Ruedi Strese - Treibsand und andere seltsame Geschichten

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Treibsand und andere seltsame Geschichten: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein Kellner wird wegen eines Mordes unbeabsichtigt zum Straßenmusiker, eine Mutter bittet den Paketzusteller, sich in das Bett ihrer Tochter zu legen, eine Frau leiht einem Herrn einen Rucksack mit einem Delphin darin, in einem Bioladen werden Tofuwürstchen mit Menschengeschmack verkauft, und ein Vater bricht vor Weihnachten im Kindergarten seiner Tochter ein. Selten waren Grauenvolles und Albernes, Nachdenkliches und Absurdes so dicht verwoben. Es gelingt dem Verfasser, morbide und surreale Elemente mit anarchischem Humor zu vermengen. – Ruedi Strese lebt seit 1980 mit einiger Kontinuität und hat auch schon ein Buch geschrieben, nämlich dieses.

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„Also… ich hätte Ihnen ja letztes Mal schon geglaubt, aber das ist jetzt doch zu viel, oder?“

„Was meinen Sie denn? Etwas mit diesem Laden?“

„Naja. Jetzt können Sie nicht mehr sagen, Sie hätten nichts damit zu tun, oder?“

„Doch, das kann ich.“

„Hören Sie, ich habe es niemandem gesagt, aber ich habe die Beweise gegen Sie…“

Es kostete mich einiges an Aufmerksamkeit und diplomatischem Vorgehen, um aus den wirren Anschuldigungen und Andeutungen letztlich ein klares Bild bekommen zu können.

Im Laden war in den letzten Tagen etwas geschehen. Er war weiterhin geschlossen, aber dann und wann lief hinter der schwarzen Auslage jemand hin und her, wobei dieser Jemand eine Schweinemaske trug. Er mußte, so wie ich, ziemlich groß sein, fast zwei Meter, denn man sah, wenn er hinter der Auslage lief, nicht nur seinen Kopf, sondern auch einen Teil seines Oberkörpers und - wobei dies wohl der wichtigste „Beweis“ gegen mich war - er trug ein Hemd, genau wie jenes, welches ich bei meinem letzten Besuch in dem Café getragen hatte. Sonst tat er nichts. Auf Gesten und Geräusche reagierte er ebenfalls nicht, ließ sich nicht ablenken, lief nur für einige Minuten hin und her, bis er irgendwann seitlich wieder verschwand.

Ich wußte, daß ich dies nicht sein konnte, ich hatte wahrlich Besseres zu tun. Aber was sollte ich reden, ich würde sehen, daß ich meinen Auftrag möglichst bald erledigen könnte, und dann wäre ich weg, und der Wirt müßte von alleine feststellen, daß sein „Videoladen“ weiter Schauplatz eines seltsamen Geschehens sein würde, auch wenn ich längst fort war. Ich verkniff mir auch die Bemerkung, daß der Wirt es ja auch selbst gewesen sein könnte, er war ja ebenfalls nicht gerade klein. Aber irgendwie - die Sache mit dem Hemd war schon befremdlich, denn ich hatte dieses auf einer Geschäftsreise in Hongkong speziell anfertigen lassen - beschloß ich trotzdem, mich für diese Sache nicht weiter zu interessieren. Auch versuchte ich gar nicht erst erneut, meiner Gastgeberin Gedanken dazu zu entlocken.

Wieder folgten einige Tage beschwerlicher Arbeit, und an einem Freitag, ich hatte viel geschafft, denn ich wollte bald fertig sein, kam ich erst zu später Stunde zu meinem Quartier. Davor stand ein Polizeiwagen.

„Hier darf niemand rein. Ein ungeklärter Todesfall. Beweisaufnahme“ wurde mir erklärt.

„Aber ich habe meine Sachen da oben, ich wohne hier.“

„Nun ja, die Mordkommission wird sich vielleicht für Sie interessieren.“

Nach einem kurzen, aber lästigen Wortwechsel wurde mir schließlich zugestanden, in Begleitung eines Polizisten meine Sachen aus dem Zimmer holen zu dürfen. Was ich auf dem Weg dorthin sah, wirkte so sonderbar, so abwegig… die alte Frau lag unmittelbar vor der Treppe auf dem Boden, sie hatte mein Hemd an, in der Hand hielt sie eine Schweinemaske. Und sie hatte sich Stelzen an die Beine gebunden. Hatte sie versucht, mit Stelzen und dieser Maske die Treppe hochzulaufen und war dabei verunglückt? Dagegen sprach die Blutlache, von welcher sie umgeben war.

Gleich danach mußte ich noch ein Verhör über mich ergehen lassen, allerdings konnte ich die Kriminalpolizei anscheinend überzeugen, daß ich mit diesem vermutlichen Verbrechen nichts zu tun haben könnte. Was sollte ich nun tun? Wohin? Ich würde hier noch einige Wochen zu schaffen haben… zum Glück war es Sommer, und ich konnte notfalls im Wald übernachten, was ich dann auch in der nächsten Zeit tat.

