Rhea Krcmárová - Venus in echt

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Zu dick, um geliebt zu werden? Romy Morgen­stern verliert vor lauter Selbstzweifel den Mann ihrer Träume ausgerechnet an eine Frau, die noch dicker ist als sie. Als sie feststellt, dass «dick»einer der häufigsten Internet-Suchbegriffe in Sachen Sex ist und Plus-Size-Dating im Trend liegt, beschließt sie, die Welt der Liebe jenseits des Schlankheitskults zu erforschen. Die heitere, berührende und erotische Geschichte einer Frau, die sich nicht von Schönheitsnormen unterdrücken lässt und sich damit zur Heldin aller macht, die auch anders sind oder sich zumindest so fühlen.

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»Müsste ich mal googeln.«

Vor zwei Tagen hätte ich beim Gedanken an so einen Kurs noch laut gelacht. Inzwischen fand ich die Idee zumindest überlegenswert.

Mein Blick fiel auf bestickte Korsagen, Tüllröcke, Federhütchen, Strasscolliers, mit Glitter überzuckerte Münder und Augen und falsche Wimpern, die bis zur Decke zu reichen schienen. Ich hatte noch nie so viele glamouröse Frauen in einem Raum gesehen. Aber das Schönste war, dass hier nicht alle Frauen so dünn wie Dita Von Teese waren. Einige der abendlichen Schönheiten entpuppten sich sogar als deutlich üppiger als ich.

Tamsin gehörte eindeutig auch zum Glitzervolk. Sie hatte ihre geschätzten neunzig Kilo elegant in Lagen von cremefarbenem Satin gehüllt, der sich hell von ihrer dunklen Haut abhob, und auf ihren üppigen Afrolocken thronte kokett ein silbrig glitzernder Minizylinder.

In meinem dunklen Rock und dem schlichten Spitzentop kam ich mir neben ihr vor wie Andersens Entlein in einer Vorstellung von Schwanensee. Ich hatte heute zwar die Einkaufsstraßen von London abgeklappert und meinen Koffer mit Kleidern und Dessous gefüllt, die ich in Wien nicht bekommen konnte – mehr Spitze, mehr Farbe, wildere Schnitte und tiefere Dekolletés, Stickereien, Pailletten, und hübschere Dessous, als ich sie je besessen hatte – aber die ausgefallensten Sachen hatte ich in einem kurzen Anflug von Schüchternheit im Hotel gelassen. Ein Fehler, wie sich herausstellte.

Tamsin drehte sich zur Saaltür und winkte lächelnd einem Mann in einem Frack zu, der sich daraufhin seinen Weg zu uns bahnte. Er küsste Tamsin, sobald er sie zu fassen bekam, und meine neue Chefin drehte sich zu mir um. »Darf ich dir meinen Freund Colin McCutcheon vorstellen?« Sie hängte sich bei ihm ein und drückte ihren Körper an den Mann, der aussah wie ein Elitesoldat aus einem Ego-Shooter, den jemand gegen seinen Willen in Abendkleidung gesteckt hatte.

»Sehr eleganter Frack«, sagte ich. »Leibwächter bei der Queen?«

Colin lachte. »Oboe im Orchester der English National Opera.«

Als er meine vor Überraschung hochgezogenen Augenbrauen bemerkte, wurde sein Gesicht weich, und ich verstand, was Tamsin an Colin anziehend fand.

»Vor ihm habe ich immer geglaubt, dass sich im Netz keine Männer mit Klasse herumtreiben«, sagte Tamsin und drückte ihrem Geliebten einen Kuss auf die Wange.

»Was für eine Plattform war das?« Ich lächelte die beiden an. »Da sollte ich auch mal vorbeischauen.«

»Bist du auf der Suche?«, fragte Tamsin.

»Sozusagen. Ich fürchte nur, die herkömmlichen Datingseiten geben für Frauen wie mich nicht viel her.«

»Vergiss die üblichen Plattformen, und versuch es lieber auf den Seiten für Liebhaber von Plus-Size-Frauen«, sagte Colin. »So habe ich diesen Schatz hier gefunden.« Er hauchte Tamsin einen Kuss auf die Stelle zwischen Ohr und Nacken.

Ich glaubte, Tamsins Erregung bis zu mir spüren zu können. Beim Anblick ihres Glücks fühlte ich eine Welle der Sehnsucht über mich schwappen, so heftig, als würde all mein aufgestauter Hunger auf einmal über mich hereinbrechen. Ich entschuldigte mich bei den beiden und lehnte mich im Waschraum des Clubs an die portweinrote Samttapete. Dabei betrachtete ich mein Gesicht und mein Dekolleté im Spiegel, der meinen Kopf und meinen Oberkörper einrahmte wie eine kleine runde Kamee. Wenn Tamsin und Colin einander gefunden hatten, gab es auch Hoffnung für mich, dachte ich. Die Welt da draußen war voller Männer, die auch Frauen wie mich erotisch fanden. Ich durfte auf der Suche nach ihnen nur nicht wieder in meine dummen alten Muster verfallen.

