Hermann Ritter - Drei Dekaden

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Drei Dekaden schon reist Hermann Ritter an der Hand obskurer und obskurster Lotsen durch Nebenräume, Hinterzimmer, Verliese und Keller. Ein Nerd, bevor es den Begriff gab, ein Rollenspieler, als dieses Hobby noch eigenartig war, ein Science Fiction-Fan, bevor diese Dinge alle ins Kino kamen und ein Esoteriker, bevor der Begriff zu einem Bauchladen für kommerzielle Einhornpulverzerstäuber wurde, war er an eigenartigen Orten zu eigenartigen Zeiten.
Diese dreißig Jahre waren eine Fahrt durch das Leben und eine Achterbahnfahrt durch Magie und Okkultismus. Er besichtigte sprechende Pferde, die auf Hessisch in Vierzeilern sprachen. Sprach mit Menschen, die vermuteten, er sei ein Träger geheimer Informationen und wollte nur über „Chemtrails“ schweigen, weil er Angst vor dem Geheimdienst habe. Er stand mit nackten Hexen auf einem FKK-Strand, verirrte sich im Nebel auf einer Thingstätte zwischen Skinheads und Neonazis, durfte zusehen, wie Erzengel in einen Schwaben eindringen und immer wieder versuchen, den schmalen Grat zwischen Vernunft, Humor und Irrsinn einzuhalten.
Einige seiner Berichte sind geheim, andere werden vom albanischen Geheimdienst unterdrückt, einige sind in Sprachen geschrieben, die kein lebender Mensch mehr versteht. Der Rest steht hier. Vielleicht.

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c. Folgerungen

Im Rahmen der Aufklärung, der Entzauberung der Welt, ist die Verbindung zwischen Mensch und Gott zerrissen bzw. zerschnitten worden. Umso mehr Lebensumstände wir uns mit wissenschaftlichen Regeln erklären konnten, desto weniger brauchten wir Gott als erklärenden Umstand. Und das Verständnis der Regeln der Schöpfung dämpfte unser Interesse an dem Sinn der Schöpfung. Zu spät haben wir erkannt, dass wir zwar die Grundlagen der menschlichen Entwicklung wissenschaftlich erklären können, doch nicht den Sinn der Erschaffung von intelligenten Wesen in unserem Sonnensystem. Es ist eben doch noch Raum für den Schöpfer in der wissenschaftlichen Gleichung.

Die Menschheit hat in den letzten Jahrhunderten viel gelernt. Aber jetzt sind wir an einem Punkt angelangt, wo das Lernen alleine uns nicht mehr glücklich macht und das Fühlen seinen Platz zurückerhalten muss. Stirn und Hand, das ist das Motto unserer Zeit. Doch das Herz, das ach so schmerzhaft nach Antworten auf uralte Fragen stöhnt, muss auch befriedet werden.

Die Bedeutung von Kult, Gebet, Gottesdienst und Opfer ist verloren. Diese Begriffe sind aus unserem täglichen Leben verschwunden. Aber der Bedarf danach ist noch vorhanden. Wir brauchen Mythen, weil wir zusätzlich zur rationalen Erklärung der Welt einer irrationalen Erklärung bedürfen! Die Magie erfüllt diesen Wunsch nach Irrationalität.

Ich habe aufzuzeigen versucht, dass es die Transzendenz ist, welche uns die Magie ermöglicht, die uns auch wieder an die Religion bindet. Doch das Erkennen dieser Transzendenz ist eine reine Geistesleistung, kein Ergebnis eines religiösen Fühlens und Sehnens, das uns nach Gott verlangen lässt. Doch nicht nur unser Geist bindet uns an Gott – ebenso sind wir mit Gott über Herz und Seele verbunden. Die Wissenschaft beantwortet die Fragen unseres Verstandes, doch bei der Beantwortung der Fragen unserer Seele hat sie kläglich versagt. Wir Heiden sind auch alle Kinder der wissenschaftlichen Aufklärung, doch wir haben uns jenen Zauber erhalten, der uns immer wieder fragen lässt, warum die Sterne am Himmel leuchten und warum uns Gott mit Gefühlen versehen hat. Wir sind Kinder der Wissenschaft, aber Enkel der Magie. Und alles stammt von Gott.

Beenden will ich diesen Text mit den Aussagen über Religion von jemanden, der dies wesentlich schöner formuliert hat, als ich es werde je formulieren können; Thomas Morus.

Von den religiösen Anschauungen der Utopier. Die religiösen Anschauungen sind nicht nur über die ganze Insel hin, sondern auch in den einzelnen Städten verschieden, indem die einen die Sonne, andere den Mond, die einen diesen, die anderen jenen Planeten als Gottheit verehren. Es gibt Gläubige, denen irgendein Mensch, der in der Vorzeit durch Tugend oder Ruhm geglänzt hat, nicht nur als ein Gott, sondern sogar als die höchste Gottheit gilt. Aber der größte und weitaus vernünftigste Teil des Volkes glaubt an nichts von alledem, sondern nur an einziges, unbekanntes, ewiges, unendliches, unbegreifliches göttliches Wesen, das die Fassungskraft des menschlichen Geistes übersteigt und durch dieses gesamte Weltall ergossen ist, als wirkende Kraft, nicht als materielle Masse; ihn nennen sie Vater. Ihm allein, sagen sie, dient Ursprung, Wachstum, Fortschritt, Wandel und Ausgang aller Dinge zum Wohlgefallen, und keinem anderen außer ihm erwiesen sie göttliche Ehren. 101

DAS PRIMAT DES GÖTTLICHEN

Der Mensch wird mit der Geburt in die Schöpfung hineingeworfen. Er beginnt sein Leben ohne Anleitung und ohne Regeln zum Umgang mit den Kräften, welche die Welt bestimmen. Im Laufe seines Lebens eignet sich der Mensch die Regeln an, die er zur Bewältigung seiner Existenz braucht.

