Manfred Sacher - Ein Märchenbaum erzählt

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Ein Märchenbaum erzählt: краткое содержание, описание и аннотация

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Wenn du an Märchen, Mythen und Sagen glaubst und dich daran erfreuen kannst, dann wirst du ihm auch begegnen: dem Märchenbaum. Er ist eine uralte Eiche mit einer weitverzweigten Krone. Legst du dich in seinen Schatten, schließt die Augen und hörst ganz genau hin, dann kannst du ihn erzählen hören. Von Prinzen und Prinzessinnen, von guten und von bösen Feen, aber auch von Teufeln und machtgierigen Zauberern. Ja, der Märchenbaum kennt sie alle.

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Da hörte sie die Stimme des Zeremonienmeisters: „Eure Hoheiten! Es begehrt Einlass der hochedle Prinz Haubold und sein Gefolge!“

„So lasse er ihn herein, wir freuen uns, ihn zu sehen“, erwiderte die Königin schnell und dachte an die Truhe voller Schätze.

Das Lächeln und die Freude wichen aus dem Gesicht der Prinzessin, als sie den Namen hörte. Mit diesem Freier hatte sie so zeitig in der Früh nicht gerechnet. Vorsichtig öffnete sie die Tür einen Spalt und schaute in den Saal.

Mit großen festen Schritten kam Prinz Haubold herein. Hinter ihm eine finstere Gestalt, die einem schon beim Anblick eine Gänsehaut über den Rücken laufen ließ. Ihre Augen sahen wie schwarze Löcher aus und die Lippen hatte sie zu einem schmalen Strich zusammengepresst. Immer wieder schaute sie nach links und rechts, als ob sie Angst vor etwas hätte oder etwas suchte.

Der Prinz trat vor den Thron und deutete wieder eine Verbeugung an. Als der König und die Königin seinen Gruß erwiderten, drehte er sich um und klatschte in die Hände. Diesmal kamen vier Diener mit zwei großen Truhen herein, stellten sie vor dem Thron ab und zogen sich schnell zurück.

„Eure Hoheiten“, fing Haubold an. „Da ich wieder einmal gegen meine Feinde gewann, mein Königreich erweitert und eine Menge Schätze erobert habe, ist mir eure Tochter das Doppelte wert. Sie soll die reichste Königin sein, die es weit und breit gibt. Es wird ihr an nichts fehlen. Sie wird nur ihren geliebten Gemahl hin und wieder vermissen. Denn ein so mächtiger König mit einem so riesigen Reich muss darin für Ordnung sorgen. Außerdem werde ich wohl dann und wann einen Krieg gegen meine Feinde führen.“

Die Prinzessin hatte genug gehört. So schnell sie konnte, eilte sie davon. Sie hoffte, ihrem geliebten Prinzen zu begegnen, um dann mit ihm zu fliehen. Da sie ihn nirgends erblicken konnte, eilte sie zum See.

Dieser aber hatte sie schon längst erspäht und ritt ihr nach. Fast hatte er sie erreicht, als sie unter den herabhängenden Zweigen der Trauerweide verschwand. Er band sein Pferd an und schlich zum Baum, bog die Zweige vorsichtig auseinander und schaute hindurch. Seine Prinzessin saß auf der Bank und weinte. Er ging zu ihr.

Glücklich fielen sich die beiden in die Arme. Ein langer Kuss trocknete auch noch die letzten Tränen. Eng umschlungen setzten sie sich auf die Bank und die Prinzessin erzählte ihm von dem Freier, der gerade bei ihren Eltern um ihre Hand anhielt, und von den beiden Schatztruhen.

„Da kann ich wohl nicht mithalten. Ich hab nur eine kleine Truhe von meinen Eltern mitbekommen. Sie meinten, es komme nicht auf Ruhm und Geld an. Wichtig sei, dass man sich lieb hat.“

„Da haben deine Eltern wohl recht“, erwiderte die Prinzessin.

„Ich glaube aber, dass sich meine Eltern von dem Gold und den Edelsteinen blenden lassen. Sie werden darauf bestehen, dass ich diesen grässlichen Kerl nehme. Ach, Liebster, sag, was wir dagegen machen können?“ Die Prinzessin schmiegte sich an ihn und fing wieder bitterlich zu weinen an.

„Wenn ich dich nicht zu meiner Königin machen kann, dann kann ich auch gleich als Fisch hier im See weiterleben. Ohne dich hat mein Leben keinen Sinn mehr.“

Keiner von beiden bemerkte die finstere Gestalt, die schon lange alles mit anhörte. Es war der Zauberer des Prinzen Haubold. Er hatte gespürt, dass sich die Prinzessin vom Schloss entfernte, und war den beiden gefolgt. „Das trifft sich gut“, sprach er leise vor sich hin. „Wenn er ein Fisch werden will, so kann ich ihm wohl helfen. Und gleichzeitig einen Rivalen meines Herrn ausschalten.“ Er hob einen Stab und sprach unverständliche Worte vor sich hin. Ein Aufschrei unter dem Blätterdach des Baumes bestätigte ihm den Erfolg seiner Zauberei. Der Prinz hatte seiner Geliebten gerade einen Kuss geben wollen, als er sich in einen Fisch verwandelte und ins Wasser glitt. Gleichzeitig hörte die Prinzessin ein lautes, höhnisches Gelächter, das sich schnell entfernte. In ihr stieg etwas auf, was sie noch nie so gespürt hat: Wut und Trauer. Sie trat unter dem Baum hervor und sah gerade noch, wie die finstere Gestalt, die den Prinzen Haubold begleitet hatte, im Schloss verschwand.

