Hermann Broch - Die Schlafwandler

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"Die Schlafwandler" ist die Trilogie über den Zerfall gesellschaftlicher Werte. Die Handlungen der drei personell miteinander verwobenen Teile reichen vom Beginn bis zum Ende des wilhelminischen Zeitalters. Der erste Teil beginnt 1888 und dreht sich um einen jungen preußischen Offizier, der zweite 1903 um einen luxemburgischen Buchhalter und der dritte 1918 um einen elsässischen Weinhändler. Jeder von ihnen ist ein Schlafwandler, der zwischen verschwindenden und aufkommenden ethischen Systemen lebt. Zusammen ergeben sie ein Panorama der deutschen Gesellschaft und ihres fortschreitend Werteverfalls, der in der Niederlage und dem Zusammenbruch am Ende des Ersten Weltkriegs gipfelte
Hermann Broch (1886 – 1951) war ein österreichischer Schriftsteller. Mit der Romantriologie «Die Schlafwandler» zum Zerfall der Werte und der Persönlichkeit verfasste er Anfang der 1930er-Jahre eines der wichtigsten Werke des europäischen modernen Romans. Sein Schaffen ist durch die Einführung neuer Stilelemente, Forschungen oder Träume in seinem Werk gekennzeichnet. 1927 entschied er sich für ein Studium der Mathematik, Philosophie und Psychologie an der Universität Wien. Im Alter von 40 Jahren begann er seine literarische Karriere. Kurz vor seinem Tod erschien 1950 sein letzter Roman «Die Schuldlosen».

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»Ja? mir erzählte er viel von Ihrer großen Schönheit.«

Elisabeth antwortete nicht.

»Freut Sie das nicht?«

»Ich mag nicht, daß man von dieser sogenannten Schönheit spricht.«

»Sie sind sehr schön.«

Elisabeth sagte etwas unsicher: »Ich habe Sie nicht zu jenen gerechnet, die die Cour schneiden.«

Sie ist klüger, als ich meinte, dachte Bertrand und er erwiderte: »Ich brächte dieses fürchterliche Wort nicht über die Lippen, nicht einmal, wenn ich verletzen wollte. Aber ich schneide Ihnen nicht die Cour; Sie wissen recht gut, wie schön Sie sind.«

»Warum sagen Sie es mir dann?«

»Weil ich Sie nicht mehr wiedersehen werde.«

Elisabeth schaute ihn betroffen an.

»Natürlich mögen Sie es nicht, daß man von Ihrer Schönheit spricht, denn Sie spüren hinter dieser Courschneiderei eben die Werbung. Wenn ich aber abreise und Sie nicht mehr sehe, kann ich logischerweise nicht um Sie werben und bin legitimiert, Ihnen die nettesten Dinge zu sagen.«

Elisabeth mußte lachen: »Schrecklich, daß man nette Dinge bloß von einem ganz Fremden hören darf.«

»Zumindest kann man sie bloß einem ganz Fremden glauben. In der Vertrautheit liegt von vorneherein der Keim des Unaufrichtigen und Verlogenen.«

»Wenn das wahr wäre, wäre es eigentlich erschreckend.«

»Natürlich ist es wahr, aber deswegen noch lange nicht erschreckend. Vertrautheit ist die hinterlistigste und eigentlich gemeinste Art der Werbung. Statt Ihnen einfach zu sagen, daß man Sie begehrt, weil Sie schön sind, schleicht man sich erst hinterrücks in Ihr Vertrauen ein, um sich gewissermaßen unbemerkt Ihrer zu bemächtigen.«

Elisabeth dachte eine Weile nach, dann sagte sie: »Steckt nicht irgend etwas Gewalttätiges hinter Ihren Worten?«

»Nein, denn ich reise ja ab... der Fremde darf die Wahrheit sprechen.«

»Ich fürchte alle Fremdheit.«

»Weil Sie ihr verfallen sind. Sie sind schön, Elisabeth. Darf ich Sie für diese Stunde so nennen?«

Sie ritten stumm nebeneinander. Dann sagte sie und traf damit das Richtige: »Was wollen Sie eigentlich?«

»Nichts.«

»Dann ist es doch sinnlos.«

»Ich will dasselbe wie jeder, der um Sie wirbt und darum sagt, daß Sie schön sind, aber ich bin aufrichtiger.«

»Ich mag nicht, daß man um mich wirbt.«

»Vielleicht hassen Sie eben bloß die unaufrichtige Form.«

»Sind Sie nicht noch unaufrichtiger als die anderen?«

»Ich werde abreisen.«

»Was beweist das?«

»Unter anderem bloß meine Schamhaftigkeit.«

»?«

»Um eine Frau werben, heißt sich ihr antragen als der atmende Zweibein, der man ist, und das ist schamlos. Und es ist immerhin möglich, wenn auch nicht wahrscheinlich, daß Sie darum jede Werbung hassen.«

»Ich weiß es nicht.«

»Liebe ist etwas Absolutes, Elisabeth, und wenn das Absolute im Irdischen ausgedrückt werden soll, dann gerät es immer ins Pathos, weil es eben unbeweisbar ist. Und weil es dann so schrecklich irdisch wird, wird das Pathos immer so komisch, der Herr, welcher sich auf das Knie niederläßt, damit Sie auf seine verschiedenen Wünsche· eingehen; und wenn man Sie liebt, muß man dies vermeiden.«

Wollte er damit sagen, daß er sie liebte? Als er schwieg, sah sie ihn fragend an; er schien es verstanden zu haben:

