Urs W. Käser - Gornerschlucht

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Nichts kann die Idylle in Zermatt stören, außer ein Mord!
Jäh werden die Gäste aus ihrem Urlaub gerissen, als man den vermissten Daniel Vontobel oberhalb der Gornerschlucht tot auffindet. Wer hat ihn umgebracht? Verdächtige scheint es genug zu geben. Beginnend bei zweifelhaften Geschäftspartnern, über eine enttäuschte Liebhaberin bis hin zur frustrierten Ehefrau.
Die Zermatter Polizei holt Kommissarin Elena Eyer aus Brig zu Hilfe. Kann sie sich einen Weg durch das Dickicht an Indizien und Zeugenaussagen bahnen?

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Um halb zwölf trafen sich Lea und Maja wieder bei ihren Rucksäcken, um eine Pause zu machen.

»Mensch, ist das extrem heiss heute«, sagte Maja, wischte sich den Schweiss von der Stirn und setzte ihre Wasserflasche an die Lippen.

»Ja, das finde ich auch«, bestätigte Lea, »aber das ist mir doch viel lieber als der kalte Nebel am letzten Freitag.« Lea nahm einen grossen Schluck aus ihrer Wasserflasche, und dann zeigte sie auf den gegenüberliegenden Hang, auf dem ein Zickzackweg in die Höhe führte. »Du, warum sieht man eigentlich nie jemanden auf diesem Wanderweg da drüben? Wo kommt denn der überhaupt her?«

Maja entfaltete ihre Wanderkarte. »Aha, jetzt habe ich es. Der Weg kommt von der Gornerschlucht hoch und ist weiter unten sehr steil. Kein Wunder, dass da heute bei dieser Hitze niemand hochsteigt.«

Lea hielt sich, um von der Sonne nicht geblendet zu werden, eine Handfläche vor die Stirn.

»Doch, dort unten kommt tatsächlich jemand!«, rief sie aus und setzte dann ihr Fernglas an die Augen. »Eine Frau und ein Mann, beide mit Rucksack. Puh, werden die schwitzen auf dem steilen Weg in praller Sonne!«

»Ich kann es mir lebhaft vorstellen!«, lachte Maja mit.

Zehn Minuten später waren die beiden Wanderer auf gleicher Höhe wie die Studentinnen angelangt. Aus einem Abstand von vielleicht zweihundert Metern winkten sie ihnen freundlich zu und setzten dann ihren Aufstieg fort.

Lea nahm nochmal das Fernglas. »Den Mann kenne ich doch. Aber woher bloss? Den habe ich ganz sicher schon öfter in Bern gesehen. Wo könnte das nur gewesen sein?«

»Hör am besten auf nachzudenken«, schlug Maja vor, »dann fällt es dir bald von selber ein.« »Du hast recht. Machen wir uns wieder an die Arbeit?«

»Liebe Herr und Frau Vontobel, willkommen in unserem Hotel auf dem Gornergrat, dem schönsten Aussichtspunkt der Schweiz!« Hotelassistentin Patrizia Werlen streckte den verschwitzten und staubigen Wanderern die Hand entgegen. »Sind Sie wirklich den ganzen Weg zu Fuss hier heraufgekommen?«, fragte sie mit einem leisen Zweifel in der Stimme.

»Oh ja«, bestätigte Claudia Vontobel und strich sich die feuchten blonden Haare aus der Stirn, »wir sind geübte Bergwanderer und regelmässig in Zermatt im Urlaub. Auch auf dem Gornergrat waren wir schon etliche Male.«

»Aber… hier übernachtet haben Sie noch nie?«

»Nein, das ist ein Geburtstagsgeschenk für meinen Mann.«

Patrizia Werlens Augen begannen zu leuchten. »Oh, was für eine originelle Idee für ein Geschenk! Dann scheint ja Ihre Partnerschaft unter einem guten Stern zu stehen.«

Etwas verlegen blickten sich die beiden Angesprochenen in die Augen.

»Hier ist Ihr Zimmerschlüssel«, fuhr die Assistentin fort, »ab sieben Uhr werden Sie zum Abendessen erwartet, und das Frühstück können Sie zwischen sieben und zehn Uhr geniessen. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Aufenthalt bei uns im Hochgebirge. Und übrigens… Falls Sie eine romantische Ader haben: Sonnenuntergang ist heute um zwanzig Uhr sechsundfünfzig, Sonnenaufgang morgen um sechs Uhr elf.«

»Oh, danke«, antwortete Claudia, »wir werden uns gerne danach richten…«

Bruno und Barbara Fuchs verbrachten ihren Zermatter Urlaub schon zum siebten Mal im Hotel Bellavista , einem kleineren, sehr sympathischen Familienbetrieb. An Mahlzeiten wurde im Hotel nur das Frühstück angeboten. Aber was für ein Frühstück! An einem solchen Selbstbedienungsbuffet konnte man sich kaum sattsehen! Es war aussergewöhnlich reichhaltig und so exzellent, dass der Gast es kaum schaffte, die Morgenmahlzeit irgendwann auch wieder zu beenden. Der Hoteldirektor hatte früher als Koch gearbeitet und liess es sich nicht nehmen, Brot und Gebäck für das Frühstücksbuffet selber herzustellen. Das Buffet quoll beinahe über an Köstlichkeiten: Brote, Brötchen und Gebäck in jeder Grösse und Geschmacksrichtung, eine grosse Auswahl an Käse und Fleischwaren, hausgemachte Konfitüren, Fruchtsäfte, frische Früchte, Joghurt und Müsli in diversen Variationen. Ganz exquisit und ein Geheimtipp waren auch die hausgemachten, federleichten und herrlich aromatischen Amaretti, welche die Gäste den ganzen Tag über zum Naschen verlockten.

