Boris Repschinski - Vier Bilder von Jesus

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Was wir von Jesus wissen, verdanken wir den vier Evangelien. Auch wenn diese in vielem übereinstimmen, finden sich darin doch markante Unterschiede und eigene Interpretationen der Geschichte Jesu.
Der Frage, weshalb das so ist, nähert sich Boris Repschinski, indem er Entstehung, Ort und Zeit der Evangelien und die Absicht des jeweiligen Autors darstellt. Darüber hinaus und vor allem aber geht er auf die literarische und theologische Eigenart der Evangelientexte ein. Es ist ihre jeweilige Komposition, die einen je eigenen Blick auf Jesus eröffnet und gleichzeitig den Leserinnen und Lesern Kriterien an die Hand gibt, in den Texten Wegweisungen für neue Lebenssituationen zu finden.

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Sie gehören zu den spät entstandenen Schriften des Neuen Testaments. Unter den frühesten Schriften sind Briefe, besonders die des Paulus an verschiedene Gemeinden. Dort finden sich nur vereinzelte Hinweise auf Ereignisse im Leben Jesu. Offensichtlich entstand erst später das Bedürfnis, die wichtigsten Lebensstationen Jesu auch schriftlich festzuhalten. Daher wuchsen die Evangelien auch aus einer Überlieferung heraus, die die Erinnerung an Jesus über vierzig und mehr Jahre hinweg hauptsächlich in mündlichen Erzählungen weitergab.

So entstanden die Evangelien etwa eine Generation nach den Ereignissen, die sie beschreiben. Wiederum etwa eine oder zwei Generationen später wurden den zunächst anonymen Schriften auch Namen gegeben. Schon allein die Sprache verrät den Abstand zu den geschilderten Ereignissen: Die Evangelien wurden auf Griechisch abgefasst, während Jesus Aramäisch sprach.

Die mündliche Überlieferung der Traditionen um Jesus war natürlich auch immer eine Interpretation dessen, woran man sich erinnerte. Lokale Gegebenheiten und unterschiedliche Gemeindesituationen führten zu unterschiedlichen Interpretationen. Obwohl die vier Evangelien im Wesentlichen ähnliche Erinnerungen an Jesus aufzeichnen, lassen sich doch verschiedene Akzente wahrnehmen:

Das Evangelium nach Markus erzählt von Jesus, der am Kreuz für die Menschen starb. Jesus gab sein Leben als Lösegeld für viele (Mk 10,45).

Das Evangelium nach Matthäus erzählt von Jesus, der seine Jüngerinnen und Jünger in der Kirche sammelt und ihnen bis zum Ende der Zeit gegenwärtig ist und dadurch Gott gegenwärtig macht. Durch ihn ist Erlösung durch die Vergebung der Sünden möglich (Mt 1,21; 1,23; 28,20).

Das Evangelium nach Lukas interessiert sich für einen Jesus, auf dem Gottes Geist liegt und der daher den Gefangenen und Unterdrückten Freiheit bringt. Jesus wird zum Zeugen für Gottes Barmherzigkeit und Zuwendung für die Armen und Schwachen (Lk 4,18–20).

Das Evangelium nach Johannes beschreibt Jesus als den Offenbarer Gottes. Jesus lehrt, wer Gott wirklich ist, und bezeugt dies schließlich mit seiner Lebenshingabe am Kreuz. Er kann dies tun, da er der eingeborene Sohn Gottes ist und eins mit dem Vater (Joh 1,14).

A. Annäherung an die Welt der Evangelien

Die Evangelien sind in einer Zeit entstanden, die fast 2000 Jahre zurückliegt. Viele Dinge befremden heute. In den Geschichten tauchen Pharisäer und Sadduzäer auf, es gibt Samariter und Syrophönizierinnen. Und immer wieder tauchen Römer auf, die die politische und militärische Besatzung Palästinas durch das Römische Reich repräsentieren. Jesus heilt Krankheiten durch Exorzismen und stirbt selbst am Kreuz. Menschen diskutieren, was religiös rein oder unrein sein könnte. Will man die Evangelien besser verstehen, muss man auch in diese fremde und ferne Welt eintauchen und sich mit ihrer Kultur, ihrer Geschichte, ihren Menschen und Gebräuchen bekannt machen.

Die Erschließung der biblischen Welt ist eines der Ziele der modernen biblischen Forschung. In den letzten Jahren haben sich dabei unterschiedliche Disziplinen herauskristallisiert, die sich grob in mehrere Kategorien einteilen lassen.

a. Die historisch-kritische Forschung

Die historisch-kritische Forschung nähert sich den Texten vom Standpunkt der Geschichte aus. Sie sucht die Texte über ihre Ursprünge und Entwicklungsgeschichte, über historische und kulturelle Gegebenheiten zu verstehen. Die Texte werden als Zeugnisse ihrer Zeit gelesen.