Als erneut ein Tag kam, an dem es wenig zu tun gab, lief ich wieder durch den Ort und schaute auch an dem merkwürdigen Laden vorbei. Ich sah dort das Szenario, wie der Wirt des Straßencafés es beschrieben hatte. Das geschlossene Geschäft und den großen Mann mit der Schweinemaske, der darin hin und her lief. Ich beschloß, der Sache doch auf den Grund zu gehen und ging um das Gebäude herum. Ich wollte am Hintereingang auf den Kerl warten, der diesen abstrusen Schabernack trieb, und ihn enttarnen.

Ich versteckte mich hinter einem Baumstamm und beobachtete das Geschehen, welches es nicht gab. Es geschah nämlich einfach nichts, und ich wurde bald sehr müde. Ich lehnte meinen Kopf an den Baumstamm und nickte ein…

Plötzlich verspürte ich einen heftigen Schlag. Vor mir stand der Mann mit der Schweinemaske, er hatte ein Eisenrohr in den Händen und holte gerade erneut aus. Ich konnte noch rechtzeitig ausweichen, und der Schlag ging gegen das Holz, er strauchelte, und ich nahm ihm das Rohr ab und schlug zu. Einmal, zweimal. Und noch einmal. Und noch einmal. Und… was war los mit mir? Ich fühlte mich völlig erschöpft und sank neben dem Mann, der aufgehört hatte, sich zu bewegen, zu Boden. Ich nahm ihm die Maske ab. Es war der Besitzer des Straßencafés… ich konnte nur noch feststellen, daß er tot war.

Bloß weg hier… diesmal war ich nicht mehr unschuldig, ich selbst war es gewesen. Ja, Notwehr. Am Anfang. Aber ich hatte zu oft zugeschlagen. Ich würde mir mit der Arbeit etwas einfallen lassen müssen. Eine Krankheit vielleicht. Irgendeinen Arzt, der mir ein Attest schrieb, würde ich finden. Ich ging um das Haus herum, auf die Straße, denn ich mußte genau in diese Richtung.

Ich warf noch einen kurzen Blick zurück auf den Laden, und mir wurde schlecht. Hinter der Auslage stand eine Person in Schweinemaske und winkte mir zu. Ich trat taumelnd an das Geschäft heran, und die Person hob die Maske ab und lächelte. Ich schrie auf und rannte und rannte, bis ich den Ort lange hinter mir gelassen hatte. Dann, ganz plötzlich, verließ mich jegliche Kraft und ich brach zusammen… es war so… ich selbst war es gewesen, der dort gestanden und mich angelächelt hatte.

AM DORFTEICH

Ein paar Erlen standen um den kleinen Dorfteich, doch waren sie bereits sehr alt und beantworteten jeden Windstoß mit ausgiebigem Knarren, während nur das Ufer in Richtung des Marktplatzes mit etwas Schilf und Rohrkolben gesäumt war. Die Oberfläche des Teiches war restlos mit Wasserlinsen bedeckt, und wenn doch dann und wann eine lichtere Stelle zu sehen war, so hatte wohl gerade eine Karausche Luft geholt oder war ein großer Frosch ins Wasser gesprungen.

Gerade war ein flüchtiger Regenschauer vorübergegangen, schon warf die Sonne wieder ihre Strahlen auf den Ort, lebensspendend für die zahlreichen Blumen und Gräser auf den nahegelegenen Weiden, doch so manchem Wassergetier, welches versehentlich an das Ufer geraten war, unerbittlich den Tod bringend.

Ein paar Dorflümmel kamen laut johlend herbeigerannt, sie waren wohl alle zwischen zehn und zwölf Jahren alt, bis auf einer, welcher vielleicht ein, zwei Jahre älter sein mochte; anscheinend war er ihr Anführer, was sich aus seinen fordernden Gesten und seiner markigen Stimme entnehmen ließ. Einer der kleineren Jungen nahm einen Stein und warf ihn ein paar Meter, daß er laut plumpsend in den Teich fiel. Ein weiterer tat es ihm gleich, und bald war ein richtiger Weitwurfwettbewerb daraus geworden. Der Anführer beteiligte sich anfangs nicht, eine ganze Weile schaute er scheinbar desinteressiert, doch schließlich nahm auch er einen Stein in die Hand. Er wartete, bis sich die Augen aller anderen auf ihn gerichtet hatten, holte aus und warf, weit, bis fast an das gegenüberliegende Ufer.

Kaum war der Stein jedoch im Wasser gelandet, hob sich die Wasserlinsendecke, und es ertönte ein markerschütternder Schrei. Die Dorflümmel stoben in alle Richtungen auseinander wie aufgescheuchte Hühner. Nur der Anführer blieb stehen und schaute griesgrämig drein. Gerade hatte er seinen Vater, den Dorfriesen, bei seinem Mittagsschlaf im Tümpel gestört. Das bedeutete zwei Wochen gekürztes Taschengeld! Der Dorfriese hatte sich nun ganz erhoben, er war über dreißig Meter hoch, seine Haut hing in langen Falten herab und war über und über mit Schlamm und Wasserlinsen bedeckt. Sein gräßlicher breiter Mund war weit geöffnet und verbreitete einen widerlichen Fäulnisgeruch, seine unzähligen Augen glotzten in die Ferne. Rasch bemühte sich der Anführer der Dorflümmel um eine Entschuldigung, doch der Riese winkte ab und sprach: „Du meinst es ja doch nicht ehrlich.“ Dann brach er in bittere Tränen aus und lief mit großen Schritten davon.

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