Ella Danz - Kochwut

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Was hat das mit Kochen zu tun, fragt sich der Lübecker Kommissar und Gourmet Georg Angermüller als sein neuer Fall ihn nach Gut Güldenbrook in Holstein führt. Dort produziert der geniale, aber arrogante Meisterkoch Pierre Lebouton seine beliebte Kochshow. Ein Toter im Kühlraum, ein zerstrittenes Team, sich maßlos überschätzende Showkandidaten und ein paar halbwüchsige Kochlehrlinge halten Angermüller und Kollegen auf Trab, als plötzlich der Kochstar spurlos verschwindet …

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Anatol Kerbel war 21, genauso alt wie Thorsten Bauer, wirkte aber auf Angermüller um vieles erwachsener und reifer. Seine Angaben über den Vorabend deckten sich mit denen seiner beiden Kumpel, und er hatte von Güldenbrook ebenfalls das letzte Mal am gestrigen Nachmittag gesehen, als er mit seinem Auto auf den Hof fuhr. Auch er hatte mit dem Grafen eher wenig zu tun gehabt.

»Ab und zu tauchte er auf und kritisierte unseren zu großzügigen Umgang mit den teuren Zutaten. Aber Pierre war eigentlich nie seiner Meinung.«

»Und wie kommst du so klar mit euerm Chef?«, wollte Angermüller wissen.

»Gut, würde ich sagen«, nickte Anatol, als wolle er sich selbst seine Aussage bestätigen. »Man kann eine Menge von ihm lernen. Es ist eine Riesenchance.«

»Ist der nicht manchmal ein bisschen schwierig, der Herr Lebouton?«

»Wenn sich einer dämlich anstellt, dann kann er schon mal ausrasten. Man muss halt gut sein.«

Anatol lächelte breit und zeigte seine makellosen Zähne. Sein Aussehen erinnerte Angermüller an die Popstars, die seine 13-jährigen Töchter auf Plakaten an den Wänden ihrer Zimmer hängen hatten. Er war ein ausnehmend hübscher Junge, und wie ein Kochlehrling sah er nach landläufiger Vorstellung jedenfalls nicht aus.

»Und du bist gut?«

»Ja, ich glaub schon«, nickte Anatol und sah Angermüller dabei direkt an. Solch eine unverschämte Selbstsicherheit konnte man wohl nur in diesem Alter an den Tag legen, dachte Angermüller amüsiert.

»Ich bin der Einzige, der schon öfter Auftritte in der Show hatte. Und auch die Zuschauer fanden mich gut.«

»Aha. Woher weißt du das?«

»Na ja, es kamen halt Mails und Anrufe. Die Leute wollten wissen, wer ich bin und so, und ob ich noch öfter dabei sein werde.«

»Was hast du denn gekocht?«

»Gekocht habe ich nicht direkt. Ich habe assistiert.«

Und sogleich zählte der junge Mann so einiges auf, um seine Fähigkeiten ins rechte Licht zu setzen.

»Ich habe zum Beispiel Orangen filettiert, einen Tafelspitz aus einer Rinderkeule geschnitten, Nudelteig gemacht, einen Seewolf portioniert – das ist vor laufender Kamera nicht ganz leicht.«

»Da gebe ich dir recht. Das ist auch ohne Kamera nicht einfach«, nickte Angermüller. »Und was ist dein Glanzstück? Was gelingt dir beim Kochen am besten?«

»Eigentlich gelingt mir immer alles«, auf Anatols Gesicht erschien wieder dieses unwiderstehliche Lächeln. »Aber wenn ich wählen dürfte, würde ich einen schönen Tafelspitz kochen und dazu mein Kartoffel-Pastinaken-Püree mit gerösteten Walnüssen.«

»Ach, und wie würdest du den Tafelspitz zubereiten?«

Jetzt war Angermüllers Interesse geweckt. Vielleicht würde er ja hier einen Tipp für ein neues Rezept entdecken, mit dem er Steffens Variante, die er am nächsten Abend kennenlernen sollte, noch übertreffen könnte.

»So wie der Chef, in Pinot Noir, nur mit erstklassigen Zutaten. Das ist das A und O. Und Geduld.«

»Würdest du mir denn das Rezept verraten?«

»Oh Mann!«, rief Jansen in gespielter Verzweiflung. »Sind wir mal wieder beim Thema?«

»Also wir haben jetzt keine Zeit, Kochrezepte zu sammeln. Die Pflicht ruft.«

Teschner und Anja-Lena Kruse erhoben sich.

»Der Kaffee war gut, danke!«, meinte Teschner dann noch zu Anatol.

»Freut mich«, nickte der und wandte sich wieder an Angermüller.