Innerhalb der Zeit der Entstehung helfen der Interpretation solche Quellen, die den biblischen Texten mehr oder weniger zeitgleich sind. So beschreibt der Geschichtsschreiber Flavius Josephus (ca. 37–100 n. Chr.) Ereignisse und Personenkreise, die auch in den Evangelien auftauchen. Josefus beschreibt Personen wie Herodes oder Pilatus. Er beschreibt Pharisäer und bestätigt, dass Sadduzäer nicht an die Auferstehung glauben (vgl. Mk 12,18). Der jüdische Philosoph Philo von Alexandrien (ca. 25 v. Chr.–40 n. Chr.) trägt viel zum Verständnis jüdischer Schriftauslegung bei. Wenn Mk 4,14–20 das Gleichnis vom Sämann als Allegorie versteht, hat das ein Vorbild in der Interpretation jüdischer Schriften durch Philo. Die bei Qumran gefundenen Schriftrollen tragen wesentlich zum Verständnis des Judentums zur Zeit Jesu bei. In den Schriftrollen finden sich beispielsweise Formen von Reinheitsritualen, wie sie in Mk 7,1–25 kritisiert werden.

Solche schriftlichen Zeugnisse werden ergänzt durch archäologische Funde. Indem man antike Stätten identifiziert und ausgräbt, lässt sich zeigen, wie Menschen in Städten und Dörfern zusammengelebt haben und was ihnen kulturell wichtig war. Überraschend ist z. B. die Anzahl von Theatern, die man in Palästina gefunden hat.

Auch der Vergleich mit zeitgenössischer Literatur ist hilfreich. So kennt man Geschichtswerke, Biographien, Romane, Dramen, Satiren, Gedichte, Reden, Briefe und vieles mehr. Zudem finden sich auch antike Lehrbücher, in denen Schülern beigebracht wird, was gute Literatur ausmacht und wie man sich gewandt und stilvoll ausdrückt. Sogar alte Schul- und Übungshefte sind erhalten und geben lebendigen Eindruck von dem, was unterrichtet wurde.

Diese Forschungen haben als erstes Ziel, die Schriften des Neuen Testaments in die kulturelle Landschaft der Antike einzuordnen, Vergleiche mit nicht-christlicher Literatur zu ziehen und zu sehen, wie sehr – oder manchmal auch wie wenig – die Schriften des Neuen Testaments zumindest der Form nach auch Produkte ihrer Zeit sind. Literatur in der Antike war nicht nur der Erbauung oder Unterhaltung dienlich, sondern war auch häufig eine Form der öffentlichen Selbstpräsentation. Bildung in der Antike beinhaltete auch die Fähigkeit, öffentliche Reden halten zu können. Diese Kunst der Rhetorik wurde an Schulen gelehrt. Viele Lehrbücher der antiken Rhetorik sind erhalten, und Schulhefte mit praktischen Übungen aus dieser Zeit existieren noch. Redner wie Demosthenes oder Cicero waren nicht nur hochverehrt, sondern publizierten auch ihre Reden. Rhetorik findet ihren Niederschlag in der Briefliteratur des Neuen Testaments. Aber auch die Reden der Evangelien und der Apostelgeschichte zeigen, dass ihre Autoren in der Kunst antiker Rhetorik zumindest einige Bildung besaßen.

Aus den schriftlichen und den archäologischen Zeugnissen lässt sich heute ein relativ genaues Bild des Lebens zur Zeit der neutestamentlichen Texte zeichnen.

Die Erforschung der Textentstehung ist ein zweites Ziel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen Neutestamentler, die einzelnen Geschichten innerhalb der Evangelien in verschiedene Gattungen einzuteilen. So gibt es Wundergeschichten, Gleichnisse, Lehrgespräche, Streitgespräche, Sprichwörter und vieles mehr. Diese Forscher nahmen nun an, dass es für jede Gattung eine Art Grundgerüst gibt. Für eine Heilung besteht dieses Gerüst aus klar unterscheidbaren Elementen: ein Kranker, eine Bitte um Heilung, ein Heiler, eine heilende Handlung oder ein heilendes Wort und eine Bestätigung der Heilung. Um dieses Grundgerüst herum können die Details mehr oder weniger ausgeschmückt werden. Die Annahme war nun, dass die Ausschmückung Teil der Traditionsbildung ist. Je einfacher eine Geschichte, desto älter ist sie.

Diese Methode erhielt den Namen „Formgeschichte“ und ist bis heute einflussreich, auch wenn sie heute stark modifiziert wird. Diese Methode erlaubt jedoch einen Blick in die Tradition hinter den Geschichten, wie wir sie heute kennen. Das Gegenstück zur Formgeschichte ist die Redaktionsgeschichte. Mit ihrer Hilfe untersucht man gerade die Ausschmückungen solcher Geschichten, um die speziellen Interessen zu ermitteln, die zu der Zusammenfügung von traditionellen Materialien in Evangelien geführt haben. Anhand der Ausschmückungen oder an der Art, wie einzelne Geschichten aneinandergereiht werden, kann man die Intentionen des Endredaktors eines Evangeliums rekonstruieren.

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