TheoLab - Gott. Mensch. Welt.

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Theologie sucht nach Antworten auf die großen Fragen der Menschheit und der eigenen Lebensgeschichte. TheoLab macht Theologie alltagsrelevant, vermittelt theologische Hintergründe und hilft, sprachfähig zu werden.
Theo: Je drei große Fragen zu den drei Themen Gott, Mensch und Welt werden aus der Sicht des christlichen Glaubens durchdacht.
Lab: Statt fertige Antworten zu finden, öffnet sich ein Raum, verschiedene Positionen wahrzunehmen und zu untersuchen.
Kompakt und gut verständlich werden die theologischen Fragen von verschiedenen Standpunkten aus beleuchtet und Hilfen zum Weiterdenken gegeben. Sketchnotes bieten zu jeder Frage eine visuelle Zusammenfassung. Auch Perspektiven für die Jugend- und Gemeindearbeit sind enthalten.
TheoLab ist ein Forschungslabor in Buchform für alle, die leidenschaftliche Glaubens- und Lebensfragen haben, theologische Tiefe gewinnen und diese mit anderen teilen wollen.

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Gott suchen und finden ‒ handeln und beten

Wie aber finden Menschen heute einen Zugang zu diesem liebevollen Gott? Einen Tempel als festen Ort, an dem sein Name „wohnt“, haben wir nicht. Und auch Jesus in menschlicher Gestalt kann nicht mehr berührt werden. Was uns bleibt, ist die Hoffnung auf seine versprochene Gegenwart (Mt 18,20), der Glaube an seine zugesagte Hilfe durch den Heiligen Geist (Joh 14,26) und das Vertrauen, dass trotz aller Widersprüche die Geschichte gut ausgeht, weil Jesus selbst diese Welt und ihre Schrecken „besiegt“ hat (Joh 16,33). 2 2 In der christlichen Theologie wird Gott als Dreieinigkeit verstanden, nämlich als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Alle drei sind gleichermaßen Gott, haben aber unterschiedliche Funktionen. 3 Zitiert nach: Härle, Wilfried: Dogmatik, Walter de Gruyter GmbH, Berlin 4 2012, S. 63. 4 Antonio Spadaro SJ: Das Interview mit Papst Franziskus, Herder, Freiburg 2013, S. 60.

Aber gibt es noch mehr als Warten und Hoffen? Viele Menschen sehnen sich jetzt schon nach einer spürbaren Erfahrung mit dem lebendigen Gott ‒ mitten im Leben. Vielleicht sollten wir uns an demjenigen orientieren, der mit Gott dem Vater ‒ mitten im Leben ‒ zu jeder Zeit verbunden war. Und daraus könnten zwei Konsequenzen folgen:

Erstens:Wir handeln. So, wie Jesus gehandelt hat. Wir wenden uns denen zu, die am Rand oder am Ende sind: Kranke, Arme, Verlassene. Sie sind da, überall. Und sie brauchen uns, unsere Zuwendung und ‒ unsere Liebe. Und ja, es mag ein mühsames Arbeiten sein, aber vielleicht erleben wir dann mitten in diesem liebevollen Handeln noch etwas anderes als die Mühe: dass wir Gott kennenlernen, ihn selbst erleben. Das Geheimnis rückt näher (1. Joh 4,7).

Zweitens:Wir beten. Und nehmen damit den einzigen Platz ein, der uns in dieser Welt zusteht. Den Platz des Geschöpfes vor seinem Schöpfer: in Abhängigkeit und Anbetung. Unsere Hingabe und unser Lob sind nicht nur eine Reaktion auf das Gute, das uns widerfährt. Die Anbetung Gottes hat einen Selbstzweck. Denn der Mensch, der sich auf Gott ausrichtet, sich ihm anvertraut, lässt ‒ wenigstens für einen Augenblick ‒ das hinter sich, was ihn so sehr bei sich selbst hält und ihm den Blick versperrt. Das Geheimnis rückt näher (Jak 4,8).

So intensiv unsere Erfahrungen aber auch sein mögen, das Geheimnis der Gegenwart Gottes ist damit nicht aufgelöst. Die Spannung bleibt bestehen. Für den Theologen Karl Rahner gehörte diese Spannung sogar zum Wesen des Glaubens: „Glauben heißt, die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang aushalten.“ 3 3 Zitiert nach: Härle, Wilfried: Dogmatik, Walter de Gruyter GmbH, Berlin 4 2012, S. 63. 4 Antonio Spadaro SJ: Das Interview mit Papst Franziskus, Herder, Freiburg 2013, S. 60. Diese Ehrlichkeit im Umgang mit dem begrenzten eigenen Horizont ist wichtig. Sie schützt unser Denken vor Fanatismus und legt den Grundstein für eine Demut, die auch andersdenkende Menschen nicht leichtfertig verurteilt. Auch Papst Franziskus hält nicht an der eigenen Unfehlbarkeit und unverrückbaren Gewissheit fest. Ganz im Gegenteil: „Suchen und Finden Gottes in allen Dingen bleibt immer ein Bereich der Unsicherheit. Er muss da sein. Wenn jemand behauptet, er sei Gott mit absoluter Sicherheit begegnet, und nicht berührt ist von einem Schatten der Unsicherheit, dann läuft etwas schief.“ 4 4 Antonio Spadaro SJ: Das Interview mit Papst Franziskus, Herder, Freiburg 2013, S. 60.

