Anja Ebersbach - Social Web

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Wikis, Blogs und Social Networks beruhen auf der Interaktion zwischen den Besuchern einer Website und fördern die Bildung von Gemeinschaften – eine in den Massenmedien bisher nicht erreichte Partizipation.
Ausgehend von der Geschichte des Internets und einer Definition des «Social Webs» werden zunächst dessen Erscheinungsformen vorgestellt, verglichen und eingeordnet. Darauf folgt eine Beschreibung der technischen Grundlagen sowie der auftretenden Gruppenprozesse und der gesellschaftlichen Bedeutung des «Social Webs».
Die 2. Auflage ist noch per mail (shop@utb.de) bestellbar.

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Sehen wir uns diese Entwicklung etwas genauer an, auch wenn wir dazu nur wenige Einzelereignisse aus der Geschichte herausgreifen können.

1.2.1 Vernetzte Computer als Kommunikationsmedien

Großrechner als Kooperations- und Kommunikationsinstrumente. Der erste Schritt auf dem Weg zum Social Web war eine veränderte Sichtweise auf den Computer. Computer dienten in den 1950er-Jahren ausschließlich als Rechenmaschinen des Militärs und der Wirtschaft. Doch in den 1960er-Jahren wurden Computer zunehmend auch als Kommunikationsmedium verstanden. Dieser bedeutende Schritt wird mit dem Psychologieprofessor Joseph Carl Robnett Licklider in Verbindung gebracht. Licklider, ein Pionier der Internetentwicklung, arbeitete ab 1957 beim Rüstungslieferanten BBN und hatte dort Erfahrungen mit einem Time-Sharing-System, einem ersten Mehrbenutzersystem für Großrechneranlagen, gesammelt. Damit konnten mehrere Teilnehmer über Terminals gleichzeitig einen Großrechner bedienen. Licklider nahm den Teamgeist unter den Nutzern des ersten Time-Sharing-Systems wahr und wies auf die Gemeinschaftsphänomene hin, die zum Teil durch den gemeinsamen Zugriff auf die Ressourcen des Systems aufkamen (vgl. Grasmuck 2002: 181).

Abb 11 Geschichte des Social Webs Abb 12 IBMGroßrechneranlage IBM 704 - фото 2

Abb. 1.1: Geschichte des Social Webs

Abb 12 IBMGroßrechneranlage IBM 704 Erste Communities Wir sehen dass - фото 3

Abb. 1.2: IBM-Großrechneranlage IBM 704

Erste Communities. Wir sehen, dass schon mit der ersten Zusammenarbeit mehrerer Menschen an einem Rechner jene Phänomene auftraten, die wir heute im World Wide Web mit seinen vielen Servern beobachten können. Die Computerpioniere der 1960er-Jahre bildeten die ersten Onlinegemeinschaften (»Communitys«). Ein Beispiel für eine Online-Community dieser Periode ist PLATO. Das PLATO-System war in den frühen 1960er-Jahren auf dem Urbana Campus der University of Illinois für ein computerbasiertes Lernen entwickelt worden. Aber viele Leute nutzten das System lieber als unkompliziertes Kommunikationssystem (vgl. Woolley 1994) 2. Das zeigt, dass sich auch die Pioniere der ersten Periode die Computertechnologie spielerisch aneigneten.

E-Mail-Kommunikation. Die Erfindung der E-Mail 1965 unterstützte diesen Paradigmenwechsel. Die elektronische Post, ein asynchrones Kommunikationsmedium, war nicht nur viel schneller als die normale Post und billiger als ein Ferngespräch, in den E-Mails konnte man auch auf viele Formalitäten bei der Formulierung und bei der Gestaltung verzichten. Auch die ersten E-Mails wurden zunächst über Einzelrechner verschickt.

Erstes Computernetzwerk. Als erstes landesweites Computernetzwerk entstand das ARPANET. Mit diesem wurde ein dezentrales Netzwerk geschaffen, über das die unterschiedlichen US-amerikanischen Universitäten, die für das Verteidigungsministerium forschten, verbunden sein sollten. Das dezentrale Konzept des über Telefonleitungen verbundenen ARPANETs war revolutionär. Im Jahr 1969 konnten die ersten vier Knoten des ARPANETs in Betrieb gehen. Anfang 1975 verfügte es bereits über 61 Knoten.

Mailinglisten. Ende der 1970er-Jahre wurde dort die erste E-Mail-Diskussionsgruppe eingerichtet: die Liste SF-LOVERS war nicht zufälligerweise eine Science-Fiction-Liste. Mailinglisten wurden zusammen mit den Requests for Comments (RFC) zum wichtigsten Mittel der offenen Kooperation der technischen Community. RFCs dienten der Entwicklung von Standards im Internet: Die Vorschläge wurden zur Diskussion gestellt. Schließlich ging 1978 die erste Mailbox in Betrieb. Eine Mailbox, im englischen Sprachbereich auch als Bulletin Board System (BBS) bekannt, ist ein meist privat betriebenes Rechnersystem, das per DFÜ zur Kommunikation und zum Datenaustausch genutzt werden kann.

