»Ich bin Ihnen so dankbar für Ihre hilfreiche Telefonberatung. Ungefähr drei Wochen später wachte ich mit dem absoluten Wissen auf, dass es Zeit war, ihm beim Übergang zu helfen. Ich hatte das Gefühl, auf der astralen Ebene mit ihm gesprochen zu haben. Daher machte ich einen Termin beim Tierarzt aus und sagte es ihm. Er verstand es und hatte in dieser Nacht große Angst, doch in seinen letzten drei Tagen war er ganz wie früher und tat alles, was er vor seiner Krankheit getan hatte. Das Wissen war ein so kostbares Geschenk für uns beide. Er schlief ganz friedlich ein und war glücklich und ekstatisch, von seinem alten Körper befreit zu sein. Er ist immer noch oft in meiner Nähe. Wir haben seine Knochen tief in einem Waldhain begraben und eine Rotbuche auf seinem Grab gepflanzt. Ich vermisse ihn sehr. Doch er ist so glücklich, dass meine Trauer nicht so stark ist, wie ich gedacht habe.«
Wesen, die hinübergegangen sind, fühlen sich im Allgemeinen ohne ihre körperliche Hülle frei und sorgen sich mehr darum, wie es ihrer Familie psychisch geht, als was mit ihrem alten Körper geschieht. Es kann sein, dass sie in der Nähe bleiben oder für eine gewisse Zeit zurückkehren, um sich zu vergewissern, dass mit ihren Lieben alles in Ordnung ist, dass sie Liebe und Segen schicken oder der Familie einen neuen Tiergefährten zuweisen. Manche werden auch wiedergeboren, wenn der richtige Zeitpunkt für sie gekommen ist. Mehr darüber später...
3 Loslassen und Sterbehilfe
Das Glück, sein Leben mit einem Tier zu teilen, kommt mit der garantierten Chance, die Schönheit des Sterbens mit ihm zu teilen, in welcher Gestalt auch immer. Mit dem Ende der irdischen Beziehung zu Ihren Tiergefährten bekommen Sie auch die Chance, Ihre telepathischen Fähigkeiten in der spirituellen Arena zu öffnen, zu erweitern und zu vertiefen, um mit den Tieren auf einer anderen Ebene zu kommunizieren, die Ihre Verbindung noch mehr bereichert.
Joan Fox, Tierkommunikatorin
Es ist wichtig sich anzusehen, was Tiere über ihr eigenes Leben und den Sterbeprozess fühlen. Wenn sie um ihr Leben kämpfen, wieder gesund werden wollen und bereit sind, potenziell hilfreiche Behandlungen durchzustehen, dann ist das der richtige Weg. Manche Tiere, die sich nicht einmal mehr ohne menschliche Hilfe bewegen können, wollen trotzdem weiterleben und haben das Gefühl, für ihren Menschen nützlich zu sein. Die Inspiration, die Liebe und das innere Wachstum, die Tiere und ihre Menschen einander schenken, lassen sich nicht messen.
Es kann schwierig sein zu wissen, wann man die medizinische Behandlung beenden soll. Vielleicht weiß auch Ihr Tiergefährte es nicht. Oft wollen Tiere das tun, was Ihnen gut tut, selbst wenn das bedeutet, schmerzhafte oder nutzlose Behandlungen fortzusetzen. Mit der Hilfe der tierärztlichen Diagnose, Ihrer eigenen Intuition und direkter Kommunikation mit Ihrem Tier über seine Gefühle und Wünsche kann der Übergang zum Tod erleichtert werden. Auch wenn der Verlust der körperlichen Gegenwart des Tieres traurig ist und wir unseren Kummer honorieren und unsere Gefühle fließen lassen müssen, hilft die Verbindung zum Tier als spirituelles Wesen, den gesamten Vorgang in die richtige Perspektive zu setzen.
Auch wenn es Ihnen leicht fällt, Tiere zu verstehen, kann es schwierig sein zu wissen, ob und wann es richtig ist, ihnen durch Euthanasie beim Sterben zu helfen. Ihre Sehnsucht, das Tier am Leben zu erhalten, kann die klare Kommunikation blockieren.
