Mart Rutkowski - Der Blick in den See

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Der Blick in den See ist der Blick in uns selbst. Erlebnispädagogik ist stets mit dem Erleben verbunden. Doch erst wenn man das Erlebnis als solches wahrnimmt, in sich erlebt, funktioniert auch Erlebnis­pädagogik. Doch wie komme ich dorthin? Wie erfolgt der Blick in das Selbst? Dieses Handbuch befasst sich mit diesem wichtigen Bestandteil erlebnispädagogischer Arbeit: der Reflexion.
Der erfahrene Erlebnispädagoge und Trainer Mart Rutkowski beschreibt verständlich und klar, was Reflexion ist und wie sie im erlebnispädagogischen Rahmen stattfinden kann. Er richtet sich dabei nicht nur an Experten, sondern will vor allem Anfänger in die Thematik einführen. Anhand vieler lustiger und nützlicher Anekdoten aus dem Alltag als Erlebnispädagoge beschreibt er zunächst lebendig die theoretische Seite der Reflexion. Von der richtigen Wahl der Reflexionsmethode über die Gestaltung der geeigneten Atmosphäre bis hin zum Umgang mit Jugendlichen bei Reflexionsrunden werden alle relevanten Themen behandelt.
Im Mittelpunkt stehen zahlreiche praktische Tipps und Hinweise – aus der Praxis für die Praxis. Über 50 erprobte Reflexionsmethoden versprechen für jede Situation das richtige Werkzeug. Durch verständliche Beschreibung und zusätzliche Hilfestellungen, wie einleitende Worte oder Trainings-Beispiele, sind diese meist sofort umsetzbar. Viele Illustrationen und Beispiele aus dem Alltag des Erlebnispädagogen machen selbst komplexere Methoden anschaulich.
Ein lesenswerter Ratgeber für alle, die sich für das Thema Erlebnispädagogik und Reflexion interessieren oder in der Praxis damit zu tun haben.

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Die am Schluss dieses Kapitels gezogene Definition von Erlebnispädagogik ist nicht der Weisheit letzter Schluss, aber sie verdeutlicht einen Aspekt, der mir sehr wichtig ist: Wie stark kontext-, situations- und prozessabhängig Erlebnispädagogik eigentlich ist und wie wenig sie sich auf klar definierbare Räume, Medien und Vorgehensweisen beschränken lässt. 1

Bevor ich mich dem Begriff der Erlebnispädagogik annähern und die von uns erarbeitete Definition vorstellen will, möchte ich eine Abgrenzung zu dem Begriff „Abenteuerpädagogik“ ziehen. Erlebnispädagogik und Abenteuerpädagogik werden gern synonym verwendet, ich halte hier eine inhaltliche Abgrenzung der beiden Begriffe jedoch für notwendig. So beschreibt Senninger vor dem Hintergrund des PA-Ansatzes die Abenteuerpädagogik als Ansatz innerhalb der Erlebnispädagogik 2. Ich möchte mich von dem Begriff Abenteuerpädagogik distanzieren, da er innerhalb der erlebnispädagogischen Fachdiskussion Kontroversen auslöst. So schreibt Meier-Gantenbein:

„Das Abenteuer ist in seiner Dynamik unbeherrschbar und lässt somit steuernde Eingriffe von außen nicht zu. (…) Von daher ist Abenteuerpädagogik ein nicht zu überwindender Antagonismus, und der Ausweg auf das abgeschwächte Konzept der Erlebnispädagogik scheint zunächst gangbar: Ist doch das Erlebnis dem Abenteuer ganz ähnlich, vermindert nur um dessen riskante Seite.“ 3

An dieser Argumentation ist etwas dran. Ferner impliziert der Begriff „Abenteuerpädagogik“, dass die gemachten Erlebnisse zwangsläufig abenteuerlichen Charakters sein müssten, was der Komplexität und dem Facettenreichtum des erlebnispädagogischen Ansatzes nicht gerecht würde. Dies hängt vorwiegend mit der Konnotation von „Abenteuer“ zusammen – der Abenteuerbegriff als solches ist letztlich natürlich definitionsoffen und somit definitionsbedürftig. Dennoch sind diese Begriffe nicht austauschbar – Das Erlebnis lässt in seiner Bedeutungsvielfalt mehr zu. Wir wollen uns also auf die Erlebnispädagogik konzentrieren.

Erlebnispädagogik möchte Veränderungen und Horizonterweiterungen im Fühlen, Denken und Handeln ermöglichen und ist somit ein pädagogischer Ansatz, der sich ganzheitliches, unmittelbares und erfahrungsbezogenes Lernen zum Ziel gesetzt hat. Der Sozialpädagoge und Erlebnispädagogik-Ausbilder Bedacht definiert Erlebnispädagogik folgendermaßen:

„Im Rahmen von Natursportarten werden die drei Bereiche Erlebnis, Natur bzw. Raumaneignung und Gemeinschaft mit einer zielgerichtet pädagogischen Vorgehensweise verbunden.“ 4Dabei seien vier Komponenten für das Lernen charakteristisch:

Entfernung vom Alltag mit seinen gewohnten Räumen und Verhaltensmustern

Unmittelbarkeit des eigenen Handelns und Nicht-Handelns

psychische und physische Herausforderungen

und die Verbindung kognitiver, emotionaler und haptiver Qualitäten. 5

Eine weitere Definition von Erlebnispädagogik gibt Senninger in seinem Buch „Abenteuer leiten“, indem er schreibt, „,Erlebnispädagogik‘ als Methode umfasst alle Aktivitäten, die über Natur oder Umwelt ein verhaltensänderndes, erzieherisches oder persönlichkeitsentwickelndes Ziel haben und sich dabei Erlebnissen in ganzheitlichem Sinn (also aller Sinneswahrnehmungen) bedient.“ 6Den von Senninger verwendeten Begriff der Methode halte ich für diskussionswürdig. Muss man die Erlebnispädagogik nicht eher als Ansatz betrachten, da pädagogische Grundhaltung und fundierte Theorie die Grundlagen bilden, auf denen später das rein methodische Vorgehen mit Hilfe von Medien aufbaut? Aber diese Diskussion muss vielleicht andernorts geführt werden denn am Geist der Sache ändert sie letztlich nicht viel.