Überhaupt war die Atmosphäre im Hotel sehr familiär und gastfreundlich, so dass die allermeisten Gäste schon bald zu Stammgästen wurden und das Hotel auch fleissig weiterempfahlen. Das Haus war in traditionellem Walliser Stil gebaut, das Erdgeschoss gemauert und alle höheren Stockwerke aus Holz. Jedes Zimmer hatte einen mit Geranienkästen geschmückten Balkon. Von weitem wirkte deshalb die Fassade des Hauses wie ein einziges rotes Blütenmeer. Auch die gute Lage des Hotels trug zum Wohlbefinden bei. Es lag am Hang, etwas oberhalb des Dorfes, und wenn man vom Zimmer auf den Balkon hinaustrat, überblickte man den ganzen Talkessel von Zermatt mit den umliegenden Berghängen und dem majestätischen Matterhorn als Krönung.

Barbara und Bruno Fuchs wählten für ihr Abendessen jeden Tag ein anderes der unzähligen Restaurants im Dorf aus. Heute hatten sie Lust auf ein original Walliser Raclette und gingen in die in der Bahnhofstrasse gelegene Walliserstube . Schon beim Eintreten schlug ihnen der Duft von geschmolzenem Käse entgegen. Eines war klar: Hier etwas anderes als Fondue oder Raclette essen zu wollen, wäre keine gute Idee gewesen! Bruno und Barbara bekamen einen hübschen Zweiertisch am Fenster und bestellten die traditionelle Vorspeise, eine Auswahl an Walliser Trockenfleisch mit Roggenbrot und dazu eine Flasche einheimischen Rotwein. Auch zum anschliessenden Raclette tranken sie, entgegen der Tradition, lieber roten als weissen Wein. Das Raclette selbst hingegen wurde ganz nach alter Sitte zubereitet. Im offenen Kamin prasselte ein Holzfeuer, und davor standen vier metallene Ständer, auf denen je ein halber Käselaib, jeder mehrere Kilo schwer, so befestigt war, dass die Schnittfläche des Käses sich dem Feuer zuwandte. Sobald die Schnittfläche durch die Hitze genügend weich geworden war, wurde die oberste Schicht Käse mit einem langen Messer direkt auf einen Teller abgeschabt. Neben den geschmolzenen Käse wurden zwei kleine Schalenkartoffeln und eine Salzgurke platziert, und der Teller dem Gast so als Portion Raclette serviert. Die meisten Gäste würzten dann ihren Käse noch mit Pfeffer aus der bereitstehenden Mühle.

Je nach Restaurant wurde entweder jede Portion separat verrechnet, oder man konnte Raclette à discrétion bestellen und für einen fixen Preis essen, soviel man wollte. Bruno hatte jedoch mit dieser Variante im Vorjahr eine schlechte Erfahrung gemacht, als er einmal, nach übermässigem Essen, eine beinahe schlaflose Nacht verbrachte. Seither beschränkte er sich jeweils auf zwei Portionen Raclette und gönnte sich dafür eine Vorspeise und einen kleinen Nachtisch. Heute bestellte Bruno zum Dessert eine Kugel Schokoladeneis mit einem Tupfer Schlagsahne, während Barbara einen Fruchtsalat wählte.

Als danach der Kaffee serviert wurde, schaute Barbara auf ihre Uhr. »Oh, schon neun vorbei. Ich bin ja gespannt auf das beleuchtete Matterhorn.«

Bruno schaute auf. »Ach ja, richtig, heute ist ja das grosse Jubiläum! Das können wir uns gar nicht mehr vorstellen, mit welch einfacher Ausrüstung die Bergsteiger vor 150 Jahren diesen schwierigen Gipfel bezwungen haben. Schuhe mit genagelten Sohlen, dazu Hosen, Jacke, Handschuhe und Mütze, alles aus grober Wolle. Dann ein schweres Hanfseil zur Sicherung und ein Lederrucksack für die Verpflegung, das war alles, was sie hatten. Und natürlich auch keine Hütte, um auf halber Höhe zu übernachten, wie es heutzutage ganz selbstverständlich ist. Nein, die Bergsteiger mussten sich irgendwo, wohl auf über 3000 Metern Höhe, auf den steinigen Boden legen, sich behelfsmässig mit allen mitgebrachten Kleidern zudecken und so den nächsten Morgen abwarten.«

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