Karl König - Bruder Tier
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So pendeln die Flossenfüßer nicht nur zwischen Wasser und Land hin und her. Sie pendeln, was ihren Charakter betrifft, auch zwischen Raubtier und Huftier. Während ihrer Wachperiode gleichen sie den Ersteren; während der Traumperiode den Letzteren. Dazu kommen manche fast menschliche Züge oder zumindest anthropoid anmutende Züge. So wird nur ein einziger Säugling geboren und selten einmal Zwillinge. Die kleinen Kälbchen können greinen und Tränen vergießen und haben sogar ein Milchgebiss. Der menschenähnliche Ausdruck des Robbengesichts kommt dadurch zustande, dass die Augen groß und rund sind, und dass auch der Kopf eine fast kugelförmige Schädeldecke hat. So überragt die Stirne (bei manchen Arten, besonders den Seehunden) die Augen, und da auch das Maul nicht zu stark nach vorne geschoben ist, entstehen die humanen Züge des Gesichtes.
Als ich einmal in der Abenddämmerung am Strand von Tintagel stand, ganz nahe der Höhle Merlins, und das Meer sein dunkles Lied sang, tauchte plötzlich ein Seehund aus dem Wasser auf. Er blickte auf mich, neugierig, fragend, und unsere Augen begegneten einander. Es war ein Blick, wie ich ihn kaum jemals in solcher Unmittelbarkeit mit einem Tier gewechselt habe; ein Blick ohne Angst, ohne Scheu, mit vollem Verständnis für die Situation. Damals begann ich für das Rätsel dieser seltsamen Tiere aufzuwachen.
Lebensraum und Ursprung
Erdgeschichtlich weisen keine Vorfahren auf die Robben hin. 5Ihre von der Paläontologie beschriebenen Skelette und Skelettabdrücke zeigen die gleichen Strukturen, die auch bei den jetzt lebenden Arten zu finden sind: die stummelförmigen Gliedmaßen, der zurückgebildete Schwanz und die charakteristische Bildung der Zähne. Die Funde wurden fast ausschließlich in denjenigen geologischen Schichten gemacht, die den beiden Ausgangszeitaltern des Tertiärs, dem Miozän und Pliozän entsprechen.
Die Tatsachen weisen mit deutlicher Sprache darauf hin, dass die Ordnung der Robben erdgeschichtlich spät und wahrscheinlich auch sehr plötzlich entstanden ist. Wo immer auch ihre Reste aufgefunden werden, zeigen sie ihre charakteristischen Merkmale, ohne Vorstufen und ohne Übergänge. Plötzlich, in voller und vollendeter Ausbildung, sind sie da.
Es kann zunächst kaum ein Zweifel darüber bestehen, dass die Robben ursprünglich Landtiere gewesen sind. Auch heute noch sind sie Lungenatmer, und die Neugeborenen sind so organisiert, dass sie während der ersten Lebenszeit nicht im Meer leben können. Deshalb müssen wir vorerst annehmen, dass alle Robben vom Land ins Wasser gegangen sind und wie in träumendem Erinnern, von der Sonne geführt, alljährlich in die Heimat ihres Ursprungs zurückkehren.
Wo liegen die Gestade, zu denen sie ihre Wege finden, und wo haben die Robben ihre hauptsächlichsten Brutplätze? Die letzten Erhebungen über die geographische Verbreitung aller Flossenfüßer zeigen eindeutig, dass die ursprünglichen Zentren, um die herum sie lebten, die beiden Polargebiete waren. Die Arktis sowohl als die Antarktis sind heute noch ihr Lebensraum. 6
Bestimmte Arten wie z. B. die Seeleoparden, manche Stämme der Seelöwen und Elefantenrobben sind Bewohner der Antarktis. Andere steigen zur Paarung und Brutpflege auf viele Inseln und Halbinseln, die dem Nordpol vorgelagert sind. Grönland und Island, die östlichen und westlichen Gestade Nordkanadas und die zwischen Amerika und Asien sich ausbreitende und von Alaska bis Kamtschatka und Sachalin reichende Inselwelt sind ihre Heimat. Da die Robben ihren Sommerschlaf und Sommertraum ohne Nahrungsaufnahme zubringen, ist die öde, steinige, oft eis- und schneebedeckte Welt der polaren Gestade ein mögliches Lebensgebiet für sie.
Manche Robben aber, besonders aus der Unterordnung der Seehunde, finden ihren Weg, den Küsten entlang, nach dem Süden. In Europa sind sie in Irland, Wales und Cornwall regelmäßig zu sehen. Sie können in Portugal erscheinen, und eine bestimmte Gruppe, die Mönchsrobbe, bevölkert sogar die Küsten des Mittelmeeres. Je südlicher sie wandern, umso undeutlicher wird die Jahresperiodik ihres Daseins. Sie spielen dann zwischen Wasser und Land hin und her und verlieren ihren ursprünglichen Lebensrhythmus.
