Jan Eik - In der Falle

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Sosehr sich die nationalsozialistische Diktatur bemüht, des „alltäglichen“ Verbrechens Herr zu werden – in Berlin treiben seit Jahren unbekannte Täter ihr Unwesen, die immer wieder Liefer- und Personenkraftwagen brutal überfallen. Mal werden Liebespärchen beim Tête-à-tête im Walde ausgeraubt, mal Fahrzeuge mittels umgekippter Baumstämme zum Halten gezwungen. Als schließlich sogar zwei Morde geschehen, wird 1938 die Sonderkommission «Autofallen» gebildet, der auch Hermann Kappe zugeteilt wird. Nach langwierigen Ermittlungen wird mit Walter Götze einer der Täter überführt. Seinem Bruder und mutmaßlichem Mittäter Max Götze kann indes zunächst nichts nachgewiesen werden. Doch das NS-Regime will ein Exempel statuieren und greift zu äußerst zweifelhaften Maßnahmen …
Es geschah in Berlin, der große Kettenroman um Kommissar Hermann Kappe, spiegelt in fiktiven Kriminalfällen das Berlin des 20. Jahrhunderts wider. Im fünfzehnten Band zeichnet der renommierte Berliner Publizist und Krimiautor Jan Eik alias Helmut Eikermann den wahren Kriminalfall um die Brüder Götze nach, wegen denen eigens ein neues Gesetz erlassen wurde: die „Lex Götze“.

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Kaum ist der letzte Ton der Klingel verhallt, öffnet Theodor Trampe hastig die Wohnungstür. Für einen Augenblick scheint er erschrocken. Oder kommt es Kappe im schwachen Licht der Treppenbeleuchtung nur so vor?

«Mensch, Hermann, wo kommst du denn her?», fragt Trampe sichtlich überrascht.

«Von drauß’ vom Walde, da komm ich her», spottet Kappe und wischt sich ein paar Schneegriesel vom Mantel. «Ist mein Besuch ungelegen?»

Trampe beeilt sich, ihn hereinzubitten. «Nicht doch, Hermann! Du kommst immer gelegen.» Er nimmt Kappe Hut und Mantel ab.

«Solange du uns privat besuchst», setzt er leise hinzu.

Kappe grient ein bisschen verklemmt. «Wieso? Hast du jemanden umgebracht?»

«Noch nicht», entgegnet Trampe viel zu ernst. «Aber am liebsten würde ich …»

Wen er gerne umbringen würde, braucht er nicht zu erläutern. Und Kappe weiß, wie gefährlich solche Äußerungen sind - nicht nur für Trampe selbst, sondern auch für Kappe, der sie hört und nicht widerspricht.

«Sei bloß vorsichtig, Theo!», rät er dem Freund. «Solche harmlosen Sprüche können KZ bedeuten.»

Trampe nickt. «Und wie gefährlich ist es für dich, einen ollen Sozialdemokraten einfach so zu besuchen?»

Hermann Kappe, ins Wohnzimmer gebeten, entgegnet ruhig: «Das lass man meine Sorge sein.» Seine Sorge ist es wirklich. Denn wenn ihn einer hier sieht, wo ihn mancher noch von früher kennt, und meldet, er hätte den Trampe besucht …

«’N Korn?», fragt Trampe und hat schon Flasche und Gläser in der Hand.

Kappe denkt an die beiden Grog, die er intus hat, will andererseits aber den Freund nicht vergrätzen. «Wirklich nur ’n kleinen», sagt er. Der Freund macht so einen seltsam angespannten Eindruck. Nicht mal zum Trinken setzt er sich.

Sie stoßen an. «Auf bessere Zeiten!», sagt Kappe. Trampe nickt ihm zu.

«Du bist so unruhig … Ist deine Frau nicht zu Hause?»

«Die ist bei ihrer Schwester in Heinersdorf. Da wird sie wohl auch übernachten. Sie traut sich abends kaum noch auf die Straße.»

«Das lass besser nicht meine Vorgesetzten hören. Die Sicherheit in der Reichshauptstadt hat prozentual stark zugenommen.» Trampe nickt. «Zeitung lese ich selber. Morgen ist ja der Ehrentag der Polizei, wie ich höre. Und vorgestern haben sich gleich dreie abgemurkst.»

Kappe hebt die Schultern. «Familiendramen wird es immer geben. Dagegen kann weder die Partei noch der Reichs-Heini was machen. Nicht mal wir vom Morddezernat. Ich gebe dir Brief und Siegel - in zwei Tagen haben wir das Geständnis des Täters.»

«Bei den Methoden heutzutage gesteht doch jeder!»

Kappe sieht ihn lange an. «Wir sind nicht die Gestapo», sagt er leise.

Trampe ist seinem Blick nicht ausgewichen. «Ich hoffe für dich, dass es bei dem Unterschied bleibt, Hermann.» Er füllt die Gläser noch einmal.

Im Korridor ertönt die Klingel, und sofort ist Trampe an der Wohnungstür.

Er hat jemand anderen erwartet als mich, denkt Kappe. Eine Frau? Das würde nicht zu Theodor passen, aber man weiß ja nie.

Eine Männerstimme fragt: «Du hast Besuch?»

«Ein alter Freund und Nachbar», antwortet Trampe und öffnet einladend die Zimmertür. Einen Augenblick messen sich Kappe und der Neuankömmling mit Blicken. Der Mann, den Mantel noch in der Hand, verharrt sichtlich erschrocken in der Tür und macht Anstalten, wieder zu gehen.