»Es gibt bloß ein wirkliches Pathos und das heißt Ewigkeit. Und weil es keine positive Ewigkeit gibt, muß es negativ werden und heißt Nie-wieder-sehen. Wenn ich jetzt abreise, ist die Ewigkeit da; dann sind Sie ewigkeitsfern und ich darf sagen, daß ich Sie liebe.«

»Sagen Sie nicht solch gewichtige Dinge.«

»Vielleicht ist es eine große Klarheit des Gefühls, die mich zwingt, so mit Ihnen zu reden. Vielleicht ist aber auch ein wenig Haß und Ressentiment dabei, daß ich Sie nötige, solche Monologe anzuhören, Eifersucht vielleicht, weil Sie hier bleiben und weiterleben... «

»Wirklich Eifersucht?«

»Ja, Eifersucht und auch ein wenig Hochmut. Denn es ist auch der Wunsch, einen Stein in den Brunnen Ihrer Seele fallen zu lassen, damit er unverlierbar dort ruhe.«

»So wollen auch Sie sich in meine Vertrautheit dtiingen.«

»Mag sein. Aber noch größer ist der Wunsch, daß Ihnen der Stein noch ein Talisman werden möge.«

»Wann?«

»Wenn der vor Ihnen knien wird, auf den ich jetzt schon eifersüchtig bin und der mit dieser antiquierten Geste Ihnen seine körperliche Nähe anbieten wird: dann könnte die Erinnerung an eine, sagen wir, aseptische Form der Liebe Sie auch daran erinnern, daß hinter jeder ästhetisierenden Geste in der Liebe eine noch größere Roheit steckt.«

»Sagen Sie das allen Frauen, von denen Sie wegreisen?«

»Man sollte es allen sagen, aber ich reise meistens ab, ehe es dazu kommt.«

Elisabeth sah nachdenklich auf die Mähne ihres Pferdes. Dann sagte sie: »Ich weiß nicht, aber mir kommt dies alles sonderbar unnatürlich und abseitig vor.«

»Wenn Sie an die Fortpflanzung des Menschengeschlechtes denken, dann ist es allerdings unnatürlich. Aber finden Sie es natürlicher, daß Sie einmal mit irgendeinem Herrn, der jetzt irgendwo lebt, irgendwo ißt und trinkt und seinen Geschäften nachgeht und den Sie einmal durch einen dummen Zufall kennenlernen werden und der Ihnen dann bei passender Gelegenheit sagen wird, wie schön Sie sind, und der sich hiezu auf ein Knie niederlassen wird, daß Sie sodann mit diesem Herrn nach Erledigung einiger Formalitäten Kinder bekommen werden: finden Sie dies etwa natürlich?«

»Schweigen Sie doch, es ist ja furchtbar... es ist entsetzlich.«

»Ja, es ist furchtbar, aber nicht weil ich es ausspreche, denn noch viel furchtbarer ist es, daß Sie wohl imstande und fast bereit sind, es zu erleben, nicht aber es zu hören.«

Elisabeth kämpfte mit dem Weinen; sie preßte hervor:

»Warum aber, um Gottes willen, soll ich es denn hören... ich bitte Sie doch, schweigen Sie.«

»Was fürchten Sie, Elisabeth? «

Sie sagte leise: »Ich habe ohnehin schon solche AngsL«

»Wovor?«

»Vor dem Fremden, vor dem anderen, vor dem, was kommen wird... ich kann es nicht ausdrücken. Ich habe eine dunkle Hoffnung, daß das, was einmal kommen soll, mir ebenso vertraut sein wird wie alles, was mir jetzt vertraut ist. Meine Eltern gehören doch auch zusammen. Sie aber wollen mir diese Hoffnung nehmen.«

»Und aus Angst vor der Gefahr wollen Sie sie nicht sehen. Muß man Sie da nicht aufrütteln, damit Sie nicht aus Müdigkeit, aus Konvention, aus Dunkelheit Ihr Schicksal verrinnen lassen oder verstauben oder vertropfen oder so ähnlich... Elisabeth, ich meine es sehr gut mit Ihnen.«

Wieder traf Elisabeth das Richtige, als sie sagte, leise, zaghaft, mit Widerstreben: »Warum bleiben Sie dann nicht?«

»Ich bin Ihnen doch auch bloß vom Zufall hergeweht Und bliebe ich, so wäre es ebenso eine Überrumpelung Ihres Gefühls wie jene, vor der ich Sie warnen wollte; eine etwas aseptischere Überrumpelung, aber doch eine.«

»Was soll ich tun?«

»Das läßt sich bloß negativ beantworten: nichts, was nicht bis in die letzte Faser Ihres Erlebens von Ihnen bejaht werden kann. Nur wer sich frei und gelöst dem Befehl seines Gefühls und seines Wesens unterwirft, kann zur Erfüllung kommen - verzeihen Sie das Pathos.«

»Niemand hilft mir.«

»Nein, Sie sind allein, so allein wie in Ihrem alleinigen Sterben. «

»Es ist nicht wahr. Es ist nicht wahr, was Sie reden. Ich war nie allein, meine Eltern sind es nicht. Sie reden so, weil Sie allein sein wollen... oder weil es Ihnen Freude macht, mich zu quälen ... ?«

» Elisabeth, Sie sind so schön, für Sie ist Erfüllung und Vollendung vielleicht schon in Ihrer Schönheit. Wie sollte ich Sie quälen! Aber alles ist wahr und viel ärger ist es noch.«

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