Marion Döbert - Das Wunder von Bern

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Essen, 1954: Bei Familie Lubanski hängt der Haussegen schief. Gerade ist der Vater aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt. Doch was so schön sein könnte, ist überhaupt nicht schön. Er findet sich zu Hause einfach nicht mehr zurecht. Seine Familie hat viele Jahre ohne ihn gelebt. Und als er seiner Familie mit einem guten Essen eine Freude machen will und dafür das Kaninchen seines jüngsten Sohnes Matthias schlachtet, ist der heimische Friede endgültig ruiniert.
Zur gleichen Zeit kämpft sich die deutsche Nationalmannschaft bei der WM in der Schweiz Runde um Runde weiter. Als sie schließlich das Finale erreicht, will Matthias unbedingt ins Stadion in Bern. Sein Vater findet, das sei Quatsch. Ob er sich überreden lässt…?

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Dann, wenn es zum Training geht.

Bei uns in Essen wird Rahn nur „der Boss“ genannt.

Der kann nämlich richtig guten Fußball schießen.

Der ist der Fußball-König vom Ruhr-Pott.

Für Matthes ist Fußball alles! Und wenn Rot-Weiß

Essen verliert, darf keiner von uns eine blöde

Bemerkung machen.

So wie heute beim Abend-Essen:

Mama betet mit uns das Tisch-Gebet,

und wir fangen an zu futtern.

Nur Matthes nicht.

Der reibt mit dem Finger auf dem Tisch herum.

„Matthes, du musst was essen“, sagt Mama.

„Hab keinen Hunger“, flüstert Matthes.

„Rot-Weiß hat verloren.“

Mama lacht: „Die verlieren doch immer.“

Das ist zu viel für Matthes. Er steht auf, geht hinaus.

Hinaus in den kleinen Garten, zum Kaninchen-Stall.

Da krabbelt er hinein und erzählt seinen beiden

Kaninchen von seinem Kummer:

„1: 0. Wir haben verloren. So werden wir nie

deutscher Meister.“

Die beiden Kaninchen, Atze und Blacky,

gehören auch zu unserer Familie.

Für Matthes sind sie wie Seelen-Tröster.

Wenn er traurig ist, kriecht er zu ihnen in den Stall.

Dann futtert er mit ihnen die alten Möhren.

Und wenn er mit ihnen spricht, geht es ihm gleich viel besser.

Die Kneipe

Unsere Mutter Christa versucht, unsere Familie über die Runden zu bringen.

Vier Köpfe ernähren, das ist kein Pappen-Stiel.

Als der Krieg vorbei war, hat unsere Mutter eine alte Eck-Kneipe gekauft.

Dunkel und ungemütlich war die Kneipe damals.

Alles hat gestunken, nach altem Bier und altem Rauch.

Unsere Mutter Christa hat erst mal Ordnung

geschaffen. Sie hat die Kneipe entrümpelt,

gestrichen, geputzt, gewischt und dann die Gläser blank poliert. Seitdem ist „Das Eck“ ein Treffpunkt für alle.

Für alle, die bei uns um die Ecke wohnen.

Und für alle, die um die Ecke arbeiten.

Zum Feierabend ein frisches Pils trinken! Lecker!

Zusammen an der Theke sitzen und quatschen,

das gefällt den Leuten hier. Vor allem jetzt,

kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft 1954.

„Dat schaffen wir nie bis dahin“, sagt Paule an der Theke.„Da muss man dran glauben“, meinen die anderen. „Sonst wird dat nämlich nix.

Christa mach mal noch` n Pils für den Paule!“

Christa zapft das Bier und bedient.

Ingrid hilft dabei.

Benno nicht. Der macht Musik in einer Band.

„Band“ heißt das nämlich jetzt und nicht mehr

Musik-Kapelle. Wie zu der Zeit, als Vater Richard noch das Oberhaupt der Familie war.

Benno spielt Gitarre. Elektro-Gitarre. Fetzige Musik: Boogie-Woogie.

Heiße Musik. Amerikanische Musik! Das ganze

Zeug, das im Krieg verboten war, das spielt er jetzt mit seiner Band.

Solche Musik durfte man damals nicht mal im Radio hören. Dann ging es ab in den Knast! Oder sonst wo hin. Auf jeden Fall stand das unter Strafe, alles Amerikanische, alles Englische, alles Ausländische. Damals war nur alles Deutsche gut. Damals unter den Nazis.

Deutsche Ordnung, deutscher Gehorsam, deutsche Mütter, deutsche Musik.

Benno verachtet alles, was mit den Nazis zu tun hat.

Einmal hat Mama beim Nachbarn gefragt,

ob Benno bei ihm eine Lehre machen kann.

Zum Elektriker. „Dann soll er mal kommen“,

hat der Nachbar geantwortet.

„Warst du heute auf deiner Lehr-Stelle?“,

fragt Mama beim Essen.

„Da gehe ich nicht hin“, sagt Benno.