Ich lächelte mein Spiegelbild an. Was, wenn ich das Ganze wirklich wie ein Abenteuer sah, wie eine Quest, eine Mission in einem Computerspiel? Statt Drachen würde ich Prinzen jagen, und die Prinzessin, die sich befreite, war ich selbst.

Ein Grummeln meines Magens übertönte die Elektro-Swing-Musik, die durch die Türen des Waschraums drang. Mir fiel ein, dass ich nichts mehr gegessen hatte, seit ich mich am Nachmittag in eine kleine Sushibar bei der Oxford-Street verirrt hatte. Ich ging zur Bar, kaufte mir ein paar Erdbeeren in Schokolade und ein Glas Sekt, und setzte mich auf einen der alten Hocker. Langsam führte ich eine Erdbeere zum Mund. Zuerst schmolz die Schokolade auf meiner Zunge und überzog die Papillen mit einer weichen Schicht aus Fett und Kakao, dann schmeckte ich das süßherbe Fruchtaroma. Ich seufzte, griff nach einer weiteren Erdbeere und bemerkte dabei einen Mann, der an der Wand neben der Bar stand und mich anstarrte. Er war kaum größer als ich, und mit seiner Cargohose und seinem schwarzen T-Shirt schien er so gar nicht zur den prachtvoll hergerichteten Burlesque-Fans zu passen. Er bemerkte zuerst gar nicht, dass ich ihn ansah. Seine Augen schienen an meinem Mund zu kleben, als könnte er es gar nicht erwarten, bis ich abbiss. Ich tat ihm den Gefallen, und er verzog lustvoll sein Gesicht. Die Schluckbewegung seines Adamsapfels konnte ich sogar im Dämmerlicht der Bar ausmachen.

Der Blick des Mannes traf meinen. Er grinste, und ich fragte mich, was die fetten Liebesgöttinnen, die in ihren Korsetts und auf ihren Stilettos durch den Burlesque-Club glitten, jetzt tun würden.

Ich stand auf und schlenderte zu ihm hinüber. Ich war mir dabei seines Blickes bewusst, der über meinen Körper glitt. »Beobachtest du gerne Frauen beim Essen?«, fragte ich ihn.

»Nur, wenn sie dick sind«, sagte er mit einem Akzent, der für mich schottisch klang.

»Wieso das denn?«

»Schau mich nicht so zweifelnd an. Ich bin ein Fat Admirer. Ich vergöttere Rundungen wie deine.« Er streckte mir seine Hand entgegen, die mir ziemlich schmal vorkam. An sich selbst schien er Fett weniger zu bewundern, dachte ich.

»Jeffrey MacAlpine.«

Also wirklich ein Schotte.

»Ich bin hier Bühnenmanager und beobachte dich schon eine ganze Weile vom Backstagebereich aus. Willst du mal sehen, wie es hinter den Kulissen zugeht?« Er deutete auf meine Erdbeeren. »Dort finden wir auch sicher noch etwas zu essen für dich.«

Die alte Romy hätte so ein Angebot entschieden abgelehnt. Ich war aber auf einer Quest, also zwang ich mich, den Anfall von Schüchternheit und Unsicherheit zu überwinden, der mich bei seinem Angebot überkam. Ich biss in eine Erdbeere. »Ich verabschiede mich nur schnell bei meinen Freunden, dann kannst du mich in dein Reich entführen«, sagte ich.

Kurz darauf saß ich hinter der Bühne in einem Kämmerchen zwischen Kabeln, Lampen und Kisten, aus denen Federn, Jonglierbälle und glitzernde Stoffballen quollen. Auf einem kleinen Tischchen zwischen Jeffrey und mir drängten sich eine große Teekanne, Teller, Tassen, Milch- und Oberskännchen und eine Etagere voller Sandwiches, Törtchen und anderer Häppchen, die er irgendwo aufgetrieben hatte.

»Willst du die Scones probieren?«, fragte Jeffrey. »Am besten schmecken sie mit Marmelade und clotted cream.«

Ich nahm mir einen Scone, bestrich ihn mit der steifen Oberscreme und Erdbeerkonfitüre und biss hinein. »Herrlich«, sagte ich.

Jeffrey nippte an seinem Tee ohne Milch und ohne Zucker. »Du hörst sicher von vielen Männern, wie hübsch du bist«, sagte er. Dabei beugte er sich vor, wischte mir etwas Obers aus dem Mundwinkel und ließ seinen Blick tiefer in mein Dekolleté gleiten, in das sich ein paar Brösel verirrt hatten. »Probier auch die Sandwiches«, sagte er.

»Was ist mit dir?«, fragte ich. »Hast du gar keinen Hunger?«

»Für mich ist es Vergnügen genug, dich essen zu sehen.«

Das höre ich zum ersten Mal von einem Mann, dachte ich. Harry, meinem ersten Liebhaber, war mein Appetit herzlich egal gewesen, und Bert, mein zweiter, hatte es lieber gesehen, wenn ich hungerte und trainierte. Langsam führte ich meinen Zeigefinger zum Mund und lutschte einen Marmeladerest ab. Jeffreys Wangen hoben sich, und seine Lider sanken halb über seine Pupillen.

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