Stephan Berry - Wahre Römer

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Ein Gallier in Ägypten, ein Scheich in Toga, ein armenischer 007 Diese und andere Bewohner des Römischen Reiches, denen es gelang das römische Bürgerrecht, mithin die römische Staatsbürgerschaft zu erlangen, waren Römer. Aus Kurzporträts von Menschen der verschiedenen Epochen und Regionen der einstigen Weltmacht fügt sich das Bild des wahren Römers zusammen. Angesichts verschiedener Sprachen und unterschiedlicher Kulturen bewegten Themen wie Integration, Identität, Toleranz schon vor 2000 Jahren die Gemüter im multiethnischen Imperium Romanum. Welche Antworten die Römer auf diese Herausforderungen fanden und wie das Zusammenleben der verschiedenen Völker im Römischen Reich funktionierte, schildet Stephan Berry an 20 Kurzporträts über eine Zeitspanne vom Aufstieg des Stadtstaats bis hin zur Weltmacht und zur Krise der Spätantike. Diese Zwanzig führen dem Leser den ganzen Reigen verschiedener Lebenswelten in sozialer, kultureller, ethnischer und religiöser Hinsicht vor Augen. Dabei stehen nicht Kaiser oder berühmte Feldherren im Fokus, sondern Personen aus den verschiedenen Teilen der römischen Welt und den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Zusammenhängen – Etrusker, Spanier, Griechen und Gallier – Zivile und militärische Karrieren verpflanzten Menschen von einer Ecke des Imperiums in die andere, aber auch private Reisen sorgten dafür, dass man in der Welt herumkam. Ein Großraum wirtschaftlicher und kultureller Verknüpfungen, ein Schmelztiegel der Religionen brachte manch kuriose Gestalt hervor, wie wir sie nicht aus der Schule kennen und die in diesem Buch gemeinsam auftreten. Bühne frei – für humorvolle Unterhaltung ist gesorgt!

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Tarent war eine der bedeutendsten griechischen Kolonien in Italien; es hatte eine ansehnliche eigene Armee und, ähnlich wie Rom, ein System verbündeter Städte, den Italiotenbund. Dessen Wert war allerdings begrenzt, denn das Lieblingsspiel der griechischen Poleis, der Krieg aller gegen alle, wurde auch unter diesen Verbündeten gespielt. Davon abgesehen war aber ohnehin klar, dass Rom in eine ganz andere Liga gehörte, und so suchte Tarent einen mächtigen Verbündeten außerhalb Italiens.

Die Wahl fiel 281 v. Chr. auf König Pyrrhos von Epiros, ein Cousin von Alexander dem Großen, und begierig, sich denselben Feldherrenruhm wie der makedonische Vetter zu erwerben. In der Praxis war seine Bilanz aber eher bescheiden, vor allem, weil Pyrrhos nach anfänglichen Misserfolgen schnell die Lust verlor. Da sich die römischen Barbaren als zäher erwiesen als erwartet, verließ Pyrrhos 275 v. Chr. Italien für immer; drei Jahre später kam er in Argos bei einem weiteren militärischen Abenteuer ums Leben.

Damit war die Option Pyrrhos endgültig vom Tisch, und es kam zum Friedensschluss Tarents mit Rom. Die Bedingungen waren recht günstig, und Tarent war hinfort ein Verbündeter Roms. Als jedoch Hannibal im Zweiten Punischen Krieg kreuz und quer durch Italien zog, gehörte Tarent zu der Minderheit römischer socii , die eine Chance auf völlige Unabhängigkeit witterten und sich Hannibal anschlossen. Das war 213 v. Chr., vier Jahre später wurde Tarent von den Römern zurückerobert und diesmal gab es keine milden Friedensbedingungen: Die Stadt wurde geplündert, die Stadtmauern geschleift und die Einwohner deportiert.

Scheinbar passt alles gut zusammen: Andronicus wurde 209 v. Chr. versklavt und kam in das Haus Livius. Sein erstes literarisches Werk in Rom war 207 v. Chr. ein Hymnus zu Ehren der Göttin Juno; den ehrenvollen und wohl auch lukrativen Auftrag hierfür erhielt er auf Veranlassung seines Patrons Livius Salinator, und Andronicus wurde eine Art literarischer Celebrity. Die erste Aufführung eines von ihm übersetzten Stückes wird auf 197 v. Chr. datiert. Dies jedenfalls sind die Eckdaten zu Andronicus Karriere, die später vom römischen Autor Accius zusammengestellt wurden (geb. ca. 170 v. Chr.?), der selbst Theaterstücke schrieb und sich für die Geschichte seines Metiers interessierte.

