Matthias Falke - Explorer ENTHYMESIS
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Begleiten Sie die ENTHYMESIS bei ihren sechs Abenteuern.
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»Automatik!« Ich mochte diese direkte Ansprache nicht, die fast ein Umratfragen war, aber es ging nun einmal nicht anders. »Lagebericht Abschirmung und Dämpfung! Energiereserven!«
»Abschirmung bei 100%. Dämpfung 49%. Energiereserven für 500 Stunden.«
»Ist es möglich, ein zweites System zu synchronisieren und virtuelle Abschirmung und Dämpfung zu simulieren?«
»Moment ...«
Aha! Immerhin kam nicht sofort die Absage. Auch irgendwie tröstlich, dass selbst ein Automatik-Anzug der III. Generation erst mal überlegen musste.
»Was hast du vor?«, erwachte sie neben mir aus ihrer Lethargie, aber ich konnte jetzt nicht gentleman-like sein.
»Jennylein, was wiegst du denn eigentlich?«
»Bitte?«
»Komm schon! Keine Zeit für Eitelkeiten.«
»Na ich, so-wie-ich-bin, vielleicht 55 kg. Aber mit dem ganzen Kladderadatsch ... Warum fragst du?«
»Synchronisierte Dämpfung möglich bei vollständiger Energie-Transmission des Sekundären Systems. Virtuelle Dämpfung 87%. Mögliche additive Abschirm-Masse 67 kg.«
»OK«, sagte ich zu Jennifer. »Schmeiß alles weg! Jetzt geht’s um jedes Kilopond. Hol die Scanner raus. Automatik. Primären Speicher komprimieren. Lagebericht verfügbare Kapazität!«
Es summte eine Weile, bis die Daten, die wir auf diesem Trip gesammelt hatten, gepackt waren. Alles, was wir vom Pol aus überspielt hatten, ließ ich löschen.
»Freie Kapazität. 12.357 Tera-Byte. Virtueller Speicher 50.428 ...«
»In Ordnung! Jennifer, überspiel alles, was wir in den Scannern haben, auf meine Automatik.«
Das dauerte ein paar Sekunden. Dann ließ sie ihre Lieblingsinstrumente auf das schattige Eis fallen. Ich kramte in ihrem Tornister rum, aber da war auch nichts Überlebensnotwendiges mehr drin, und warf ihn weg. Ich ließ meine Automatik mit der ihren synchron gehen und alle Funktionen für sie simulieren. Wir durften uns jetzt nicht mehr auseinanderbewegen,, mussten sozusagen Körperkontakt wahren.
»Dreh dich um!«
»Was machst du?«
»Frag nicht soviel!«
Aber da hatte ich schon ihr Rückenfach geöffnet. Ich zog den KERN heraus, das Herzstück ihrer Automatik. Das Ding wog zehn Kilo, hier also 16. Ich schmiss es in einen grünlichen Riss, der sich neben uns aufgetan hatte und in dem es zischend verschwand. Die ganze Zeit hielt ich sie am Arm. Wir durften jetzt keinen Fehler mehr machen. Aber als ich sie um mich herumziehen wollte, sträubte sie sich. Sie kam mit dem Helm ganz dicht vor meinen und befahl: »Visier-Polarisation synchronisieren!«
Dann sah ich zum ersten Mal seit vier Tagen, seit sie sich, in der Kuppel auf der Koje liegend, langsam aufgerichtet und mich staunend und fassungslos angestarrt hatte, ihre Augen. Sie waren verschattet und entzündet. Das herrliche Braun war stumpf und von roten Furchen umlagert. Aber es war ihr Blick, der Blick, den sie mir vor vielen Jahren, in unserer ersten Nacht geschenkt hatte, dunkel und verheißungsvoll. Und ich hörte ihre raue, ein wenig belegte, warme und tröstende Altstimme an meinem Ohr, als flüstere sie direkt an meiner grauen Schläfe.
»Wenn wir hier jemals wieder rausgekommen, wenn du mich hier rausbringst, dann, versprich mir, dass wir – zusammenbleiben ...«
Na, wenn das kein Grund war, sich ein bisschen in’s Zeug zu legen! Ich versprach ihr alles, was sie wollte, und noch einiges mehr. Ich glaube, in diesem Augenblick hätte ich sogar eingewilligt, mit dem Bergsteigen aufzuhören. Dann nahm ich sie Huckepack, wartete eine Weile, bis die Automatik die Feineinstellung unserer Systeme austariert hatte, und trabte langsam los. Anfangs ging es sogar ganz gut. Ich hatte mich auf einen größeren Gewaltakt eingestellt. Aber wir konnten jetzt praktisch keine Pause mehr machen. Wir hatten alles auf diese eine Karte gesetzt. Irgendwann befahl ich der Automatik, Jennifer einschlafen zu lassen. Über die Pneumatik ihres Anzugs war sie auf meinem Rücken festgeschnallt. Und dann lief ich schweigend vor mich hin. Stunde um Stunde. Ich verschwendete keinen Gedanken daran, dass immer noch rund 2900 km vor uns lagen, denn ich kam kaum schneller als in gewöhnlichem Jogging-Tempo vorwärts. Immer wieder tauchten Eisbarrieren auf, Gletscherbrüche und Spaltensysteme, über die ich mich schweißtriefend – da konnte man zehnmal kommandieren, die Transpiration zu unterdrücken – hinwegtastete. Gut, dass sie an meiner Schulter schlief wie ein kleines Kind und nicht sah, an welchen Abgründen ich entlanglavierte, ohne Seil, ohne Steigeisen und Pickel, und mich nur mit den dünnen Spikes der Explorationsstiefel an den Schollen aus erstarrtem Ammoniak festkrallte. Das sensorielle Gewebe an beiden Knien war durchgescheuert – auch ein Fall für die Garantie, aber das half jetzt wenig –, meine Hüftgelenke schienen völlig ausgeleiert, und meine Arme, die ich um Jennifers Schenkel verschränkt hielt, zur Gefühllosigkeit verkrampft, obwohl die Pneumatik den größeren Teil der Kräfte abfing. Allmählich, so nach zwanzig bis fünfundzwanzig Stunden – an Schlaf war jetzt natürlich nicht mehr zu denken –, merkte ich, wie ich in Trance verfiel. Ich trickste eine Weile mit der Automatik herum, ließ mir Adrenalin und Zucker reinjagen, was die Kanülen hergaben, und mich mit Musik beschallen. Das brachte den Kreislauf wieder etwas in Schwung. Die geistige Ermattung ließ sich nicht wegleugnen.