1.2.2 Die ersten selbstverwalteten Computernetze

Zentrale vs. dezentrale Organisation. Generell können wir feststellen, dass in den 1960er-Jahren ein technischer Diskurs über die Vor- und Nachteile zentraler und dezentraler Rechnerarchitekturen einsetzte. Mit dieser Debatte war die Frage verbunden, ob dezentrale und offene Organisationsmodelle generell zentralistischen Ansätzen überlegen sind – und ob, wie im Falle der RFCs, die Einbindung aller Nutzer in Entscheidungsprozesse nicht zu stabileren Ergebnissen führen würden. In den Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des Betriebssystems Linux und Windows wird dieses Thema ebenso wieder aufgegriffen wie im Zeitalter des Social Webs bezüglich der Vorzüge einer von vielen Nutzern geschriebenen Wikipedia gegenüber einem redaktionell betreuten, gedruckten Lexikon.

Zivile Nutzung durch Privatpersonen. Dieser Diskurs schloss auch eine Diskussion über alternative Nutzungspotenziale des Computers ein. Philosophierten in der Pionierzeit des Computers vor 1960 Einzelpersonen und kleine Kreise über das Verhältnis von Mensch und Computer, so erhielt diese Debatte in den radikalen 1960er-Jahren neue Impulse und überhaupt einmal eine soziale Trägerschicht, weil neue gesellschaftliche Gruppen, vor allem Studentinnen und Studenten, mit dem Medium Computer experimentierten und beispielsweise nach 1969 Zugriff auf das ARPANET erhielten.

Hackerkultur. In diesem Zusammenhang wurde die Open-Source- und Free-Software-Hackerkultur bedeutsam, die in den 1960er-Jahren im akademischen Umfeld entstand. Ihr Anliegen: Der Kampf gegen die Bildung von Informationseliten (vgl. Raymond 1999) 3. Das war damals ein verhältnismäßig kleiner und elitärer Kreis. Die ersten Hacker bildeten sich als eine Gruppe, die sich u. a. über die spielerische Verwendung der Technik formierte. Dabei entwickelte sich, wie Steven Levy schreibt, »ein neuer Way of Life, mit einer Philosophie, einer Ethik und einem Traum heraus« (vgl. Levy 1984) 4. Diese Ethik wurde zunächst nicht formuliert, sondern entstand durch stille Übereinstimmung. Aber sie entsprach dem liberalen Selbstverständnis vieler Akademiker und korrespondierte mit den sozialen Bewegungen gegen die atomare Bedrohung und gegen den Autoritarismus in der Gesellschaft. Levy fasste die Hackerethik 1984 so zusammen:

1. Access to computers – and anything which might teach you something about the way the world works – should be unlimited and total.

2. Always yield to the Hands-on Imperative!

3. All information should be free.

4. Mistrust authority – promote decentralization.

5. Hackers should be judged by their hacking, not bogus criteria such as degrees, age, race or position.

6. You can create art and beauty on a computer.

7. Computers can change your life for the better.

Hier entstand eine neuartige, weltweit vernetzte Technik-Community mit einem eigenen Selbstverständnis und identitätsstiftenden kulturellen Codes: Das Jargon File, ein Wörterbuch der Hackerkultur, wurde 1975 zum ersten Mal im Netz publiziert. Die Hackerkultur entwickelte sich weiter und etablierte sich als Anwalt eines freien Zugangs zu Wissen über digitale Medien. Diese Kultur blieb allerdings immer eine Subkultur verhältnismäßig weniger avantgardistischer Technikakteure, die jedoch eine Öffentlichkeit schufen und eine bedeutende meinungsbildende Rolle in Fragen der Informations- und Kommunikationstechnologien erlangen konnten.

Erstes alternatives Netz. Ein weiterer Meilenstein in Richtung eines öffentlichen Netzes wurde 1979 das USENET als freie Alternative zum ARPANET. USENET funktionierte als internetweites schwarzes Brett. Die Kommunikation dort ist mit den heutigen Foren zu vergleichen. Im Prinzip konnte sich jeder Nutzer mit Postings an der Diskussion beteiligen und eigene Bereiche eröffnen. Besonders berüchtigt war die alt.*-Gruppe, in der sich alle möglichen und unmöglichen Interessengruppen zusammenfanden. Sozial bildete sich mit dem USENET ein öffentlicher Raum, in dem jeder zu jedem Thema lesen und schreiben konnte. Aktuell erlebt das USENET eine unerwartete Renaissance als unkontrollierte Tauschbörse für Musik und Videos.

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