Manfred Sacher - Ein Märchenbaum erzählt

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Ein Märchenbaum erzählt: краткое содержание, описание и аннотация

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Wenn du an Märchen, Mythen und Sagen glaubst und dich daran erfreuen kannst, dann wirst du ihm auch begegnen: dem Märchenbaum. Er ist eine uralte Eiche mit einer weitverzweigten Krone. Legst du dich in seinen Schatten, schließt die Augen und hörst ganz genau hin, dann kannst du ihn erzählen hören. Von Prinzen und Prinzessinnen, von guten und von bösen Feen, aber auch von Teufeln und machtgierigen Zauberern. Ja, der Märchenbaum kennt sie alle.

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Es muss doch etwas zu bedeuten haben, dachte sie und ihre Schritte wurden langsamer und langsamer. Ich werde ihn mir erst einmal von der Galerie aus anschauen, entschied sie und stürmte, gefolgt von ihren Zofen, die Stufen hinauf. Vorsichtig öffnete sie die Tür, um ja kein Geräusch zu machen. Gebückt schlichen die drei zur Brüstung.

Ihr Herz, das ihr bis jetzt vor Freude bis zum Hals gepocht hatte, wollte mit einem Schlag aufhören zu schlagen. Eine Gestalt, groß und breitschultrig, stand vor ihren Eltern. Vor ihm eine Truhe, gefüllt mit Goldmünzen und Edelsteinen. Es war nicht ihre große Liebe, die sie erwartet hatte. Wenn sie doch nur sein Gesicht sehen könnte. Als ob er es gehört hätte, schaute er sich im Saal um. Da sah sie einen Mann, der doppelt so alt war wie sie. Auf seiner rechten Wange zeichnete sich eine große Narbe ab, die sein Gesicht nicht gerade schön aussehen ließ. Man sah ihm an, dass er keinem Kampf aus dem Wege ging. Das bestätigte auch das große Schwert an seiner Hüfte.

„Wird es denn noch lange dauern, bis die gnädige Prinzessin gedenkt, zu erscheinen?“, fragte er auf einmal und seine Stimme wurde dabei immer lauter.

„Sie wird sofort erscheinen, edler Herr“, versuchte ihn der König zu beruhigen.

Ihre Gedanken überschlugen sich. Was konnte sie nur tun, um nicht zu gefallen? Da fiel ihr Blick auf eine der Zofen. „Zieh schnell dein Kleid aus, ich werde es anziehen, wenn ich in den Thronsaal gehe.“

„Aber Prinzessin, das könnt Ihr doch nicht machen, es ist nicht gerade mein schönstes Kleid. Und einen Fleck hat es auch schon.“

„Red nicht so viel, zieh es aus, die Zeit drängt.“

In dem Kleid der Zofe sah sie wirklich nicht wie die Prinzessin Goldhaar aus, zumal sie auch ihre sonst so geliebten Haare zerzauste.

„Da bin ich. Was gibt es denn so Wichtiges, dass ich sofort kommen sollte?“

„Aber Kind, wie siehst du denn aus? Wo hast du dich herumgetrieben? Ich muss mich ja für dich schämen.“

„Aber Hoheit, das macht doch nichts“, meinte der Prinz. „Es ist mir so lieber, als wenn sie geschniegelt und gebügelt daherkäme und sich zierte wie ein verwöhntes Frauenzimmer. Mir gefällt sie so, wie sie ist, und ich möchte noch einmal um ihre Hand anhalten.“

„Da habe ich aber auch noch ein Wörtchen mitzureden. Es geht immerhin um mein Leben. Einige Tage Bedenkzeit brauche ich schon.“

„Damit bin ich einverstanden. Ich werde in einer Woche Ihre Entscheidung entgegennehmen. Bis dahin habe ich noch einen kleinen Krieg mit meinen Nachbarn zu gewinnen. Danach wird mein Reichtum noch größer und mein Ansehen noch gewaltiger sein. Prinzessin, Ihr werdet eine große und einflussreiche Königin sein. Bis zur Entscheidung nehme ich die Truhe wieder mit. Die Hoheiten haben ja gesehen, was ich an Brautgabe mitbringe.“ Er deutete eine Verbeugung an und verließ das Schloss. Er war sich sicher, mit der Truhe voller Gold Eindruck hinterlassen zu haben. „Habt ihr die volle Truhe mit den Goldstücken gesehen? Damit können wir nicht nur das Schloss renovieren“, meinte der König.

„Und die vielen Edelsteine, was man damit alles anfangen könnte …“, schwärmte die Königin.

„Und mit so einem Rohling wollt ihr mich verheiraten? Nur, weil er stinkreich ist, soll ich Ja sagen? Was aus mir wird, ist euch wohl ganz egal? Ich denke gar nicht daran, diesen aufgeblasenen Gernegroß zum Mann zu nehmen. Und wenn das ganze Schloss zusammenfällt, den nehme ich auf keinen Fall. Es gibt auch noch andere.“ Dabei dachte sie an ihren Prinzen und stürmte aus dem Thronsaal. In ihrer Kammer ließ sie sich aufs Bett fallen und konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten.