Selbst wenn Tiergefährten darum bitten, ohne Sterbehilfe zu gehen, kann ihre Situation sich ändern. Wenn sie außergewöhnlich leiden, brauchen sie möglicherweise doch Unterstützung beim Loslassen ihres Körpers. Bitten Sie Ihr Tier darum, es Sie wissen zu lassen. Da Sie ihm sehr nahe stehen, können Sie seine Wünsche spüren oder seine Zeichen richtig interpretieren. Atmen Sie entspannt ein und aus, verbinden Sie sich mit der Erde und öffnen Sie Ihr Herz, um seine Wünsche zu empfangen und zu erfahren, was für alle Betroffenen wirklich das Beste ist. Dann werden Sie wissen, was zu tun ist.
Manche Tiere werden sagen, wenn sie merken, wie ihr Körper zerfällt: »Lass mich jetzt gehen, hilf mir dabei, bevor ich meine Würde verliere.« Wenn es offensichtlich ist, dass das Leben des Tieres nicht länger erhalten werden kann, ist es am besten, wenn Sie sich still mit Ihrem tierischen Freund hinsetzen, so gut Sie können zuhören, Frieden mit ihm schließen, das gemeinsame Leben noch einmal durchgehen und bereit sind, ihn loszulassen. Viele Tiere gehen dann ruhig und zufrieden. Trotz der Trauer über den körperlichen Verlust Ihres Tieres ist es möglich, seine Freude daran, dass es nach dem Tod des Körpers eine befreite Seele ist, zu erleben. Man kann lernen, die spirituelle Verbindung und Kommunikation mit den gestorbenen Freunden aufrechtzuerhalten. Dies hilft auch, den ganzen Vorgang aus der richtigen Perspektive zu sehen.
Elizabeth Severino erzählt von Bodie, einem 14-jährigen Hund, der genau wusste, was er wollte:
Bodie verlor allmählich seine Körperfunktionen. In unseren Sitzungen teilte er uns mit, dass seine inneren Organe langsam versagten und seine Hinterbeine immer unbeweglicher wurden. Wie er deutlich sagte, würde er seinem Menschen mehrere Zeichen geben: Er würde den Appetit verlieren; er würde die Kontrolle über Blase und Darm verlieren; er würde einen stöhnenden, sich stetig steigernden Laut von sich geben; seine Beine würden völlig versagen. Wie er uns mitteilte, würde zu diesem Zeitpunkt offensichtlich sein, dass er mehr »schlechte« Tage als »gute« Tage hätte. Wie er weiterhin sagte, sollte alles »Ermuntern und Vorantreiben« aufhören. Er erwartete, dass es drei bis vier Wochen dauern würde, bevor der Zerfall seines Körpers den Punkt erreicht hätte, an dem er Sterbehilfe wollte. Wie sein Mensch mir später mitteilte, wurden alle genannten Zeichen drei Wochen später auf den Tag genau deutlich.
Es ist ganz selbstverständlich, die beste medizinische Versorgung zu wählen, um die Gesundheit seines Tieres wiederherzustellen. Wenn Sie auch bereit sind, den Tod als einen natürlichen und sogar schönen Teil des Lebens anzuerkennen, wird es leichter für Ihr Tier, sich zu entspannen und entweder gesund zu werden oder sich friedlich zu verabschieden. Nehmen Sie die Gefühle so, wie sie aufkommen, doch bürden Sie Ihrem tierischen Freund nicht die Last Ihrer Gefühle auf, indem Sie ihn bitten, am Leben festzuhalten. Hören Sie Ihrem Tiergefährten zu und bleiben Sie mit seiner spirituellen Natur in Kontakt. Verstehen Sie seine Standpunkte und lassen Sie den Tod wie das Leben einen Wachstumsprozess sein.
Zu lernen loszulassen und sich dem Fluss von Leben und Tod hinzugeben ist ein ständiger Prozess, den wir während unserer Zeit auf der Erde auf verschiedene Weise immer wieder erleben.
Eine Frau musste ihren vermissten Hund erst als tot anerkennen und loslassen, bevor sie es ihm ermöglichen konnte, lebendig in ihr Leben zurückzukehren. Die Tierkommunikatorin Karen Anderson erzählt, wie sie versuchte, einer Frau bei der Suche nach ihrem Hund Shadow zu helfen, der weggelaufen war:
Ich nahm telepathische Verbindung zu der Hündin auf. Wie Shadow mir sagte, war sie noch am Leben; sie hatte nur große Angst und wusste nicht, wo sie war. Shadow berichtete, dass sie in Richtung Süden gelaufen war und sogar die Chance gehabt habe, sich fremden Menschen zu nähern, doch die Angst hielt sie davon ab. Sie schickte mir ein Bild, in dem sie in der Nähe eines alten Lastwagens neben einem Zaun und einem Feld kauerte.
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