Arne Karsten - Kardinäle, Künstler, Kurtisanen

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Kardinäle, Künstler, Kurtisanen: краткое содержание, описание и аннотация

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Rom zur Barockzeit: Sinnenfreuden im christlichen Herzen Europas Politische Intrigen und künstlerische Höhenflüge: Der Hof des Papstes in Rom war im Barock das europäische Zentrum von Macht und Kultur. Wer heute durch die Straßen der Ewigen Stadt wandelt, findet allerorts Spuren dieser Epoche. Arne Karsten und Volker Reinhardt erzählen in neunzehn Geschichten vom Alltag in der päpstlichen Residenzstadt vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Sie gewähren Einblicke in die höfische Lebensart, blicken hinter die Fassade kirchlicher Machtdemonstrationen und präsentieren das Leben des kleinen Mannes außerhalb der wohlhabenden Sphären.
Kirchenoberhaupt, Kunstmäzen, Machthaber: Die Rolle der Päpste in der Barockzeit Wo die Inspiration zuhause war: Die Ateliers von Bernini, Caravaggio und Co. Abseits von Prunk und Macht: Das einfache Leben auf den Straßen Roms Rom und der Vatikan: Bühne politischer Verhandlungen und wüster Ausschweifungen Einblicke in eine Welt zwischen übertriebenen Ehrvorstellungen und barocker Pracht Will man das Rom der Barockzeit hören, riechen und spüren, so sollte man diese historischen Skizzen lesen! Die Autoren nehmen ihre Leser mit in den päpstlichen Palast, zu Festen, aber auch in eine römische Metzgerei oder die Schreibstube von Galilei. Mit jedem neuen Kapitel zeigt sich eine weitere Facette der Geschichte Roms.
Wandeln Sie auf den Spuren von Fürsten, Künstlern und Handwerkern und erleben sie das barocke Rom in historischen Anekdoten!

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Bankiers, kleine Leute, Nepoten – sie alle mussten sparen. Noch härter aber traf es Architekten, Maler und Bildhauer. Anfängliche große Erwartungen – dass dieser Papst etwa die Kolonnaden des Petersplatzes grandios erweitern würde – zerschlugen sich in Windeseile. Seinem Selbstverständnis als Erhalter und Befestiger entsprechend baute dieser Papst keine neuen architektonischen Weltwunder wie seine Vorgänger, sondern bewahrte allenfalls ältere Substanz, wenn sie es wert war, vor allem dann, wenn sie symbolischen Aussagewert besaß. Der Papst schützt die Kirche vor dem Einsturz – diese neue Selbstdarstellung findet ihren konsequenten Ausdruck im Medium der Restaurierung und vielleicht noch radikaler in der Umfunktionierung. Was für Pracht und Prunk errichtet wurde, hat jetzt den nüchtern-heiligen Geboten der Caritas zu dienen. So wird der Lateranpalast, für den es seit seiner Errichtung unter Sixtus V. (1585–1590) nie eine sinnvolle Verwendung außer der gab, Erhabenheit an geschichtsträchtiger Stätte anzuzeigen, kurzerhand zum Hospital umgebaut. Dieser Wandel sollte sich als fundamental erweisen – Rom entdeckt die Ästhetik des Minimalen, die Propaganda der Schlichtheit. Dass Verzicht auf Prunk aussagekräftiger sein kann als aller Glanz der Form: diese Entdeckung prägt das Selbstverständnis des Papsttums bis heute.

Kaum weniger schwer als Bankiers und Luxushändler trifft die Sanierung des maroden Systems die Gewerbe, die der Unterhaltung dienen. Dieser Dienstleistungssektor war in Rom traditionell gut besetzt. Musiker, Schauspieler, Regisseure und selbst Kurtisanen hatten die kurze, rigorose Reformzeit unter Pius V. (1566–1572) ohne allzu schwere Kundschaftsverluste überstanden und speziell unter dem mondänen Pontifikat Urbans VIII. (1623–1644) eine Blütezeit ohnegleichen erlebt. Und hier, im verzweifelten Versuch, das Lebensgefühl einer Epoche nach strengen alten Reinheitsgeboten zu reformieren, stößt der exemplarisch erfolgreiche Pontifikat des konservativen Reformers denn auch an Grenzen. Gewiss, man konnte den Römern ihren heiß geliebten Karneval verbieten, wenngleich nicht ohne das Risiko, brachialen Unmut zu erzeugen. Und natürlich reichte der Arm des Papstes auch weit genug, um die Aufführung von Singspielen aller Art zu untersagen. Selbst die verblüfften Jesuiten mussten damit rechnen, dass ihre moralisch erbaulichen Schuldramen auf einmal der schnöden Zerstreuung verdächtig wurden. Alle Lustbarkeiten aber lassen sich die Römer nicht verbieten. Diejenigen, die ihnen dabei zu Diensten sind, müssen jedoch mancherlei Restriktionen und Schikanen in Kauf nehmen.

So bietet der Pontifikat des späten Reformpapstes reichlich Stoff zu historischer Spekulation. Wären alle oder auch nur die meisten Päpste seit der Mitte des 16. Jh. wie er gewesen: die Geschichte Roms und der Kirche wäre anders verlaufen. Zeigt die Herrschaft Innozenz’ XI. doch ein für alle Mal auf, welche Belastung der Nepotismus für das Papsttum bedeutete – und wie abwegig alle Thesen von einer sinnvollen Herrschaftsfunktion der Nepoten, zu welchem Zeitpunkt auch immer, sind. Dass man Rom, den Kirchenstaat und die katholische Kirche insgesamt im Gegenteil ohne Papstverwandte weitaus effizienter und für die öffentliche Meinung akzeptabler zu regieren vermochte, dass man auf das dazu nötige Reservoir loyaler und kompetenter Amtsträger jederzeit zurückgreifen konnte, ohne die Bande des Blutes zu bemühen – auch dafür steht der Modellpontifikat von 1676 bis 1689. Auf der anderen Seite wäre ein Rom ohne Nepoten eine ziemlich glanzlose Stadt – streicht man alle ihre Bauten, Statuen und Bilder heraus, dann sieht der römische Stadtplan pockennarbig aus.

Das Rad des Zeitgeistes aber ließ sich durch alle konservativen Reformanstrengungen nicht mehr zurückdrehen. Und am Ende auch der Nepotismus nicht. Im 18. Jh. ist er, in dezent standardisierter, doch weiterhin intensiver Ausprägung wieder da. Und am Ende reicht auch die finanzielle Sanierung Roms und des Kirchenstaats nur bis 1798. In diesem Jahr kommen die französischen Revolutionstruppen und rufen die Republik aus: auch eine Sanierung.

Familienbande und Familienkonflikte

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