Sebastian Goder - Mind life balance

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Sebastian Goder nennt sein Buch selbst einen Reiseführer in die Bewusstwerdung des wahren menschlichen Potenzials. So allumfassend das klingt, so differenziert begleitet er den Leser über seine eigenen tiefgreifenden Lebenserfahrungen und ungeschönten Krisen hinein in den Pool der Möglichkeiten.
Mittels kraftvoller, medialer Übungsschritte wird der Leser Schritt für Schritt in sein vollkommenes Potenzial geführt. Der Autor verknüpft persönliche Momente der Lebensentscheidung mit globalen Themen wie Partnerschaft, Finanzen, Beruf, Gesundheit und Lebenssinn.
Der Leser darf sich hier tief in seinem jeweiligen Lebensthema wieder entdecken und wird bei der Lösung eigener Blockaden begleitet, die durch bloßes Nachdenken nicht lösbar scheinen.
Der Autor zeigt das gesamte Potenzial seiner Erfahrungen, auch aus seinen «MindLifeBalance-Seminaren». Er begleitet den Leser auf eine innere Reise zu versteckten Ressourcen, die im Alltag der westlichen Zivilisation in Vergessenheit geraten sind.
Sie sind die Schlüssel für wahres Glück, Harmonie und Lebensqualität.

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Ist Ihnen eigentlich schon aufgefallen, dass es keinen Plural für das Wort Schlaf gibt? Gibt es etwa nur einen Schlaf? Ist unser Leben möglicherweise ein einziger Schlaf? Träumen wir, wenn wir wachen? Werden wir uns des Traumes bewusst, wenn wir beginnen, den Moment zu erleben? Ich könnte stundenlang über solche Themen philosophieren.

Jetzt aber saß ich im Knast der Deutschen Demokratischen Republik. Im ersten Sekundenschlaf, der mich aus dem Diesseits trug, saß ich plötzlich auf einer Schaukel im Garten meiner Kindheit. Ich übte Weitsprünge. Dabei schaukelte ich bis zum höchsten vorderen Punkt und sprang in hohem Bogen ab. Ich war aber nicht mehr Kind, sondern 23 Jahre alt. Vor mir tollte mein Hund. Mein treuer Rastan, der, als ich 18 Jahre alt war, eingeschläfert werden musste, da er an unheilbarer Hüftdysplasie litt. Er konnte zuletzt nicht mehr selbstständig aufstehen. Ich sah also meinen verstorbenen Rastan, während ich schaukelte. In dem Moment tauchte ich aus dem Flash des Sekundentraums auf und fühlte mich plötzlich sehr geborgen, sehr beschützt. Mein lieber Rastan gab mir weit über seinen Tod hinaus das Gefühl tiefen Selbstvertrauens. Ich spürte augenblicklich, dass sich mein wahres Leben auf einer anderen Ebene abspielte. Auf einer weit freieren als in dieser Zelle hier. Es ist schwer zu verstehen, wie sehr mir dieser kurze Traum Halt gab. Am ehesten ist dieses Gefühl vielleicht mit einer sehr fernen Umarmung aus Kindertagen zu vergleichen, wenn man auf dem Schoß der Mutter saß und nach großem Schmerz in den Schlaf gewiegt wurde. Es ist ein Gefühl tiefer Bodenhaftung. Es ist unerschütterliches Vertrauen in etwas, das größer ist als wir. So etwas wie eine helfende Hand, die uns auf unserem Weg führt.

Auf dem Flur redeten die Offiziere gerade laut über mich: »Er wird gleich vorgeführt. Nu, da würd ihm das Lachen scho noch vergehn.« Selbst das infantile Gerede und die hohlen Drohungen der Stasi konnten mir nichts mehr anhaben. Weder Angst noch Unruhe machten sich in mir breit, nur tiefer innerer Frieden. Ich sank abermals ins Land der Träume.

Mit einem großen Satz sprang ich über meinen freudig bellenden Rastan von meiner Schaukel ab. Ich kam aber nicht auf dem Boden auf, sondern flog. Flog über Gärten, Äcker, Wiesen und Städte. Flog hin zu einer sehr hohen Mauer, die ich mit Leichtigkeit nahm.

»Herr Godaaa, gommse. Ab zum Verhöör.« Der Offizier, der plötzlich vor mir in der Zelle stand, schaute etwas pikiert, als ich ihm mit einem breiten Grinsen folgte. Den gesamten Weg durch die engen Korridore der Stasizentrale hielt ich an meinem Kurztraum fest. Ich war mir instinktiv sicher, dass ich meinen »Flug« über die Mauer in den Westen gesehen hatte. Ich wusste, dass das die Ausreise aus diesem Staat bedeutete, der mich seit meiner Kindheit gefangen hielt. Ich war mir so sicher, dass sie mir nichts tun würden, mir nichts anhaben könnten, dass ich beinahe vor Glück in die Luft sprang.

Der Oberst, der mich verhörte, arbeitete mit allen Mitteln. Zuerst mit der Drohung, dass, »wenn ich vorhätte, im sozialistischen Arbeiter– und Bauernstaat unangemeldet Theater zu spielen, ich in diesem Land auch beerdigt werden würde.« Damit spielte er eindeutig auf die vielen unaufgeklärten Morde durch die Stasi an. Ich schaute auf die Uhr. Es war genau ein Uhr Mittag. Ich hörte keine Sirene. »Ganz schön schalldicht, der Kasten hier«, dachte ich. Als der Oberst mir drohte, dass meine ganze Familie nicht glücklich werden würde, wenn ich »irgendwelche Aktionen auf der Straße« vorhätte, schaute er nervös auf seine Uhr. Immer noch war keine Sirene zu hören. »Ihre Eltern wären sicher nicht glücklich, wenn sie ihre Berufe verlieren würden. Oder?« Ich ließ das Ganze in tiefer Seelenruhe über mich ergehen. Woher nahm ich nur diese Kraft?