Und plötzlich waren wir am Eisrand. Wir waren unter dem 85. Breitengrad. Ich hatte eine Eiskappe von mehreren tausend Quadratkilometern durchquert, die innerhalb der letzten dreißig Stunden aus den einzelnen Schlangen-Löchern hervorgequollen war wie Schweiß, der aus Millionen von Poren bricht. Längst hatte ich auch das Gefühl für die Bewegung dieser Vergletscherung verloren, es schien aber, dass ich nicht unerheblich von der Eisdrift profitiert hatte, denn während ich oben nach Süden marschierte, hatte der Ammoniak-Panzer sich selbst um mindestens hundertsechzig Kilometer in dieser Richtung vorgeschoben. Inzwischen schien die Bewegung aber weitgehend zur Ruhe gekommen, denn als ich jetzt von einer siebzig Fuß hohen Klippe wieder auf die blaugrüne Geröllwüste Lu-Aus hinuntersah, konnte ich erkennen, dass sich die Moränenfront allenfalls noch mit Schritt-Tempo vorwärts schob. Ich rastete kurz und ließ Jennifer aufwachen. Wir saßen wie auf den Zinnen einer Burg, einem fahrbaren Wehrturm, der langsam über die Wüste ratterte. Ein paar Meter konnte man ja noch mitnehmen!
»Das Schlimmste haben wir hinter uns.« Warum flüsterte ich? Aber auch sie dämpfte die Stimme und hauchte frühlingshaft in die lokale Kommunikation: »Ich hätte nicht gedacht, dass wir das noch schaffen. Jetzt schlaf’ ich noch ein bisschen. Du machst das schon!«
Na gut, und obwohl mein Körper nur noch aus Schmerzen und mein Blut nur noch aus synthetischen Blockern bestand, kletterte ich eben über die Gletscherfront hinunter, betrat mit dem ermutigenden Gefühl, dass der Felsboden besseren Widerstand bot, die Gesteinsebene aus körnigem Aquamarin, peilte noch einmal kurz in der Landschaft herum – es war so gut wie ausgeschlossen, dass wir direkt auf die ENTHYMESIS treffen würden, aber bis zum Polarkreis waren es noch lumpige 800 Kilometer – und lief dann eben wieder los. Ich erinnerte mich an die langen Märsche in Tibet und wie ich von den dortigen Trägern und Pilgern die Gewohnheit übernommen hatte, monotone Mantras vor mich hinzumurmeln. Aus der Automatik ließ ich mir meditative Musik mit Klangschalen und Tempelglocken vorspielen, dann versenkte ich mich ganz in den Rhythmus meiner flachen Schritte – mit jedem legte ich jetzt immerhin 25 bis 30 Meter zurück, und die Gravitation ließ auch zum Rand der Polhöhe ein wenig nach – und sang mich dann in schlurfende Geistesabwesenheit. Om mani padme hum, Om mani padme hum ... –
Ich hatte alles Zeit- und Raumgefühl verloren und wusste nicht mehr, ob seit dem Eisrand zwei oder zwanzig Stunden vergangen waren. Die Automatik passte auf, dass ich ungefähr die Richtung hielt und nicht stur in die Sonne hineinrannte, die schweigend vor mir vorüberzog. Ab und zu leuchtete ein rotes oder blaues Signal auf, dann musste ich mich darauf konzentrieren, dass die Sonne jetzt auf 30° stand, auf 60°, auf 90° ... Manchmal schwankte der Boden, und aus den Schatten der größeren Felsbrocken schienen sich Gestalten zu lösen und auf mich zuzuspringen. Jennifer wachte auf und unterhielt sich mit mir, aber ihr Flüstern brachte mich aus dem Rhythmus, und indem sie mich aus meiner trotzigen Einsamkeit störte, wurde mir die unendliche Verzweiflung bewusst, in der ich mich dahinquälte. Irgendwann spürte ich, wie mir die Tränen in die ewige Bartlosigkeit hinunterliefen, und ich bat sie, wieder zu schweigen. Aus den Nordlichtern lösten sich bunte Funken und tanzten vor mir auf der taumelnden Ebene. Vorhänge und Schleier aus Purpur und Brokat schlossen sich mir an und begleiteten mich für eine kurze Strecke, dann schoben sich opake Barrieren dazwischen, die mir ein Bein stellen und mir den Sand unter den Füßen wegziehen wollten. Ich strauchelte über sie hinweg und schnauzte die Automatik an. Aber als ich den silberschlanken Scooter sah, der am Pistenrand hielt und aus dem zwei weiße, komisch aussehende Gnome herauspurzelten, fiel ich nicht mehr auf meine Halluzinationen herein, sondern trottete unbeeindruckt weiter. Sie mussten noch einmal einsteigen und uns hinterherfahren, und erst als sie mich in einem längeren Gespräch über die Automatik von ihrer Existenz überzeugt hatten, brachte ich die Kraft auf, stehenzubleiben.
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