Eva Neuland - Jugendsprache

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Beschreibung und Analyse des Phänomens «Jugendsprache»
Das Einführungs- und Übersichtswerk macht mit dem sprachwissenschaftlichen Gegenstandsfeld «Jugendsprache» vertraut.
Im Zentrum steht die Beschreibung und Analyse des Sprachgebrauchs Jugendlicher im deutschen Sprachraum unter Einbezug aktueller Fragestellungen und Ergebnisse der germanistischen Soziolinguistik und linguistischen Pragmatik.
Es werden Grundlagen und Entwicklungen sowie theoretische Konzepte der Jugendsprachforschung aufgezeigt und Entwicklungsetappen deutscher Jugendsprachen in Geschichte und Gegenwart vorgestellt.
Den Abschluss bildet ein Ausblick auf Jugendsprachen in Schule und Unterricht.
Anschauliches Übersichtswerk zum Thema «Jugendsprache» mit Bezug zu aktuellen Fragestellungen aus der Forschung und mit zahlreichen Textbeispielen.

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Jugendliche reden über Vieles […], sie reden über Personen, die sie nicht mögen, z.B. Emanze: „ Mädchen, das mit Jungs nichts zu tun haben will: Die blöde Emanze will nicht tanzen “.

Anscheißer: „ Verräter, Petzer: So ein Anscheißer, der war schon wieder beim Lagerleiter .“

(HeinemannHeinemann, Margot 1990, S. 43)

Gleichwohl verdankt die spätere Forschungsentwicklung den frühen Beiträgen der 80er Jahre wichtige Impulse. Spätere Studien, die auch mit FragebogenmethodenFragebogenmethoden arbeiten, verwenden differenziertere Modelle der Konstruktion von Fragen und Auswahlantworten mit Skalierungen, die zwischen Kenntnis und Gebrauch unterscheiden und sprachliche Kontexte einbeziehen1.

3.3 EthnographieEthnographie (von Jugendsprache) von Jugendsprache

Dies gilt auch für die ethnographischen Einzelfallstudien der 80er Jahre. Vor allem im Rahmen des von KallmeyerKallmeyer, Werner geleiteten Mannheimer Stadtsprachenprojekts (1994) wurden Detailkenntnisse über Ausdrucks- und Funktionsweisen gruppenspezifischer Kommunikation von Jugendlichen im Rahmen ethnographischer Einzelfall-Beschreibungen mittels teilnehmender Beobachtungteilnehmende Beobachtung erarbeitet (v.a. SchwitallaSchwitalla, Johannes 1986/1988, Nothdurft/ Schwitalla 1995). Wichtige Forschungsergebnisse betrafen Identifikations-IdentifikationsstrategienIdentifikationsfunktion und AbgrenzungsstrategienAbgrenzungsstrategien, z.B. „Quasi-ZitateQuasi-Zitate“ und die sozialsymbolische Verwendung von InterjektionenInterjektionen. Die Ergebnisse bleiben allerdings stark auf die Einzelfälle bezogen und sind nur begrenzt verallgemeinerbar. Als Beispiel sei der Kommentar einer Gruppe von Gymnasiasten beim „Hetzen“ über Passanten angeführt:

So äußerte ein Jugendlicher, als eine junge Frau in schwarzer Lederkleidung vor beikam:

‚Uäh! Ach Gott … die Asozial … e e Keggl – n Kinderwaache schiewe un daß so e alte Schlamp noch e Kipp debei raacht … so rischtisch uäh! Ajo! Isch geh uff sämtlische Hardrock-Konzerte, verstehsch? Do geht der Fisch ab!‘ (rülpst)

((‚Keggl‘ = dialektaler Ausdruck für ‚Kind‘))

Über einen älteren, nach Handwerker aussehenden Mann:

‚Ha jo, schaff isch bei Benz Fahrzeugmacher Vogelstang ne … bei Benz geht der Fisch ab! Verstehsch … und dann n halbe Kaschde Bier un a Wiener Schnitzel, alles klar, oder?‘

Über einen Jugendlichen:

