Sonja Spitteler - Himmel küsst Erde

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Der Wind singt Lieder, bringt Bäume und Gräser zum Tanzen und stürmt umher. Er erzählt Geschichten als die Erde noch jung war. Und dann ist da der Steinriese, der mit allen Lebewesen seine Weisheit teilt. Im dichten Wald kommt ein kleiner Junge der Sprache der Bäume auf die Spur. Und in einer eisigen Winternacht schart Großmutter ihre Enkel um sich und offenbart ihnen das Geheimnis ihres Lebens. Wie indianische Märchen kommen Sonja Spittelers Geschichten daher – und treffen mit ihrer Schönheit und Weisheit die Menschen direkt ins Herz.

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Vater Himmel erschrak, denn hatten die Pflanzen und Tiere schon einen niedergeschlagenen Eindruck gemacht, so sah seine Frau wirklich krank aus. Tiefe Ringe lagen unter ihren Augen, ihre Haut war trocken und faltig, das einst dichte Haar war stumpf und licht geworden, ihre Stimme schwach. Zögernd nahm er seine Frau zur Begrüßung in die Arme. "Meine Liebste, was ist mit dir geschehen?", fragte er besorgt.

Sie sah ihn verwirrt an. "Wieso fragst du?"

Vater Himmel räusperte sich etwas verlegen, denn es hatte sich noch nie als ratsam erwiesen, einer Frau zu sagen, dass sie gerade fürchterlich aussah - selbst wenn es der Wahrheit entsprach. "Nun … du siehst erschöpft aus", meinte er zögernd. "Willst du dich nicht ein wenig zu mir setzten?"

Doch Mutter Erde winkte mit einem Lächeln ab. "Oh, ich habe bloß viel zu tun und leider auch keine Zeit für ein Gespräch."

Ihr Ehemann hatte eine solche Antwort befürchtet. "Das mag wohl so sein, aber sag mir, was hast du denn so Wichtiges zu erledigen?"

Mutter Erde sah ihn verständnislos an. "Sie brauchen mich, all die Blumen und Bäume, die Tiere, Flüsse und Seen. Ich muss auf sie aufpassen, damit sie stark und gesund heranwachsen. Ohne mich würden sie alle sterben."

Vater Himmel nickte und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. Natürlich war ihm klar, dass das Leben aus Mutter Erdes Leib geboren wurde. So dachte er kurz nach, wippte dabei leicht auf seinen Fußsohlen vor und zurück. "Du hast selbstverständlich recht", sagte er schließlich. "Gleichwohl, wenn es wieder Nacht wird, hast du sicherlich Zeit."

Da lachte seine Frau erheitert auf, schüttelte den Kopf. "Wenn es hier Nacht ist, dann ist es auf der anderen Seite Tag und ich werde dort gebraucht."

Vater Himmel seufzte niedergeschlagen. "Stimmt, das habe ich ganz vergessen. Sag mir, wann hast du einmal eine Pause?"

Nun sah Mutter Erde ihren Mann beinahe erbost an. "Ich hatte noch nie in meinem Leben eine Pause. Wenn du mich entschuldigst, ich habe einiges zu tun."

So schritt sie einfach von dannen und ließ einen zutiefst bestürzten Ehemann zurück. Für eine geraume Weile blieb dieser wie festgefroren stehen. Tief betroffen von der Aussage seiner Frau erkannte Vater Himmel, was das pausenlose Arbeiten seiner Frau für Folgen nach sich ziehen würde. Wenn Mutter Erde nie etwas Zeit für sich hatte, konnte sie sich auch nie erholen, um zu neuen Kräften zu kommen. Sie wäre auch nie fähig, Altes hinter sich zu lassen, um Neues zu erschaffen. Irgendwann hätte sie all ihre Ressourcen aufgebraucht und genau wie ein Gewässer würde sie erst stillstehen, danach trüb werden, um schließlich zu verdunsten, und dann … nun, dann würde es bald kein Leben mehr geben. Ebenso wenig wie eine Mutter Erde.

Nein, Vater Himmel würde nicht tatenlos zusehen, wie sich seine liebe Frau zu Grunde richtete. Er beschloss den Großen Geist 3, unser aller Schöpfer, um Rat zu fragen. Sicherlich würde der Große Geist eine Lösung wissen. Also bat mein Vater mich, den Wind, die Wolkenwand noch eine Weile aufrechtzuerhalten.

Vater Himmel ging zum Großen Geist und trug sein Anliegen vor. Der Große Geist war sehr besorgt. Er versprach Vater Himmel, etwas dagegen zu unternehmen. Einigermaßen beruhigt, nahm Vater Himmel also seinen Platz wieder ein und wachte weiter über seine liebe Ehefrau. Ich genoss meine Freiheit, achtete aber weiterhin darauf, meiner Mutter mit wilden Stürmen nicht noch mehr Arbeit aufzuhalsen. Währenddessen eilte Mutter Erde ohne Unterlass geschäftig hin und her. Sie kümmerte sich liebevoll um jedes Pflänzchen und Steinchen, besuchte den Nachwuchs der Tiere und wurde dabei immer schwächer. Die Farben begannen zu verblassen, die Blumen brachten nur noch kleine Blüten hervor und bald fehlte es überall an Nahrung. Es ging sogar so weit, dass Mutter Erde gelegentlich einfach einnickte. Dann gab es für einige Tage keine neuen Triebe mehr.

