Katja Walder - Abgefahren! Im Zug mit Katja Walder

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Keine schaut und hört so genau hin wie sie: Die Pendlerin Katja Walder belauscht im Zug ihre Mitreisenden und berichtet der pendelnden Schweiz brühwarm von ihren Beobachtungen: In ihrer kultigen Kolumne «Abgefahren!» der Pendlerzeitung «Blick am Abend».
Seit über vier Jahren erzählt sie von telefonierenden Angebern, feixenden Tussis, penetranten Essensgerüchen, altklugen Kindern, frechen Rentnern und vom rettenden Selectaautomaten ? scharf beobachtet, immer liebevoll, immer warmherzig.
Dieses Buch bringt 133 ihrer besten Geschichten, illustriert mit 30 Fotos des Berner Pendlers @kusito, der seine Visavis heimlich knipst und die Ausbeute auf Twitter präsentiert.

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Item. Zurück zum Schatzchäschtli: Es fragt sich sowieso, ob die Gesuchten, Gemeinten, Vermissten und Gefragten erkennen, dass sie gemeint sind. Und vor allem, ob sie all die Abkürzungen entziffern können. Test gefällig? Lg: Kriegen wir noch hin. Hdl: O.K., ich dich auch. Dbmuw: Da wirds schon schwierig. Was denn nun? «Du bisch miär uu wichtig»? Oder vielleicht doch eher «Du bisch mega unattraktiv, Wiib»?

Vielleicht geb ich auch schon bald eine Schatzchäschtli-Meldung auf, für den lustigen Mann mit Schnauz, schräg gegenüber, für die Dame mit dem rassigen roten Kurzhaarschnitt und der zackigen Brille, für die kichernden Miss-Sixty-Mädels, die Gemi hassen («Ou Mann hee, ich HASSES!!») und alle anderen S 8-Kollegen. Inhalt der Nachricht? Csbwmasmidnwsm. Na? Morgen wird aufgelöst.

76 Prozent der «Blick am Abend»-Leser wollen

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Wer hatte eine Affäre mit Grosi Rosi?

Csbwmasmidnwsm. Meine Message an euch war deutlich! Dummerweise hat sie nur eine Minderheit von euch verstanden. Aber das haben diese Abkürzungen so an sich. Ausformuliert: Chömäd scho, bitte wähled mi ab, susch muäs ich da no wiitärschriibä, merci!

Dann halt.

Kennt irgendjemand Zug-Lausch-Googlen? Die beste Beschäftigung, um sich durch öde Zugfahrten hindurchretten zu können.

Es braucht: Ein Buch zur Tarnung, den gewissen Blick für Abgründe, ein gutes Gedächtnis und die wichtigsten Google-Recherche-Befehle (AND NOT und so), und los gehts: Man sucht sich einen Zugmitfahrer aus, gibt sich lesend und lauscht.

Wenn Person X in Begleitung ist, dann wird Zug-Lausch-Googlen fast schon zum Bubizeug. Grösser ist die Heraus­forderung, wenn Person X telefoniert. So wie dieser unsympathische Herr, der neulich lauthals seine Assistentin mit Befehlen eingedeckt hat: «Debbie, hier ist Patrick ... du gehst jetzt in mein Postfach. Passwort G-R-O-S-I-R-O-S-I. Genau. Und dort findest du das Mail von Konstantin Kessler. Richtig, er hat sein Honorar noch nicht bekommen. Löse bitte diese Zahlung aus. Neinneinnein, ein Drittel davon reicht. Ich war sowieso nicht zufrieden mit ... NEIN, Debbie, bitte mische dich nicht ein. Kümmere du dich lieber um deine eigenen Angelegenheiten. Ist mit Richi wieder alles o.k.?»

Wow! Was für eine Ausbeute! Patrick ... Debbie ... Konstantin Kessler ... Richi ... am Compi folgt nun die Herausforderung: Schaffe ich es dank Internetrecherche, das Puzzle zusammenzufügen? Wie sieht Debbie aus? Welche Arbeit könnte Herr Kessler verpfuscht haben? Und: Hatte Richi eine Affäre mit Grosi Rosi?!

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Theorien über die Schatzchäschtli-Liebe

«Also du, wir lesen uns», sagt sie kurz vor Dietlikon zum kleinen Mann im schwarzen Jacket. Er lacht verlegen. Drei steife Küsschen folgen, links-rechts-links. Und nun sagt sie den entlarvenden Satz: «Bis irgendwann wiedermal, oder so ...» Spannend! Was hat sich da zuvor abgespielt?

Theorie 1: Die beiden haben sich via Schatzchäschtli kennengelernt. Möglicher Text: «Hey du, langi schwarzi Haar, ha di geschter xeh i dä S 8, dis Lächlä hätt mär d’Heifahrt versüesst! Morn widär um di gliich Ziit, gliichä Wagä?» Sie hat angebissen. Ein verlegenes «Hallo, wie gahts, wer bisch, was machsch»-Smalltalk und beschnuppern, bis Dietlikon.