Auch in Binnenmeeren wie dem Baikalsee und dem Kaspischen Meer sind sie beheimatet. Diese Tatsache aber könnte einen Schlüssel für ihre ursprüngliche geographische Verteilung geben. Vielleicht haben die Wellen der nach Süden vordringenden Eiszeitfluten sie erst mitgenommen und beim Rückgang dort belassen. 7Für diese Vermutung sprechen auch die paläontologischen Funde, die Robbenskelette in Südrussland, in Ungarn, im Wiener Becken, in Südfrankreich, in Italien und sogar in Ägypten nachgewiesen haben.
Vom Norden, um die Arktis herum, scheinen die verschiedenen Ohrenrobben zu kommen. Dort, am Pol, war wahrscheinlich ihre ursprüngliche Heimat, in die viele von ihnen immer noch zurückkehren. Die nach Süden vorrückenden Gletscher der Eiszeitperioden brachten auch das Vordringen der Flossenfüßer mit sich. Je breiter der Eisgürtel wurde, umso weiter nach Süden schob er die ursprünglichen Polartiere vor. Auch aus der Antarktis schieben sich einzelne Robbengeschlechter die südamerikanischen Küsten entlang nordwärts, reichen bis Patagonien, und die Seelöwen gehen bis über den Äquator hinauf. Südafrika, Australien und Neuseeland sind gleichfalls Lebensgebiete der Robben.
Kann man aus diesen Einzelzügen paläontologischer und tiergeographischer Befunde ein zusammenhängendes Bild der Flossenfüßer gewinnen und daraus ihren erdgeschichtlichen Hintergrund entziffern? Sie sind Tiere, die in der Polarregion den geographischen Mittelpunkt ihrer Verbreitung haben. Von dort haben sie sich auf den Wellen der aufeinanderfolgenden Eiszeiten Schritt für Schritt in die gemäßigten Zonen vortreiben lassen.
Trotzdem blieb der Pol ihre Heimat. Je näher wir aber geographisch den Polargebieten kommen, umso mehr überwältigt der Jahreslauf der Sonne den für die südlicheren und äquatorialen Erdgebiete so natürlichen Tagesrhythmus. Erdentag und Erdennacht werden in den Polartag und die Polarnacht umgewandelt. Durch Monate hindurch erscheint die Sonne nicht über dem Horizont, bis sie dann, im Frühjahr aufsteigend, für viele Wochen nicht mehr untergeht. Hier begegnen wir der gleichen Periodizität, die in dem Daseinsrhythmus aller Robben eingeschrieben ist. Zur Zeit der Polarnacht nimmt die unter den Horizont steigende Sonne ihre Robbenkinder mit, und sie tauchen in die Wasser der Weltmeere ein. Hebt sich die Sonne aber zum Polartag hinauf, dann ziehen über die ganze Erde hin die Robben ihr nach und klettern ans Land. Die ganze Ordnung der Robben ist von diesem polaren Sonnenrhythmus durchdrungen. Daraus aber wird erst die geographische Ausbreitung und der Grundzug im Lebensstil dieser Tiere verständlich.
Die Vorgeschichte der Flossenfüßer, die wir aus der geographischen Verbreitung und Verhaltensart erschließen konnten, und ihr Lebensrhythmus, der dem Sonnengang in den polaren Gebieten angepasst ist, führt uns erdgeschichtlich in jene Regionen, in welchen in den Anfängen der Erd- und Menschheitsentwicklung die Hyperboräis zu suchen ist. Damals lebte alles, was sich später als Menschengeschlecht und Naturreiche entfalten sollte, noch wie im Keim. Rudolf Steiner beschrieb es einmal in der folgenden Art:
Ein gemeinsamer Weltenschoß war es, in dem die Lichtpflanze Mensch damals lebte, sich eins fühlend mit dem Lichtmantel der Erde. So war der Mensch in dieser feinen Dunstpflanzenform wie an der Nabelschnur der Erdenmutter hängend; so war er gehegt und gepflegt von der ganzen Mutter Erde. Wie in einem größeren Sinne heute das Kind gehegt und gepflegt wird im mütterlichen Leib als Kindeskeim, so war damals gehegt und gepflegt der Menschenkeim. 8
Während dieser Erdperiode löste sich dann die Sonne aus der Erde heraus: Und verbunden war dieses Hinausgehen der Sonne damit, dass der Dunst sich abkühlte zu Wasser . Daraus entstand die «Wasser-Erdkugel» und der Mensch wurde so gestaltet, dass er teilweise ein Wasserwesen war, aber hinaufragte in den das Wasser umgebenden Dunstkreis . Dort erreichte ihn das von außen, von der die Erde umgebenden Sonne einstrahlende Licht.
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