«Hermann Kappe», stellt Trampe vor. «Und das ist …»

«Willy Eschborn», sagt der Hinzugekommene gepresst. «Der Herr Oberkommissar kann sich sicherlich erinnern.»

Das kann Kappe in der Tat. Vor fünf Jahren hat er mit dem widerspenstigem Zeugen Eschborn zu tun gehabt, dessen Hinweis schließlich geholfen hatte, einen weiteren Mord zu verhindern. Das ahnt Eschborn sicherlich nicht einmal.

«Kommissar», sagt Kappe gemütlich. «Wir sind uns in einem vorigen Leben mal begegnet. Sommer 1932, wenn ich mich recht erinnere. Haben Sie Ihren schönen Garten hinter der Glaubenskirche noch?»

Eschborn bleibt misstrauisch. «Wir müssen wahrscheinlich bald runter», erklärt er schmallippig. «Sie wollen Neubauten hinsetzen.»

«Na, eine schöne Neubauwohnung wäre doch was für Sie», sagt Kappe. Er erinnert sich dunkel, dass von einer ebenerdigen Kochstube die Rede war, in der Eschborn mit seiner Familie haust.

«Sie haben eine niedliche Tochter …»

«Und seit neuestem einen Sohn dazu», ergänzt Trampe eifrig.

«Gratuliere», sagt Kappe zu Eschborn. Der nickt dankend.

Trampe scheint ein wenig beunruhigt, dass die beiden sich kennen und dass Eschborn so zurückhaltend reagiert. «Nun setz dich endlich, Willy!», fordert er den zweiten Gast auf. «Hermann war mal mein Nachbar. Er ist ganz zufällig vorbeigekommen. Einfach so, aus alter Anhänglichkeit …»

«Und weil so schönes Wetter ist», meint Eschborn ein bisschen gallig. Er traut dem Frieden nicht. In seiner Welt kommen Kriminalbeamte nicht zufällig irgendwo vorbei.

«Hermann ist immer noch beim Morddezernat», erläutert Trampe, der die Stimmung ein wenig auflockern möchte. «Wie geht’s denn dem dicken Gennat?»

«Nicht besonders gut», sagt Kappe. Das geht die beiden eigentlich gar nichts an, aber er möchte keinen schlechten Eindruck auf Eschborn machen. Was der wohl mit seinem alten Freund zu tun hat? Ihm wird ganz heiß, als er über die Möglichkeiten nachdenkt. Wenn die beiden was Konkretes im Schilde führen oder an irgendwelchen Aktionen beteiligt sind - und Kappe kann sich das durchaus vorstellen, die Stimmung hat etwas Verschwörerisches an sich –, wird man sie früher oder später schnappen und durch die Mangel drehen. Wo, wann, warum und mit wem? Ein Kriminalkommissar war zufällig anwesend? Wie hieß der Kerl, und was habt ihr mit ihm bekaspert?

Hermann Kappe steht auf. «Ich werd mal besser gehen. Der Fall in der Joachimstraße macht uns ’ne ganze Menge Arbeit. Komm doch gelegentlich mal vorbei, Theodor! Klara würde sich freuen.» Er reicht Willy Eschborn die Hand. «Ich bin wirklich zufällig hier», sagt er freundlicher, als es sonst seine Art ist. «Sie brauchen keine Angst zu haben.»

Eschborn sieht ihm offen ins Gesicht. «Ich habe keine Angst.» Kappe glaubt es ihm. Es gibt solche Leute. Im Flur zieht er seinen Mantel über. Trampe hat keinen Versuch gemacht, ihn zurückzuhalten.

Eschborn steht in der offenen Zimmertür. «Darf ich Sie was fragen?»

«Selbstverständlich.»

«Weshalb steht eigentlich über den großen Überfall bei Hangelsberg nichts in der Zeitung?»

Kappe ist überrascht, lässt es sich jedoch nicht anmerken. «Das wüsste ich auch gerne», erwidert er ruhig. «So was wird heutzutage weiter oben entschieden. Wahrscheinlich will man die Bevölkerung nicht beunruhigen.»

«Was ist denn in Hangelsberg passiert?», erkundigt sich Trampe.

Kappe sieht Eschborn an, und der erwidert seinen Blick.

«Die Bande, die schon im vorigen Jahr etliche Autos überfallen hat, scheint wieder zugeschlagen zu haben», sagt Eschborn schließlich.

Kappe belässt es dabei. Er wird sich hüten, den Mann zu berichtigen. Die Ganoven, nach denen mit Hochdruck gefahndet wird, sind seit November 1934 aktiv.

«Nicht mal vor der Olympiade habt ihr die gekriegt?», fragt Trampe ein wenig spöttisch. «Scheinen ja dolle Burschen zu sein.»

«Scheint so», meint Kappe einsilbig, und an Eschborn gewandt: «Woher wissen Sie denn davon?»

Wird Willy Eschborn tatsächlich erst in diesem Augenblick klar, dass er sich da voreilig auf eine unangenehme Geschichte eingelassen hat?

«Hat ein Kollege bei Ambi erzählt», sagt er. «Der kam auf seinem Fahrrad aus Erkner dazu.» Ambi, das sind die großen Ambi-Budd Presswerke in Schöneweide, wo Autokarosserien gefertigt werden.

Kappe setzt seinen Hut auf und greift zur Klinke der Wohnungstür. «Dann werden ihn meine Kollegen ja als Zeugen vernommen haben», sagt er abschließend nur.

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