Theorie 2: Die beiden arbeiten in einer Grossbank, er im Controlling, sie im Kundenkontakt. Per Mail sind sie ins Flirten gekommen. Ohne zu wissen, wer hinter den Buchstaben steckt. Bis heute. Da haben sie den Schritt gewagt. «Wie wärs mit einem Feierabend-Drink?» hat sie geschrieben. Und er hat nervös und aufgekratzt zugesagt. Dass beide mit der S 8 nach Hause müssen, war Zufall.

Vielleicht trifft aber auch Theorie 3 zu: Die beiden haben sich beim Chatten kennengelernt. Er als Gigolo81, sie als SweetGirl. Mit dem verbalen Schlagabtausch kam das Kribbeln, entwickelten sich Gefühle und die Sehnsucht, sich endlich zu treffen. Vorsichtig wie man ist, erstmal nur zu einem Drink, das hat die beste Freundin dem SweetGirl so geraten: «Dann bist du ihn schnell wieder los!» Dass er auch in die S 8 musste, war Pech. Welche Theorie stimmt, werden wir nie erfahren. Denn «bis irgendwann wiedermal, oder so» klingt gar nicht gut.

81 Prozent der «Blick am Abend»-Leser wollen

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Kriegserklärung an Effretikon

Raus aus Effretikon! Ich brauche Luftveränderung.

«Aber hier bist du doch aufgewachsen, Maus», sagt Mutter mit leidendem Unterton. «Und Effretikon hat doch so viel zu bieten».

Aha? Stimmt: 2528 Hektaren Fläche. Davon 52 % Landwirt­schaft, 29 % Wald und 0 % Action. Darum bin ich auf Wohnungssuche.

«Flieh aus der Agglo!», raten mir liebe Menschen. «Solange du noch nicht mit Köter, Kombi und Kindern für immer dort festsitzt!»

Winterthur wär ganz schön. Aber in Winterthur sind die Wohnungen rar. Ausser man begeistert sich fürs ländliche Winterthur-Hegi. Hegi – Effi – das ist dann auch wieder ein­erlei. In Zürich-City hingegen sind Wohnungen nur teuer. Was bleibt? Oerlikon!

Von Oerlikon kenne ich den toten Winkel unter der Treppe im Einkaufszentrum Neumarkt. Dort habe ich mir zu Gymi-Zeiten mit meiner Freundin Franziska keksemampfend ganze Nachmittage um die Ohren geschlagen. Bis die Securitas-Leute uns jeweils weggescheucht haben.

Und sonst?

Die Kioskfrau am Sternen Oerlikon, die seit fünfzehn Jahren denselben Satz sagt: Dankene, adje dankene. Und Oer­likon hat eine freie Wohnung, die ich unbedingt haben will! Gestern war Besichtigungstermin. Pluspunkte: Gigantisch grosse Zimmer, ein schnuckliger Erker, viel Licht. Minuspunkte: Eine orange gekachelte Küche mit munggelibraunen Schränken und einem frischverlegten Novilon-Boden, dessen Verwendung im Jahr 2008 strafbar sein sollte. Aus­serdem höre ich schon alle lieben Menschen jaulen: «Katja, spinnst du, Oerlikon??? Du wolltest doch Action!»

87 Prozent der «Blick am Abend»-Leser wollen

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Das grosse Lästern danach

Gerötet, aufgeschwollen und schwer liegen unsere Füsse auf dem Zugsitz. Wir waren wandern. Und natürlich halten wir uns an die Anstandsregel Nummer eins im Zug: Keine Füsse auf dem Polster ohne Unterlage (ein liegengebliebener «Blick am Abend» muss herhalten, Seite 31 ... da schreibt eine etwas über eine Sbrinz-Sauce. Das passt).

Von nebenan: Tadelnde Blicke eines älteren Wandervogel-Ehepaars. «Typische Anfänger», denken die bestimmt. «Einmal den Creux du Van bewandern und schon meinen, sie seien naturverbunden ...» Im Partner-Look sitzen die beiden da; nennen wir sie Ruth und Kurt.

«So, hütt gitts nüüt meh z’ässe!», befiehlt Kurt.

«Nei, ich mögt au gar nüüt meh», verteidigt Ruth sich.

Und er doppelt nach: «Nix und nüüt!»

Beide schauen während des Gesprächs angestrengt aus dem Fenster. Ich lausche weiter. Die beiden waren mit einer Wandergruppe unterwegs. Und tun nun das, was man tut, wenn man nach einer Gruppenveranstaltung wieder allein ist: Sie lästern und hecheln alle durch.

«Aso de Architäkt, de Ernscht, weiss ächt sini Frau, das er elei id Schtadt gaht?», fragt sie und schaut dabei immer noch aus dem Fenster.

«Die weiss doch alles!»

Schweigen.

«Weisch, sie seit scho, es isch ere gliich.»

«Das isch doch dere nöd gliich.»

Und so geht es weiter. Von der Frage, ob nur die Schulden die beiden zusammen halten bis zur theoretischen Abhandlung, was nun wäre, wenn sie ihn endlich verlassen würde, diesen Ernst. Und was macht Ernst? Sitzt unterdessen bestimmt mit seiner Frau im Zug nach Basel: «De Kurt und d’Ruth, wie lang gisch dene beidne no? Die händ sich au nüme vill z’säge.»

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