Wie schon zu erwarten war, haben wir neben den vielen Blumen noch anderesentdeckt. Mehrere stille Ecken, in die man sich zurückziehen kann, eine Spielecke für die Jüngsten, einen Geschenkeshop und einen Shop mit Dekorationsartikeln, eine kleine Galerie mit Bildern eines hiesigen Künstlers, wie auch (wer hätte es gedacht!) ein Café.
Diese Informationen brachten uns dieser Firma näher. Sie zeigen ihre Vielfalt, ihre Kundenfreundlichkeit, einen guten Service, den sie anbietet, sogar eine gewisse Gemütlichkeit. Der Blumenladen wird langsam zu unserer „guten Bekannten“.
Grüne Augen, rotes Haar, 165 cm groß, schlank − das könnte die Antwort bei einem Menschen sein. Im Fall einer Firma richtet sich die Frage nach den für sie typischen Merkmalen, Farben, Gegenständenund Assoziationen.
Betrachtet man den Firmennamen „Blumeneck“, denkt man automatisch an eine Straßenecke, an der Blumen verkauft werden. Mit etwas Fantasie kann man sogar vor dem geistigen Auge die Verkäuferin erblicken, eine nette, ältere Frau, die uns an die liebe Oma erinnert. Um sie herum stehen Töpfe mit unzähligen bunten Blumen drin, eine Explosion der Farben. Damit hätten wir schon die Merkmale: Straßenecke, Blumen, Töpfe, vielleicht eine Oma?
Blaue Bodenbeläge in den Räumen, orangefarbene Sessel, grüne Informationsschilder und hellgraue Blumenregale bestimmen die Farbgebung und werden so zu typischen Farben. Die in der Blumenhandlung dominierenden Gegenständesind unzählige Sträuße, Pflanzentöpfe und Blumenarrangements. Bedenken wir, das die Firma in Braunschweig ansässig ist, können wir sie mit dem Stadtsymbol − dem Braunschweiger Löwen assoziieren. All diese visuellen Merkmale geben einer Firma ein „Aussehen“, das wiederum für die zukünftige Gestaltung ausschlaggebend ist.
An dieser Stelle sind wir an das Endeunserer Recherchearbeitangekommen. Im Laufe der Zeit vervollständigte sich unser Wissen über die Firma. Aus einem rätselhaften Bild einer Unbekannten entwickelte sich eine detailreiche Darstellung.
Die mit der Recherche gewonnenen Kenntnisse über die Firma werden jetzt gesammelt. Ein einfaches Aufschreiben hilft, die Informationen zu ordnen und zu sortieren. Liegen alle notierten Fakten vor uns, so ist es wesentlich einfacher, die passenden gestalterischen Ideen zu finden.
Blumenhandlung
Aktivitäten
Zielgruppe
Lage
Sortiment
Ausstattung
typische Farben
Assoziationen
Merkmale
Die Sache mit der zündenden Idee
Ideenfindungsmethoden, auch Kreativitätstechniken genannt, dienen dem Zweck, eine Lösungfür ein Problemzu finden. Ob es sich dabei um eine gestalterische Idee, eine technische Lösung oder eine soziale Situation handelt, spielt zunächst keine Rolle. Sie können in allen möglichen Bereichen eingesetzt werden.
Welche der zahlreichen Kreativitätstechniken ist aber die Beste, wenn wir an einer gestalterischen Idee, wie eben einem Logoentwurf, arbeiten? Da wir im Vorfeld auch schon ordentlich Recherchearbeit geleistet haben und bezüglich der Firma über sehr viele Informationen verfügen, brauchen wir eine Methode, die dieses Potenzial nutzt. In diesem Fall wäre das Mind-Mappingals die geeignetste Kreativitätstechnik zu empfehlen.
Mind-Mapping, zu deutsch Gedanken- oder Gedächtniskarte, ist eine Methode, die sich des Prinzips der Assoziation bedient. Bei dieser Methode wird auf ein Blatt Papier der zentrale Begriff geschrieben, in unserem Fall das Wort „Logo“. Um dieses Wort herum werden verschiedene Aspekte in Form von Verästelungen aufgeschrieben, die für die Logogestaltung relevant sind, wie das passende Motiv, Farbe, Größe, Verbindung zwischen Bild und Text etc. Es folgen mögliche Ideen und Lösungen zu diesen Aspekten, wie auf der Abbildung rechts als Beispiel zu sehen ist. Auf diese Art entsteht eine Ideenkarte, die uns die Entwicklung eines Logos wesentlich einfacher macht.
Genau auf die im vorherigen Punkt beschriebene Weise sammeln wir jetzt alle durch die Recherche gewonnenen Informationen. Sind die Faktenaufgeschrieben, fällt es uns leichter passende Ideenzu finden. Unser Mind-Mapping könnte dann aussehen, wie hier dargestellt und wird somit zu einer Ideengrube.
Конец ознакомительного фрагмента.
Текст предоставлен ООО «ЛитРес».
Прочитайте эту книгу целиком, купив полную легальную версию на ЛитРес.
Читать дальше