Man muss wissen: Andere, Gleichgesinnte, waren an diesem Punkt, in genau dieser Situation, bereits verurteilt und für Jahre weggeschlossen worden.

Ich wusste durch meinen Tauchgang und meinen Flug über die Mauer, dass ich etwas gesehen hatte, das eintreten würde. Plötzlich sah ich meinen Rastan in der Ecke neben dem Vernehmer stehen. Er wedelte freudig mit dem Schwanz. Er schaute mich direkt an und schien tatsächlich zu lächeln. Das machte mir unglaublich viel Mut. Ich sah ihn ebenfalls an und musste lachen. Das verunsicherte den Vernehmer. Er war es gewohnt, seine »Gäste« einzuschüchtern und zu Unterschriften zu bewegen, die ihr Schicksal besiegelten. Viele inoffizielle Mitarbeiter der Stasi sind auf diese Weise rekrutiert worden. Ich schmiss in Gedanken Stöckchen, die mein Rastan freudig apportierte. Dabei sabberte er glücklich meinem Vernehmer auf die Uniformhose. Ich konnte ein Grinsen nicht unterdrücken. Der Oberst fragte, ob ich mir der Tragweite meiner Taten bewusst sei. »Unangemeldetes Theaterspielen.« »Provokative Aktionen auf öffentlichen Plätzen.« »Kontaktaufnahme zum Klassenfeind.« Das waren die Vorwürfe, die in der DDR jahrelangen »Wegschluss« rechtfertigten. Er drohte mir mit Untersuchungshaft, da man wisse, dass ich am Abend zuvor dem »Imperialistischen Klassenfeind« ein Interview gegeben hätte.

Ich hatte tatsächlich dem Reporter eines Westberliner Senders ein Interview gegeben, nachdem wir auf unserem Dachboden ein Stück mit dem Titel »Technik des Glücks« aufgeführt hatten. Es ging selbstverständlich um das Thema Ausreise.

»Für stootsfeindlische Hetze gibt’s bis zu fünf Jahren Bau! Das wissen Se hoffentlisch.« Ich hatte nichts zu verlieren. Egal was ich gesagt hätte, sie hätten mir in jedem Fall einen Strick daraus gedreht.

In diesem Moment sah ich meinen Rastan eines meiner Bücher zerfleddern. Eigentlich hatte er das nur als Welpe mit meinen Turnschuhen getan. Jetzt war es aber eindeutig ein Buch. Mein Gehirn lief auf Hochtouren. Ich war so gebannt von der Szenerie, dass ich tatsächlich keine Zeit für Angst hatte. Ich wollte wissen, was das für ein Buch war. Und in dem Moment stand in einem klaren Flash deutlich ein Buchtitel vor meinem geistigen Auge: »Wo der Hund begraben liegt.«

Das war der Titel eines meiner Lieblingsbücher von Pavel Kohut. Ein tschechischer Autor und Dissident, der sehr oft vom tschechischen Geheimdienst verhaftet worden war. In diesem Buch beschreibt Kohut, wie er regelmäßig Zahnbürste und ein gutes Buch in seine Umhängetasche legt, damit er das Notwendigste im Falle einer Verhaftung bei sich trägt. Er hatte während des Verhörs immer folgenden Satz parat: »Mein Name ist Pavel Kohut, ich bin geboren am …, wohne in … und gebe zu Protokoll, dass ich ab jetzt nichts mehr sage.«

Die Duplizität der Ereignisse wurde mir erst viel später bewusst. Auch ich hatte meine Zahnbürste zurechtgelegt. Auch ich hatte einen Lieblingshund, der mich obendrein auf den Buchtitel brachte, der Bände spricht. Nicht zuletzt mein Flug über die Mauer. Bei dem Gedanken daran bekomme ich heute noch eine Gänsehaut. Zum damaligen Zeitpunkt aber rettete es mir wahrscheinlich das Leben. Ich war so überwältigt von der Inspiration, beziehungsweise dem Hinweis meines Hundes auf das Buch und den Satz von Pavel Kohut, dass ich instinktiv das Richtige tat. Ich sagte: »Mein Name ist Sebastian Goder, ich wohne in …, bin geboren am … und gebe zu Protokoll, dass ich ab jetzt nichts mehr sage und unterschreibe.«

Sosehr der Vernehmer sich auch mühte zu erfahren, wer meine Freunde seien, was wir weiterhin vorhätten, was der Inhalt unserer Aktionen sei. Warum es mir in der DDR nicht mehr gefalle, bis hin zu: »So jemand wie Sie wäre als Mitarbeiter in unseren Reihen stets willkommen«, er hörte von mir an diesem Tag nichts weiter als: »Mein Name ist Sebastian Goder, ich wohne in …, bin geboren am … und gebe zu Protokoll, dass ich ab jetzt nichts mehr sage und unterschreibe.«

Während ich das sagte, verlor mein Rastan immer mehr an Kontur und löste sich schwanzwedelnd Stück für Stück auf. Tatsächlich hatte er seine treue Schuldigkeit getan. Mein liebster Rastan, ich danke dir von Herzen und werde dich nie vergessen.

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