Vergleicht man jedenfalls die genannten Definitionen miteinander, finden sich vier wesentliche Aspekte wieder:

Das Erlebnis, die Natur/Umwelt/Raumaneignung, die Ganzheitlichkeit sowie die Ausrichtung auf ein Ziel. Dazu kommen je nach Definition Gesichtspunkte wie Natursportarten, Gemeinschaft, Unmittelbarkeit des Handelns, Herausforderungen, Verhaltensänderungen und Persönlichkeitsentwicklung hinzu.

Als übereinstimmende Zusammenführung dieser Definitionen könnte man somit sagen, dass Erlebnispädagogik eine zielgerichtete ganzheitliche Intervention ist, die über ein Erlebnis sowie die besondere Einbeziehung des Raumes bzw. der Natur pädagogisch handeln möchte. 7Den Begriff der Intervention finde ich angebracht, weil er das Potential der Veränderung durch Irritation vorhandener Prozesse impliziert.

An zentraler Stelle der Erlebnispädagogik steht selbstredend das Erlebnis.

Ein Erlebnis ist ein Ereignis, das sich von anderen Begebenheiten im Leben massiv abhebt und durch seine Außergewöhnlichkeit und Nicht-Alltäglichkeit gekennzeichnet ist.

„Es ist das neue, ungewohnte, spannende, abenteuerliche oder auch einfach nur plötzlich und unverhofft eintretende Ereignis, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Es markiert einen Unterschied zu bisherigen Erfahrungen (…).“ 8Das Gehirn kann bei solch einem Erlebnis nicht auf die Routine, die es durch die bisherigen Erfahrungen entwickelt hat, zurückgreifen, was zur Folge hat, dass das gesamte Nervensystem aktiviert und die Aufmerksamkeit auf nur einen Punkt gerichtet wird. „In dieser Verarbeitung einer neuen Situation (…) vollzieht sich Lernen, denn es werden Erfahrungen in der aktiven Auseinandersetzung mit der Umwelt gesammelt, die in der Folge Veränderungen oder Neuerwerb von Verhalten oder Einstellungen nach sich ziehen.“ 9Ein wesentliches Kennzeichen des Erlebnisses ist zudem, dass es ein aktiver, subjektiver Prozess ist, „der durch die Struktur des Einzelnen determiniert wird und kaum von außen induziert werden kann.“ 10

Dies bedeutet, dass ein bestimmtes Ereignis nicht einfach ein Erlebnis ist, sondern dass es für den Einzelnen zum Erlebnis wird, wenn es sich von seinen bisherigen Erfahrungen unterscheidet. So entscheidet die Disposition und der persönliche Hintergrund des Einzelnen wesentlich darüber, was ein Erlebnis ist, und weniger die Situation selbst. „Erlebnisse stellen also unterschiedliche subjektiv bedeutsame Wirklichkeitskonstruktionen dar, die so vielseitig und vielschichtig sind, wie die Menschen selbst.“ 11

Dies bedeutet, dass es grundsätzlich fraglich ist, inwiefern Erlebnisse von Pädagogen überhaupt geschaffen werden können und ob man auf dieser Grundlage überhaupt von einer Erlebnispädagogik sprechen kann.

Denn bereits der Begriff Erlebnispädagogik impliziert, dass Erlebnisse planbar seien und man mit einer bestimmten Wirkung des Erlebnisses rechnen könne. 12

Der Erziehungswissenschaftler Oelkers diskutiert eben diese Fragestellung und kommt zu dem Ergebnis, dass Erlebnisse zwar eine starke erzieherische Kraft hätten, insbesondere insofern sie sich auf die Lebenswirklichkeit des Einzelnen beziehen und sich biographische Zusammenhänge feststellen ließen – er sagt aber auch, dass Erlebnisse, sofern sie einen bestimmtes pädagogisches Ziel verfolgten, an Wirkungsgrad verlören, da sie, sofern sie lediglich als Mittel zum erzieherischen Zweck verstanden würden „schwach im Sinne der Absicht“ 13seien. Auch sei die didaktische Verwendung von Erlebnissen problematisch, weil sich Erlebnisse „nicht so funktionalisieren (lassen), daß am Ende Ziel und Effekt übereinstimmen.“ 14Daher sei die Beziehung zwischen dem freien, ungeplanten und richtungsoffenen Erleben und der eine Absicht verfolgenden Erziehung schwierig. Oelkers plädiert schließlich für „ungebundene Erlebnisse“ 15, bei denen die Erziehungsabsicht nicht das Erleben determiniert. Oelkers Argumentation erscheint mir nachvollziehbar – jedoch auch etwas einseitig.

So ist ein Erlebnis ohne pädagogische Zielsetzung vielleicht intensiver und stärker in der Lernerfahrung, dafür geht dem Pädagogen die Möglichkeit verloren, das Erlebnis überhaupt pädagogisch nutzen zu können.

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