Boris Repschinski - Vier Bilder von Jesus

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Was wir von Jesus wissen, verdanken wir den vier Evangelien. Auch wenn diese in vielem übereinstimmen, finden sich darin doch markante Unterschiede und eigene Interpretationen der Geschichte Jesu.
Der Frage, weshalb das so ist, nähert sich Boris Repschinski, indem er Entstehung, Ort und Zeit der Evangelien und die Absicht des jeweiligen Autors darstellt. Darüber hinaus und vor allem aber geht er auf die literarische und theologische Eigenart der Evangelientexte ein. Es ist ihre jeweilige Komposition, die einen je eigenen Blick auf Jesus eröffnet und gleichzeitig den Leserinnen und Lesern Kriterien an die Hand gibt, in den Texten Wegweisungen für neue Lebenssituationen zu finden.

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Gleichzeitig ist es mit dieser Methode möglich, Quellen hinter den Evangelien zu identifizieren. In Mk 2,1–3,6 findet sich eine Sammlung von Wundergeschichten. Forscher nehmen nun an, dass diese Sammlung schon vor dem Markusevangelium existiert hat und vom Autor des Evangeliums später in das Gesamtwerk eingefügt wurde.

Ein typisches Beispiel für die Fragestellung der historisch-kritischen Methode beleuchtet den Titel des Markusevangeliums. In Mk 1,1 wird Jesus als Sohn Gottes bezeichnet. Die historisch-kritische Methode fragt, was genau mit „Sohn Gottes“ gemeint sein könnte im Vergleich zu zeitgenössischer Literatur, ob der Titel vielleicht eine späte Entwicklung in der Bildung des Evangeliums widerspiegelt und warum manche alte Handschriften diesen Titel gar nicht enthalten.

Die historisch-kritische Methode ist die unter Forschern heute etablierte Methode, die Texte innerhalb ihrer Zeit zu interpretieren und dabei auch die Textentstehung zu beobachten.

b. Narrative Forschung

Für die narrative Forschung sind die Evangelien als Erzählungen der Ausgangspunkt der Interpretation. Die Texte werden als Ganzes gelesen und nach ihrer Aussageabsicht befragt. Im Kontrast zur historisch-kritischen Methode fragt die narrative Exegese nicht, in welcher Welt die Texte entstanden sind, sondern welche Welt sie für die Leserinnen und Leser schaffen. Sie fragt nicht, wer unter welchen Umständen die Texte geschrieben haben könnte, sondern was die Texte über ihre Autoren implizit aussagen. Die Schriften werden also nicht ausgehend von historischem und kulturellem Hintergrund her interpretiert, sondern gerade umgekehrt werden die Texte daraufhin befragt, was sie über die in ihnen erzählte Welt preisgeben.

Diese Art der Interpretation ist noch relativ neu und orientiert sich stark an literaturwissenschaftlichen Methoden. Sie ist besonders geeignet, den Blick auf das Gesamte eines Evangeliums zu lenken und es als geschlossenes theologisches und literarisches Werk zu interpretieren.

Ein typisches Beispiel für solch eine Interpretation ist die Frage nach der Art und Weise, wie ein Werk die Lektüre zu beeinflussen sucht. Das Markusevangelium beginnt mit der Aussage, dass Jesus der Sohn Gottes ist (Mk 1,1). In der Taufe erschallt eine himmlische Stimme, die Jesus als „meinen geliebten Sohn“ (Mk 1,11) deklariert. Wenig später bezeichnet ein Dämon Jesus als den „Heiligen Gottes“ (Mk 1,24). Es entsteht eine Spannung, da man sich fragt, wann endlich ein Mensch die Verbindung zwischen Jesus und Gott herstellt. Diese Spannung wird aufrechterhalten bis zur Kreuzigung, wo schließlich der römische Hauptmann Jesus als Gottes Sohn bekennt (Mk 15,39). Das Markusevangelium entwirft also einen Spannungsbogen über den gesamten Text. Hier wird deutlich, dass dieses Evangelium mehr ist als eine Sammlung von Traditionen. Das Markusevangelium entpuppt sich als literarisch und theologisch durchdachtes Werk.

c. Weitere Interpretationsmodelle

In den letzten Jahrzehnten sind zu diesen etablierten Methoden der Evangelienforschung noch viele weitere hinzugekommen, von denen einige vielversprechend sind. Soziologie und Kulturanthropologie geben neue Einblicke in die Selbstorganisation von großen und kleinen Gesellschaftsformen, die sich auf religiöser, sozialer, philosophischer oder auch politischer Basis zusammenfinden. Diese Wissenschaften helfen zu verstehen, wie viel stärker Menschen auf soziale Vernetzungen bezogen waren, als sich das moderne Menschen heute vorstellen.

