Jede Ernährungsberaterin sollte das Glück haben, eine so begabte und kreative Rezepte-Entwicklerin wie Kristine an ihrer Seite zu haben; sie kann aus einer Reihe von Ernährungseinschränkungen am laufenden Band geniale Rezepte zaubern und zu einer absolut uneingeschränkten kulinarischen Erfahrung machen. Danke, dass du eine so großartige Ratgeberin und Mitarbeiterin bist.
Sehr dankbar bin ich meiner Redakteurin Jennifer Weis, dass sie von Anfang an an dieses Projekt geglaubt und so sehr dafür gekämpft hat, mich bei St. Martin’s Press unterzubringen. Danke für dein Vertrauen, dein Engagement und deine redaktionelle Kompetenz. Ein Riesen-Dankeschön auch an Sylvan Creekmore, dessen Professionalität, Entgegenkommen und Geduld meinen ersten Ausflug in das Verlagswesen zu einem solchen Vergnügen machte.
Es wurde viel Mühe darauf verwendet sicherzustellen, dass dieses Buch bei den vielen Tausenden von Blähbäuchen ankommt, für die es gedacht war. Daher gilt mein Dank dem aktivsten „A-Team“, der besten Spitzenmannschaft für Vertrieb und Werbung, die ich mir je hätte wünschen können: Brant Janeway, Tracy Guest und John Karle – sowie die Mitherausgeberin Laura Clark. Als sie und mein kluger Beraterstab von Your Expert Nation – die unvergleichliche Bridget Marmion, Rich Kelley und Johanna Ramos-Boyer – sich zusammentaten, wusste ich, dass das Buch in den allerbesten Händen war, die man sich nur vorstellen kann.
Danke an Michael Storrings für die Gestaltung des kultigen Covers für mein Buch sowie an Natalie Kueneman von Roundhouse Development für die Schaffung einer eleganten Website, s. www.thebloatedbellywhisperer.com. Und schließlich danke ich meinem Mann Alex, für seine Liebe, seine Unterstützung und die hervorragende Haushaltsführung, die es mir ermöglichte, meine ganz „irdischen“ Pflichten zu vernachlässigen und mich ins Schreiben zu flüchten. Wir scherzten, dieses Buch sei in „gestohlenen Augenblicken“ geschrieben worden, doch mir wird klar, dass viele dieser Augenblicke unserem Familienleben gestohlen wurden. Ich verspreche dir, dass wir all diese Momente nachholen, wenn wir alt werden, uns nach Südfrankreich zurückziehen und schließlich frei sind, uns den ganzen Tag lang ununterbrochen über verrückte Dinge zu unterhalten.
TEIL 1
KAPITEL 1
Jeder unglückliche Bauch ist auf seine ganz eigene Weise unglücklich: Die vielen Arten von Blähbeschwerden
Gleich nach der Ausbildung begann ich meine berufliche Laufbahn als Ernährungsberaterin in einer gastroenterologischen Praxis, einer Facharztpraxis für Magen- und Darmerkrankungen. Mit Menschen, die unter Verdauungsproblemen leiden, hatte ich bis dahin wenig praktische Erfahrung, doch ich trat an, den Kopf voller Lehrbuchwissen über all die Zustände, die mir, so dachte ich, in meiner neuen Arbeit begegnen würden. Ich hatte meine Hausaufgaben gemacht und alles darüber gelesen, wie man mithilfe der Ernährung bei Durchfällen und Verstopfung, den Schmerzen des Reizdarmsyndroms (RDS) und bei Sodbrennen verbunden mit Reflux vorgeht. Ich fühlte mich für alle Beschwerden gerüstet, die meine Patienten an mich herantragen würden.
Doch während meiner dreijährigen theoretischen Ausbildung zur Ernährungsberaterin und in all den Monaten der praktischen Schulung im Krankenhaus hatte ich von dem Problem, über das ein Patient nach dem anderen klagte, nie etwas gehört: den Blähbauch.
Blähbauch? Was bedeutete das überhaupt? Das war kein klinischer Zustand, über den ich je etwas gelernt hatte und, soweit ich das beurteilen konnte, gab es weder eine offizielle Definition, noch einen Behandlungsansatz. (Anm. d. Übers. Heute ist das eine offizielle Diagnose, die in den International Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD), ein durch die Weltgesundheitsorganisation WHO erstelltes weltweit anerkanntes Klassifikationssystem, als ICD-Nummer R14 aufgenommen wurde.) Also hakte ich jedes Mal ganz besonders nach, um genau zu verstehen, was sie meinten, wenn mir Patienten erzählten, dass sie aufgebläht seien. Ich bat sie, dieses Gefühl zu beschreiben, zu welchen Tageszeiten und bei welchen Gelegenheiten es auftrat, wie lange es andauerte, wodurch es sich besserte und wodurch es sich verschlechterte, ob es Schmerzen bereitete, wie so ein Blähbauch aussah, welche Begleitsymptome es gab. Ich musste verstehen, was dieses „Aufgebläht-Sein“ war, damit ich helfen konnte, es zu beheben.
