strengen Askese) oder in der Aufopferung für andere besteht, erwartet für den Moment der Erfüllung jener vordergründig verdrießlich erscheinenden Vorhaben ein gutes Gefühl. Die Momente der Belohnung besonders selbstzerstörerischer Handlungsweisen werden dabei oft in ein idealisiertes Jenseits verfrachtet. Man denke an religiös motivierte Attentäter. Auch sie werden von einer freudigen Erwartungshaltung zu ihrem mörderischen Tun verleitet.

Die Glückshormone sorgen in ihrer Wirkung somit nicht nur für intensive Gefühle und viel Freude, sondern können auch Grund für Terror, Übel und Leid sein. Vor allem waren sie aber ein evolutionsgeschichtlicher Garant für das Überleben der Menschheit. Aus der Perspektive eines Evolutionsbiologen ist das Glücksempfinden tatsächlich nichts weiter als ein Mittel zum Zweck des puren Überlebens. Indem der Mensch auch unabhängig von seinen bewussten Denkvorgängen durch chemische Prozesse in Form von Hormonausschüttungen zu aktivem Tun angeregt wird, konnte er bis heute sehr gut überdauern. Gerade überlebenswichtige Handlungen wie die Nahrungsaufnahme, wie die Zusammenarbeit und die Hilfeleistung untereinander, wie die Anschaffung von lebenssichernden Gütern oder wie die Sexualität, scheinen kulturunabhängig ein besonders hohes Maß an Freude mit sich zu bringen. Sie bedingen stets die Ausschüttung von Glückshormonen.

Durch die Jagd nach guten Gefühlen bzw. durch das, was man neuzeitlich das „Streben nach Glück“ bezeichnet, hat sich der Mensch nicht nur behauptet, sondern rücksichtslos ausgebreitet und in weltgeschichtlich kurzer Zeit explosionsartig vermehrt. Vielleicht ist es gerade die unreflektierte Glücksjagd, die sich inzwischen in ihr Gegenteil verkehrt hat. Sie bringt vielfach kein Glück, sondern Unglück. Und sie scheint die Menschheit als Ganzes an den Rand eines Abgrunds zu führen.

Problematisch ist nämlich nicht nur, dass Glückshormone auch angesichts kulturell definierter Ideale ausgeschüttet werden. So konnten und können selbst schlimmste menschliche Entgleisungen und Barbareien geschehen, wenn sie gesellschaftlich als richtig und gut deklariert wurden. Einzelne empfinden daher auch im Angesicht schlimmster Verbrechen oder vorgeblich heilstiftender Kriege euphorisierende Gefühle des Glücks.

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