Zwei Quellen sind es, aus der wir Regeln schöpfen: Die eigene Erfahrung und Dinge, die wir lernen. Beide Quellen stehen in Verbindung, doch begreifen wir ihr Wirken oft als getrennt.

Weiter teilen wir diese Regeln in einen materiellen und einen immateriellen Bereich. Der materielle Bereich wird z.B. durch die Naturwissenschaft repräsentiert, der immaterielle Bereich z.B. durch Religion und Magie, aber auch Philosophie und Geschichtswissenschaft.

Erfahrungen im materiellen Bereich Gelerntes im materiellen Bereich
Erfahrungen im immateriellen Bereich Gelerntes im immateriellen Bereich

Noch einmal: Wir beginnen unser Leben ohne die Übergabe eines Regelwerks durch eine höhere Instanz. Auch der Beginn der menschlichen Zivilisation muss ohne eine Erstverkündung durch irgendwelche höheren Wesen auskommen. Stattdessen übernimmt es die Kultur, in der wir aufwachsen, uns Regeln zu vermitteln. Wir übernehmen die Verifizierung dieser Regeln am eigenen Erleben. (So ist die Schwerkraft eine Regel, die wir immer wieder ohne Probleme überprüfen können …)

Die Regeln, denen wir folgen, sind also eine Kombination, eine Mixtur aus kulturellen Vorgaben und eigenem Erleben. Keines von beiden ruht auf objektiven Grundlagen, keines von beiden wird erkennbar aus einer göttlichen Ebene oder ähnlicher Instanz gespeist.

Die Folgerung, die man daraus ziehen sollte, ist einfach: Es darf keine unumstößlichen oder undiskutierbaren Regeln geben, weil es keine objektiven, allgemein vermittelten Regeln gibt.

Trotzdem verfügen wir über Regeln, die unser Leben leiten. Doch was sind das für Regeln? Regeln sind – gerade im Bereich der Naturwissenschaften – Vereinbarungen aufgrund des Versuchs, Effekte, Ereignisse etc. auf einfache Regeln zurückzuführen. Die Erklärung der Phänomene (die Bewegung der Planeten, die Schwerkraft) folgt Occam‘s razor – das Rasiermesser fordert möglichst einfache Erklärungen.

Diese im materiellen Bereich wirksame Technik wird im immateriellen Bereich genauso angewandt. Bei der Betrachtung dieser immateriellen Seite müssen wir jedoch bedenken, dass das immaterielle mehr als die klassisch vom Heidentum abgedeckten Bereiche Religion und Magie umfasst. Ich will mich trotzdem auf jene beiden Bereiche beschränken.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, Regeln vermittelt zu bekommen: Aktiv und passiv. Ich will – unabhängig von möglichen Mischformen – Beispiele für diese aktive und passive Vermittlung aufzeigen.

Die aktive Vermittlung wäre die Schulausbildung, in der Fakten und Regeln zusammen vermittelt werden. Ein Beispiel für die passive Vermittlung ist die gesellschaftliche Weitergabe von Tabus. Tabus erzeugen Regeln, ohne sie zu erklären. Auch das klassische So etwas tut man nicht! ist eine Art Tabu, weil hier eine Regel vorgeführt, aber nicht erklärt wird.

Unser Problem als Heiden ist jedoch nicht die passive Vermittlung. In ihr schwingen – wenn auch oft mystisch verblümt – Erinnerungen an eine heidnisch-mystische Weltsicht mit (Beispiele sind z.B. der Kult um die heiligen drei Könige , das Hufeisen als Glücksbringer, das toi-toi-toi , die Räucherung von heiligen Stätten mit Weihrauch etc.).

Die Schwierigkeiten tauchen in dem Bereich der aktiven Vermittlung von Regeln auf (z.B. beim Schulfach Religion). Hier sollte unser Wunsch nach Veränderung dahingehend wirken, dass die unumstößlichen oder undiskutierbaren Regeln, welche von den diesen Bereich dominierenden gesellschaftlichen Gruppen stammen, durch Alternativen flankiert werden. Wahlfreiheit und Zensur schließen sich gegenseitig aus!

Aber es macht keinen Sinn, jetzt den Versuch zu unternehmen, dies auf allen Ebenen zugleich zu wiederholen. Durch das Anrennen gegen bestimmte Gruppen von Regeln – jenen Bereich nämlich, welcher das streift, was wir heilig oder mystisch nennen – kommt es dort zu obskuren Bündnissen im Esoterik-Bereich. Freunde freier Energien, UFO-Kontaktler, Revisionisten, Atlanter, Magier und Heiden treffen sich in einem Topf wieder, in den zumindest die Heiden ganz bestimmt nicht wollen.

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