‚Verstehsch … Kumpels fahr ins Neggazentrum, mach die Leut õ, alles klar!‘

‚Ha jo, verstehsch, geh un guck noch Schnalln, geht der Fisch ab ne?!‘

Beispiel: „Hetzen über Passanten“ (Zit. n. SchwitallaSchwitalla, Johannes 1986, S. 250)1

3.4 Sprechstilanalysen

Seit dem Ende der 80er Jahre treten Beiträge der Sprechstilanalysen hinzu (SchlobinskiSchlobinski, Peter 1989). Auch sie gehen von einer konkreten Gruppenkommunikationssituation aus und beziehen den Erfahrungshintergrund der jeweiligen Jugendgruppe (z.B. einer katholischen Kirchengemeinde) zur Erklärung der Besonderheiten gruppentypischer SprechstileSprechstileSprechstilanalysen ein. Für die Stilbildung spielen besonders die gruppentypischen kulturellen Ressourcen eine Rolle, z.B. dient in der katholischen Jugendgruppe das MusterMuster der kirchlichen Fürbitte als eine Quelle ihres Sprachstils. Kreative SprachspieleSprachspiele und mimetischer und verfremdender Umgang mit Zitaten (v.a. Schlobinski 1993, 1996), z.B. aus der Werbung, werden mit dem Konzept der Sprachstil-BasteleiSprachstil-Bastelei („BricolageBricolage“) erfasst, wie bei der Veränderung eines Handlungsmusters aus dem ZDF-Fernsehquiz: „Der große Preis“ und der Ersetzung der „Risikofrage“ durch Wörter aus dem Sexualwortschatz:

C: Ficken einhundert

E: Ficken einhundert (.)

X: Risiko

Q: Nee

J: Glücksspiel

C: Was denn was war denn daran Risiko (.) Rita Süßmuth oder was?

E: Ficken einhundert

C: Rita Süßmuth

X: Risiko

((Lachen))

C: Frau Meyer hat Aids (.) Herr Herr Tropfmann hat Herpes (.) was möchten SIE einsetzten (..) öhöh (..) Syphilis. ((Lachen))

C: Also hier die Frage (.) also hier die Frage

E: Welche Frage

((Lachen))

S: Sein

R: Das ist hier die Frage

S: Sein oder nicht sein

R: Schwein oder nicht Schwein

((Lachen))

C: Schwein (..) oder nicht Schwein

Q: Dein?

Beispiel: „Der große Preis“

(Zit. n. SchlobinskiSchlobinski, Peter/Kohl, Gaby/Ludewigt, Irmgard/Kohl/Ludewigt 1993, S. 51ff.)

Ethnographische und sprechstilanalytische Jugendsprachforschungen lassen sich aktuell auch dem Oberbegriff der InteraktionsforschungInteraktionsforschung zuordnen, deren neuere Entwicklung in Kap. 3.8 angesprochen werden.

3.5 Kulturanalytische Jugendsprachforschung

Die kulturanalytischekulturanalytisch Richtung der Jugendsprachforschung unterscheidet sich von den bislang angeführten vor allem durch den stärkeren Einbezug sozialer und (sub)kultureller Aspekte in die mikroanalytischen Sprachbeobachtungen.

Erscheinungs- und Funktionsweisen von Jugendsprachen werden hier unter weiterem Einbezug der sprach- und kulturgeschichtlichen Verhältnisse in historischer sowie zeitgenössischer Perspektive soziolinguistisch analysiert und gedeutet (v.a. NeulandNeuland, Eva 1987ff.)1Neuland, Eva/Martin, Stephan/Watzlawik, Sonja. Die internationale Jugendsprachkonferenz von 2001 in Wuppertal: „Jugendsprachen – Spiegel der Zeit“ gab diese Richtung programmatisch vor. Dabei spielen die funktionalen Aspekte der generationsspezifischen Abgrenzungen gegenüber den gesellschaftlichen Konventionen der „Außenwelt“ ebenso eine Rolle wie die der sozialen Identitätsbildung in den Binnenräumen soziokultureller Jugendstile, wie sie u.a. in Personenklassifikationen ( Proll: „der Typ Leute, der wie ’n Generaldirektor tut und Postbote ist“ )2Neuland, EvaSpreckels, Janet oder beim LästernLästern in einer Jugendgruppe über eine Mitschülerin ausgedrückt werden:

