Stefan König - Auf dem hohen Berg

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Einen Winter lang muss der junge Wetterwart Anselm Straub auf der Zugspitze Dienst tun: Messungen durchführen, Prognosen erstellen und alle Daten telefonisch nach München durchgeben.
Es ist das Jahr 1906, und Straub lebt in völliger Weltabgeschiedenheit. Bis er vor seiner meteorologischen Station eine völlig erschöpfte Frau findet. Es ist die Großkaufmannswitwe Lidia von Berneis. Eine abenteuerlustige Frau von 42 Jahren, die sich verrannt hat in die Idee, ganz allein auf den höchsten Berg des Landes zu steigen.
Doch nun gibt es kein Zurück mehr. Alle Wege sind tief verschneit, von Lawinen bedroht, ungangbar. Sie muss den ganzen Winter bei Straub bleiben.
So entwickelt sich eine außergewöhnliche Liebesgeschichte «auf dem hohen Berg». Eine Geschichte, sensibel und voller Dramatik zugleich. Und mit einem Ende, das niemand so erwartet hätte…
Stefan König erzählt mit leichter Hand von der Beziehung der beiden grundverschiedenen Menschen. Wie beiläufig schildert er das leidenschaftliche und immer auch schwierige Zusammenleben auf knapp 3000 Metern Höhe. Und als intimer Kenner des Gebirges, gelingt ihm mit seinem Buch nicht nur eine Hommage an die Liebe, sondern zugleich eine Liebeserklärung an die großartige Natur und an die außergewöhnlichen Stimmungen in der Einsamkeit des Hochgebirges.
Ein spannendes Buch und ein überaus sinnliches Lesevergnügen.

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Die Männer wirkten von hier oben wie Gletscherflöhe und die Maultiere wie schwarze Ameisen, die den Flöhen den Garaus machen würden.

Doch manchmal hörte er einen Juchzer oder einen Jodler, der zweifelsfrei ihm galt. Ein Abschiedsgruß der Träger, die froh waren, nicht heroben bleiben zu müssen.

Straub sah ihnen nach, bis sie aus seinem Blickfeld verschwunden waren.

Dann war er allein.

Sie waren vorgestern am späten Nachmittag angekommen. Hatten an der Scharte die Maultiere in den Unterstand gestellt und mit den Kraxen all das hinauf getragen, was in diesem ersten Anlauf zu schaffen war. Die ganze Mannschaft war im Münchner Haus untergebracht, der kleinen, hingeduckten Berghütte, zu der er den Schlüssel bekommen hatte. Er war mit den Männern im Münchner Haus geblieben, hatte darauf verzichtet, sein eigenes Domizil schon zu beziehen. Noch wohnte ja auch sein Vorgänger darin. Und er würde ohnehin noch genug Zeit haben, sich häuslich einzurichten.

Gestern dann waren sie alle zum Depot abgestiegen, hatten die Kraxen vollgeladen, waren wieder hinauf, und indem sie diesen mühevollen Vorgang dreimal wiederholten, hatten sie schließlich alles nach oben geschafft. Die Schultern schmerzten ihn jetzt fürchterlich, und die Schenkel brannten von der Anstrengung des Steigens mit den schweren Lasten. Auch er als Wetterwart hatte gehörig mithelfen müssen, damit alles bis zum Abend zum Gipfel geschleppt war!

Eigentlich hätten sie dann todmüde auf ihre Strohlager fallen müssen. Aber die Träger und der Führer hatten nicht darauf verzichten wollen, auf sein Wohl die Schnapsflasche kreisen zu lassen. Es wurde getrunken und gesungen und an zotigen Sprüchen, seine weiblose Einsamkeit betreffend, herrschte kein Mangel.

Am Morgen waren sie dann ganz anders gewesen. Die raubeinigen Männer waren still und der Abschied war ernst, freundlich und ohne ­Witzeleien vonstatten gegangen. Er spürte aus ihren Blicken, ihren Händedrucken, ihren Schulterklopfen ein gewisses Unbehagen, ihn allein hier zurücklassen zu müssen. Da schien sich bei ihnen etwas dagegen zu sträuben, es war, als haderten sie mit dem Auftrag, ohne ihn wieder ins Tal abzusteigen.

»Pfüatdi«, sagte der Bergführer und drückte ihm mit beiden Händen seine Rechte. »Pass auf dich auf da heroben. Lass es dir gut gehen. Im Juni holen wir dich wieder ab.«

Und sein Vorgänger, der Wetterwart, der es nur ein paar Monate auf dem Berg ausgehalten hatte, ehe er wegen unablässiger Kopfschmerzen diesen Dienst quittieren musste, wünschte ihm noch alles Gute und viel Glück. Der Mann hatte Tränen in den Augen gehabt, ob aus Scham, weil er nicht durchgehalten hatte oder aus Freude, weil es zu Ende war – wer hätte es sagen können.

Dann hatten sie sich an den Abstieg gemacht. Das felsige Gelände hinab bis zum Depot und den Mulis. Und nun stapften sie über den spaltenfreien Gletscher Richtung Knorrhütte. Sie wollten heimkommen, ohne noch einmal übernachten zu müssen.

Am Himmel standen Föhnfischlein. Der warme Südwind hatte das Firmament frei gefegt, nur mehr diese in Fischform ziehenden Wolken zierten das strahlende Blau. Die Sicht war klar und unendlich weit. Straub hätte nicht sagen können, welche Gebirgsgruppen er sehen konnte. Von weit im Westen bis weit im Osten reihte sich Bergkette hinter Bergkette. Selbst die höchsten und markantesten Berge wusste er nicht zweifelsfrei zu bestimmen. Aber das hatte ja noch Zeit. Sein Vorgänger hatte ihn in die Technik der Wetterstation eingeführt, in seine Aufgaben und auch in alles, womit er sich beschäftigen könnte in der nächsten Zeit. Da gab es Himmelskarten und Gebirgskarten, Faltpanoramen und auch einige fotografische Ansichten.