„Ich mache keine Lehre bei einem Nazi.

Außerdem bin ich Musiker.

Wir spielen alles, was ihr früher Neger-Musik genannt habt.

Was wir spielen, ist richtige Musik. Und mit der Band kann ich auch Geld verdienen.“

„Am Wochenende musst du in der Kneipe helfen“, sagt Mama zu Benno.

„Geht nicht. Da spiele ich mit der Band.“

Mama sagt weiter nichts.

Sie weiß: Benno macht sowieso, was er will.

Der Vater

Ganz alleine hat Christa „Das Eck“ aufgebaut, denn ihr Richard ist nicht zurückgekommen aus dem Krieg. Früher, da hat er die Familie ernährt. Richard war Bergmann.

So wie viele Männer im Pott.

Tag für Tag ist Richard in die Kohlen-Grube eingefahren. Runter unter die Erde. „Unter Tage arbeiten“ nennt man das. Weil das Tages-Licht oben bleibt, während der Aufzug in die Tiefe stürzt. Dunkel und dreckig war seine Arbeit.

Und hart, denn die Kohle wurde mühsam aus den Wänden gehauen.

„Papa ist in Gefangenschaft bei den Russen“, hat Mama uns damals erklärt.

Kriegs-Gefangenschaft. Seit elf Jahren ist er nun schon verschwunden.

Elf Jahre, das ist so viel, wie Matthes alt ist.

Ob Richard wohl tot ist? Oder lebt er noch?

Wenn er lebt, wo ist er dann? Kommt er eines Tages vielleicht doch noch wieder?

Wie oft stellt sich Christa diese Fragen. Dann denkt sie: „Richard. Mein Richard. Es ist nicht leicht ohne dich.“

Aber das Leben musste trotzdem weitergehen.

Auch ohne Papa.

Benno und Ingrid fragen nicht mehr oft nach Papa.

Matthes fragt überhaupt nicht nach ihm.

Matthes hat seinen Vater ja nie gesehen.

Was ist das, ein Vater? Das fragt er sich manchmal.

Und dann kommt Matthes zu dem Schluss:

Ein Vater, das ist so etwas wie ein Fußball-Spieler.

Ein Fußball-Held.

Ein Vater ist ein Held! Einer, den man bewundert.

Einer, der alles kann.

Vor allem Fußball spielen!

Der Boss

Matthes klingelt Sturm. Immer wieder drückt er auf die Klingel mit dem Namen Rahn. Nichts rührt sich. Matthes sieht nach oben.

Das Fenster vom Schlaf-Zimmer oben ist offen.

Schnell sucht Matthes

ein paar Steine und wirft einen nach dem anderen in das offene Fenster.

„Ey, willze mich umbringen?“, Helmut Rahn steht oben am Fenster.

Im Unterhemd, verpennt und mit wirren Haaren.

„Wir müssen uns beeilen, Boss“, ruft Matthes zu ihm herauf.

„Wir müssen zum Training.“

„Wat, wieso, wie spät is denn?“, fragt der Boss.

„Halb fünf schon.“

„Viertel-Stunde, dann bin ich unten.“

Das Fenster geht zu.

Als der Boss endlich aus der Tür kommt, drückt er Matthes seine Tasche mit dem Sportzeug in die Hand.

„Spinnst du? Kannze mir doch nich Steine an den Kopp werfen. Das hätte dein Vorgänger, der Mischa, nie getan.

Und nach dem Spiel hatte Mischa immer

zwei Flaschen Bier für mich. Schön gekühlt.“

Matthes bekommt es mit der Angst zu tun, und fast weinend fragt er den Boss:

„Willst du den Mischa lieber wieder als

Taschen-Träger haben?“

Da merkt der Boss, dass er zu hart zu Matthes war.

Er beugt sich zu ihm hinunter

und packt ihn an den Schultern.

„Nee, Matthes, so war dat nich gemeint.

Du bist doch mein Maskottchen.

Du bringst mir doch immer Glück.

Ohne dich kann ich doch die wichtigen Spiele gar nicht gewinnen!“

Matthes strahlt über das ganze Gesicht.

Der Boss, der ist und bleibt sein Boss.

Und der Boss braucht ihn. Ihn, Matthias Lubanski, um gewinnen zu können.

Der Brief

Drei Tore hat der Boss beim Training geschossen.

Und das, obwohl er so verpennt war.

Angeblich war er wegen einer Besprechung zu spät ins Bett gekommen.

Aber Matthes glaubt eher, dass der Boss zu viel Bier getrunken hat. Egal!

Die Tore waren einfach klasse!

Glücklich hüpft Matthes nach Hause. Da will er erst mal erzählen, wie der Boss an allen Spielern vorbeigezogen ist. Wie der rennen kann, und wie der täuschen kann.

Und dann schießt er zum Schluss wieder ein Tor!

Aber als Matthes in die Küche kommt, ist alles anders.

Mama, Benno und Ingrid sitzen am Tisch.

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