In all dieser Zeit hatte sich der Große Geist Gedanken gemacht und nach einer Lösung zum Wohle des Ganzen gesucht. Als er dann eine gefunden hatte, bat er uns um unsere Mithilfe.

"Meine Kinder", sagte er, "hört mich an. Wind, mein Enkel, du wirst deine vier Windkinder in vier Richtungen verteilen. Sie sollen zu den vier Himmelsrichtungen - Norden, Osten, Süden und Westen - werden und ein jeder steht für eine Jahreszeit.

Eine große Flut wird kommen und Mutter Erde wird gestärkt daraus hervorkommen; denn von diesem Tag an soll sie vier Wechsel erhalten, welche sich immer wiederholen. Es wird eine Zeit des Wachstums, der Geburten und des Blühens geben. Die erste Zeit wird den Namen Frühling tragen und der Ostwind wird sein Wächter. Es werden die kraftvollsten Tage sein, eine Zeit für Neuanfänge. Während dieser Tage steht alles in voller Größe, um Energie für den nächsten Wechsel zu sammeln. Danach wird der Sommer folgen, eine Zeit der Wärme und des Lichts unter dem Schutz des Südwindes. Es soll eine freudige und festliche Zeit sein, mit langen Tagen und kurzen Nächten. Nach Ablauf des Sommers wird der bunte Herbst mit dem Westwind Einzug halten. Pflanzen und Tiere beginnen sich auf die längeren Nächte vorzubereiten und ihre Kräfte zu schonen. Die Bäume werden ihre Blätter abwerfen, um den nackten Erdboden für die Zeit danach zu schützen. Sie dürfen ein letztes Mal in herrlichen Farben erstrahlen, zu Ehren der Sonne und des Lebens. Was dann kommt, wird die Zeit der Stille und Erholung sein. Der Winter wird Mutter Erde sowie allem Leben auf ihr die Gelegenheit geben, sich auszuruhen, nachzudenken und zu schlafen. Du, Vater Himmel, wirst deine Frau mit weißem, kühlem Schnee bedecken und weiterhin über sie wachen, während sie ruht. Dabei wird dir der kalte Nordwind helfen. Von nun an haben sich alle Lebewesen auf Mutter Erde an diesen Rhythmus zu halten. Die Wechsel dienen dem Schutz von Mutter Erde, ebenso wie der Sicherheit des Lebens. Du, Vater Himmel, und du, Wind mit deinen vier Kindern, seid dafür verantwortlich, die Pflanzen und Tiere daran zu erinnern. Ihr werdet die Wechsel einläuten und dafür sorgen, dass sich auch Mutter Erde daran hält."

Und so wurde es beschlossen.

Am Tag darauf rollte eine große Flutwelle über Mutter Erde, und als das Leben langsam wieder an die Oberfläche kam, hatte sich einiges verändert. Auf einmal gab es vier Himmelsrichtungen mit den vier Winden und vier Jahreszeiten. Es gab eine Zeit der Wärme, eine Zeit der Kälte und zwei Übergänge. Die Tiere und Pflanzen hatten sich bald angepasst. Von nun an blühten viele Blumen im Frühling, wenn die Tiere ihren Nachwuchs gebaren. So hatten die Jungen genügend Zeit, groß und stark zu werden, bis der Winter kam.

Und Mutter Erde - sie war überglücklich, nie zuvor hatte sie wirklich an sich selbst gedacht. Stets hatte sie das Wohl des Lebens über das eigene gestellt und dabei vergessen, dass sie selbst es ist, welche das Leben erst möglich macht. Sie wusste nun, dass man zwischendurch für sich selbst sorgen muss, will man anderen helfen.

Natürlich war auch Vater Himmel sehr zufrieden mit diesen vier Wechseln. Nicht nur schenkten sie seiner lieben Frau Erholung, sondern gaben ihnen auch Gelegenheit, etwas Zeit füreinander zu finden. So also wurde der Schnee aus Liebe geboren, aus der Liebe und Sorge von Vater Himmel zu seiner Frau, Mutter Erde. Und der Schnee … ihr könnt euch ja denken, was der Schnee ist … weiße, weiche Küsse...

Aikarupata und der Flötenspieler Einst gab es einen Berg Der Fels war ein - фото 3

Aikarupata und der Flötenspieler

Einst gab es einen Berg. Der Fels war ein Gigant und wer seinen Kopf in den Nacken legte, konnte dessen Spitze nur erahnen. Auf seinem starken Leib wohnten unzählige Wesen. Hohe Bäume reckten ihre Arme gen Vater Himmel, Blumen schmückten die steilen Hänge, Quellen entsprangen aus dem Berginnern. Viele Geschichten wurden hier geboren. Adler zogen ihre Kreise unter dem Himmelsdach und dank den vielen Nagetieren mussten sie hier nie hungern. Der Berg war ein Zuhause für alle, ein Ort der Ruhe und Selbstfindung. Selbst bei den Menschen genoss der Steinriese ein großes Ansehen. Von weit her pilgerten sie zum Berg. Die Menschen erhofften sich Heilung ebenso wie Weisheit von den alten Steinen. Aikarupata 4- der wachende Weise, so wurde der Fels genannt.

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