A: Jetzt isse eben die coole Katrin, die immer kifft. ((Lachen))

C: Naja, jetzt will se sich einfach nur behaupten. ((zustimmendes Raunen))

Früher war’s ihr scheißegal, was andere von ihr gehalten haben und jetzt muss sie die Beste sein.

Beispiel: „Die coole Katrin“

(Zit. n. MartinMartin, Stephan/Schubert, Daniel/Watzlawik, Sonja/Schubert/Watzlawik 2003, S. 123)

Zur Bestimmung des Verhältnisses zur StandardspracheStandardsprache werden Methodenkombinationen aus Fragebogenerhebungen, BeobachtungenBeobachtung und KorpusanalysenKorpusanalysen bevorzugt. Dabei werden auch Einstellungen von Jugendlichen zur Jugendsprache erhoben, z.B. zu Gebrauchsbegründungen. So formuliert ein Jugendlicher: „ weil Jugendsprache fetter ist als das Gelaber von Erwachsenen“ . Der Einbezug des SprachbewusstseinsSprachbewusstsein, die Verarbeitung von Spracherfahrungen und die SprachreflexionenSprachreflexionen von Jugendlichen sind kulturanalytischkulturanalytisch höchst aufschlussreich.

3.6 Kontrastive Jugendsprachforschung

Seit den 90er Jahren ist die linguistische Jugendsprachforschung in Deutschland in einen internationalen Forschungskontext eingebettet. Sammelbände zur internationalen Jugendsprachforschung, insbesondere die Dokumentationen der internationalen Jugendsprachkonferenzen (Herausgeber: AndroutsopoulosAndroutsopoulos, Jannis/Scholz, Arnim/Scholz 1998, NeulandNeuland, Eva 2003b, DürscheidDürscheid, Christa/Spitzmüller, JürgenDürscheid, Christa/SpitzmüllerSpitzmüller, Jürgen 2006, Neuland 2007, Jørgensen 2010, KotthoffKotthoff, Helga/Mertzlufft 2014, Spiegel/Gysin 2016, ZieglerZiegler, Evelyn i.E.) präsentieren Einzelbeiträge aus verschiedenen europäischen und außereuropäischen Regionen. Aufschlussreiche Erkenntnisse vermittelt der Einbezug einer vergleichenden Perspektive von Jugendsprachen in verschiedenen europäischen Ländern (so ZimmermannZimmermann, Klaus 2003 zur spanischen, französischen, portugiesischen und deutschen Jugendsprache), z.B. im Hinblick auf lexikalische Verfahren wie EntlehnungenEntlehnungen, v.a. cool , sowie morphologische Verfahren wie die SuffigierungSuffigierung, z. B. dt. Realo , frz. punkette , span. bocata (von Bocadillo), port. letreiro (Student der Fac. de letras)1Zimmermann, Klaus, EhrhardtEhrhardt, Claus (2007) zu Phraseologismen im Deutschen und Italienischen. Als besonderes Anliegen erschien zunächst die Erarbeitung zweisprachiger Jugendsprache-Wörterbücher.2Lacarescu, Ioan Mit dem abnehmenden Interesse an lexikologischenlexikologisch und lexikographischenlexikographisch Aspekten traten pragmatische und stilistische Vergleiche und damit textuelle Kategorien in den Vordergrund. So analysierte ChovanChovan, Miloš (2006) verschiedene Stile sozialer AbgrenzungAbgrenzung in Jugendgruppen, z.B. durch Distanz anzeigende karikierende und verfremdende Nachahmung der Artikulationsweise unbeliebter Erwachsener, hyperbolischeHyperbolik, hyperbolisch Kommentierungen und Diffamierungen von Institutionsvertretern u.a.m.

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