Hartmut Finger - Dahlen - Kleine Stadt mit Geschichte(n)

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Touristen, die aus anderen Bundesländern eher zufällig in unsere Gegend kommen, hören und sehen oft das erste Mal etwas von der Stadt Dahlen. Besucher aus nicht so weit entfernten Gegenden, oder auch aus anderen Landkreisen von Sachsen, haben zumindest schon etwas von der »Dahlener Heide« gehört. All jene, die sich in Dahlen etwas intensiver umschauen, kommen recht bald zu der Erkenntnis, dass sie sich auf einem geschichtsträchtigen Boden bewegen. Dazu trägt nicht zuletzt das Schloss bei, das selbst als Ruine beeindruckt. Diese Chronik sollte nicht nur eine Aneinanderreihung von Geschichtsdaten sein. Ziel des Autors ist es, eine Reihe der Vorfahren Dahlens und deren Schicksale namhaft zu machen. Dies ergibt einen deutlichen, vor allem aber einen lebendigen Einblick in die Lebensverhältnisse früherer Zeiten. Zahlreiche Illustrationen machen das Geschehen vergangener Tage anschaulich.

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Schnurkeramischer Becher gefunden am Kuhturm in LeipzigLindenau Um etwa 2200 - фото 4

Schnurkeramischer Becher, gefunden am Kuhturm in Leipzig/Lindenau

Um etwa 2200 Jahre vor der Zeitenwende siedelten sich bei uns Angehörige einer weiteren ackerbautreibenden Zivilisation an. Auch sie sind deutlich an der Art der von ihnen hergestellten Keramiken von den anderen Kulturen zu unterscheiden. Ihre Tongefäße haben in etwa die Form einer Glocke. Man bezeichnet sie deshalb als „Glockenbecherkultur“. Sie hat ihren Ursprung in Westeuropa, überwiegend auf der iberischen Halbinsel.

Funde aus einem Grab der Glockenbecherkultur Die Angehörigen beider - фото 5

Funde aus einem Grab der Glockenbecherkultur

Die Angehörigen beider letztgenannten Gesellschaftsformen – der Glockenbecherkultur sowie der Kultur der Schnurkeramik – besiedelten ausschließlich sogenanntes Altsiedelland. Das heißt, dass sie sich nur auf solchem Land niederließen, auf dem schon die vor ihnen hier eingewanderten Bandkeramiker siedelten. Damit dürfte auch von ihnen keine Niederlassung in und um die Dahlener Heide zu finden sein.

Bronzezeitliche Besiedlung

Nach neuesten Erkenntnissen gingen die Angehörigen der Kultur der Schnurkeramiker und die der Glockenbecherkultur untereinander auf; sie vermischten sich. Um etwa 1800 bis 1500 vor der Zeitenwende erreichten sie in unserer Region eine höhere Entwicklungsstufe. Der wesentlichste Fortschritt war, dass sie sich nun auf die Produktion und Bearbeitung von Metall verstanden. In diesem Fall war es die Herstellung von Bronze.

Bronze ist eine Legierung von etwa 80 % Kupfer und 20 % Zinn. Der Anteil von Zinn kann etwas variieren. Je nachdem, ob mehr oder weniger Zinn zugesetzt wird, ist die Bronze härter oder weicher. Dies richtete sich meist nach dem Zweck der Anwendung, ob zum Beispiel Werkzeuge, Waffen oder Schmuck hergestellt werden sollten. Die Erzeugung und Verarbeitung von Bronze entwickelte sich zuerst im Mittelmeerraum.

Den Zeitraum, samt der zugehörigen Kultur, in dem im jetzigen deutschsprachigen Raum erstmalig die Fertigung und Verarbeitung von Bronze praktiziert wurde, nennt man „Ältere Bronzezeit“. Man darf jedoch nicht annehmen, dass nun in jeder Siedlung Bronze herstellt wurde. Diese Technologie war damals wie auch heute noch eine Arbeit für Spezialisten. So waren es vor allem die Herren der bronzezeitlichen Burgen, die diese Fachkräfte bei sich ansiedelten, um von dieser Technologie zu profitieren.

Auch wenn er nicht unmittelbar aus dem uns interessierenden Gebiet stammt, so soll der wohl berühmteste Fund der letzten Jahre aus dieser Kultur – die Himmelsscheibe von Nebra nebst dem dazugehörigen Observatorium – nicht unerwähnt bleiben.

Die Vertreter dieser Kultur ließen sich, wie schon die Bandkeramiker und die Angehörigen der Glockenbecherkultur, ebenfalls nur in Altsiedelland nieder. Damit haben wir in und um die Dahlener Heide auch von ihnen keine Siedlungsnachweise.

