Dennoch, die Sehnsucht nach Romantik war immer da und wird immer da sein. Frau will vergöttert werden, wenn auch nur heimlich und ganz verborgen im Inneren.
Und dann trifft sie im Urlaub oder in der heimischen Straßenbahn auf den Mann, der sie mit dunklen Augen anstarrt, als sei sie ein Weltwunder. Und wenn er spürt, dass ihr das nicht unangenehm ist, hat sie schon verloren und das Spiel beginnt.
Das alles weiß natürlich der geübte Beznesser und hat sich längst schon darauf eingestellt.
Jetzt mögen viele Leser mit dem Kopf schütteln und sich fragen, wie es passieren kann, dass sich eine westlich erzogene und intelligente Frau in „so einen“ verlieben kann. Doch Liebe lässt sich weder erklären noch beweisen.Zunächst aber sollte man erwähnen, dass das, was eine westliche Frau denkt, die mit ganz anderen kulturellen Hintergründen und Werten aufgewachsen ist als der Orientale, von ihm ganz anders gewertet und auch gedacht wird. Darüber sind sich westliche Frauen, die in einen Mann aus islamischem Kulturkreis verliebt sind, leider in den seltensten Fällen bewusst.
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Bezness aus psychologischer Sicht
Die Bayreuther Psycho-Therapeutin Dr. Yvonne Arnhold (siehe Quellennachweis) hat mit der Liste der feinsten Lügen ein Problem. Sie meint, dass die Aussagen der Beznesser eigentlich keine Lügen sind: Sie wollen wirklich heiraten und wirklich Kinder bekommen, für sie bedeutet das eben nur etwas ganz anderes. Die Beznesser nutzen dabei nur die kulturelle und anerzogene Mentalität der westlichen Frauen für ihre Zwecke.
So würde z.B. die Übersetzung der Aussagen eines Beznessers laut Dr. Arnhold lauten:
Du bist schön, du gefällst mir |
Mit dir komme ich zu sozialem Aufstieg und zu einer gesicherten Zukunft |
Du bist die Erfüllung meiner Träume |
Du bringst mir Geld, eine Aufenthaltsgenehmigung in deinem Land |
Ich möchte mit Dir leben |
Du wirst mich verwöhnen, mir ein Auto, ein Handy, einen höheren Lebensstandard verschaffen |
Wie eine taffe Frau zum Opfer wird
von Dr. Yvonne Arnhold
So kann auch die taffeste Frau zum Bezness-Opfer werden und in den schlimmen Kreislauf kommen, der leider nicht immer positiv endet.
Beznesser haben ein ausgeprägtes Gespür für die Schwachstellen im Selbstbewusstsein einer Frau. Die weniger Geübten arbeiten freilich eher nach der Methode Trial and Error: „Bei dreihundert Frauen, die ich in einer Urlaubssaison anspreche, werden schon drei hängen bleiben.“
Doch über Letztere zu reden lohnt kaum der Mühe. Interessanter sind die Methoden der Beznesser, die etwas eleganter und intelligenter vorgehen.
Dazu ist zu fragen: Was sind die Schwachstellen einer Frau, die einem Beznesser auffallen können und wo kommen diese Schwachstellen her?
Sie wachsen in der Diskrepanz zwischen dem westlichen (Familien-)System heute und den Idealvorstellungen, wie es einmal war und dementsprechend in den westlichen Vorstellungen von einer idealen Partnerschaft und einer Partnerschaft, wie sie heute lebbar ist.
So sieht sich eine Frau – gerade in der mittleren Generation – permanent einer Überforderung durch ihre Umwelt ausgesetzt, der sie gar nicht entsprechen kann. Sie soll emanzipiert und durchsetzungsfähig im Beruf, aber gleichzeitig auch angepasst und opferbereit in der Familie sein. Sie soll im Beruf alles durchschauen und klare Grenzen setzen, zuhause aber manipulierbar und auf die – für die Anderen – richtige Größe reduzierbar bleiben. Um dies zu erreichen spart die Umwelt (Familie) nicht mit Kritik – und je mehr die Frau nach außen erreicht, umso mehr braucht es dann natürlich innen diese Kritik und das Zieren, wenn es darum geht, diese Frau mit der notwendigen Achtung zu behandeln. Ungestraft darf jeder, der will, sich über ihr Äußeres auslassen, über ihr Alter, ihre Figur, ihre Haushaltsführung, ihr Verhalten den Eltern, den Geschwistern, dem Mann gegenüber. Ihre eigenen Bedürfnisse werden dabei ganz selbstverständlich als etwas betrachtet, das im Familienverbund oder im Freundeskreis nur stört und ihr deshalb nicht zustehen.