Mit ernstem Gesicht und festen Schritten ging die Prinzessin zum Schloss. In ihr wütete ein Vulkan. Sie wollte diesen Prinzen und sein Gefolge zur Rede stellen. Was sie nicht bemerkt hatte, war die durchsichtige Gestalt, die sich aus dem Wasser erhoben hatte. Ein blendend heller Strahl schoss aus einer Kugel, die dieses zauberhafte Wesen in den Händen hielt. Der traf die Prinzessin, ohne dass sie etwas davon spürte. Sie wurde ruhiger, selbstbewusster. Sie war nicht mehr die lustige, alles verzeihende Prinzessin Goldhaar. Diesmal ging sie ohne Umwege gleich in den Thronsaal.

„Da bist du ja endlich“, stellte die Königin erleichtert fest. „Der edle Prinz wartet schon voller Ungeduld auf dich. Und schau nur, was er für wertvolle Schätze mitgebracht hat. An seiner Seite wirst du nicht nur die schönste, sondern auch die reichste und mächtigste Königin werden. Und uns machst du damit glücklich“, schwärmte sie.

„Na, dann würde ich doch vorschlagen, dass du ihn nimmst! Ich werde ihn jedenfalls nicht nehmen. Er hat meinen Prinzen von dem da in einen Fisch verwandeln lassen. Ja, so grausam ist er! Wie wird er wohl mit mir umgehen, wenn ich erst in seinen Fängen bin? Er soll seinen Kram zusammenpacken und mit seinen Gehilfen das Weite suchen. Und das so schnell wie möglich, ehe ich alles eigenhändig zum Fenster hinauswerfe!“

„Aber Prinzessin, was ist denn in dich gefahren? So behandelt man doch keinen Gast. Und einen so reichen gleich gar nicht. Sofort wirst du dich bei ihm entschuldigen! Sag, dass es dir leidtut“, herrschte sie der König an.

Die Prinzessin hörte gar nicht richtig zu. Sie schaute den Prinzen und vor allem den Zauberer zornig an. „Hat er mich nicht verstanden oder ist er begriffsstutzig? Ich sagte doch, er solle verschwinden. Oder muss ich erst die Wachen rufen?“

Prinz Haubold wollte und konnte nicht glauben, was er da eben gehört hatte. Was erlaubte sich diese Göre von einer Prinzessin? Ihn, den mächtigsten und gefürchtetsten König weit und breit, so zu beleidigen. Wut stieg in ihm auf und er hätte am liebsten gleich seine Macht demonstriert. Er konnte auch die Macht seines Zauberers nutzen, doch wer wusste, ob die hier nicht auch einen hatten, der vielleicht noch mehr konnte. Er kniff die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen und schaute zum König. „Euch wird das alles noch einmal sehr, sehr leidtun. So einfach wirft man einen Haubold nicht hinaus! Wir werden uns wiedersehen, aber dann bestimmt nicht mehr mit Geschenken!“

Mit großen Schritten stürmte er aus dem Saal. Seine Diener konnten ihm mit den schweren Truhen kaum folgen. Der Zauberer hatte sich schon heimlich aus dem Staub gemacht. Er kannte seinen Herrn. Einer musste herhalten und seinen Zorn über sich ergehen lassen. Warum sollte er das sein?

Der König stand vor seinem Thron und brachte kein Wort hervor. Die Königin schaute ihre Tochter mit großen Augen an. „Was soll jetzt nur aus uns werden, was soll nur werden?“, stammelte sie.

„Wenn er uns den Krieg erklärt, ist unser Königreich für immer verloren“, sprach der König vor sich hin und ließ sich auf den Thron fallen. „Wie haben keine Armee, die wir ihm entgegenstellen können. Er wird keine Rücksicht nehmen und uns aus dem Land jagen. Alles nur, weil eine hochnäsige Prinzessin, wie unsere Tochter eine ist, nicht reich und mächtig werden will. Nein, aus Liebe will sie heiraten. Da wird man jeden Tag satt von der Liebe. Ach, Prinzessin, wo ist denn jetzt deine große Liebe? Im See als Fisch. Dann wird er ja auch bald um deine Hand anhalten kommen.“

„Hör auf, Vater, ich weiß, dass ihr nur hinter der Brautgabe her seid. Ich sah auch die gierigen Augen der Mutter, die sich von dem Inhalt der Truhen nicht lösen konnten. Nur damit ihr es wisst, ich werde überhaupt niemanden heiraten und für immer und ewig allein bleiben.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, ging sie in ihre Gemächer.

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