Helena Beuchert - Mit Märchen zum Glück

Здесь есть возможность читать онлайн «Helena Beuchert - Mit Märchen zum Glück» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Mit Märchen zum Glück: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Mit Märchen zum Glück»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Jedes Leben ist ein Märchen. Es erzählt, wie Menschen ringen, Not durchleben und heilsame Wege finden, die zu einem glücklichen Ende führen. Lebenswahrheiten wollen weitergegeben werden, wollen ermutigen und Lösungen bieten.
Diese Geschichten sind wie ein Mosaik aus silbergrauen Steinen, gesammelt in einem langen Leben, eingetaucht in Märchenfarben.

Mit Märchen zum Glück — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Mit Märchen zum Glück», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Mit einem üppig beladenen Hochzeitswagen zog Marie nach der kirchlichen Trauung durch ihr neues Heimatdorf. Alle standen vor den Haustüren und staunten. Marie hätte vor Stolz platzen können. Doch als sie sich fröhlich in allen Räumen umschaute, waren Stoffballen, Nähmaschine und Bettzeug verschwunden. Und am Abend beim Melken stand nur noch eine Kuh im Stall, die wenig Milch gab.

Hannes gestand ihr, all die anderen Schätze vom Viehhändler nur ausgeliehen zu haben, um ihr zu imponieren.

Aber ihre jugendlichen Kräfte wuchsen trotz der Enttäuschung über ihren Mann und behielten die Oberhand. »Jetzt erst recht!«, wurde ihr Leitspruch.

Als zwei ihrer Schwestern sie im Herbst besuchten, fanden sie ein blitzblankes Bauernhaus und eine in sich ruhende Hausfrau vor, die ein Kind erwartete. Marie erzählte von dem Betrug und zeigte ihnen die leeren Kammern und Schränke.

Oh, wie betroffen und traurig sie alle waren.

Noch vor Wintereinbruch kamen alle drei Schwestern über die Berge, dick und rund, als wolle man sie kugeln, und blieben, bis das Kind geboren war.

Dann zogen sie, ersichtlich dünn geworden, wieder von dannen.

Die Leute spotteten über Hannes: »Hast wohl nichts mehr zu essen im Haus, wenn dein Besuch so abmagert?«

Er fühlte sich in die Ecke gedrängt und ging, so oft er ein paar Münzen zusammenkratzen konnte, ins Wirtshaus. Manchmal grabschte er in aller Frühe Eier aus den Nestern und tauschte sie gegen ein Glas Wein. Aus der Bauernwirtschaft holte er wenig heraus. Nichts ging ihm von der Hand. Keiner im Dorf bestellte die Äcker so ungeschickt, keiner drückte sich so vorm Abernten der Bäume und Mähen der Wegeränder. Wenn Marie nicht eine tüchtige Hand beim Gärtnern und beim Versorgen des Kleinviehs gehabt hätte, der Tisch wäre mager gedeckt worden.

Zum großen Glück gab es auch noch die dicken Schwestern, die abwechselnd im Frühjahr und Herbst vorbeikamen und abgespeckt nach ein paar Wochen wieder heimwärts wanderten.

Was war ihr Geheimnis?

Sie zogen sich zu Hause mehrere Stoffbahnen unter die Röcke, versteckten Schaffelle und Wolle in ihren Oberteilen und trugen Kinderkleider unter den Mützen. In den Buckelkörben brachten sie Geselchtes und Geräuchertes von der Mutter mit. So konnten sie ihrer betrogenen Schwester das Überleben sichern und Patin stehen für die neuen Kinder, die jedes Jahr geboren wurden.

Hannes aber schrumpelte immer mehr in sich hinein und überließ die Arbeit in Stall und Feld bald seinem Ältesten, der in allem der Mutter nachschlug.

Teils aus Gewohnheit, teils aus purer Freude kamen die Patinnen weiterhin in den rauen Wintermonaten dick eingemummelt ins Dorf und wanderten sichtlich erleichtert nach einigen Tagen wieder heimwärts.

Wie Kinder so werden Es ist noch gar nicht lange her da lebte ein flinkes - фото 10

Wie Kinder so werden

Es ist noch gar nicht lange her da lebte ein flinkes kluges Mädchen in einem - фото 11

Es ist noch gar nicht lange her, da lebte ein flinkes, kluges Mädchen in einem großen Haushalt. In Schränken und Truhen war alles vorhanden, was man braucht, und noch viel mehr.

Annelie bekam die herzigsten Puppen und den feinsten Kaufmannsladen. Ihr Zimmer quoll über von Spielzeug. Ihre Mutter wollte ihr all das gönnen, was sie selbst als Kind vermisst hatte. Doch das Mädchen wollte nicht damit spielen.

Was es wollte?

Hinaus wollte es, hinaus in die Welt und frei sein. Wenn die Mutter einen Augenblick nicht aufpasste, entwischte es nach draußen und lief zum Teich am Waldrand. Da traf es Buben, mit denen es von Herzen gern spielte. Sie scheuchten Tiere auf, bauten sich ein Floß, mit dem sie auf dem See herumpaddelten, und schnitzten sich Pfeile. Je wilder das Spiel, desto besser gefiel es ihr.