Je mehr geblähte Patienten ich dazu befragte, desto klarer wurde mir, dass es sich nicht um eine einheitliche Erfahrung handelte, der man mit einer einheitlichen Lösung begegnen konnte. Manche Menschen beschrieben sie als übermäßiges Völlegefühl nach dem Essen – manchmal sogar, wenn sie nur sehr wenig gegessen hatten. Andere beschrieben einen aufgetriebenen Bauch nach dem Essen, der aussah, als seien sie „schwanger“. Manche rülpsten, wenn sie gebläht waren, bei anderen entwich die Luft am anderen Ende. Kam beides zusammen, konnte ein Blähbauch schmerzhaft sein – oder auch nicht. Und wenn er schmerzhaft war, war das manchmal eine Art Druckschmerz auf dem Magen unter dem Brustkorb, eine durch die Gasbildung bedingte Salve stechender Schmerzen an den Seiten oder ein krampfartiger Schmerz unterhalb des Nabels. Manchmal wurden die Blähbeschwerden nach dem Gang zur Toilette besser, manchmal nicht. Manche Menschen hatten das Gefühl des Aufgedunsen-Seins schon beim Aufwachen, bei anderen stellte es sich erst im Laufe des Tages ein. Dieses Phänomen zeigte sich auf so viele unterschiedliche Arten.
Der Blähbauch ist ein Symptom von etwas anderem, kein Krankheitszustand für sich, und nach Befragung Tausender von Patienten mit Verdauungsproblemen in meiner medizinischen Ernährungsberatungspraxis stellte ich im Laufe der Jahre bei den verschiedenen Arten der Blähbeschwerden, von denen die Patienten berichteten, bestimmte Muster fest. Es gelang mir immer besser, die Beschwerden, die sie beschrieben, möglichen zugrunde liegenden medizinischen Ursachen zuzuordnen. Ich konnte dann eine individuell abgestimmte Ernährungsempfehlung geben, die genau die spezifischen Beschwerden meines Patienten ansprach und in Zusammenarbeit mit seinem Arzt dazu beitragen, dass die richtige Diagnose gestellt wurde und gegebenenfalls die passende Behandlung erfolgen konnte. Meinen geblähten Patienten ging es oft schon innerhalb weniger Tage, nachdem sie mit der richtigen Ernährung begonnen hatten, besser.
So begann ich, im Internet über dieses Thema zu schreiben, und versuchte, meine Erkenntnisse an die Menschen weiterzugeben, bei denen es vor Ort eventuell keine auf Verdauungsstörungen hoch spezialisierte Ernährungsberaterin gab. Und daraufhin brach eine Flut von E-Mails und Anrufen über mich herein. Ich hörte von Sportlern in Nahost, die während ihres Ausdauer-Trainings gegen ihre Blähbeschwerden ankämpften und von Computerprogrammierern aus Indien, die unter schweren verdauungsbedingten Folgen litten, wenn sie sich gemäß ihrer Familientradition vegetarisch ernährten. Vorwiegend hörte ich jedoch von zahllosen Menschen in ganz Amerika, die einfach nicht herausfinden konnten, warum sie die ganze Zeit einen so verdammt aufgedunsenen Bauch hatten, die glaubten, dass sie alles versucht hätten und verzweifelt nach einer Lösung suchten.
Eine dankbare Patientin äußerte mir gegenüber einmal, ich sei so etwas wie ihre „Blähbauch-Flüsterin“, und mein Mann lachte sich schlapp über diesen Spitznamen. Aber er blieb an mir haften. Das war zwar ganz sicher kein Titel, den ich als kleines Mädchen in meinen Fantasien anstrebte, wenn ich mir ausmalte, was ich wohl einmal werden würde, wenn ich groß sei, dennoch, ich habe ihn mir zu eigen gemacht. Und wie das Schicksal so spielte, wurde das Erlernen der Geheimsprache des aufgedunsenen Leibes so etwas wie eine Berufung in meinem Leben, und dieses Buch ist meine Art, dieses Wissen an all jene Blähbäuche weiterzugeben, die persönlich kennenzulernen ich nicht die Gelegenheit haben werde. Ich hoffe, es hilft Ihnen oder einem Menschen, der Ihnen am Herzen liegt.
Читать дальше