Besonders interessant werden solche Untersuchungen, wenn zwischen Gruppen Konflikte entstehen. So betont Mt 5,20, dass die Gerechtigkeit der Jüngerinnen und Jünger bezüglich des jüdischen Gesetzes die Gerechtigkeit der Schriftgelehrten und Pharisäer bei weitem übertreffen muss. Aus dem Evangelium wird hier und anderswo deutlich, dass genau diese Gruppen die Gegner der matthäischen Schar darstellen.

Erwähnenswert ist auch, dass sich in letzter Zeit Studien durchsetzen, deren Ausgangspunkt weder Text noch antike Kultur ist, sondern die Textinterpretation von modernen Themen her beginnen. Feministische Exegese ist interessiert an der Frage nach der Rolle von Frauen in der Bibel oder auch an der möglichen Autorität patriarchaler Texte heute. Ähnliche Ansätze finden sich in homosexueller Exegese. Solche Interpretationsansätze sind eher marginal, können aber durchaus originelle Einsichten liefern.

B. Religion, Politik, Kultur

Taucht man in die Welt der Evangelien ein, sind besonders drei große Themen sehr wichtig.

Die religiöse Welt der Evangelien wird durch das Judentum bestimmt. Das Judentum zur Zeit der Abfassung der Evangelien war äußerst vielschichtig. Verschiedenste Gruppen rivalisierten miteinander und unterschieden sich durch religiöse und politische Überzeugungen. Davon geben Flavius Josefus, Philo und auch die Schriftrollen von Qumran detailliert Aufschluss. Zu den wichtigsten Gruppen innerhalb des Judentums gehörten Sadduzäer, Pharisäer, Samariter, Essener und Zeloten.

Sadduzäer führten ihren Ursprung auf den Hohepriester Zadok zurück und wurden daher nach ihm benannt. Sie waren hauptsächlich mit dem Tempel in Jerusalem und den dort dargebrachten Opfern verbunden. Sie gehörten einer priesterlichen Kaste an. Als aristokratische Elite waren sie politisch mit der römischen Besatzungsmacht liiert, um die Erhaltung der sozialen Ordnung und ihrer Führungsposition innerhalb dieser Ordnung zu gewährleisten. Religiös waren sie eher konservativ und beharrten auf der Interpretation der Tora, des jüdischen Gesetzes. Anderen Traditionen, wie einem Glauben an eine Auferstehung, standen sie misstrauisch gegenüber. Die Sadduzäer konzentrierten ihre Präsenz auf Jerusalem als dem religiösen und politischen Zentrum Israels.

Der Name „Pharisäer“ leitet sich wahrscheinlich vom aramäischen Wort für „abgeschieden“ her. Tatsächlich führte ein besonderes Interesse an Reinheit und Unreinheit dazu, dass sie sich von Dingen und Personen distanzierten, die sie für unrein hielten. Dazu gehörten auch Heiden. Pharisäer kritisierten zwar den Tempelkult nicht, standen aber auch nicht in besonderer Verbindung mit ihm. Ihr Interesse galt der Auslegung der Tora, des jüdischen Gesetzes, das sie stark mit mündlichen Überlieferungen oder „Überlieferungen der Ältesten“ (vgl. Mk 7,3.5) anreicherten. Von Schriftgelehrten sind sie kaum zu unterscheiden. Dies spiegelt sich in den Evangelien, wo Schriftgelehrte und Pharisäer oft eine homogene Gruppe sind und, wie in Mt 23, auch gemeinsam verurteilt werden. Zu weiteren pharisäischen Traditionen gehörte der Glaube an die Auferstehung von den Toten. Pharisäer lebten meist abseits von Jerusalem in ländlichen Gegenden und waren in den Synagogen sehr einflussreich.

Ob man die Samariter als Juden bezeichnen soll oder nicht, sei dahingestellt. Sie selbst sahen sich als die wahren Kinder Abrahams und die treuen Anhänger des Mose und der Tora. Sie lebten in einer Gegend namens Samaria zwischen Galiläa und Jerusalem und hatten einen eigenen Tempel auf dem Berg Garizim, wo sie opferten. Juden betrachteten die Samariter nicht als dem Judentum zugehörig, und so entstand zwischen Samaritern und Juden eine Feindseligkeit, wie sie in Johannes 4 gespiegelt ist.

Die geheimnisvollste Gruppe ist wohl die der Essener. Oft werden sie mit den in Qumran gefundenen Schriften in Verbindung gebracht, allerdings ist die Selbstbezeichnung in diesen Schriften nicht „Essener“, sondern „Söhne des Lichts“. Heute ist nicht mehr bekannt, woher der Name „Essener“ stammt. Die Gruppe war wohl eine jüdische Oppositionsbewegung, die dem Tempelkult in Jerusalem feindselig gegenüberstand und ihn als unrein betrachtete. Im Neuen Testament spielen sie kaum eine Rolle. Ihre Schriften illustrieren aber durchaus die mögliche Vielfalt jüdischer Religiosität.

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