Wenn Annelie bei Einbruch der Dämmerung hungrig und verdreckt von oben bis unten zurück ins Haus schlich, wurde sie von den Eltern nur streng angesehen. Sie waren immer froh, ihr Kind wieder heil bei sich zu haben. »Warum kannst du nicht so brav sein, wie die anderen Mädchen?«, seufzte ihre Mutter oft, wenn sie ihr ein weißes Spitzenkrägelchen für feinen Besuch umband und doch wusste, dass es keine Stunde lang sauber bleiben würde.

Annelie wuchs heran, schaffte die Schule mit viel Augenzudrücken und wählte einen ehrbaren Beruf. Auch ein angesehener Mann gesellte sich zu ihr, und bald stellte sich ein Kind ein: Tilda.

Annelie wollte eine gute Mutter sein und nahm das Kind von morgens bis abends mit hinaus. Es sollte sich frei fühlen inmitten der Natur und Zwiesprache halten mit all den Geschöpfen und Gewächsen der Erde.

Doch Tilda klammerte sich an die Mutter, verbarg ihr Gesicht an der Schulter und wurde erst ruhig, wenn sie wieder zu Hause waren.

Annelie wollte nicht glauben, was sie sah: Tilda spielte mit Bausteinen am Boden, drückte jedes Püppchen an sich und betrachtete ausdauernd bunte Bilderbücher. Wenn sie ins Gras gesetzt wurde, weinte sie, und vor Tieren hatte sie Angst.

»Ist das wirklich meine Tochter?«, fragte Annelie zweifelnd vor sich hin.

Und es blieb so; Tilda wurde ein Stubenkind.

Die Großmutter freute sich darüber, denn sie hatte die kleinen Möbel und den Kaufmannsladen aufbewahrt und spielte nun stundenlang mit der Enkelin Puppen anziehen und einkaufen gehen.

Auch Tilda wurde groß und ging ihrer Wege.

Als sie eines Tages ein Kind erwartete, konnte Annelie ihre Ungeduld kaum zügeln. Sie freute sich unbändig darauf, mit ihrer Enkelin all die Abenteuer in der Natur durchzustehen, die sie mit ihrer Tochter nicht leben durfte. Es muss doch eine Gerechtigkeit geben in der Welt, dachte sie.

Anfangs ließ Rosa alles über sich ergehen. Überall griff sie mit ihren Händen zu. Ständig hatte sie ein Ding in der Hand, drehte es, klopfte damit, probierte es im Mund. Bald schon steckte sie es mit anderen zusammen, baute Türme und Mauern. Jede Kiste, jede Schublade füllte sie mit Alltagszeug – so als wolle sie messen, wie viel hineinpasst. Gerne probierte sie auch mit ihrem ganzen Körper aus, wie groß Höhlen und Nischen waren. Tilda musste sie oft befreien, weil sie sich zu weit hineinzwängte.

Wenn die Großmutter sie hinaus ins Freie lockte, versteckte sie sich unter Büschen oder kletterte von Ast zu Ast, als müsse sie deren Spannbreite erfassen.

Am liebsten werkelte sie mit Kabeln und steckte Rohre zusammen. Schon bald wünschte sie sich Technikspielzeug und experimentierte.

»Unsere Ingenieurin«, nannte sie ihr Vater stolz.

Sie wurde ein Papakind wie es im Buche steht. Tilda räumte die Puppen in Kisten und seufzte.

»Alles im Leben wiederholt sich«, sagte sie vor sich hin, um sich zu trösten.

Dann erwartete auch Rosa ein Kind. Doch Luna war von Anfang an ein stilles Baby. Sie schaute nur und schaute. Man meinte, sie wolle sich die Welt mit den Augen einverleiben.

Spielzeug betrachtete sie kurz, drehte es um und ließ es fallen.

Draußen im Garten konnte sie stundenlang ins Geäst der Bäume blicken und dabei zufrieden einschlafen. Wenn man ruhig mit ihr sprach, entlockte man ihr ein Lächeln. Manchmal formte sie die Lippen und versuchte zu antworten. Das klang wie Engelsgeflüster.

»Was bist du nur für ein Wesen?«, fragten Tilda und Rosa wie aus einem Mund.

Aber Luna antwortete nicht. Sie sprach überhaupt erst in einem Alter, als die anderen Kinder den Eltern schon ein Ohr abgeschwatzt hatten.

Und so gesammelt, so in sich ruhend, blieb Luna ihr Leben lang. Sie war zufrieden mit sich selbst, zufrieden mit ihrem beschaulichen Leben, ein Ruhepol in allem Weltentreiben. Auch Männer interessierten Luna nicht, und Kinder betrachtete sie befremdlich.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Mit Märchen zum Glück»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Mit Märchen zum Glück» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Mit Märchen zum Glück»

Обсуждение, отзывы о книге «Mit Märchen zum Glück» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x