Je mehr aber die Frau versucht, all diesen (oft auch unausgesprochenen) Forderungen nachzukommen, umso unerfüllbarer werden diese Forderungen. Schließlich geben die unerfüllten Forderungen der Umgebung das „Recht“, sich auf Kosten der Frau auszuleben. Der Mann darf fremdgehen, weil sie – wahlweise – nicht mehr taufrisch, zu fordernd, zu selbständig, auf dem Egotrip (weil nicht ständig verfügbar) oder zu langweilig ist. Die Liste kann beliebig verlängert werden. Die Kollegen können immer mehr Arbeit auf sie abladen, weil sie sich sowieso immer vordrängt, weil sie schon immer alles gemacht hat, weil man ihr nur so demonstrieren kann, dass sie eigentlich schon zum alten Eisen gehört. Auch diese Liste kann nach Belieben verlängert werden.
Dazu gehört auch die Ziererei des westlichen Mannes, wenn es um die Beziehung geht. Für ihn bedeutet eine Liebeserklärung gern etwas, das man halt macht, wenn es gar nicht mehr anders geht. Zu seiner Familie geht er selbst nicht gern und eine Frau mitnehmen bedeutet, Familie und Frau einen Stellenwert zu geben, den beide heutzutage nicht mehr haben. Kein Wunder also, wenn die westliche Frau auf die Werbung (im Doppelsinn) eines Mannes anspringt, der ihr all dies auf dem Silbertablett zu servieren scheint, was ihr die Männer aus dem eigenen Kulturkreis vorenthalten. Dazu kommt, dass diese Männer oft auch noch attraktiver, jünger und drahtiger sind als westliche.
Zu dieser Gruppe – nach außen durchaus durchsetzungsfähiger und erfolgreicher Frauen – kommen dann natürlich noch die Frauen, die schon von der Familie zum Opfer bestimmt sind, die sogenannten „identifizierten Patienten“ oder schwarzen Schafe, die eine Familie braucht, um überhaupt noch irgendwie zusammenzuhalten. Was gern geschieht, indem man ein Problem an ihr „erkennt“ (in sie hinein fantasiert). Das kann sein: „Immer gerät sie an die falschen Männer“, „Sie bringt es einfach zu nichts“, „Sie kann nicht mit Geld umgehen“, „Sie schafft es einfach nicht, abzunehmen (zuzunehmen)“, „Sie enttäuscht uns immer, da kann sie machen, was sie will“ …
Da kann die Frau sich gegen dieses Verdikt wehren wie sie will, irgendwann bringt das Familiensystem sie genau da hin, wo es sie haben will und treibt sie damit geradewegs in die Arme eines Beznessers.
Wie das Opfer zum Schuldigen wird
Ein erfolgreicher Beznesser kennt seine Zielgruppe genau und weiß meist schon nach dem ersten Gespräch, wo er ansetzen muss und wo die genaue Schwachstelle im Selbstwertgefühl seines Opfers ist. Oft reicht es natürlich auch, erst einmal allgemein dieses fehlende Selbstwertgefühl zu stärken – freilich nur, um es dann später wieder komplett einzureißen und damit die eigene Macht zu demonstrieren, wenn man für die Frau keine weitere Verwendung mehr hat oder etwas von ihr erpressen will.
Dazu gehört auch – durch die kulturelle Vorprägung der Frau – dass der Beznesser gnädig Dienste, Geschenke und andere Leistungen entgegennimmt und dafür die Anerkennung zollt, die die Frau zuhause für das Gleiche nicht bekommt.
Hat der Beznesser dann aber was er wollte, erlebt die Frau noch schlimmer das abschätzige Verhalten, das sie in westlicher Version schon kannte und das sie in islamischer Version noch abhängiger und hilfloser macht.
In gewisser Weise muss sich der Beznesser so verhalten. So wie Menschen Tiere missachten und ihnen Seele und Gefühle absprechen, um sie schlecht behandeln und quälen zu dürfen, so muss es auch ein Mann mit einer Frau machen, die er von Anfang an nur ausbeuten will. In dem Maße, indem er die Frau achten und respektieren würde, müsste er sich auch anständig verhalten und das ist schlecht fürs Geschäft.
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