Die Kultur der „Älteren Bronzezeit“ unserer Gegend entwickelte sich in der Zeit von etwa 1400 bis 750 vor der Zeitenwende weiter. Es war aber nicht die Einführung einer neuen Technologie, die eine größere Veränderung brachte. Auch die Angehörigen dieser Kultur verstanden sich auf die Verarbeitung und Herstellung von Bronze. Entsprechend ihrer Einordnung werden diese Kulturen „Mittlere-“ bzw. „Jüngere Bronzezeit“ genannt. Das wirklich Neue dieser Kulturepoche war, dass wir erstmalig eine flächendeckende Besiedlung unserer Region vorfinden. Damit ist auch erstmals das Gebiet in und um die Dahlener Heide als Siedlungsgebiet nachgewiesen.

Die Kulturen der Mittleren- als auch der Jüngeren Bronzezeit gehören zur sogenannten „Lausitzer Kultur“. Die Angehörigen der Mittleren Bronzezeit hinterließen die zahlreichen Hügelgräber in unserer Gegend, während die Angehörigen der Jüngeren Bronzezeit ihre Toten vorwiegend in Flachgräbern bestatteten. Beide Kulturen führten ausschließlich Brandbestattungen durch. Die Hügelgräber in der Dahlener Heide erhielten zudem rundum einen Kranz großer Felsbrocken. Eine Gruppe von 17 Hügelgräbern befindet sich in der Nähe von Bucha südwestlich des Lattenberges. Im Schmannewitzer Gebiet um Dahlequelle und Jägereiche sind ebenso einige Hügelgräber noch erkennbar. Besonders markant sind die 46 Hügelgräber im „Ramschen Holz“ zwischen Ochsensaal und Forstbaumschule. Es gibt aber auch noch einige andere Stellen in der Dahlener Heide, an denen eine Häufung von Hügelgräbern zu verzeichnen ist.

Urne mit Resten von Leichenbrand Lausitzer Typus gefunden bei Bucha - фото 6

Urne mit Resten von Leichenbrand, Lausitzer Typus (gefunden bei Bucha)

Hügelgrab im Ramschen Holz Mittlere Bronzezeit 14 Jh vuZ Die - фото 7

Hügelgrab im Ramschen Holz, Mittlere Bronzezeit (14. Jh. v.u.Z.)

Die Hügelgräber im Ramschen Holz Hervorragend erhaltene Keramiken aus der - фото 8

Die Hügelgräber im Ramschen Holz

Hervorragend erhaltene Keramiken aus der mittleren Bronzezeit gefunden in der - фото 9

Hervorragend erhaltene Keramiken aus der mittleren Bronzezeit (gefunden in der Dahlener Heide)

In beiden Kulturen, der Mittleren wie auch der Jüngeren Bronzezeit, wurde Ackerbau und Weidewirtschaft betrieben, wobei hier vor allem die sogenannte Waldweide eine Rolle spielte. Aber auch die Herstellung von Werkzeugen aus Stein war in dieser Epoche trotz Bronzeherstellung noch weit verbreitet.

Sogenanntes Flachbeil aus Bronze Heimatmuseum Dahlen Steinbeil aus der - фото 10

Sogenanntes Flachbeil aus Bronze

(Heimatmuseum Dahlen)

Steinbeil aus der jüngeren Bronzezeit hier hergestellt Heimatmuseum - фото 11

Steinbeil aus der jüngeren Bronzezeit, hier hergestellt.

(Heimatmuseum Dahlen)

Im Heimatmuseum von Dahlen haben wir 3500 Jahre alte Steinbeile, welche im Ortsteil Schwarzer Kater gefunden wurden. Das Material dieser Beile besteht aus Gestein aus unserer Gegend. Daher kann man annehmen, dass sie auch hier angefertigt wurden. Wenn man sich die Bohrungen in den Beilen einmal genauer betrachtet, kommt man nicht umhin zu vermuten, dass es zu jener Zeit Spezialisten für dieses Handwerk gegeben haben muss. Die Bohrlöcher wurden mit sehr großem Geschick mittels Kernbohrtechnik angefertigt. Hierzu wurde auf die zu bohrende Stelle als Bohrmittel Quarzsand und Wasser aufgebracht und darauf ein hohler Holzstab oder auch ein Röhrenknochen gedreht. Es versteht sich, dass dies eine sehr langwierige Arbeit war, und ein solches Werkzeug für die Menschen der damaligen Zeit entsprechend wertvoll gewesen sein musste. Ob unsere Vorfahren diese Fertigkeiten selbst entwickelt haben oder ob man sie aus dem Mittelmeerraum übernommen hat, lässt sich heute nicht mehr klären. In Ägypten wendete man zur selben Zeit diese Methode des Lochbohrens beim Bau von Tempeln an. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, auch das Rad wurde mehrfach erfunden.

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