Nun wissen wir nicht, auf welche Dokumente sich Accius stützte, und wie getreu er ihren Inhalt in seine Rekonstruktion einfließen ließ. Schlimmer noch: Die Darstellung des Accius ist uns nicht aus seiner eigenen Feder erhalten, sondern nur in der Wiedergabe in Ciceros Rhetoriklehrbuch „Brutus“. Cicero kann man hier allerdings nicht als fair bezeichnen, ging es ihm doch darum, Accius Schludrigkeit nachzuweisen.

Eine neue Generation von Gelehrten, neben Cicero auch Varro und Atticus, hatte sich um 50 v. Chr. daran gemacht, die Frühgeschichte der römischen Literatur neu zu bewerten. Kernpunkt dabei war die Feststellung, dass das erste römische Theaterstück aus der Übersetzerwerkstatt des Andronicus schon 240 v. Chr. aufgeführt wurde. Und das hat gewichtige Konsequenzen: Dann kann er wohl nicht erst 209 v. Chr. nach Rom gelangt sein. Man hat bis in die moderne Forschung versucht, Accius hier trotzdem partiell zu retten, mit der Annahme, er habe einfach zwei römische Siege über Tarent verwechselt – wenn Andronicus nicht 209 v. Chr. versklavt wurde, dann eben schon 272 v. Chr. Diese Rekonstruktion führt aber sofort zu neuerlichen Problemen.

Zum einen gab es 272 v. Chr., anders als 209 v. Chr., kein verheerendes römisches Strafgericht über Tarent, die Bevölkerung wurde nicht deportiert. Dazu war Andronicus, falls 272 v. Chr. überhaupt schon geboren, höchstens ein Kind, kein ausgebildeter Experte für griechisches Theater. Aber wenn er der Erste war, der die Kenntnis griechischer Dramen nach Rom gebracht hat, kann er sich logischerweise dieses Wissen nicht in Rom angeeignet haben – und erst recht nicht die praktische Erfahrung mit griechischem Theater, die er später als Schauspieler mitbrachte! Er kann also schwerlich bereits als Kind nach Rom gelangt sein.

Unter dem Strich bleibt die Vermutung, dass die ganze Story vom Sklavendasein des Livius Andronicus nichts als eine gelehrte Spekulation war. Ein freigelassener Sklave erhielt durch seinen ehemaligen Herrn den Namen und das Bürgerrecht – eine Standardprozedur. Aber ein freier Ausländer, der durch die Fürsprache eines römischen Patrons das Bürgerrecht erhielt, übernahm ebenso dessen Namen. Das Verhältnis zwischen Andronicus und dem Haus Livius kann also ein klassischer Fall von Patronage gewesen sein, wie es zwischen begabten Künstlern und einflussreichen Aristokraten mehr als einmal in der Weltgeschichte vorkam. Dass Andronicus nebenbei auch Lehrer der jungen Livii war, ist keineswegs ausgeschlossen.

Für Cicero und die anderen „Revisionisten“, die die Geburtsstunde der römischen Literatur von 207 nach 240 v. Chr. verschoben, ging es aber wohl um mehr als bloße Chronologie: Jarrett Welsh hat deutlich gemacht, dass sie auch der Kontext beschäftigte. Der Juno-Hymnus von 207 v. Chr. wurde direkt nach der siegreichen Schlacht am Metaurus in Auftrag gegeben, einem Wendepunkt des Zweiten Punischen Krieges. Die erste Theateraufführung von 240 v. Chr. jedoch fällt in eine Zeit des Friedens und hat keinen militärischen Bezug. Und irgendwie ist ja der Gedanke tröstlich, dass selbst bei einem martialischen Volk wie den Römern nicht alles aus dem Krieg geboren war, und dass es römische Gelehrte gab, die diesen Punkt auch für wichtig hielten.

Literatur: BEARE 1940, COWAN 2009, FUHRMANN 2005, LIVINGSTON 2004, SANFORD 1923, SEELE 1995, SZEMERÉNYI 1975, WELSH 2011

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