Ein Laie hätte von bestem Wetter gesprochen bei diesen Bedingungen. Womit er ja gar nicht so Unrecht haben würde. Allerdings wusste Straub nur zu gut, dass Föhn immer auch von einem gehörigen Wettersturz kündete. Und der könnte um diese Jahreszeit endgültig den Winter mit sich bringen.

Ein bisschen Zeit lassen könnte er mir schon noch, dachte Straub. Ich werd mir die Station noch lange genug freischaufeln müssen.

Er machte sich daran, sein neues Zuhause nun richtig zu inspizieren und sich einzurichten. Er trug seine Sachen aus dem Münchner Haus herüber in die Station. Denn die Berghütte ging ihn ja eigentlich nichts an: Er hatte den Schlüssel, um die Träger unterzubringen und für den Fall, dass irgendwelche verrückten Bergsteiger im Winter heraufkämen – was eigentlich menschenunmöglich war – und er sie notdürftig beherbergen musste. Außerdem war er gehalten, in der Hütte von Zeit zu Zeit nach dem Rechten zu sehen: ob es keine Frost- oder Wasserschäden gäbe und was halt sonst so von Belang sein könnte.

Sein kleines Reich maß nur etwa vier mal vier Meter. Beim ersten Betreten gleich bei der Ankunft war er mehr als erschrocken. Das war ja kaum größer als ein Zelt!

Aber der Wetterwart, der abzulösen war, hatte auf die Vorzüge dieser Kleinräumigkeit hingewiesen. Dass alles so leicht überschaubar sei, zudem gewiss auch im strengen Winter ohne viel Aufwand zu beheizen. Und da man ja ganz allein hier war, konnte einem auf engem Raum auch niemand anderer auf die Nerven gehen.

Dass sein Domizil keine Luxusvilla sein würde, das hatte er schon vorher gewusst. Auch waren ihm Ansichten und Planzeichnungen der Station vorgelegt worden. Er war also vorgewarnt. Doch zwischen einer vagen Vorstellung und dem erwachenden Erkennen der Wirklichkeit ist nun mal ein enormer Unterschied.

Wie, hatte er sich sofort gefragt, wie soll ich da alles unterbringen?

Aber der erste Endruck hatte zum Glück getäuscht. Die Station, offiziell geführt als »Königlich Bayerische Meteorologische Hochstation Zugspitze«, war ein neun Meter hoher Turm, eingeklemmt zwischen dem Münchner Haus und einem Felszacken des Gipfels. Ein massiver Eisenanker hielt die drei Etagen im felsigen Grund, dazu war der Turm mit übergelegten Stahlseilen gleichsam verzurrt, um den Stürmen, die in dieser Höhe bisweilen fürchterlich wüteten, standhalten zu können.

Die untere Etage mit ihren meterdicken Bruchsteinmauern, war als Lager- und Vorratsraum gedacht. Hier waren Holz und Briketts gestapelt, außerdem Konserven und andere lang haltbare Lebensmittel wie geräucherter Schinken, Hartwurst – und Zitronen! Der Saft dieser Zitronen sollte dafür sorgen, dass der Wetterwart nicht an Vitaminmangel erkranken würde.

Darüber lag seine Behausung.

Klein, aber irgendwie auch heimelig. Auf gerade einmal sechzehn Quadratmetern musste Platz genug sein für Küche, Schlaf- und Wohnraum in einem. Ein richtiges Junggesellenstübchen. Dazu das höchste im gesamten Land – und noch ein kleines Stück darüber hinaus. Als 1901 ein gewisser Josef Enzensperger als erster Wetterwart auf der neu errichteten Station Dienst getan hatte, war er in den »Münchner Neuesten Nachrichten« als der »höchste Einwohner des Deutschen Reiches« bezeichnet worden.

Anselm Straub musste lächeln bei dem Gedanken, nun selbst der höchste Einwohner des Deutschen Reiches zu sein. Ein enormer Aufstieg, dachte er. Und er horchte auf sein lautes Lachen, das er ausprobierte, um zu hören, wie seine Stimme im Alleinsein klingen würde.

Als Erstes suchte er einen guten Platz für die Voliere. Er wollte sie von der Decke seines Gemachs hängen, irgendwo, wo sie nicht im Wege umgehen würde und wo zugleich genug Licht durch eines der kleinen Fenster den Käfig erhellen könnte. Die Vögelchen, so dachte er, mögen wie wir Menschen die Tagesläufe. Mögen es, mit der Dunkelheit müde zu werden und mit dem Morgen den Tag zu begrüßen. Und vor allem mögen sie die Sonne, die Wärme und das Wohlgefühl, das damit einhergeht.

Dass dieses von der Sonne erzeugte Wohlgefühl spärlich bemessen sein würde, war ihm schon klar. Für die Zugspitze war zuletzt ein Jahresmittel von minus sieben Grad festgestellt worden! Für den bevorstehenden Winter verhieß dies nicht gerade milde Zeiten. Allerdings, und das wusste er von seinen Vorgängern auf der Station, konnten die Tage ab März selbst hier, auf fast dreitausend Metern Höhe, Sonnenbäder an windgeschützten Stellen durchaus möglich machen.

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