»Sehen Sie auch immer unsere Sendung?«

»Äh, nicht direkt. Ich koche nur ab und zu ganz gern.«

»Ach so.«

Diese Aussage schien Anatol eher enttäuschend zu finden, und er erläuterte: »Weil ich wahrscheinlich demnächst den Tafelspitz in der Sendung kochen darf. Dann finden Sie das Rezept sowieso im Internet.«

»Na gut. Dann danke für den Tipp! Was möchtest du denn machen, wenn deine Ausbildung beendet ist?«

»Fernsehkoch.«

»Anatol!«

»Ja, Chef?«

Kaum war vom Flur Leboutons Stimme zu hören, sprang der Junge hoch und lief zur Tür.

»Ah, hier steckst du!«, Lebouton kam herein und gab seinem Lehrling einen leichten Klaps hinters Ohr. »Da kann ich ja lange suchen.«

Aber es war wohl nett gemeint, denn er zeigte auf Anatol und fügte an: »Hier meine Herren: mein bestes Pferd im Stall! Und jetzt ab ins Studio, du wolltest doch noch was für den Spargel vorbereiten, dachte ich!«

Fragend sah Anatol zu den Kommissaren.

»Wir waren ja eh fertig. Dann wollen wir dich nicht länger aufhalten!«

»Tja, dieser hübsche junge Mann wird es einmal weit bringen. Nicht nur weil ihm die Mädchen begeisterte Mails schreiben. Er ist nämlich ein echtes Naturtalent!«, meinte Lebouton und blickte Anatol nach, als er gegangen war. »Er ist ehrgeizig, experimentierfreudig, hungrig auf Neues. Ein wenig erinnert er mich an mich selbst, als ich so jung war wie er …«, nachdenklich sah er zu Boden. »Ist lange her.«

Zum ersten Mal wirkte der berühmte Koch ein wenig menschlicher, nicht mehr so glatt und perfekt. Er strich sich mit der Hand über die Augen. Eine gewisse Müdigkeit schimmerte durch.

»Sind Sie fertig mit der Aufzeichnung?«

»Mit der zweiten heute meinen Sie? Leider noch nicht. Wir mussten unterbrechen, weil unser Kandidat aus der Endrunde sich beim Gemüseschneiden verletzt hat.«

»Oh, so schlimm?«

»Nicht so dramatisch. Es hat halt geblutet, und jetzt muss er erst einmal verarztet werden. Mal sehen, wie wir das hinkriegen, wo die Zuschauer doch glauben sollen, die Sendung wäre live. Na ja, das soll nicht mein Problem sein. Das muss die Regie reparieren.«

»Ihre Sendung ist sehr beliebt«, stellte Angermüller fest.

»Ja, ›Voilà Lebouton!‹ ist auch nach sieben Jahren immer noch sehr erfolgreich.«

Lebouton straffte sich und setzte sein Profilächeln auf.

»Aber man muss auch was dafür tun, dass die Quote stimmt. Von allein läuft da gar nichts, glauben Sie mir. Der Erfolg ist ein zweischneidiges Schwert …«

»Sagen Sie, Herr Lebouton, ich muss noch einmal auf meine Frage von vorhin zurückkommen, die geschäftliche Lage Ihres Unternehmens … Wir haben gehört, Sie hätten mit Ihrem Partner von Güldenbrook in letzter Zeit häufiger Auseinandersetzungen gehabt, wobei es immer um die Finanzen gegangen sein soll. Gibt es Schwierigkeiten?«, formulierte Angermüller sorgfältig.

Die Miene des Starkochs wurde eisig.

»Wer kolportiert solche Dinge? Na ja, ich kann mir schon denken, aus welcher Ecke das kommt. Die Leute haben keine Ahnung. Die Marke Lebouton ist fest im Markt etabliert, und unsere Firmen entwickeln sich für heutige Verhältnisse prächtig.«

»Und Ihr häufiger Streit mit Christian von Güldenbrook in den letzten Wochen?«

»Was heißt hier in den letzten Wochen?«, Lebouton ließ ein trockenes Lachen hören. »Wir haben uns immer heftig auseinandergesetzt! Nur das Wort Streit ist völlig fehl am Platze. Mit Christian konnte man nicht streiten, dazu war er viel zu beherrscht, zu wenig emotional. Ihm ging es nur um die Sache. Christian war ein Buchhalter, ein äußerst korrekter, ein sehr sparsamer! Seiner norddeutschen Puritanerseele war aller Überfluss zuwider, und das mit einer Gourmetküche in Einklang zu bringen, die nur von besten Zutaten lebt und aus dem Vollen schöpft, war ein äußerst schwieriger Prozess. Immer wieder! Er konnte um jedes Stück Butter kämpfen. Und wissen Sie, was ich glaube?«, Pierre Lebouton hielt einen Moment inne und sah zum ersten Mal eindringlich von Angermüller zu Jansen. »Ich glaube, das war das Geheimnis unserer erfolgreichen Zusammenarbeit, dass jeder wieder und wieder seine Argumente überprüfen musste, denn am Schluss haben wir uns ja doch immer geeinigt.«

»Es läuft also alles bestens, und alles war wie immer, nach Ihrer Meinung, und was uns von den verschiedenen Zeugen gesagt wurde …«

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