Philipp Thomas - Bildungsphilosophie für den Unterricht

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Bildungsphilosophie für den Unterricht: краткое содержание, описание и аннотация

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Grundkenntnisse in Bildungstheorie sind Teil fast aller Lehramtsstudiengänge, egal für welche Schulart und für welche Fächer. Dieses Buch ist eine fundierte Einführung in das Thema, und hilft zugleich angehenden Lehrkräften in der Unterrichtspraxis, etwa beim Umgang mit Fragen wie: Weshalb soll ich selbst denken? Warum soll ich moralisch sein? Kann ich durch Bildung ich selbst werden?

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Begründen und Argumentieren bedeutet mehr als andere zu überreden. Es glaubt nicht, die Wahrheit schon zu besitzen, sondern folgt dem Ethos der gemeinsamen Wahrheitssuche.

Wenn Sie sich noch weiter interessieren

Als Einführung in das formal richtige Argumentieren siehe SCHLEICHERT 2004. Interessant ist besonders der Versuch des Autors, richtige Argumentationsstrategien im Umgang mit fundamentalistischen Positionen zu finden. Für Persuasive Kommunikation siehe SCHÖNBACH 2019.

Das Ethos der modernen Wahrheitssuche hat insbesondere auch KARL POPPER beschrieben, siehe POPPER 2013 für den Bereich Wissenschaft und POPPER 1992 für den Bereich Gesellschaft.

Dass Wissenschaft völlig frei von Werturteilen sein soll, wie MAX WEBER forderte, ist auch bestritten worden und hat zum sogenannten Werturteilsstreit und Positivismusstreit geführt, siehe einführend Wikipedia.

2 Ist Vernunft wirklich so wichtig? (Aristoteles, Epikur, Epiktet)

Die Vernunft nämlich ist das Beste in uns.

ARISTOTELES

(Nikomachische Ethik, 1177a19)

Worum geht es Was ist der Mensch Im Fach Biologie heißt es Tiere seien - фото 13 Worum geht es?

Was ist der Mensch? Im Fach Biologie heißt es, Tiere seien durch ihre Instinkte gesteuert, nur der Mensch habe Vernunft. In Geschichte werden besondere Zeitalter der Vernunft gepriesen, etwas die griechische Antike oder die moderne Aufklärung. In Fächern wie Gemeinschaftskunde oder Ethik präsentieren Sie Ihren Schüler:innen anschauliche Fälle, in denen es um schwierige Entscheidungen geht. Und die vernünftige Lösung scheint immer die bessere Lösung zu sein. Schließlich: In Deutsch oder den Fremdsprachen lernen Ihre Schüler:innen in der Literatur Menschen kennen, die durch Vernunft ihre Schwächen oder ihre Leidenschaften überwinden und vernünftig und zugleich besonders gut handeln. Überall scheint zu gelten: Auf die Vernunft kommt es an!

Irgendwann wird Ihren Schüler:innen das zu einseitig. Sie sagen: Wir lernen immer, dass alles Emotionale unwichtig und erst die vernünftigen Gedanken gut sind. Dabei funktioniert die Welt doch ganz anders. Es geht um Spaß und Lust, auch mal um Lust an der Rache! Die Schule soll uns auf das Leben vorbereiten – und uns nicht in irgendwelche höheren Welten führen, die uns nachher doch nichts nützen. Weshalb sollen wir immer vernünftig sein? Ist Vernunft wirklich so wichtig? In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie auf solche Fragen Ihrer Schüler:innen antworten können. Genauer geht es um Folgendes:

Woher kommt diese Traditon und was ist von ihr zu halten, dass die Vernunft immer das Höhere im Vergleich zu allem anderen ist?

Wie können Sie Ihren Schüler:innen anschaulich machen, dass die Vernunft tatsächlich etwas Großes ist, auf das wir stolz sein können und das wir entwickeln sollen – dass es aber auch noch anderes Großes gibt?

Wie können Sie Ihre Schüler:innen ganz konkret für das Vernünftigsein motivieren?

2.1 Aristoteles zeigt, wie das vernünftige Leben das beste Leben ist

Vernunft ist Unabhängigkeitskompetenz. Weshalb hat Vernunft in unserer Tradition einen so hohen Stellenwert? Dies lässt sich gut anhand eines einzigen Werkes verständlich machen, nämlich der Nikomachischen Ethik des Aristoteles (Kap. 2.1), ergänzt durch Gedanken anderer Philosophen, nämlich Epikur (Kap. 2.2) und Epiktet (Kap. 2.3). Diese aus der griechischen Antike stammenden Gedanken sind für unsere Kultur überaus bedeutend und einflussreich. Um gleich anzudeuten, wohin die Reise geht: Bei der Vernunft geht es um so etwas wie Unabhängigkeitskompetenz . Ja, die Welt funktioniert nicht unbedingt nach Prinzipien der Vernunft und dies gilt auch für uns selbst. Unser Leben ist zunächst einmal nicht vernünftig. Und gerade deshalb ist es gut, über die Kompetenz zu verfügen, immer wieder frei zu werden von den ‚unvernünftigen‘ Kräften und Leidenschaften, nämlich durch die Kraft der Vernunft.