Der König und die Königin schauten sich überrascht an.

„Was ist denn in unsere Tochter gefahren? So ungehorsam kenne ich sie gar nicht“, entfuhr es dem König. „Sie hat doch immer gemacht, was wir von ihr verlangt haben.“

„Du hättest ihr eben nicht immer alles durchgehen lassen sollen. Etwas mehr Strenge hätte nicht geschadet“, entgegnete die Königin.

Beide dachten noch immer an die Truhe, die vor wenigen Augenblicken vor ihnen gestanden hatte. Golden glänzten des Königs Augen und die Königin sah schon die vielen Edelsteine an sich glitzern.

Die Ankunft eines weiteren Prinzen riss sie aus ihren Träumen.

„Wir lassen bitten“, meinte der König mit einer erwartungsvollen Miene. „Vielleicht kommt der Nächste mit noch mehr Schätzen und Geschenken.“

„Nein, nein“, erwiderte die Königin. „Keiner rings um unser Königreich ist so mächtig und reich wie der erste Freier.“

Die Tür ging auf und der heimliche Geliebte der Prinzessin betrat den Saal, machte vor den Hoheiten eine tiefe Verbeugung und trat auf die Königin zu. „Diese Kleinigkeit möchte ich Euch von meinen Eltern überreichen. Gleichzeitig bitte ich um die Hand der Prinzessin Goldhaar.“

„Woher kennt Ihr unsere Tochter?“, fragte der König etwas überrascht.

„Aber Hoheit, Ihr wart doch zur Hochzeit meiner Schwester, der Prinzessin Isolde, eingeladen. Es liegt zwar schon einige Jahre zurück, doch schon damals habe ich mich in Goldhaar verliebt und, wie ich glaube, sie sich auch in mich.“

„Ach ja“, versicherte der König schnell, konnte sich aber nicht mehr daran erinnern. Die Königin betrachtete den Edelstein und musste wieder an die Truhe denken, die voll davon war. Für sie stand der Bräutigam für ihre Tochter fest, denn eine bessere Partie konnte diese nicht machen. Wenn er auch kein junger Bursche mehr war und nicht die feinsten Manieren hatte. Die Liebe würde mit den Jahren schon kommen. Bei ihr war es doch auch nicht anders gewesen. Dieser hier war zwar jung und hübsch, doch reich waren seine Eltern genauso wenig wie sie selbst.

„Junger Prinz, sage er seinen Eltern die besten Grüße und einen Dank für das Geschenk. Was die Hand der Prinzessin angeht, so soll er sich die Antwort in einer Woche abholen.“

Der Prinz verstand zwar diese Zeitverzögerung nicht, fügte sich aber und verabschiedete sich.

Vor dem Schloss stieß er fast mit der Prinzessin zusammen, die auf dem Weg zu ihrem Lieblingsplatz war. Beide schauten sich verliebt in die Augen und wären sich am liebsten in die Arme gefallen. Doch hier könnte man sie sehen und das wollten sie nicht. Bevor er weiterritt, flüsterte er ihr zu: „In einer Woche werde ich dich holen. Von da an kann uns nichts mehr trennen. Vergiss mich bis dahin nicht.“

So verstrichen die Tage. Keine Minute verging, in der sie nicht an ihren Liebsten dachte. Sie hatte sogar geträumt, wie er sie hoch zu Ross zu seinen Eltern brachte. An den anderen Freier verschwendete sie keinen Gedanken mehr. Ihn hatte sie schon aus ihren Gedanken gestrichen. Doch sollte es wirklich so einfach sein?

Jeden Tag ging sie zum See und erzählte den Fischen, dass sie bald von ihrem Prinzen geholt würde. Die schienen sich darüber so zu freuen, dass sie hoch aus dem Wasser sprangen. Einige übertrieben es so sehr, dass sie auf dem Trockenen landeten. „Ihr kleinen Wilden, das dürft ihr aber nur machen, wenn ich in der Nähe bin. Wer soll euch denn sonst wieder zurück ins Wasser setzen?“, sagte sie lachend und ließ sie ins kühle Nass gleiten. Aus vielen kleinen Mäulern hörte sie einen leisen Dank. Jedes Mal ging sie froh und gut gelaunt zum Schloss zurück. Wenn ich morgen Früh aufstehe, dann ist es so weit, dachte sie, schlief selig ein und träumte wieder von ihrem Liebsten.

Trompetenklänge rissen sie aus dem Schlaf. Erschrocken fuhr sie hoch. „Was ist denn? Hab ich es verschlafen? Warum hat mich keiner geweckt?“, stammelte sie und sprang aus den Federn. Waschen und Anziehen gingen heute viel schneller als sonst. Schon war sie auf dem Weg in den Thronsaal – und blieb noch einmal stehen, um an sich hinunterzuschauen. Es sollte ja alles in Ordnung sein.

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