Resümee: Das Geheimnis bleibt

Wir alle hatten und haben Bilder von Gott. Manche davon tragen wir seit vielen Jahren in uns, andere haben wir nach und nach aufgegeben, verändert oder ersetzt. Auch die Bilder von Jesus als dem menschgewordenen Gott haben sich stark im Laufe der Zeit verändert. Wir erleben: Bilder helfen uns, aber es geht auch eine Gefahr von ihnen aus. Sie können unsere Vorstellungen zementieren und uns den Zugang zu dem geheimnisvollen Gott erschweren. Sich dieses Zwiespalts bewusst zu sein, bedeutet eine lebenslange Aufgabe. Ich hoffe darauf, dass beides gleichzeitig möglich ist. Ich möchte sensibel bleiben für Gottes Nähe undfür seine Fremdheit. Einerseits die existenzielle Erfahrung eines liebevollen und persönlichen Gottes in meinem eigenen Leben, in konkreten Begegnungen, in Situationen voller Not und in Momenten voller Freude. Und andererseits die bleibende Ehrfurcht vor seiner unendlichen, alles überragenden Größe und Unbeschreiblichkeit.

Tools und Hilfen

Zum Nachdenken ‒ Anwendungsfragen

Welche Bilder hattest und hast du von Gott?Wie haben sie sich verändert?

Wo begegnest du Notleidenden in deinem Leben?Wo brauchen dich andere Menschen?

Wann, wo und mit wem würde es dir leichtfallen, regelmäßig betend vor Gott zu kommen?

Zum Vertiefen ‒ Hören und Lesen

Vortrag von Siegfried Zimmer „Faszination Gott“ (Worthaus-Referat 2011): www.worthaus.org/worthausmedien/die-drei-entscheidenden-dimensionen-in-der-lebenserfahrung-des-menschen

Lied „You are“ von der Band SEA + AIR

Lied „Oh How I Need You” von der Band All Sons And Daughters

Zum Machen ‒ Handlungsempfehlung

Sprich mit verschiedenen Menschen in deinem Umfeld darüber, was sie an Gott fasziniert, vielleicht sogar mit Menschen, deren Gottesbild dir fremd ist.

Zum Nachlesen ‒ Verwendete Literatur

Artikel „Gott“, in: RGG4, Band 3, Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 42000

Artikel „JHWH“, in: RGG4, Band 4, Mohr Siebeck Verlag, Tübingen 42001

Christophersen, Alf / Jordan, Stefan: Lexikon Theologie. Hundert Grundbegriffe, Reclam, Stuttgart 22007

Härle, Wilfried: Dogmatik, Walter de Gruyter GmbH, Berlin 42012

Miggelbrink, Ralf: Gott und die Gottesbilder, in: Begegnungen ‒ Entgegnungen. Beiträge zur modernen Gottesfrage, kontextuellen Theologie und Ökumene, Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2015, S. 42 ‒ 55

Auf den Punkt gebracht

Gott zu beschreiben ist schwierig, nein unmöglich. Trotzdem müssen und dürfen wir es versuchen. Wir nähern uns an, orientieren uns an biblischen Texten und den Erfahrungen anderer Menschen.

Hanns Wolfsberger

1 Stecken wir dann aber nicht in einem echten Dilemma Genau so ist es Als - фото 5

1 Stecken wir dann aber nicht in einem echten Dilemma? Genau so ist es. Als Christinnen und Christen sollen und müssen wir von Gott sprechen, von seinen Taten und Wundern in Geschichte und Gegenwart. Gleichzeitig sind wir wegen unserer Menschlichkeit genau dazu nicht angemessen in der Lage. Der Theologe Karl Barth beschrieb dieses Dilemma so: „Wir sollen […] von Gott reden. Wir sind aber Menschen und können als solche nicht von Gott reden. Wir sollen Beides, unser Sollen und unser Nicht-Können wissen, und eben damit Gott die Ehre geben.“ 1 1 Barth, Karl: Das Wort Gottes als Aufgabe der Theologie (1922), in: Anfänge der dialektischen Theologie. Teil I, hrsg. v. Jürgen Moltmann, Chr. Kaiser, München 1977, S. 199. 2 In der christlichen Theologie wird Gott als Dreieinigkeit verstanden, nämlich als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Alle drei sind gleichermaßen Gott, haben aber unterschiedliche Funktionen. 3 Zitiert nach: Härle, Wilfried: Dogmatik, Walter de Gruyter GmbH, Berlin 4 2012, S. 63. 4 Antonio Spadaro SJ: Das Interview mit Papst Franziskus, Herder, Freiburg 2013, S. 60. Sich dieser eigenen Schwäche bewusst zu sein, ist die Demut, die bei Gott angebracht ist. Keines unserer Bilder, keine Vorstellung von Gott darf absolut gesetzt werden. Sie alle bleiben Ahnungen des Unbeschreiblichen, so deutlich und real Gott in unserem Leben auch sein mag. Dieses Wissen ist die Grundlage für alles Reden von Gott, das uns ‒ letztlich von ihm selbst ‒ aufgetragen ist. Barth, Karl: Das Wort Gottes als Aufgabe der Theologie (1922), in: Anfänge der dialektischen Theologie. Teil I, hrsg. v. Jürgen Moltmann, Chr. Kaiser, München 1977, S. 199.

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