Hintergrund: Vernunft, das ist hier kein anthropologisch-beschreibender Begriff, er bezeichnet nicht das Wesen des Menschen. Er bezeichnet auch nicht einfach unsere kognitiven Fähigkeiten, dafür sagt man eher Verstand. Sondern hier geht es um die Fähigkeit einer bestimmten Beziehung zu uns selbst, z.B., dass wir uns durch Vernunft immer wieder befreien können von unseren Ängsten oder Antrieben.

Die Nikomachische Ethik. Aristoteles (384–322) war Schüler Platons in dessen Akademie in Athen, wurde später Lehrer Alexander des Großen in Makedonien, danach lehrte und forschte er in Athen. Aristoteles ist durch seine Werke in der Philosophie bedeutend und er wurde von der christlichen und der islamischen Theologie rezipiert. Zugleich aber ist Aristoteles ebenso bedeutend in der Wissenschaft.

Hintergrund: Logik: Wie muss man formal richtig argumentieren? Rhetorik: Wie kann man überzeugend reden? Metaphysik: Aus was besteht die Welt im Innersten?

Ob Logik oder Rhetorik, ob Metaphysik oder Staatslehre, ob Theorie der Dichtkunst oder Naturwissenschaft, Aristoteles hat in all diesen Bereichen Werke verfasst, die für Jahrhunderte einen sehr großen Einfluss gehabt haben. Bis heute erforschen weltweit Philosoph:innen sein Denken und versuchen es weiterzuentwickeln. Ein besonders bedeutendes Werk ist seine Nikomachische Ethik , deren Name sich vielleicht auf seinen Sohn bezieht, der Nikomachos hieß. Viele Themen sind es, die Aristoteles in dieser Ethik behandelt, sie reichen von der Frage nach dem Glück, der Bestimmung der Tugenden, dem Nachdenken über Staatsformen und über die Bedeutung der Freundschaft bis hin zur Frage, welche Lebensform für den Menschen als die höchste gelten kann. Und hier wird Aristoteles’ Antwort sein, dass der Mensch dann sein eigentliches Ziel erreicht, wenn er sein Leben nach der Vernunft ausrichtet. Wie ist dies gemeint, was hat das mit dem gerade verwendeten Begriff Unabhängigkeitskompetenz zu tun und wie kann uns Aristoteles’ Aussage weiterhelfen, das beste Leben sei das gemäß der Vernunft geführte?

Worin besteht das wahre Leben? Schauen wir Aristoteles dabei zu, wie er in seiner Nikomachischen Ethik nach dem richtigen Leben fragt und wie er das Leben sucht, das uns Menschen eigentlich angemessen ist. Am Ende wird seine Antwort sein, dass die Eudaimonia , meist übersetzt als Glückseligkeit, das höchste Ziel des menschlichen Lebens ist. Und wenn wir ihn fragen, in welchem Zustand oder in welcher Tätigkeit genau die Glückseligkeit, die Eudaimonia , besteht, dann wird Aristoteles antworten: Glückseligkeit besteht für uns Menschen nicht darin, worin wir sie vermuten, nämlich in körperlichem Genuss oder in Reichtum oder in Erfolg und sozialer Anerkennung, auch nicht in großer Macht oder großem Einfluss – sondern Glückseligkeit besteht darin, dass wir uns selbst durch Vernunft bestimmen. Aber gehen wir Schritt für Schritt vor und verfolgen wir mit, wie Aristoteles zu diesem überraschenden Ergebnis kommt.

Schritt Eins: Finde Handlungen, die kein äußeres Ziel mehr haben, sondern sich selbst genügen. Aristoteles schickt uns auf die Suche nach derjenigen Tätigkeit, die ihren Zweck in sich selbst hat, die Ziel und Ende all unseres Handelns ist und dieses Ziel wird zunächst noch ganz formal bezeichnet als Eudaimonia , als Glückseligkeit.

[…] Es zeigt sich aber ein Unterschied in den Zielen: denn die einen sind Tätigkeiten, die andern sind bestimmte Werke außer ihnen. Wo es Ziele außerhalb der Handlungen gibt, da sind ihrer Natur nach die Werke besser als die Tätigkeiten. […] Wenn es aber ein Ziel des Handelns gibt, das wir um seiner selbst willen wollen und das andere um seinetwillen; wenn wir also nicht alles um eines andern willen erstreben […], dann ist es klar, daß jenes das Gute und das Beste ist. (Aristoteles 1986, 55)

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